Tag Archives: Löffelente

Das Bingenheimer Ried – ein Vogelparadies

BlaukehlchenInmitten eines einzigartigen Naturraumes in Mittelhessen liegt der Auenverbund Wetterrau. 4 Flüsse, die alle vom Vogelsberg kommen, bilden die Aue. Die breiten Bänder der Flussauen der Wetter, der Horloff, der Nidder und der Nidda bilden den Auenverbund, der sich mit dem Fluss Nidda – bei Frankfurt in den Main entwässert. Mitten drin liegt in die Horloffaue. Ein besonderer Schatz ist das 87 Hektar große Naturschutzgebiet „Bingenheimer Ried“, dessen herausragende Bedeutung für brütende, rastende oder überwinternde Wat- und Wasservögel weit über die Grenzen Hessens bekannt ist. Das Gebiet ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel wie unter anderem dem Kranich (Grus grus) und ist auch ein Brutgebiet von nationaler Bedeutung. Im Norden des Gebiets befindet sich die „Kuhweide“, die durch Feuchtwiesen, Schilfflächen und niedrige Sträucher gekennzeichnet ist. Die Gegend ist besonders interessant während der Zugzeiten für Watvögel. Aufgrund seiner Lage auf der Zugroute vieler Wasservogelarten und verschiedenen Biotopelementen bestehend aus Feuchtwiesen, Röhrichten, Seggenrieden, Flachwasserbereichen, Wiesenbrachen und Gräben gehört das Gebiet zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten Hessens. So verwundert es nicht, dass seltene Arten wie Großer Brachvogel (Numenius arquata), Uferschnepfe (Limosa limosa), Wasserralle (Rallus aquaticus), Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) Blaukehlchen (Luscinia svecica), Löffelente (Anas clypeata), Knäkente (Anas querquedula), Rohrweihe (Circus aeruginosus) und Kuckuck (Cuculus canorus) hier brüten. Auch der Weißstorch (Ciconia ciconia) brütet Continue reading Das Bingenheimer Ried – ein Vogelparadies

Strandläufer auf dem Streng am Rietzer See

AlpenstrandläuferEine bemerkenswerte – für das Binnenland ungewöhnliche – Vielzahl von Watvögeln war über ornitho.de für den sogenannten Streng am Rietzer See, westlich von Potsdam und südlich der Stadt Brandenburg, gemeldet worden. Hervorzuheben war vor allem die Meldung von Knutts (Calidris canutus),  die im Binnenland erst recht eine Ausnahme sind. Kurz entschlossen ging die Sonntags-Exkursion also zum Rietzer See.

Der Rietzer See ist ein mehr als 1.000 Hektar großes Naturschutzgebiet. Das Naturschutzgebiet liegt in der Gemeinde Kloster Lehnin etwa sechs Kilometer südöstlich der Stadt Brandenburg an der Havel und gut 20 Kilometer westlich von Potsdam.

Im südwestlichen Bereich eines Überschwemmungsgebiets – des Strengs – befindet sich ein Beobachtungsturm, von dem aus ein weiter Teil der Fläche beobachtet werden kann. Schon nach wenigen Minuten nach unserer Ankunft war ein Trupp von gut 6 Alpenstrandläufern (Calidris alpina) am schlammigen Ufer zu beobachten. Die Alpenstrandläufer hatte ich schon vor einigen Jahren auf dem Niederen Fläming auf dem Zug beobachten können. Intensiv und hastig stechen sie ihren Schnabel in den feuchten Schlamm und bevorzugen die ganz flachen überstauten Bereiche, die wahrscheinlich über und über mit Insekten auf der Schlamm- und Wasserfläche bedeckt sind. Auch die feuchten Schlammflächen werden gerne angenommen. Wenig später kommen 2 Regenpfeifer dazu. Diese werden zuerst als Flussregenpfeifer Continue reading Strandläufer auf dem Streng am Rietzer See

Fischender Schwarzmilan

Gemächlich kann man einen Schwarzen Milan (Milvus migrans) in ca. 40 Meter Höhe über den See fliegen sehen. Direkt vor mir am Bohlensteg fängt der Schwarze Milan an zu kreisen; den Kopf gesenkt. Weiter hinten über dem See sind weitere Schwarzmilane zu sehen, die über den See steigen. Einzelne Vögel beginnen einen kreisenden Sinkflug, um dann in einiger Höhe über dem Wasseroberfläche wieder aufzusteigen. Der Schwarze Milan vor mir war vielleicht 40 Meter entfernt und kreiste weiterhin. Er schien ein Herunterfliegen zu prüfen, kreiste für einen Moment und kam dann doch erstaunlich schnell an Höhe verlierend frontal auf den Steg zugestürzt. Schließlich sah ich ihn ohne Mühe einen Fisch in einer einzigen sanften Bewegung aus dem Wasser greifen. Das passierte alles ohne Hast und doch mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit. Gut, daß ich das Canon EF 600mm 1:4L IS II USM im Neiger (ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger) auf dem Stativ aufgebaut und schon ausgerichtet hatte. Im Hochgeschwindigkeitsmodus an der Canon EOS 1 DX konnte ich dann fast den ganzen Vorgang des Fischens ablichten.

Die Flugkünste des Greifs sind auch sonst gut zu bewundern. Es ist nicht selten, daß Schwarze Milane Reptilien und Frösche von den Rändern an Teichen im eleganten „Mitnehmen“ greifen. Aber dass Continue reading Fischender Schwarzmilan

Ringdrossel im Nordpolder der Warthe

RingdrosselDie Recherche im Vorfeld ergab zwar für Anfang April eher unterdurchschnittliche Wasserstände für die Oder. Ob die Wiesen an der Oder trotzdem schon überschwemmt waren? Über den Nordpolder bei Witnica wollte ich mich gemächlich dem Gebiet der Warthemündung nähern und dann zum bekannten Plattenweg nördlich des kleinen Dörfchens Przyborow bis zur Postomia fahren. Neben einem schon recht späten Rauhfußbussard (Buteo lagopus) wurde ich auf eine „Amsel“ aufmerksam, die über die Schotterpiste flog. Eine Amsel (Turdus merula) ist nun in einem solch offenen Gelände nicht unbedingt zu erwarten. Also riskierte ich ohne große Erwartungen einen Blick durch das Fernglas. Und siehe da: es war eine Ringdrossel (Turdus torquatus), die sich im Verlauf meiner Beobachtung immer wieder in ein Wiesengehölz verkroch.

Nach einem kalten März waren die ersten Tage im April sehr angenehm. Zur Monatsmitte jedoch hatte es sich der Frühling mit seinen angenehmen Temperaturen anders überlegt und mit strammen Ostwind und den dazu gehörenden Böen für unangenehm kühles Wetter gesorgt. Immerhin gab es in der Regel Sonnenschein zu genießen. Durch die anfangs frühlingshaften Temperaturen war Continue reading Ringdrossel im Nordpolder der Warthe

Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

KampfläuferDie ersten Kampfläufer (Calidris pugnax) stehen wie aufgereiht entlang einer Betonstraße. Zwar noch nicht ganz im Prachtkleid, aber doch schon imposante Persönlichkeiten.

Es herrscht traumhafter Sonnenschein. Die Nachmittagssonne ist nach einem bewölkten Tag doch noch heraus gekommen. Trotzdem oder gerade deswegen herrscht aber ein strammer Ostwind, der einem warme Kleidung nahelegt. Die Kampfläufer stehen praktisch direkt auf der Piste, denn tatsächlich ist das Wasser so hoch, daß diese als letzte in der näheren Umgebung noch trocken geblieben ist. im weiteren Verlauf plätschert das Wasser sogar über die Betonplatten. Gerade das Wechselspiel von trockenen und nassen Stellen zieht die Kampfläufer ebenso an, wie die vielen Lachmöwe (Larus ridibundus). Ich versuche mich langsam mit dem Wagen zu nähern. Doch fast alle Kampfläufer fliegen im letzten Moment ab – spätestens wenn die Scheibe herunter gelassen wird. Vielleicht ist es besser, sich den Kampfläufer auf einer niedrigeren Ebene zu nähern. Gesagt, getan.

Beim nächsten Mal halte ich weiter entfernt vom Kampfläufer, der mich aufmerksam mustert, aber nicht wegfliegt. Vorsichtig öffne ich Continue reading Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

Kanadapfeifente in den Körziner Wiesen bei Beelitz/ Brandenburg

Kanadapfeifente oder Amerik. PfeifenteIn ornitho.de kam an Karfreitag 2018 die Meldung herein, daß eine Nordamerikanische Pfeifente oder  Kanadapfeifente (Anas americana) zusammen mit den „normalen“ Pfeifente (Anas penelope) sowie Knäkenten (Anas querquedula) und Löffelenten (Anas clypeata) gesehen worden sei.

Die ersten Ornis waren trotz des naß-kalten Wetter mit Regenschauern schon vor Ort. Es schien, als hätten sich alle an die Etikette gehalten. Das Gebiet ist nämlich Wiesenvogelbrutgebiet und darf auf keinen Fall betreten werden. Auf den überschwemmten Wiesen waren die „normalen“ Pfeifenten mit Krickenten (Anas crecca) klar in der Überzahl. Aber auch ein paar Stockenten (Anas platyrhynchos) und auch die Knäkenten waren anwesend. Inmitten des Trupps der europäischen Pfeifenten schwamm dann tatsächlich die Nordamerikanische Pfeifente. Ein Männchen mit einer gut erkennbaren weißen Kopfplatte. Es handelt sich wohl um vorjähriges Individuum. So waren die Schirmfedern eher bräunlich-schwarz und beige-bräunlich gesäumt und nicht rein weiß.

Die Entfernung war allerdings recht weit. Am besten war die Nordamerikanische Pfeifente mit dem Spektiv zu sehen. Das Bild ist Continue reading Kanadapfeifente in den Körziner Wiesen bei Beelitz/ Brandenburg

Im Reich des Wachtelkönigs

RotschenkelSeltsam, rätschende Geräusche kommen nachts aus den Wiesen im Warthevorland. Das ist die Stimme des Wachtelkönigs (Crex crex), der auch Wiesenralle genannt wird. Dies ist eine der seltensten und gefährdetsten Vogelarten Deutschlands.

Den Wachtelkönig, der nur selten in der dichten Vegation auszumachen ist, aber dennoch der berühmteste Brutvogel des Odertals ist, sah ich in den letzten zwei Jahren gleich drei Mal auf einem Plattenweg von einem Grasdickicht ins andere huschen. Im Unteren Odertal werden in jedem Jahr um die 100 rufende Männchen gezählt. Das dürfte für Polen die weitaus größte und gleichzeitig stabilste Population sein. Die Wiesenbrüter im Unteren Tal der Warthe genießen einen Vorteil, der Naturfotografen die Arbeit schwer macht: In dem weiten Gebiet finden sie fast überall Pfützen, Wasserstellen und nahrungsreiche Uferzonen. Somit sind sie nach der Brutzeit nicht auf bestimmte Plätze angewiesen. Ich habe tagelang an vorher erkundeten Stellen in einem Tarnzelt gesessen, ohne zu einem vernünftigen Foto zu kommen, weil die Motive selbst für 400 mm- oder 500 mm-Brennweite unerreichbar waren. Am anderen Ende des Tümpels flogen Löffelenten (Anas clypeata) ein, Graureiher (Ardea cinerea) verjagten Artgenossen, Rotschenkel (Tringa totanus) führten ihre Jungen auf eine überschwemmte Wiese, Flußuferläufer (Actitis hypoleucos) sprinteten durchs Flachwasser, eine Großfamilie von Graugänse (Anser anser) führte die Jungen ins Wasser und Rehe wanderten Continue reading Im Reich des Wachtelkönigs

Keoladeo Ghana Nationalpark: Vogelparadies in Indien

DajaldrosselLange verweilt die dunkelblau-weiße Dajaldrossel (Copsychus saularis) auf ihrem Ast in der Morgensonne. Ausgiebig kann ich Porträtfotos schießen.  Winter, Sommer und Monsun, so teilen die Einwohner Bharatpurs das Jahr ein. Im Juli und August, nach den trockenen Zeiten der Vormonate, erweckt der Monsun den Kreislauf des Lebens im Park immer wieder aufs Neue. In dieser Zeit sind Lufttemperatur und vor allem die Luftfeuchtigkeit allerdings so hoch, dass die meisten Menschen den Keoladeo Ghana Nationalpark meiden. Für die Vögel aber bedeutet der erste Regen den Startschuss für die Brutsaison. Sie balzen, paaren sich, bauen Nester, brüten die Eier aus und füttern die Nachkommenschaft.

Die ausländischen gefiederten Besucher treffen in der Regel nicht vor Ende Oktober im indischen Vogelparadies ein. Zu diesem Zeitpunkt kommen auch die ersten Zugvögel in ihr indisches Überwinterungsgebiet und gesellen sich zur ebenfalls sehr reichhaltigen einheimischen Avifauna. Im November und Dezember fallen Enten und Gänse in den Park ein, Die Luft ist erfüllt vom Schnattern der Streifengänse (Anser indicus), Schnatterenten (Anas strepera), Pfeifenten (Anas penelope), Löffelenten (Anas clypeata), Spießenten (Anas acuta) und Knäkenten (Anas querquedula). Sind dann die Greife wie Rohrweihe (Circus aeruginosus), Steppenweihe (Circus macrourus), Schikra (Accipiter badius), Adlerbussard (Buteo rufinus), Schelladler (Aquila clanga), Steppenadler (Aquila nipalensis), Kaiseradler (Aquila heliaca) und Zwergadler (Hieraaetus pennatus) auch angekommen, kommt der Naturfotograf auch mit Actionaufnahmen Continue reading Keoladeo Ghana Nationalpark: Vogelparadies in Indien

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanDie Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Viele der Gebiete sind Naturschutzgebiete und weisen eine geringe Nutzungsintensität der Wiesen und Feldern auf. Die Abgelegenheit der Landschaft, die inmitten eines gering besiedelten Gebietes liegt, sorgt für die nötige Störungsfreiheit einiger seltener Arten wie dem Seeadler (Haliaeetus albicilla). Eine lockere und abwechslungsreiche Vegetationsstruktur sorgt dafür, dass nicht nur Beutegreifer viele unterschiedliche Futter- und Rastflächen finden. Auch für andere Vogelarten offener Feldflur, feuchter Wiesen und naturnaher Gewässer sind die Wiesen, Wasserflächen, Äcker und Feldern ein hochwillkommenes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet.

Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist. Wenn im Spätsommer und Herbst die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Die Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Frühjahrszug an den überschwemmten Oderwiesen

SchnatterenteNachdem Birder das erste Wochenende im April als Frühling mit angenehmen Temperaturen, einem angenehmen Südwind und in der Regel Sonnenschein genießen konnten, stellt sich weiterhin bei leicht kühleren, aber immer noch frühlingshaften Temperaturen ein deutlicher Schub an Zugvögeln ein. Vor allem Drosslen – darunter auch schon die ersten Ringdrosseln (Turdus torquatus) werden nun verstärkt an ihren traditionellen Rastplätzen angetroffen. Auch die ersten Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Rohrschwirle (Locustella luscinioides) waren zu hören.

Nach einem Ausflug in die Welseaue bei Passow auf der Suche nach Bekassine (Gallinago gallinago) und Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) fahre im Anschluß an diese Exkursion an die Oder. Nachdem ich bei Nieselregen getankt und Frühstück besorgt habe, fahre ich zum Criewener Polder südlich von Schwedt. Den Wagen parke ich kurz vor der Brücke über den Seitenkanal der Oder und packe dann Stativ, Spektiv und das Canon 4,0/ 400 DO aus. Damit laufe ich bis zu einer nicht weit entfernt gelegenen Bank mit einem eindrucksvollen Blick über den ganzen Polder, der immer noch recht naß und in weiten Teile überschwemmt ist. Die Betonplattenwege Continue reading Frühjahrszug an den überschwemmten Oderwiesen

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanNebel steigt aus den Flußauen, die Stille wird durchbrochen nur hier und da von den cru-cru-Rufen der Kraniche. Singschwäne (Cygnus cygnus) grasen die überschwemmten Wiesen ab, schütteln sich im Gegenlicht die Wassertropfen vom Schnabel. Wenig später dann die typischen leicht qäkenden Flugrufe von Gänsen. Wenn im Spätwinter und Vorfrühling die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist.

Die Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Beste Beobachtungsgebiete im Winter auf Texel

StockenteTagelang hatte es geregnet. Der Ausflug über Sylvester auf die südlichste der westfriesischen Inseln schien sich als Reinfall zu entpuppen. Dann nach 3 Tagen klarte es gegen Abend auf. Ein phantastisches Abendrot kündigte eine sternenklare Nacht an. In dieser Nacht ohne schützende Wolkendecke fielen die Temperaturen auf deutlich unter Null. Die Feuchtigkeit an Gräsern und Zweigen gefror. Der nächste frühe Morgen mit seinem Eiskristallen, Reif und Eisflächen verzauberte den Besucher dieser Insel und entschädigte ihn für die voran gegangenen Tage, die doch mehr oder weniger in der warmen Stube verbracht wurden. Stacheldrahtzäune waren eisbedeckt und glitzerten in den verschiedensten Farben in der prallen Morgensonne. Bald würde das Schauspiel mit der wärmenden Sonne vorbei sein. Jetzt mußten die richtigen Motive schleunigst gefunden werden.

Eigentlich war ich über Sylvester nach Texel gefahren, um die Wintergäste beobachten und fotografieren. Als Übernachtungsort auf der Insel wählte ich Oost, da sich die meisten Vögel im Nordosten der Insel aufhalten. Hier gibt es auch einige Seen und Gräben, an denen sich die Vögel vom Auto gut beobachten lassen. Direkt in der Nähe von Oost in Richtung Continue reading Beste Beobachtungsgebiete im Winter auf Texel