WFT-E9 & Canon EOS 1DX Mark III: erste Erfahrungen

Nachdem ich erfolgreich zu meiner Canon EOS 1DX Mark III den passenden Wireless File Transmitter erworben hatte und mich über durch das Handbuch – selbstverständlich als pdf-Datei – gekämpft, mich mit den Nicht-Kamera-Fachausdrücken (wie FTP-Server, Browser Remote, Kamerazugangspunkt, WPS, Kommunikationsfunktion) und auch noch den Unterschied zwischen Kamerazugangspunkt und dem Begriff „Zugangspunkt“ erkannt hatte,

wollte ich nun natürlich die Funktionalität und Performance des WFT-E9 anhand der ferngesteuerten LiveView über EOS Utility ausprobieren.

Zuerst aber mal Grundsätzliches zum LiveView. Die Canon EOS 1DX III schafft im Livebild 20 Bilder pro Sekunde mit dem elektronischen Verschluss. Das ist absolut eindrucksvoll. Hier kommen die neuen Speicherkarten des Typs CFExpress zur Geltung. Bei ersten Versuchen konnte ich ohne Ende im RAW-Format mit 20 Bildern/s schießen. Der interne Speicher, der sogenannte Buffer, ist sehr schnell wieder frei. An Kapazitätsgrenzen bin ich noch nicht gestoßen. LiveView macht aus der Kamera praktisch eine spiegellose EOS-1.

In ersten Versuchen – da noch mit dem eingebauten WLAN- war ich davon beeindruckt, wie die AF Geschwindigkeit und die selbst im Fernsteuerungsbetrieb geringe – wenn auch erkennbare – Continue reading WFT-E9 & Canon EOS 1DX Mark III: erste Erfahrungen

King of Saxony Bird-of-Paradise sings his song up in Tari Gap

WimpelträgerThe male King of Saxony Bird-of-paradise (Pteridophora alberti) performs his courtship song from a high point of view, from the bushy crown of a giant tree. It is actually the perfect habitat for a King-of-Saxony Bird-of-paradise. The King-of-Saxony Bird-of-paradise impresses with two long feathers on the head, which he can be moved to courtship with big muscles. They are reminiscent of pennants with their eye-catching structure and are clearly visible from a distance. Mowing forward his two extra-long head feathers he smashes his monotonous song, like a Common Grasshopper-warbler (Locustella naevia) high in the rainforest. At first we can only see the bird between leaves on the edge of a row of trees. Then the male King-of-Saxony even lets himself down to fly on a bare tree and from there extensively to shake with his two long feathers on the head. Back and forth, back and forth, he moves his two long feathers.

From Ambua Lodge we started in the afternoon by bus to higher elevations, above the clouds. This is the region known as Tari Gap in literature. From the road we wanted to observe the King of Saxony Bird-of-paradise. We were not out of the gate yet, Continue reading King of Saxony Bird-of-Paradise sings his song up in Tari Gap

Einsatz von Geolokalisatoren bei Brachpiepern

BrachpieperEine zuverlässige Strategie, um die im Rhein-Main-Gebiet immer seltener gewordenen Brachpieper (Anthus campestris) zu beobachten, ist, sich auf dem Ober-Hilbersheimer Plateau nordwestlich von Mainz im Spätsommer einzufinden und die Art morgens früh auf den abgeernteten Äckern zu suchen.

Zugvögel legen auf ihren Flügen zwischen den Brut- und den Überwinterungsgebieten eine Reihe von längeren Zwischenstopps ein. Empirische Daten zum Flug- und Zwischenstoppverhalten auf diesen langen Flügen sind aber immer noch selten. Ein Forscherteam nutzte nun einen neuen Ansatz bei der Geolokalisierung. Dabei integrierten sie Instrumente zur Aktivitäts-  und Luftdruckmessung in die klassische Geolokalisierung bei Licht, um das Zugverhalten von Brachpiepern (Anthus campestris) zu beschreiben, die in Mitteleuropa brüten.

Dabei kam heraus, daß Brachpieper während ihres sechswöchigen, mehr als 5.000 km langen Herbstzuges durchschnittlich 10 Continue reading Einsatz von Geolokalisatoren bei Brachpiepern

Vagrant Hume’s Warbler in Brandenburg

The decision to try the ornithologist’s luck despite the distance of 75 km was made quickly. A Hume’s Warbler (Phylloscopus humei) was reported on ornitho.de from the northern Spreewald. Oh, sure just a short sighting – and the bird is gone, I was thinking first. But the next day, the Hume’s Warbler was still hanging around the small village of Dannenreich, in the Spreewald. The attentive and happy first observer, Bodo Sonnenburg, was able to locate the Leaf Warbler on the first day between 08:50 a.m. and 09:05 a.m. by ist calls several times. Although the bird was approx. Only 10 to 15 meters away, it was difficult to see the bird in the willow bushes  and reeds on the opposite side of the Skabyer Torfgraben, which is a peat ditch.

Around 7:30 am – the sun was sending the first tentative rays from the east – I was standing at the point that had been identified as Brandenburg’s hotspot for the last two days. The Skabyer Torfgraben is approached from the village of Dannenreich via a dirt road. On the other, the southern side, there is a swamp that makes any access impossible. The Hume’s Warbler had been seen calling several times in the afternoon of the previous day in a Willow tree (Salix sp.) with a few broken branches. It was cold, the thermometer showed 1 ° C. A wonderful morning without wind and without clouds. Alone, the bird could not be seen. A Eurasian Robin (Erithacus rubecula) jumped calling through a dense willow bush, some Eastern Eurasian Bullfinches (Pyrrhula pyrrhula) were unmistakable in the alder crowns above me. But the Hume’s Warbler stayed hidden for the first 45 minutes. Then the message came on ornitho.de that the Hume’s Warbler had been seen again. Ok, so my position was the wrong one. A little later I found a group of ornithologists standing just 50 meters away on the Skaby peat ditch.

We only waited a short time together. Then, attracted by a characteristic call, not unlike that of a White Wagtail (Motacilla alba), a small, grayish looking bird – clearly a small warbler – could be seen in the backlight. Photos were out of the question. The Hume’s Continue reading Vagrant Hume’s Warbler in Brandenburg

Der Tienschan-Laubsänger aus dem Spreewald

Es wird ein Tienshan-Laubsänger (Phylloscopus humei) auf ornitho.de aus dem nördlichen Spreewald gemeldet. Oh, sicher nur eine kurze Sichtung – und schon ist der Vogel verschwunden. Doch am nächsten Tag treibt sich der Tienshan-Laubsänger immer noch in der Nähe der Ortschaft Dannenreich, einem Ortsteil der Gemeinde Heidesee herum. Der aufmerksame und glückliche Erstbeobachter, Bodo Sonnenburg, konnte am ersten Tag den Laubsänger morgens früh zwischen 08:50 und 09:05 mehrfach rufend verorten. Obwohl eine Annäherung bis auf ca. 10 bis 15 Meter erfolgte, war der Vogel im Weidengebüsch/Schilf auf der gegenüber liegenden Seite des Skabyer Torfgrabens nur schwer zu sehen.

Die Entscheidung, das Ornithologen-Glück trotz der Entfernung von 75 km zu versuchen, war schnell getroffen.

Gegen 7:30 – die Sonne schickte die ersten zaghaften Strahlen aus dem Osten – stand ich an der Stelle, die seit 2 Tagen als Hotspot Brandenburgs identifiziert wurde. Der Skabyer Torfgraben wird hier aus dem Dorf Dannenreich über einen Feldweg angefahren. Von der anderen, der südlichen Seite, herrscht ein Sumpf, der jeden Zugang unmöglich macht. Der Tienshan-Laubsänger war noch am Nachmittag des Vortages mehrfach klassisch rufend an einer Weide mit einigen abgebrochenen Ästen gesehen worden. Es war kalt, das Thermometer zeigt 1°C an. Ein traumhafter Morgen ohne Wind und ohne Wolken. Allein, der Vogel war nicht zu entdecken. Ein Rotkehlchen (Erithacus rubecula) sprang rufend durch ein dichtes Weidengebüsch, einige „Tröter“-Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) waren unüberhörbar in den Erlenkronen über mir. Aber der Tienshan-Laubsänger blieb für die ersten 45 Minuten verborgen. Dann kam die Meldung auf ornitho.de, daß der Tienshan-Laubsänger wieder gesehen worden war. Ok, ich stand also falsch. Wenig später fand ich einen Trupp Ornithologen gerade mal 50 Meter weiter entfernt am Skabyer Torfgraben stehend.

Wir warteten nur kurz gemeinsam. Dann, aufmerksam geworden durch einen charakteristischen Ruf, nicht unähnlich dem einer Bachstelze (Motacilla alba) ist, konnte ein kleiner, gräulich wirkender Continue reading Der Tienschan-Laubsänger aus dem Spreewald

Basstölpel auf Helgoland

BasstölpelAm Horizont erstrahlen in einem einzigartigen weichen Rosa die Farben. Die Sonne wird von leichten Wolken verdeckt. Was für ein tolles Licht! Wir stehen am Lummenfelsen bei den Basstölpeln (Morus bassanus). Die Bedingungen sind wunderschön. Bei einem wunderbar diffusen Licht könnte man so den ganzen Tag fotografieren.

Als es dann anfängt zu regnen, gehen wir für eine Mittagspause zurück in die Pension. Ein kurzer Mittagssnack, dann laufen wir wieder zu den Basstölpeln. Der Wind entwickelt sich zu einem handfesten Sturm mit Windstärke 10 bis 11. Der ein oder andere mag dann ans Aufhören denken; zumal man direkt an der Klippenkante steht. Aber was zunächst wie eine einzige Zumutung klingt war wirklich super. Die Basstölpel stehen vor uns in der Luft und die Wolken arrangieren sich dazu in dunklen Formationen, Wolkenfetzen fliegen vorbei. Dazwischen wischt auch mal die ein oder andere weiße Feder über die Klippe. Das Fotografieren macht so richtig Spaß. Einziger Nachteil. Da der Wind West und damit direkt von der Vogelkolonie kommt, genießt man mit jedem Atemzug einen bestialischen Geruch nach Fisch und Exkrementen. Continue reading Basstölpel auf Helgoland

WFT-E9 & Canon EOS 1DX Mark III: Vorbereitung

Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Die Canon EOS 1DX Mark III läßt sich mit diesem Wireless File Transmitter über 150 m Reichweite mit einer Geschwindigkeit von 5 GHz fernsteuern. Der Preis ist allerdings heftig für den neuen – extra für diese EOS 1 – Kamera konzipierten – WFT-E9 und liegt bei gut 700,- Euro. Trotzdem konnte ich  nicht widerstehen.

Inzwischen ist der WFT-E9 auch lieferbar, was er das erste halbe Jahr nach Einführung der  nagelneuen EOS 1 DX noch nicht war.

Gleich nach dem Auspacken geht es an das Handbuch – selbstverständlich als pdf-Datei verfügbar. Das ist auch notwendig, denn je nach der gewählten Option springt man innerhalb des Manuals teils über mehrere 10 Seiten. In Papierform kann das sehr zeitaufwändig werden. Unübersichtlich ist es so oder so.

Zuerst einmal schwirrt der Kopf vor lauter Nicht-Kamera-Fachausdrücken. Jetzt ist der Kommunikations-Nerd gefragt. FTP-Server, Browser Remote, Kamerazugangspunkt, WPS, Kommunikationsfunktion,  Nachdem ich mich im Handbuch durch die sage und schreibe mehr als 210 Seiten Kommunikationseinstellungen des WFT-E9-Handbuchs durchgearbeitet hatte, mußte ich mich erstmal sortieren. Wann verwende ich den Kamerazugangspunkt-Modus und wann sollte ich über einen Zugangspunkt ansteuern?

Der Begriff des Zugangspunkts bezeichnet WLAN-Terminals, also WLAN-Zugangspunkte wie eine Fritz-Box, die eine WLAN- Continue reading WFT-E9 & Canon EOS 1DX Mark III: Vorbereitung

Raubseeschwalben, die größten Seeschwalben der Welt

„Among the vast hordes of sea birds nesting in the great colonies of the southern Atlantic and Gulf coasts, this king of all the terns may be seen climbing into the air on its long, strong wings, its big red bill wide open, yelling out its loud raucous cry of defiance. As the dominant, ruling spirit in the colonies it scorns the companionship of humbler fowl, holds itself aloof, and lives a little apart from the others. The largest, the strongest and the fiercest of the terns, it well deserves the name, imperial tern.

Dies schrieb Arthur Bent 1921 in seinen ” Life histories of North American gulls and terns: Order Longipennes ” über die nordamerikanischen Möwen und Seeschwalben welches im Bulletin des United States National Museum veröffentlicht wurde.

Übersetzt heißt es „Unter den riesigen Horden von Seevögeln, die in den großen Kolonien des Südatlantiks und der Golfküste nisten, kann man diesen König aller Seeschwalben auf seinen langen, starken Flügeln in die Luft steigen sehen, seinen großen roten Schnabel weit offen und schreiend sein lautes, kratzendes Trotzgeschrei. Als dominanter, herrschender Geist in den Kolonien verachtet er die Kameradschaft der kleineren, bescheidenerer Vögel, hält sich fern und lebt ein wenig getrennt von den anderen [Arten]. Als größte, stärkste und wildeste Seeschwalbe verdient sie den Namen Kaiserseeschwalbe.

Diese Seeschwalbe wurde von dem Ornithologen Pallas Hydroprogne caspia, auf deutsch Raubseeschwalbe getauft, da sie erstmals Continue reading Raubseeschwalben, die größten Seeschwalben der Welt

Canon EOS 1DX Mark III mit dem neuen WFT-E9

Die eingebauten Kommunikationsvor-richtungen in der Canon EOS 1DX Mark III bauen schon recht schnell eine Verbindung zu einem Smartphone oder einem Laptop-Computer auf. Ausprobiert hatte ich das ja schon beim mir vor Ort. Ferngesteuertes Betrachten, Editieren, Retuschieren und Übertragen von Aufnahmen ist nicht mein Wunsch. Aber die damit verbundene praktische Fernbedienung mit vorheriger Fernbetrachtung durch die Kamera nutze ich gern. Auf dem Display des Laptop wird genau das angezeigt, was ich sonst durch den Sucher oder auf dem rückseitigen Kameradisplay sehen würde. Mit der EOS Utility Software werden Fotoaufnahmen mit vielen Einstellmöglichkeiten (sogar mit Lupenfunktion) eingestellt und dann ausgelöst.

Schon kurz nach dem Kauf der Canon EOS 1DX Mark III interessierte ich mich allerdings für eine Erweiterung der Kommunikationsvorrichtung. Die Canon EOS 1DX Mark III läßt sich nämlich mit einem sogenannten Wireless File Transmitter über 150 m Reichweite mit einer Geschwindigkeit von 5 GHz fernsteuern. Das sind deutlich größere Entfernungen mit weniger Interferenzstörungen als über den integrierten Ethernet-Anschluss oder die integrierte WLAN-Schnittstelle des Kamera-Body.

Der WFT-E9 bietet mehr Reichweite und Zuverlässigkeit. Dies ist sehr praktisch insbesondere in einem mit vielen Störsendern „verschmutzten” Umfeld wie im innerstädtischen Bereich mit Handys.

Der Preis ist allerdings heftig für den neuen – extra für diese EOS 1 – Kamera konzipierten – Wireless File Transmitter und liegt bei gut 700,- Euro. Trotzdem konnte ich  nicht widerstehen.

Inzwischen ist der WFT-E9 auch lieferbar, was er das erste halbe Jahr nach Einführung der  nagelneuen EOS 1 DX noch nicht war.

Gleich nach dem Auspacken geht es an das Handbuch – selbstverständlich als pdf-Datei verfügbar. Das ist auch notwendig, denn je nach der gewählten Option springt man innerhalb des Manuals teils über mehrere 10 Seiten. In Papierform kann das sehr zeitaufwändig werden. Unübersichtlich ist es so oder so.

Zuerst einmal schwirrt der Kopf vor lauter Nicht-Kamera-Fachausdrücken. Jetzt ist der Kommunikations-Nerd gefragt. FTP-Server, Browser Remote, Kamerazugangspunkt, WPS, Kommunikationsfunktion,  Nachdem ich mich im Handbuch durch die sage und schreibe mehr als 210 Seiten Kommunikationseinstellungen des WFT-E9-Handbuchs durchgearbeitet hatte, mußte ich mich erstmal sortieren. Wann verwende ich den Kamerazugangspunkt-Modus und wann sollte ich über einen Zugangspunkt ansteuern?

Insgesamt bin ich bisher sehr zufrieden mit der neuen Canon Kamera und ihren kommunikativen Funktionen. Demnächst muß ich wohl mal mit dem neuen WFT-E9 zu Hause an der Vogelfütterung mit einem Weitwinkel-Objektiv arbeiten.

Swimming and Birding in Amphoe Khlong Thom/ Thailand

DamadrosselSuddenly there is something beautifully bright orange in front of me in the bamboo thicket. It’s the Orange-headed Thrush (Zoothera citrina). What a beauty! I hadn’t expected that at bird all. The Orange-headed Thrush can be found in India, in the Himalayan region to southern China, Bangladesh, Burma, Thailand and Indochina and on some islands in Southeast Asia. Dense forests and bamboo thickets are preferred. The Orange-headed Thrush has a stocky body, the back of the male is blue-gray (shown in the image of the blog), the female is brownish. The Orange-headed Thrushes are very shy birds that live in pairs mostly on the ground.

But the reason to come to Khao Pra Bang Khram Park is the opportunity to discover the very rare Gurney’s Pitta (Pitta gurneyi). Otherwise this Pitta occurs only in a few lowland rainforests in Myanmar and Thailand. Thus, the early morning of a birding trip was reserved to this rare Pitta species. As promised, Yotin, my guide, stand right in front of the open dining room of a small guesthouse, the Morakot Resort, at 6:30 am. With his pick-up, we will also be able to master difficult routes. Unfortunately we are not successful that morning with this rare pitta.

Then we drive to the actual park, the Khao Pra Bang Khram Park, to look for another type of Pitta. For most people, Gurney’s Pitta is the number one reason to visit KNC, and most people end up getting good sightings on one of the trails after internalizing the call of the Pitta. The equally beautiful Banded Pitta (Pitta guajana) is often seen Continue reading Swimming and Birding in Amphoe Khlong Thom/ Thailand

Trauerente auf dem Schwielowsee

Auf dem spiegelglatten See jagen ausgiebig Trupps von Kormoranen (Phalacrocorax carbo). Auch ein paar Reiherenten (Aythya fuligula) zu sind entdecken. Es ist ein wunderschöner Spätherbsttag, der mit Reif am frühen Morgen begonnen hatte und nun dann in einen wolkenlosen Nachmittag mündete. Im Schatten der Uferbäume war es dann doch erstaunlich kühl aber im Sonnenschein auf einem der vielen Stege, die Ferch Anwohnern, Besuchern und Schiffspassagieren bietet, war es traumhaft. Die Frage war nur: Aber wo treibt sich die in ornitho.de gemeldete Trauerente (Melanitta nigra) herum? Plötzlich entdecke ich eine einzeln schwimmende Ente am südlichen Seeufer. Es sieht gar nicht so weit vom Bootssteg der Ufergemeinde Ferch aus. Die Ente liegt tief im Wasser und taucht auch häufig. Eine dunkle Kappe ist über einem hellen Gesicht auch auf die Entfernung gut zu sehen. Das muß sie sein: die vermutlich diesjährige Trauerente, die schon am Samstag, 7. November 2020 in ornitho.de gemeldet wurde. Es hieß: „… sie schwimmt gar nicht weit vom Steg vor Ferch“. Die Frage war nur, vor welchem Steg. Denn es gibt mindestens ein Dutzend. Also, den Steg, auf dem wir am Westufer standen, konnte nicht gemeint sein. So fuhren wir zur anderen – der südöstlichen – Seeseite. Aber der Eindruck vom Westufer täuschte. Die Ente war immer noch weit entfernt und schwamm zwar in der Bucht von Ferch aber doch sicher 1 Kilometer vor dem Ufer Continue reading Trauerente auf dem Schwielowsee

Marshall’s Iora in Sri Lanka

Marshall’s Iora (Aegithina nigrolutea) – recently called White-tailed Iora – is endemic to the Indian Subcontinent, where it prefers lowland thorn scrub and tree groves. It is closely related to the Common Iora (Aegithina tiphia) and the two were previously considered conspecific. In Sri Lanka I had the opportunity to observe a male neaer the Weheragala Reservoir in the Yala National Park that only needs to be agitated slightly. Then the bird stands on the dry branches of a bare tree. After a short time it changes to a bush with lush green leaves. A little later, the bird decides again for the lower, more stable branches of the bare tree. After a while, the bird begins to take the rival male seriously. The wings are stretched and the beautiful white stripes come into their own. Then it comes down so far that I can photograph the male at eye level in a tree that looks like a black locust. From time to time the white-tailed iora sings. Finally, the male of the White-tailed Iora begins to search leaves and branches for food at a short distance; possibly as a skipping act. The whole performance has now lasted more than half an hour. Very remarkable. This is the only place far and wide to reliably see the Marshall’s Iora / White-tailed Iora in Sri Lanka, as my guide emphazises.

Marshall’s Iora is not a well-studied species, and it is suspected to be under pressure owing to destruction of its habitat, especially due to cutting down of scrub forests. Although it is treated in literature as Continue reading Marshall’s Iora in Sri Lanka