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Birding Berlin: Ducks in winter in Charlottenburg Palace

A splash drops of water, a wild tumult. Just a moment ago the two male Mallards (Anas platyrhynchos) had been standing side by side on the ice-plate. Now they quarrel like crazy. Diving, swimming, fluttering and finally escaping, they obviously let their aggression run wild. Most of the short but intense fights end with the fact that one of the males gets through and drives his rival away with a bite in the tail. The defeated duck flies a short distance; and after a few minutes they are together again on the ice – as if nothing had happened. Since the winter temperatures are now also noticeable in the middle of Berlin, large areas of the large ornamental pond – the Karpfenteich (i.e. carp pond) – are covered in ice in the western part of the park in Charlottenburg Palace Park. Only a small part, located in close proximity to the tributary to the river Spree, has remained an open water surface, which is the center of attraction for many waterfowl such as Eurasian Coot (Fulica atra) and Tufted Duck (Aythya fuligula). Goosanders (Mergus merganser) are also well represented. Even a male Northern Pintail (Anas acuta) appeared, but it looked quite pale, suggesting an escaped ornamental bird or a hybrid. Grey Heron (Ardea cinerea) is standing on the shore quite close to the trails in the park. The ornamental park in the middle of the city of Berlin is a very special bird paradise. Partly natural water surfaces form a beautiful combination with the more than 100 years old thick Beeches and Oaks. For managed parks, the park has an amazing amount of old wood.

Birding parks in big cities are often surprisingly good. Berlin is a great place to combine a city trip with a birding excursion. A U-bahn ticket for the trip to Sophie-Charlotte Platz is cheap. From here it is only a short walk along Schlossstrasse to the Charlottenburg Palace. The extensive gardens here are home for many bird species, Continue reading Birding Berlin: Ducks in winter in Charlottenburg Palace

Streitende Erpel im Schlosspark Charlottenburg

StockenteHoch aufspritzende Wassertropfen, ein wildes Getümmel. Eben noch hatten die beiden Stockerpel (Anas platyrhynchos) einträchtig nebeneinander auf der Eisplatte gestanden. Nun zanken sie sich wie die Kesselflicker. Tauchend, schwimmend, flatternd und schließlich flüchtend lassen sie offensichtlich ihren Aggressionen freien Lauf. Meist enden die kurzen aber intensiven Auseinandersetzungen damit, daß sich eines der Männchen durchsetzt und seinen Rivalen mit Schnabelzwicken in den Schwanz in die Flucht treibt. Dieser fliegt dann eine kurze Distanz; und nach wenigen Minuten stehen sie wieder gemeinsam auf dem Eis – so als wäre nichts gewesen. Da sich die Wintertemperaturen nun auch mitten in Berlin bemerkbar machen, sind weite Flächen des großen Zierteichs – des Karpfenteiches – im westlichen Teil der Parkanlagen im Schlosspark Charlottenburg von Eis bedeckt. Nur ein kleiner Teil, der in unmittelbarer Nähe zum Zufluß der Spree gelegen ist, ist eine offene Wasserfläche verblieben, die der Anziehungspunkt für viele Wasservögel wie Bläßrallen (Fulica atra), Reiherenten (Aythya fuligula) ist. Auch Gänsesäger (Mergus merganser) gut vertreten. Sogar eine männliche Spießente (Anas acuta) tauchte auf, die allerdings recht blaß wirkte, was auf einen entflogenen Ziervogel oder einen Hybrid hinweisen könnte. Graureiher (Ardea cinerea) stehen wenig scheu am Uferrand. Der Schloßpark mitten in der Stadt Berlin gelegen, ist ein ganz besonderes Vogelparadies. Teils recht naturnahe Wasserflächen bilden eine schöne Kombination mit den teils mehr als 100 Jahre alten dicken Buchen und Eichen. Für bewirtschaftete Parkanlagen verfügt der Park über erstaunlich viel Altholz. Der Schlosspark Charlottenburg ist auch bekannt dafür, daß hier recht zuverlässig die die Suche nach dem Habicht (Accipiter gentilis) erfolgreich ist.  Der ehemals vor im Wald und aus dem Wald heraus über das Feld jagende Vogel zieht mehr und mehr in die Stadt. Berlin ist weltweit die Stadt mit der höchsten Habicht-Dichte pro Hektar. Continue reading Streitende Erpel im Schlosspark Charlottenburg

Prachttaucher auf dem Grössinsee in Brandenburg

PrachttaucherDicht mit Schilf ist der Ausfluß des Grössinsee bestanden. Hier sollte sich laut lokalen Meldungen ein Prachttaucher (Gavia arctica) aufhalten. Der Grössinsee wird von der Nieplitz in Süd-Nord-Richtung durchflossen. Er ist knapp 100 ha groß und maximal 3 m tief. Nur im Nordteil entwickelten sich kräftige Röhrichte. Der See gehört nämlich zu den polytrophen Gewässern. Bei einem Besuch des Nordteils des Grössinsees südlich von Berlin konnte tatsächlich der gemeldete Seetaucher beobachtet und fotografiert werden. Ein Schlichtkleid-Exemplar – wohl ein einjähriger Vogel – schwamm zuerst in einiger Entfernung auf dem nicht so breiten See.

Der Rücken des jungen Prachttauchers war bräunlich-grau. Die helle Schuppenzeichnung auf dem Rücken war gut zu sehen. Auf den Fotos des schwimmenden Prachttauchers konnte man schön den deutlichen weißen Flankenfleck sehen. Der Schädel, der Nacken und die Hinterseiten des Halses rahmten grau das weiße „Gesicht“ ein. Der Schnabel ist bläuliche hell-grau und die Iris des Auges schimmerte rötlich-braun. Nach dem Auftauchen konnten wunderschön die perlenden Wassertropfen auf dem Gefieder bewundert werden.

Immer wieder werden im Herbst Meldungen von Sterntauchern (Gavia stellata) und Prachttauchern (Gavia arctica) aus Brandenburg gemacht. Auch vor 3 Jahren gab es eine Meldung des Prachttauchers vom Neuendorfer See aus dem Spreegebiet um Lübben. Hier wie dort schwamm der Prachttaucher ziemlich nah am Ufer entlang. Die Entfernungen, die der Prachttaucher in den sonnigen Nachmittagstunden bei sehr angenehmen Temperaturen von ca. 10° C und einem weitgehend windfreien Herbsttag zurücklegte, waren allerdings beachtlich. Hatte man ihn gerade noch am Einlaß zum Nieplitz-Ausfluß am nördlichen Abschnitt des Sees Continue reading Prachttaucher auf dem Grössinsee in Brandenburg

Graugänse ziehen über den Blankensee

GraugansSpätherbst ist die Zeit der Gänse in der Nieplitzniederung. Diese weite, teils intensiv landwirtschaftlich geprägte, Landschaft ist dann Heimat nicht nur nordischer Entenvögel sondern auch der Graugänse (Anser anser). Nasskaltes Wetter mit einem wolkenverhangenen Himmel darf einen Vogelbeobachter aber nicht abhalten, den rastenden und fliegenden Trupps einen Besuch abzustatten. Vielleicht findet man ja gerade bei richtig trübem Wetter mit tiefen Wolken in Verbindung mit Nieselregen eine Seltenheit. Man kann die ganze Szenerie aber auch einfach nur auf sich wirken lassen. Wenn sich morgens mit unglaublichem Getöse die großen Gänsescharen, die die Nacht vor dem Nieplitz-Delta verbracht haben, in Bewegung setzen, fährt es einem durch Mark und Bein. Traumhaft, wie ein Gänsetrupp nach dem anderen die eisige Wasserfläche verläßt um sich dann im Dämmerungslicht tief über den See fliegend auf zu den Äsungsflächen in der Umgebung zu begeben. Ein morgendlicher Ausflug zum Blankensee verschafft dem Frühaufsteher nicht nur eine wunderschöne Wasserlandschaft in einer Zeit des Übergangs vom Herbst zum Winter,  sondern auch viele wunderschöne Vogelbeobachtungen. Manchmal ist der Morgen von Minustemperaturen und einem klaren Himmel, dann wieder von Nebel geprägt. Neben den allgegenwärtigen Graureihern (Ardea cinerea) und Silberreihern (Ardea alba) sind auch immer mal wieder Continue reading Graugänse ziehen über den Blankensee

Die Zwergdommel: Jäger im verborgenen Schilf

ZwergdommelDie Zwergdommel (Ixobrychus minutus) zählt in Deutschland zu den seltensten Brutvögeln. Der Blankensee in der Nähe von Trebbin ca. 40 km südlich von Berlin ist eine der wenigen Gegenden Brandenburgs in denen Bruten – wenn auch nicht jedes Jahr – vermutet werden. Zwergdommeln waren in den Jahren 2014 und 2015 von Mai bis Anfang September zu hören. So konnte vor allem im Juli 2014 in den frühen Morgenstunden immer wieder ein Männchen ausdauernd rufend festgestellt werden. Ab ca. 6:30 blieb es aber stumm.

Es ist daher eine außergewöhnliches Erfahrung, eine Zwergdommel mehrere Wochen lang fotografieren zu können. Dazu muß man allerdings in etwas abgelegenere Gebiete fahren. Auf einer meiner regelmäßigen Wanderungen in einem ausgedehnten Niederungsgebiet an der Havel entdeckte ich im zeitigen Juni in rund 20 Meter Entfernung eine Zwergdommel Akrobatisch hing der Vogel trotz seiner großen Füße im Schilf und schoß mit seinem langen, dolchartigen Schnabel immer wieder blitzartig in das Wasser. So verschlang die Zwergdommel einen Fisch nach dem anderen. Glücklicherweise konnte mich der Vogel nicht Continue reading Die Zwergdommel: Jäger im verborgenen Schilf

European Nightjar feeding habit

ZiegenmelkerWhen the sun has set and dusk turns to darkness, a discreet purring is heard often over the heath in Brandenburg´s landscape south of Berlin. The rhythmic purr of the Eurasian or European Nightjar (Caprimulgus europaeus) is increasing in volume in the background. The time lags between the purring of the Nightjar become shorter more and more. Finally, the male begins to patrol its territory. Slow, excessive wing beats enhance the impression of a relevant actor in the night theatre. It is beautiful to admire the white spots on the tail edge and the primaries. Only a few moment, this event takes place; then the Nightjar has disappeared already in the adjacent ash grove.

Like all members of the family, the European Nightjar (Caprimulgus europaeus) is an almost exclusively aerial feeder that feed in continuous hawking flight, which may be rather erratic as they pursue their prey. European Nightjars hunts moths, beetles and Continue reading European Nightjar feeding habit

Observation site for spring migration on the river Oder

SchwanzmeiseAfter having presented protected nature areas in the Havellaendisches Luch or the Guelper See, a recent blog was dealing with the Oder valley in general and The National Park Lower Oder especially. The National Park protects a flood plain, the last still intact in large parts of the estuary of Central Europe.

A rainy, cloudy Sunday led me to the river Oder. Having refueled with gasoline and a Breakfast from a gas station I decided going to Criewener polder south of Schwedt. Criewen is a small village only 3 km south of the industrial city of Schwedt and roughly 100km north-east of Berlin. The car I parked just in front the bridge on the western side channel of the Oder. I grabbed the tripod, spotting scope and the Canon 4.0 / 400 DO from the car. So I walked up to a bench not far from the crossing between the entry road from the village of Criewen and the dike. Here you really an impressive view over the whole polder with riparian woods and wide Continue reading Observation site for spring migration on the river Oder

Habichte in Berlin

HabichtAm Vortag hatten sich teilweise dicke Wolken breit gemacht. Nun sind aber Sterne am Himmel zu sehen. Die Wolkenlücken sind deutlich größer. Ein schöner Morgen kündigt sich an. Gegen 4:00 habe ich mich auf den Weg gemacht. Das Ziel sind die Gärten / Parkanlagen im Schlosspark Charlottenburg, der Görlitzer Park, der Große Tiergarten und die Botanische Anlage Blankenfelde in Pankow, alle in der Stadt Berlin gelegen. Ein besonderes Vogelparadies bilden hier die teils mehr als 100 Jahre alten dicken Buchen und Eichen. Für bewirtschaftete Parkanlagen verfügen die mitten in der Stadt gelegenen Parks und Gärten über teils erstaunlich viel Altholz. Der Aufenthalt am frühen Morgen ist nicht dem Landschaftseindruck geschuldet. Es gilt vielmehr, hier die Suche nach dem Habicht (Accipiter gentilis) aufzunehmen.

Der ehemals vor im Wald und aus dem Wald heraus über das Feld jagende Vogel zieht mehr und mehr in die Stadt. Berlin ist weltweit die Stadt mit der höchsten Habicht-Dichte pro Hektar. Dort Continue reading Habichte in Berlin

Wie findet man Kleinspechte

KleinspechtDer Kleinspecht darf eigentlich in keiner fotografischen Sammlung westpaläarktischer Vögel fehlen. Leider treibt er häufig in den Baumwipfeln herum und ist auch deutlich weniger gesprächig = lautstark als sein größerer Gattungsgenosse, der Buntspecht (Dendrocopos major). Als der kleinste Specht – nicht größer als ein Singvogel – ist er auch vielfältigen Bedrohungen und Verfolgungen ausgesetzt; nicht zuletzt von anderen Spechtarten.

Trotzdem gibt es einige Taktiken, die der versierte Naturliebhaber verfolgen kann, um zu schönen Beobachtungen dieses schwarz-weißen Spechts mit der beim Männchen roten Kappe zu gelangen. Eine der besten Zeiten – so habe ich zumindest nach Auswertung meines Kleinspechts-Fotoarchivs herausgefunden – gelangen mir im Winter wenn der Kleinspecht bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten ist.

Das leise Klopfen bei der Nahrungssuche ist sicher eine Hilfe. Nur muß man dazu schon recht nah dran sein. So lautstark wie die beiden anderen schwarz-weißen Spechte, vor allem der Continue reading Wie findet man Kleinspechte

Young Whinchat on summer morning

BraunkehlchenA fresh morning. Thick layers of fog are lying over the wetlands of the Nuthe floodplain south of Berlin. The weather forecast was perfect and everywhere there were numerous motives. So I took advantage of every free minute in the morning to be outside. The meadows along the river offer a diverse habitat structure. One family of Whinchats (Saxicola rubetra) with at least 2 juveniles were seen in uncut grassland. I placed the car not far from a pole inside the meadow, hoping a young Whinchat, I had seen before, to return. After a while the recently fledged Whinchat really returned to the pole. In the first morning light, it started to preen and stretch the wings. Obviously it wanted to get rid of their youngster’s feather dress. Successful, as it seems. With a surprised look, the young Whinchat looked after the flying plume.

The area south of Berlin has a lot to offer in terms of nature. In addition to the natural richness this is a legacy of the division of Germany, which has prevented the city´s spread after the end of the 2nd World War like in no other city. This means, that even today you often have to pass the city limits only in order to stand in the middle of nature. One of these areas is the Continue reading Young Whinchat on summer morning

Waterfowl Spring migration on the flooded meadows of the river Oder/ Germany

SchnatterenteAlready several sites for nature protection with excellent birding ops in Brandenburg has been presented. One of these sites is a protected nature area in the Havellaendisches Luch or the Guelper See. If you have spare time between two tourist attractions in Germany´s sprawling capital Berlin you might be interested as a birdwatcher to know, where you can find good places to enjoy fresh air and relax with birding for typical European birds. Berlin, the capital of Germany is a top tourist destination and easy to reach by air or car. So the city is a great place to combine a city trip with a birding excursion.

One of these sites is a National Park in Oder valley (Polish: Odra). The Oder is a river in Central Europe which rises in the Czech Republic and ultimately flows into the Szczecin Lagoon of the Baltic Sea. The National Park Lower Oder protects a flood plain, the last still intact in large parts of the estuary of Central Europe with its adjacent slopes, mixed deciduous forests and dry grasslands.

April demonstrated spring time with pleasant temperatures, a pleasant southern wind and usually sunshine. The first weekend provided a significant boost in migratory birds. Especially thrushes – including the first Ring Ouzels (Turdus torquatus) were Continue reading Waterfowl Spring migration on the flooded meadows of the river Oder/ Germany

Waldsaatgänse im Havelland

Saatgans Die Havelaue westlich von Hohennauen –  nördlich von Rathenow – ist eine weite Ebene des norddeutschen Tieflandes. Bei Temperaturen um 0° liegt die Landschaft unter einer dicken Hochnebeldecke. Die Luft ist feucht-kalt und das Land liegt still. Die ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage haben die Wiesen überschwemmt. Teils liegen Wiesen und Weiden unter einer brüchigen Eisdecke. Träge fließt die Havel im Hintergrund. Ende Januar konnten direkt von der Straße nach Parey gut 50 Saatgänse (Anser fabalis) gesehen werden. Offensichtlich kamen sie zur Nahrungssuche auf die Felder und Wiesen. Die bevorzugten Übernachtungsplätze müssen wohl die Polder beim Grützer Bogen und Continue reading Waldsaatgänse im Havelland