Tag Archives: Larus ridibundus

Distribution patterns of Black-necked Grebes

SchwarzhalstaucherBlack-necked Grebes (Podiceps nigricollis) know how to use favorable conditions surprisingly spontaneously in individual years, as if “scouts” were permanently on the move, which guide other birds to new habitats and locations. One example is the spontaneous emergence of a breeding colony at the Alfsee in the Landkreis (district) Osnabrück in Lower Saxony in June 2011 with 52 pairs which tried to use the favorable conditions through the mass occurrence of emergent water plants. It goes without saying that not all breeding occurrences emerge and disappear so quickly; there are also numerous breeding sites that have been occupied for decades and are often located near colonies of gulls, especially those of the Common Black-headed Gull (Larus ridibundus).

One other example is an occurrence in southern Brandenburg. In a vast shallow lake area, the Rietzer See near Kloster Lehnin, the numbers are impressive since the beginning of counting and on April 13, 2012 more than 110 Black-necked Grebes were counted.

It was not until 2011 that the first Black-necked Grebes appeared at the Reckahner ponds, also in the municipality of Kloster Lehnin, but in a fish pond farm. Then there were no more reports for 7 years and then from 2018 onwards some reports, which then culminated in a Continue reading Distribution patterns of Black-necked Grebes

A memory of a Pterosaur

An image that could have come from a book about pterosaurs due to the monochrome background of a late afternoon sky. A larger winged animal is being chased by a tern against a pinkish-gray sky. The body posture or the cutout from a body turn seems almost artistic and unusual. Although, the background of the photo is just trivial. A Gray Heron (Ardea cinerea) had flown over a mixed colony of Black-headed Gulls (Larus ridibundus) and Common Terns (Sterna hirundo). As a large bird, the Gray Heron was immediately identified by the Common Tern as a potential breeding predator and approached. Since the Gray Heron flew steadfastly towards the breeding rafts of the gull colony and eventually crossed them, the attacks were intensified, mainly by the Common Terns. The aggressive attacks of the Common Terns were impressive, as they were on skin-better feather contact with the Gray Heron. When trying to escape the predicament, it was amazing to see what contortions a flying Gray Heron is capable of. How much the Gray Heron was afraid of the situation could also be seen from the high-pitched croaking calls that the Heron made loudly.

Of course, the comparison between the dislocating Gray Heron and a pterosaur is based on the fragments of science published with which we are familiar. Much of the way of life and flight abilities of the Pterosaurs are still completely unknown. It is generally assumed that especially the small species could actively fly very well. Until now, it was assumed that the large Pterosaurs – which also brought Continue reading A memory of a Pterosaur

Aufregung in Möwenkolonie

KormoranSchon seit einiger Zeit waren hin- und herfliegende Zwergdommeln (Ixobrychus minutus) an den Linumer Teichen nicht mehr gesichtet worden. Plötzlich gibt es Aufregung an einem der Brutflöße einer Möwenkolonie (eigentlich eine gemischte Kolonie aus Lachmöwe (Larus ridibundus) und Flußseeschwalbe (Sterna hirundo)). Einige Jungvögel hatten einen ersten Ausflug vom Brutfloß gewagt und schwammen nun im Umkreis wie ein Korken auf dem Wasser. Die Wasserfläche um das Floß hebt sich, bewegt sich. Dann stößt ein großer Kormoran (Phalacrocorax carbo) durch die Oberfläche des Teichs. Direkt vor ihm zetert schon eine kleine Flußseeschwalbe und reißt ihren Schnabel weit auf. Der Kormoran öffnet nun ebenfalls seinen Schnabel in einer beachtlichen Weite. Trotzdem scheint die kleine Flußseeschwalbe für einen schnellen Happen schon zu groß zu sein. Jedenfalls schnappt der Kormoran zwar nach der Seeschwalbe, bekommt sich aber nicht zu fassen. Die junge Flußseeschwalbe tut aber auch alles, um nicht im Magen des hungrigen Fischjägers zu verschwinden. Sie spreizt die Flügeln, hebt sich immer wieder mit großer Anstrengung aus dem Wasser – wohl um größer zu Continue reading Aufregung in Möwenkolonie

Stelzenläufer im Pareyer Luch, Brandenburg

Stelzenläufer (Himantopus himantopus) hatte ich in Deutschland bisher nur in den Rieselfeldern Münster gesehen. Die Entfernung damals war recht weit gewesen. Nun bestand die Chance, Stelzenläufer in Brandenburg, im unteren Havelland, zu bewundern.

Die Gegend heißt Große Grabenniederung oder Pareyer Luch. Einerseits ist das Gebiet schön von einem Beobachtungsturm bei Grabow mitten in der Havelaue einzusehen. Einige Beobachter schrieben aber, das die Steinbrücke Wolsier – eine erhöhte Querung des Großen Grabens – für die Beobachtung am besten geeignet sei.

An Pfingsten war es dann so weit. Als ich an der Steinbrücke Wolsier ankam, lösten sich die Stelzenläufer bei der Brut am Nest gerade ab und einer der Partner setzte sich vorsichtig hin während der andere abflog. So blieb es dann über Stunden. Immer war ein Exemplar am vermuteten Nistplatz und das andere Exemplar erkundete die nähere Umgebung, allein nahrungssuchend, badend oder irgendwelche Feinde vertreibend. So wurden sogar Scheinangriffe auf zu nahe gekommene Grau- u. Silberreiher sowie Lachmöwen (Larus ridibundus) beobachtet. Immer wieder waren die schönen roten, langen Beine gut zu sehen.

Einige Beobachter berichteten, daß meist das Weibchen brütet und das Männchen deutlich kürzer auf dem Nest gewesen sei. Die Entfernung ist aber doch ein Problem (mindestens geschätzt 400 Continue reading Stelzenläufer im Pareyer Luch, Brandenburg

Rotmilane und ihre Beute

Rote Milane (Milvus milvus) und ihre Gewohnheiten sind durch ihre Beute und die Art des Beuteerwerbs bestimmt. Rote Milane sind vor allem auch Aasfresser, die auf ihren langgestreckten Flügeln im eleganten Flug die Landschaft auf der Suche nach Nahrung auf dem Boden erkunden. Sie haben nicht die Kraft oder Schnelligkeit anderer Greifvögel, wie dem Habicht (Accipiter gentilis), die in erster Linie mit ihrer Verfolgungsjagd für Beute sorgen. Obwohl sie in der Lage sind, kleine Lebewesen wie Mäuse und Wühlmäuse zu erbeuten, versuchen Rote Milane vor allem Aas als ihre Grundnahrungsmittelversorgung anzunehmen. Ziemlich oft zögern sie zu landen und schnappen den Nahrungsbrocken lieber vom Boden um ihn dann im Flug oder auf einem Baum in sicherer Höhe zu fressen. Wenn die Beute zu groß ist, um sie fort zu tragen, können sie auch auf dem Boden landen. Sie sind aber sehr vorsichtig und werden in der Regel warten, bis die Krähen (Corvus sp.) zuerst gefressen haben.

Wissenschaftlichen Untersuchungen haben gezeigt, dass Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) und Feldhasen (Lepus europaeus), wie man erwarten könnte, einen bedeutenden Teil ihrer Ernährung bilden. Wenn Aas nicht vorhanden ist, suchen sie nach anderen Nahrungsquellen. Landwirtschaftliche Bewirtschaftungsformen wie das Pflügen, die Mahd und die Ernte von verschiedenen Kulturen können eine bereite Spannbreite Continue reading Rotmilane und ihre Beute

Der singende Feldschwirl

FeldschwirlDer Frühling kündigt sich spätestens dann mit Macht an, wenn man am frühen Morgen an taubehängten Wiesen einen schwirrenden Gesang vernimmt. Da ist der Feldschwirl (Locustella naevia) nicht weit. Der Gesang scheint aus der Unendlichkeit zu tönen, doch er scheint auch ganz nah. Auch Richtungseinschätzungen sind nur sehr schwer zu machen. Wenn man einen ausdauernden Sänger in den Wiesen aus den vielen Vogelstimmen wie Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus),  Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) und Rohrammer (Emberiza schoeniclus) herausgehört hat, heißt das aber nicht, daß der Schwirl nun auch bald zu beobachten ist.

Nur mit Glück bekommt man einen Feldschwirl zu Gesicht bzw. vor die Fotolinse. Gewöhnlich wird man den im dichten Weidenbusch versteckt lebenden Feldschwirl nur schwer zu Gesicht bekommen, obwohl er häufig aus der Verlandungszone singt. Sein manchmal ununterbrochenes Schwirren erinnert stark an das Zirpen einer Continue reading Der singende Feldschwirl

Altmühlsee: neue Vogelheimat im Fränkischen

BeutelmeiseFeine Rufe tönen aus dem Schilf. An Rohrkolben findet die Beutelmeise (Remiz pendulinus) das Material für ihr kunstvolles Nest. Mit dem Altmühlsee südöstlich von Nürnberg wurde ein künstliches Biotop geschaffen, das vor allem für zahlreiche Vogelarten mittlerweile zum unverzichtbaren Lebensraum wurde. Beutelmeisen, Feldschwirl (Locustella naevia), Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Blaukehlchen (Luscinia svecica) brüten hier, während zu den Zugzeiten auch immer wieder Irrgäste zu beobachten sind.

Der seit 1985 geflutete, etwa 450 Hektar große Altmühlsee ist Teil eines Großprojektes des Freistaates Bayern zur Überleitung von Wasser von der Donau in den Main. Er liegt gut 20 km südöstlich von Ansbach zwischen den Orten Gunzenhausen und Muhr am See. Das Gebiet zwischen Weidenbach und Gunzenhausen war vor dem Bau der Stauseen von zahlreichen Armen der Altmühl durchflossen und aufgrund der alljährlichen Überschwemmungen eine der größten zusammenhängenden Feuchtwiesenflächen Süddeutschlands, die ursprünglich weit über 1.000 Hektar umfasste. Viele Wiesenbrüter fanden dort ihre Reviere.

Mit dem Baubeginn des Ausgleichsbeckens 1978 veränderte sich das Gebiet nachhaltig: Ein großer Teil der Feuchtwiesen wurde Continue reading Altmühlsee: neue Vogelheimat im Fränkischen

Flight photography of the Red Kite

It takes no special effort to see a Red Kite (Milvus milvus) in Brandenburg. But to be successful with more than a photograph of proof takes more. It is of little interest to scan a Red Kite at a distance or high up in the sky. The straight-forward search flight can go seamlessly into a steep downward slide with slightly angled wings up to the bottom of the earth’s surface. This is the opportunity to be found for the right photographer. The uprise-flight following the pushing down with wide, elastic wing flaps is particularly impressing for shots. A freshly mown meadow attracts the Red Milan when the tractors are still mowing.

Once the correct location has been discovered, a whole series of conditions have to be fulfilled in order to be able to press the trigger with success. Good light conditions alone are not enough. In the spring or in the summer the light before 5:00 pm is much too steep, the contrasts too hard and the blue portion in the sky is much too high. The wind must coincide with the sun’s position, as the Red Kites stand against the wind in flight. Flying with the wind, their position changes so quickly that the kite is lost from the viewfinder.

Besides Red Kites, Black Kites (Milvus migrans) are also looking for food during the summer months. Commonly both species hunt together. If the above-mentioned conditions are fulfilled, the Continue reading Flight photography of the Red Kite

Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

KampfläuferDie ersten Kampfläufer (Calidris pugnax) stehen wie aufgereiht entlang einer Betonstraße. Zwar noch nicht ganz im Prachtkleid, aber doch schon imposante Persönlichkeiten.

Es herrscht traumhafter Sonnenschein. Die Nachmittagssonne ist nach einem bewölkten Tag doch noch heraus gekommen. Trotzdem oder gerade deswegen herrscht aber ein strammer Ostwind, der einem warme Kleidung nahelegt. Die Kampfläufer stehen praktisch direkt auf der Piste, denn tatsächlich ist das Wasser so hoch, daß diese als letzte in der näheren Umgebung noch trocken geblieben ist. im weiteren Verlauf plätschert das Wasser sogar über die Betonplatten. Gerade das Wechselspiel von trockenen und nassen Stellen zieht die Kampfläufer ebenso an, wie die vielen Lachmöwe (Larus ridibundus). Ich versuche mich langsam mit dem Wagen zu nähern. Doch fast alle Kampfläufer fliegen im letzten Moment ab – spätestens wenn die Scheibe herunter gelassen wird. Vielleicht ist es besser, sich den Kampfläufer auf einer niedrigeren Ebene zu nähern. Gesagt, getan.

Beim nächsten Mal halte ich weiter entfernt vom Kampfläufer, der mich aufmerksam mustert, aber nicht wegfliegt. Vorsichtig öffne ich Continue reading Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

Flug der Rotmilane über dem Fläming

Roter MilanSchon im zeitigen Frühjahr schweben rötliche-braune Greifvögel über den Hügeln des Fläming. Vor allem über Wiesen aber auch über den gelbblühenden Rapsfeldern ist der fantastische Flug der trotz ihrer Größe elegant wirkenden Roten Milane (Milvus milvus) zu bewundern. Mal hoch oben in Luft, dann wieder tief über den Feldern. Immer wieder bin ich beeindruckt von dem minutenlangen Segeln ohne einen Schwingenschlag, wobei der tief gegabelte Stoß durch sichtbare Bewegungen um die Längsachse die Funktion des Seitenruders übernimmt. Der geradeaus gerichtete Suchflug wird zwischendurch von einigen Kreisen unterbrochen. Es ist offensichtlich, daß Milane Spaß am Fliegen haben, denn auch ohne offensichtlichen Streitgrund beobachtet man gerade bei gutem Flugwetter immer wieder spielerische Scheinangriffe auf einen tiefer fliegenden Artgenossen. Dabei wirft sich dieser mit einer Seitenrolle blitzschnell auf den Rücken, um dem Angreifer die Fänge abwehrbereit entgegenzuhalten. Anschließend rasen beide in einer Spirale auf den Erdboden zu, steigen wieder auf und fliegen einen Looping. Sehr elegant und leicht wirkt der Flug der Gabelweihe, wie der Rote Milan auch genannt wird, obwohl er mit den Weihen nicht verwandt ist.

Es bedarf nun nicht mehr erheblicher Anstrengungen, einen Roten Milan überhaupt zu fotografieren. Über den Hügeln des Fläming ist der Vogel ein ständiger Gast. Vor die Kamera muß man ihn aber schon noch bekommen. Wenig interessant ist, ihn in weiter Entfernung oder hoch oben abzulichten. Der geradeaus gerichtete Suchflug in einer Suchflughöhe zwischen 10 und 40 m wird zwischendurch von einigem Kreisen in der Luft unterbrochen. Dann folgt ein schnelles, mehr oder weniger steiles Abwärtsgleiten mit leicht gewinkelten Flügeln bis dicht über die Erdoberfläche. Das ist Continue reading Flug der Rotmilane über dem Fläming

Pelagischer Trip in den Vereinigten Arabischen Emiraten

ArabiensturmtaucherKurz nach 14:00 Uhr geht es  mit dem Boot los. Der Fahrer ist ein einheimischer Skipper, der sonst wohl Sportfischer mit raus nimmt. Man merkt und sieht, daß Treibstoff bzw. dessen Kosten keine Rolle spielt. Die beiden dicken Yamaha-Motoren haben zusammen 600 PS (wenn ich die Aufschrift richtig lese). Direkt im Hafen sehen wir schon mal eine Sandbank mit Hemprichmöwe (Larus hemprichii), Heringsmöwe (Larus fuscus), Dünnschnabelmöwe (Larus genei), Flußseeschwalbe (Sterna hirundo) und Lachmöwe (Larus ridibundus) (teilweise schon mit der Prachtkleid-Kapuze). Bei den Großmöwen sind nun direkte Vergleiche möglich. So hat eine Großmöwe perfekt das Aussehen, das im “Gulls of Europe, Asia & North America” von Olsen et.al. für Continue reading Pelagischer Trip in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Flugfotografie der Rotmilane

Roter MilanEs bedarf keiner besonderen Anstrengung, einen Roten Milan zu sehen und ihn dann auch mal als Beleg zu fotografieren. Deutlich näher vor die Kamera muß man ihn schon bekommen, wenn es um aussagekräftige Flugaufnahmen geht. Wenig interessant ist, ihn in weiter Entfernung oder hoch oben am Himmel abzulichten.

Der geradeaus gerichtete Suchflug kann übergangslos in ein steiles Abwärtsgleiten mit leicht gewinkelten Flügeln bis dicht über die Erdoberfläche gehen. Das ist die Gelegenheit, die man finden muß. Der an das Herabstoßen folgende Abflug mit weit ausholenden, elastischen Flügelschlägen ist dabei fotografisch besonders eindrucksvoll. Eine frisch gemähte Wiese zieht den Roten Milan schon an, wenn die Traktoren noch beim Mähen sind.

Hat man die richtige Location entdeckt, müssen noch eine ganze Reihe von Bedingungen erfüllt sein, um mit Erfolgsaussichten den Auslöser betätigen zu können. Gute Lichtverhältnisse allein reichen nicht aus. Im Frühjahr oder im Sommer ist das Licht vor 17:00 h viel zu steil und zu hart und der Blauanteil ist auch viel zu hoch. Der Wind muß mit dem Sonnenstand weitgehend übereinstimmen, da sich die Milane im Flug gegen den Wind stellen. Mit dem Wind fliegend, ändert sich ihre Position so schnell, daß man sie aus dem Sucher verliert.

Neben den Roten Milanen sind auch Schwarze Milane (Milvus migrans) im Sommerhalbjahr auf Nahrungssuche. Häufig jagen beiden Arten gemeinsam. Sind die bisher genannten Bedingungen erfüllt, sehen die Chancen für Flugaufnahmen gut Continue reading Flugfotografie der Rotmilane