Category Archives: Vogelreisen

Blauschwanzpitta in Thailand

BlauschwanzpittaNachmittags wartet Yotin mit seinem schweren 4X4-Truck von Ford schon auf mich und wir fahren wieder in den Park. Die Karte für 200 Baht ist noch gültig und ich kann sofort durchgehen. Sein Mitarbeiter, ein echter Minenhund, hat jetzt eine wirklich todsichere Stelle gefunden. So versichert mir zumindest Yotin. Sie sei noch näher am Weg und ich zweifele ob das stimmen kann. Als wir nach kurzer Fahrt ankommen, sieht das Gelände beiderseits der Piste jedenfalls sehr dicht aus. Die Dornen der Palmen lassen jedenfalls ansonsten wenig Eindringlinge rein. Wir zwängen uns durch ein Loch in der grünen Wand. Schnell sitzen ich und Yotin in dem neuen Hide und siehe da – die Pitta kommt. Es ist allerdings die Blauschwanzpitta (Pitta guajana). Ein wunderschönes Männchen macht sich vor uns am Laub zu schaffen. Yotin hatte mir noch eingeschärft, mich nur ja nicht zu bewegen und Geräusche zu machen. Die Pitta sei sehr aufmerksam und scheu. Davon ist nichts zu merken. Ich kann so fast ein 16 Gigabyte an Fotodateien durchjagen und ich belichte bis runter auf 1/8 Sec. Absolut super. Nach mindestens einer Stunde – genau habe ich nicht geguckt – verlasse ich das Versteck wieder. Yotin widmet sich schon wieder anderen Vögeln. Er hat den Strichelschneidervogel (Orthotomus atrogularis) kurz gesehen und den Dickschnabel-Mistelfresser (Dicaeum agile) gehört.

Der Grund in den Khao Pra Bang Khram-Park zu kommen, ist die Möglichkeit, die sehr seltene Goldkehlpitta (Pitta gurneyi), zu entdecken. Diese kommt sonst nur in wenigen Tieflandregenwäldern in Myanmar und Thailand vor. So war der Continue reading Blauschwanzpitta in Thailand

Weißbrauenbülbül beim Baden

WeißbrauenbülbülDie Tropfen spritzen meterweit. Ausgiebig hat der Weißbrauenbülbül (Pycnonotus luteolus) schon in dem seichten Springbrunnen gebadet. Die Federn sind völlig durchnässt. Ob der Nichtschwimmer ist, weiß man nicht; wasserscheu ist er jedenfalls nicht. Auch in Sri Lankas Süden ist richtige Abkühlung wichtig. Auch Vögel sollen versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Zuerst kommt der Weißbrauenbülbül auf den Keramikrand, sichert und nippt vom Wasser in der Schale. Die Kühle tut gut. Dann stellt sich der Vogel mitten in den flachen Beckenbereich hinein. Das Wasser geht dem stehenden Vogel maximal bis zum Bauch. Dann heißt es den Kopf eintauchen, das Wasser in einer Drehbewegung hochschleudern und warten bis die Wassertropfen wieder herunter kommen. Dann noch einmal von der anderen Seite: Kopf hinunter, nach links und rechts hoch reißen, still stehen und duschen. Anschließend mit nassem Bauchgefieder eine Weile im Wasser knien und Luft holen. Geschafft!

Für Vögel ist die Reinigung und Pflege des Gefieders eine wichtige Hygienemaßnahme und notwendige Gesundheitsvorsorge. Der Weißbrauenbülbül nimmt beispielsweise ausgiebige Wasser und Continue reading Weißbrauenbülbül beim Baden

Rotbauchkuckuck läßt sich locken

RotbauchkuckuckIm Hintergrund ist immer wieder eine markante Stimme zu hören. Diese gehört dem Rotbauchkuckuck (Cacomantis castaneiventris), der aber wohl sehr heimlich sein soll und nur selten zu sehen ist. Zuerst nehmen aber andere Vögel unsere Aufmerksamkeit in Anspruch. Dazu gehören Greisenkrähen (Corvus tristis), Orangebrust-Zwergpapagei (Cyclopsitta gulielmitertii), Einfarbsalangane (Aerodramus vanikorensis), Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita), Borstenkopf (Psittrichas fulgidus), Papuaweih (Aviceda subcristata), Langschwanzweih (Henicopernis longicauda) und Rostbachhabicht (Accipiter hiogaster). Die Greife sind natürlich nur im Vorbeiflug vor dem grauen Himmel  zu sehen. Auch eine Brahminenweihe (Haliastur indus) ist mla schön zu sehen. Endlich – es sind wohl gut 2 Stunden vergangen – kann ich den Rotbauchkuckuck immer noch hören. Die Entfernung zur Schallquelle scheint kürzer geworden sein. Der Rotbauchkuckuck muß also wohl deutlich näher, sicher in dem Gebüsch in dem abschüssigen Hang direkt neben der Piste zu finden sein. Ich spiele den Ruf des Rotbauchkuckuck mit meinem Rekorder ab, um ihn zu locken. Immer noch ist der Rotbauchkuckuck Continue reading Rotbauchkuckuck läßt sich locken

Weißkehlkarakara in Patagonien

WeißkehlkarakaraEin Weißkehlkarakara (Phalcoboenus albogularis) fliegt am spärlich bewachsenen Hang entlang durch das Schneetreiben. Endlich nimmt er Platz auf hellem steinigem Sand. Der Weißkehlkarakara scheint in die Weite Patagoniens zu schauen. Ein schönes Bild.

Patagonien ist ein Land der Gegensätze. Patagonien, das sturmgepeitschte Südende des Südamerikanischen Kontinents, zieht Reisende in seinen Bann. Je weiter man nach Süden kommt und je schmaler das Land wird, desto weiter und endloser scheint die Landschaft zu werden. Unvermittelt ragen schroffe Berge wie Fangzähne aus der Ebene. Wolkenfetzen jagen über den Himmel.

Die Betrachtungen der Fels- und Eislandschaften so berühmter Bergmassive wie Fitz Roy, Cerro Torre und die Torres del Paine sind atemberaubend. Die türkisblauen Gletscherseen darunter bilden einen perfekten Kontrast. Das oft wechselnde Wetter und der starke Wind sind ein ständiger Begleiter in Patagonien und verstärken noch die Rauheit dieses Landstrichs.

Blaue Gletscher schimmern im weichen Licht des Südens, ihr Eis knirscht, knackt und kracht. So in Argentiniens wohl schönsten Nationalpark “Los Glaciares” mit dem imposanten Gletscher “Perito Moreno” und seinen bis zu 70 m hohen Eistürmen.

Von diesen stürzen immer wieder mächtige Eisbrocken in den “Lago Argentino”. Dieses aussergewöhnliche Naturwunder ist ein echter Genuß. Karge Grasflächen ziehen sich bis zum Horizont, scheinbar Continue reading Weißkehlkarakara in Patagonien

Geier in Alquezar/ Aragon

GänsegeierDie Bedrohung durch BSE, die Rinderwahnsinns-krankheit, bedeutet, dass spanische Landwirte gesetzlich verpflichtet sind, tote Schafe auf ihrem Land wegzuschaffen. Dies ist per se erst einmal eine sehr schlechte Nachricht für Geier, die natürlich auf totes Vieh angewiesen sind, um sich davon zu ernähren. Um die Geier zu erhalten, haben die spanischen Behörden jedoch eine Reihe von Fütterungsstationen eingerichtet, an denen Schlachtabfälle speziell für Geier bereitgestellt werden. Infolgedessen hat die Anzahl der Geier, insbesondere der Gänsegeier (Gyps fulvus), eher zugenommen als abgenommen, und Vogelbeobachter erhalten wunderbare Beobachtungsmöglichkeiten. Neben einer beträchtlichen Anzahl von Gänsegeiern ist es auch möglich, den seltenen Lämmergeier oder  Bartgeier (Gypaetus barbatus) und im Sommer Schmutzgeier (Neophron percnopterus) an diesen Standorten zu sehen.

Gänsegeier mögen nicht selten sein, aber sie sind eine der beeindruckensten Vögel Europas. In der Sierra de Guara sind Besucher eingeladen, an drei Fütterungsstationen Geier zu beobachten. Wie gut jeder Standort zu einem bestimmten Zeitpunkt ist, hängt davon ab, wie kurz zuvor Schlachtabfälle bereitgestellt wurden. Wenn es kein frisches Futter gibt, suchen die Vögel woanders nach Aas. Hervorragend ist auf jeden Fall die Futterstelle in der Nähe von Alquezar.

Sie ist die größte und spektakulärste Futterstelle. Die Schlachtkörper werden regelmäßig von Lastwagen zur Verfügung gestellt, die direkt auf das eingezäunte Areal fahren und Haufen von Schlachtabfällen entsorgen. Es ist auch der Ort, der die beste Continue reading Geier in Alquezar/ Aragon

Seebären und Dominikanermöwen in Namibia

DominikanermöweEin Strand so weit das Auge reicht. Die Luft ist aber erfüllt von einem unbeschreiblichen Gestank. Die karge Landschaft der Namibwüste wird nur von wenigen Tieren besiedelt. Das Leben an der Küste ist umso üppiger. Tausende Südafrikanische Seebären (Arctocephalus pusillus) liegen auf den Klippen und felsigen Hängen. Im November kommen die Robben in großer Zahl an Land, um ihre Jungen zu gebären und sich anschließend wieder zu paaren. Bald bevölkern Zehntausende Seebären die Küste, und es herrscht ein riesiges Chaos. Zwischen den Bullen gibt es ständig Streit um die besten Plätze, und nur die Stärksten können einen Weibchen- Harem um sich versammeln. Kämpfe um die Vorherrschaft werden mit vollem Körpereinsatz und spitzen Zähnen ausgetragen. Entsprechend vernarbt ist die Haut alter Bullen. Doch der Einsatz lohnt sich, denn nur wer viele Konfrontationen gewinnt, kann sein Erbanlagen an die nächste Generation weitergeben.

Mitte Dezember, wenn im Süden Afrikas Hochsommer herrscht, werden die meisten Robbenbabys geboren. Sofort finden sich dann Dominikanermöwen (Larus dominicanus) ein und stürzen sich auf die Nachgeburten. Es ist eine Zeit des Überflusses.

Gerne werden die Robbenplätze am Rande von den Dominikanermöwen in Besitzt genommen. So sind sie immer nah an den Nahrungsgründen. Hier lassen sich viele einzelne Altersstadien der Dominikanermöwen erleben. Manchmal baden die Möwen, manchmal verfolgen sie sich im Himmel wenn man wieder eine Dominikanermöwe eine besonders „leckere“ Beute gemacht hat. Continue reading Seebären und Dominikanermöwen in Namibia

Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

Die Tissamaharama Tanks im Süden Sri Lankas sind ein Vogelparadies. Diese Stauseen sind künstlich angelegte Reservoirs zur Bewässerung der Reisfelder, die aber wohl schon zu Königs Zeiten erbaut wurden und einen recht naturnahen Eindruck machen. Ein Großteil der Fläche ist mit Seelilien (Water Lillies) bedeckt, die aber offensichtlich inzwischen mit schwimmenden Geräten abgeschöpft werden. Für die Vögel ist das kein Abbruch. Sie sind auch so in großen Massen da. Von der Sandungama Road können wir wunderschön auf den Tissa Lake im Osten Tissamaharamas schauen. Die Bäume – sie werden Rain Trees genannt – sind voller Flughunde, die in ihre Flughaut mehr oder weniger eingewickelt „abhängen“. Dazu kommt eine tolle Kormoran-Kolonie. Ich muß natürlich ausgiebig die an- und abfliegenden Kormorane mit der EOS 1 DX am Canon-Objektiv EF 600/4.0 L IS II USM auf dem Gitzo-Stativ aufnehmen. Wir können alle 3 in Sri Lanka heimischen Phalacrocorax -Kormoranarten sehen. Dazu kommt natürlich noch der Anhinga (Anhinga melanogaster). Immer wieder fliegen vor allem die Braunwangenscharben (Phalacrocorax fuscicollis) mit Nistmaterial Continue reading Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

MittelreiherDer Mittelreiher (Ardea intermedia) ist bereits lange in mehrere Unterarten unterteilt: den Pazifikmittelreiher (Ardea intermedia plumifera), den Afrikamittelreiher (Ardea intermedia brachyrhyncha) und den Mittelreiher der Nominatform. Der Mittelreiher wird während der Brutzeit einerseits durch seine üppigen Federn, insbesondere die sehr langen Rückenfedern, andererseits durch einen Mangel an Kopffedern artlich bestimmt. Es ist ein geschmeidiger Vogel, dessen Schnabel für einen mittelschweren im und am Wasser vorkommenden Reiher relativ kurz ist. Es hat einen langen Kopf und Hals, der im Stehen oder Fliegen häufig in S-Form gehalten wird. Die Kopf-Hals-Kombination wirkt (und ist) aber relativ kürzer als die des Silberreihers (Ardea alba). Im Flug ähnelt der Mittelreiher dem Silberreiher mit seinen schwungvollen und eher langsamen Flügelschlägen. In der Nichtbrutzeit kann es leicht mit anderen weißen Reihern verwechselt werden. Ein Unterscheidungsmerkmal zu dem Silberreiher in Afrika ist seine kleinere Größe, die allerdings nur im direkten Vergleich auffällt. Auch der relativ kürzere Schnabel, der kürzere Hals fällt nur im direkten Vergleich zu den außergewöhnlich langhalsigen Silberreiher auf. Schon eher auffällig sind die zweifarbigen (nicht komplett schwarzen) Beine und – auf Fotos am besten erkennbar – die dünne Linie des Schnabelspalts (analog zu einem Mundwinkel) die unterhalb des Auges endet und nicht – wie  beim Silberreiher – noch darunter entlang führt.

Afrikanische, asiatische und australische Mittelreiher scheinen sich in der Größe und in der Färbung zu unterscheiden. Die Continue reading Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

Sandbrachschwalbe im Süden Sri Lankas

Winzige Sandkörner wirbeln hoch. An der Südküste Sri Lankas windet es schon wieder sehr anständig. Sand und Salz liegt in der Luft. Die Kombination aus Wind, Sandverwehungen und praller Sonne läßt nicht viele Besucher den schönen Strand nur 100 Meter vom Hotel in den Dünen entfernt, genießen. Zuerst geht es an ein paar glattgeschliffenen Felsen vorbei nach Süden, Zwischen dicken Felsblöcken, halb im Meer stehend, sind einige Limikolen zu sehen. Direkt ins Auge fällt ein schmaler, grauer geduckt neben einem Felsen im Sand stehender Vogel auf. Der Vogel ist mit seinem blassen, sandigen Grau und dem schwarzen Hinterteil nur wenig von seinem Hintergrund aus Steinen, Felsen und Sand zu unterscheiden. Einzig der schwarze Schnabel mit dem Anflug von Rot an der Basis und der weiße Augenring fallen aus näherer Distanz auf.

Es ist eine einzelne Sandbrachschwalbe (Glareola lactea), die wirklich wunderschön zu sehen und auch auf gleicher Höhe zu fotografieren ist. Um sie auf gleicher Höhe zu fotografieren hocke ich mich in den Sand. Sie hat sich einen Platz auf dem Trockenen ausgesucht. Was sie in der heißen Ödnis macht, ist nicht klar. Daneben steht auch ein Flußuferläufer (Actitis hypoleucos). Auf einer Kante sind einige Wüstenregenpfeifer (Charadrius leschenaultii) zu sehen. Zuerst hatte ich mindestens 5 Steinwälzer (Arenaria interpres) auf einem der Felsen, die von Zeit zu Zeit von Wellenbrechern benetzt werden, gesehen. Für so eine – auf den ersten Blick – karge Küstenlandschaft sind das doch erstaunlich viele Vögel. Schließlich fliegt die Sandbrachschwalbe auf, doch nach wenigen Metern nimmt sie Platz – diesmal auf einem rundrückigen Felsen. Ich laufe noch weiter nach Continue reading Sandbrachschwalbe im Süden Sri Lankas

Schillereisvogel vor Beutestoss im Mole NP

SchillereisvogelEin blaues Zucken im Schatten eines überhängenden Busches direkt am Wasser. Das ist das erste, was wir wahrnehmen. Der im englischen Shining Blue Kingfisher genannte Schillereisvogel (Alcedo quadribrachys) hat sich eine Warte direkt am Wegesrand auf einem überhängenden Ast, ca. 1m – also in Augenhöhe – über dem Wasser vor uns eingerichtet. Still sitzt der wunderschöne Vogel keine 8 Meter vor uns. Von Zeit zu Zeit macht der Kopf eine ruckartig nach oben gerichtete Bewegung. Der Hals wird länger. Manchmal wird der Winkel des nach unten gerichteten Schnabels geringfügig geändert. Unregelmäßig zuckt der ebenfalls oberseits blaue Schwanz des Vogels. Wir bewundern den Eisvogel eine Weile. Schließlich fängt der Shining Blue Kingfisher an aufgeregt mit den Flügeln zu zucken und diese hoch über seinen Körperschwerpunkt zu heben. Der Zeitpunkt des Beutestoßes steht offensichtlich unmittelbar bevor. Vielleicht hat der er seine potentielle Beute schon erspäht. In der Perspektive, in der wir uns auf dem schmalen Pfad an diesem umfangreichen Wasserloch befinden, können wir keine Fische im Wasser erkennen. Dafür ist das Waser auch zu trübe. Der Shining Blue Kingfisher ist so Continue reading Schillereisvogel vor Beutestoss im Mole NP

Urwaldvögel im Kakum Nationalpark in Ghana

Rotnasen-GrüntaubeDer Anstieg vom Besucherzentraum dauert eine Weile. Aber nach ca. 20 Minuten stehen wir in einer Unterstellhütte vor den Hängebrücken. Die Hängebrücken verbinden jeweils eine Plattform, die an einen dicken Urwaldbaum befestigt ist, miteinander. Zuerst befinden sich die Plattformen noch im Hangbereich befindet und sind daher eher geschützt ist. Trotz des stark bewölkten Morgens genießen wir einen tollen Blick auf den Regenwald. Es ist dunstig um nicht zu sagen richtig neblig. Es gibt heute auch immer wieder Nieselregen. Wir sehen schnell 2 Waldschnäpper (Fraseria ocreata) ganz in der Nähe der Plattform, die wir schon im März mit Birdquest produktiv genutzt hatten am Morgen. Wenig später sind auch Kastanienflügelstare (Onychognathus fulgidus) zu sehen. Der Weißschopf-Hornvogel (Tockus albocristatus) kündigt sich schon mit seinen Rufen an. Außerdem sind im Hangbereich der Alexanderbülbül (Andropadus curvirostris) und der Schuppenstirnbülbül (Phyllastrephus albigularis) zu hören. Ganz nahe muß der Prachtglanzstar (Lamprotornis splendidus) sein, denn seine Rufe sind laut und deutlich zu vernehmen. Anfangs ist er aber nur zu hören. Wir laufen dann auch mal zu der Plattform, die wir schon im März so produktiv am Morgen genutzt hatten. Der Blick ist hier doch deutlich offener. Ein Hit ist dann der Waldhopf (Phoeniculus castaneiceps), der sich nicht weit über uns auf und um die dicken Äste eines Urwaldriesen Continue reading Urwaldvögel im Kakum Nationalpark in Ghana

Papuahornvögel im Überflug in Papua

PapuahornvogelPapuahornvögel (Aceros plicatus) fliegen imposant über die Szenerie am Ok Menga – Tal. Nach einem frischen Morgen und einem heftigen Regenguß in der Nacht geht es zum Ok Menga – Tal am Rande des Regenwalds um eine Exkursion vom Rand der Minenstraße zu starten. Der Platz an der Straße in Richtung Kiunga hat es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Die Fahrt geht über ca. 12 km Schlaglochpiste vom Feinsten steil bergauf. Am Ziel, am Rande des Regenwaldes, wird der Fluß gestaut. Der Verlauf muß offensichtlich andauernd mit einem Bagger in Schuß gehalten wird. Hier sind wir nicht unbedingt in einer Gegend, die man ein kleines Vogelparadies am Rande des Regenwaldes nennen würde. Aber man kann sehr schön von der Straße ins Tal und in die gegenüberliegenden Hänge gucken.

Hier sehen wir auf Anhieb eine Greisenkrähe (Corvus tristis). Im Hintergrund ist immer wieder eine markante Stimme zu hören. Diese gehört dem Rotbauchkuckuck (Cacomantis castaneiventris), der aber wohl sehr heimlich ist und selten zu sehen ist. Unten an dem Damm ist leider nicht die hier gelegentlich vorkommende Salvadoriente (Salvadorina waigiuensis) zu sehen. Immerhin sehen wir etwas weiter oben sind 2 sehr agile Orangebrust-Zwergpapagei (Cyclopsitta gulielmitertii) bei der ausgiebigen Suche nach Nahrung in Continue reading Papuahornvögel im Überflug in Papua