Waldbrand und Spechte

In alle Richtungen ragen kahle Baumstümpfe in den niedrigen grauen Himmel, nackte Zweige hängen aus den Resten von Baumkronen und wedeln irgendwann zu Boden. Die versengten Baumstämme sind die schwarz wie die Nacht. Doch schon nach kurzer Zeit wachsen winzige Weidenröschen (Epilobium sp.) und andere Pionierarten, die an den Spitzen versengt sein mögen, ansonsten aber… Continue reading Waldbrand und Spechte

Spechte und ihre Höhlen

Das Frühjahr wird geprägt von auffallenden, laut durch den Wald hallendem Trommeln. Au­fällig sind neben ihrem Trommeln die Rufe, die besonders im Frühjahr und Herbst zu hören sind und die Arten schon von weitem unterscheiden lassen. Wie keine andere Vogelfamilie stehen die Spechte in Mitteleuropa für den Lebensraum Wald. So ist es auch, wenn im… Continue reading Spechte und ihre Höhlen

Junge Bläßralle tanzt im Regen

Dicke Wolken stehen über dem Rhein bei Köln-Porz. Typisches Waschküchenwetter; so wie es im Sommer für die Kölner Bucht nicht ungewöhnlich ist. Irgendwann öffnen sich die „Schleusen“. Zuerst nur zögerlich: Nieselregen. Dann prasselt ein Regenguß auf die Relikte eines Auenwalds im Süden Kölns. Eine Familie Bläßrallen (Fulica atra) war mir zwischen den anderen Wasservögeln wie… Continue reading Junge Bläßralle tanzt im Regen

Graureiher wird verfolgt

Ein Bild, das vielleicht auch aufgrund des monochromen Hintergrunds eines Spätnachmittags-himmels wie aus einem Buch über Flugsaurier stammen könnte. Ein größeres geflügeltes Tier wird vor einem rosa-grauen Himmel von einer Seeschwalbe gejagt. Dabei wirkt die Körperhaltung bzw. der Ausschnitt wohl aus einer Körperdrehung geradezu artistisch und ungewöhnlich. Die Auflösung des Fotos ist trotzdem trivial. Ein… Continue reading Graureiher wird verfolgt

Kuhreiher im intensiven Prachtkleid

Der Kuhreiher (Bubulcus ibis) auf dem Höhepunkt des Balzgeschehens ist ein prachtvoller Vogel. Während der Brutzeit entwickeln adulte Exemplare zumindest der westlichen Unterart orangefarbene Federn auf Rücken, Brust und auf dem Kopf. Schnabel, Beine und – sehr auffallend – die Iris werden vor der Paarung für kurze Zeit intensiv hellrot. Das gesamte Gefieder ist zwar… Continue reading Kuhreiher im intensiven Prachtkleid

Der Grauspecht: eher heimlich & nur selten gut zu sehen

Im Gegensatz zum großen Bruder, dem Grünspecht (Picus viridis) der offene oder halboffene “Parklandschaften” und Obstwiesen bevorzugt, ist der Grauspecht (Picus canus) eher ein Bewohner alter, strukturreicher, lichter Laubmischwälder. Dabei werden jedoch auch Feldgehölze, Streuobstwiesen und Auenwälder besiedelt. Nur lokal kommt dieser Specht in Kiefern-Eichen- (Pinus-Quercus) Wäldern vor. In der Norddeutschen Tiefebene fehlt die Art,… Continue reading Der Grauspecht: eher heimlich & nur selten gut zu sehen

Schnabeldefekt beim Eichelhäher

Der Schnabel ist für Vögel eine der wichtigsten Instrumente, um Nahrungsquellen zu erschließen. Das ist beim Eichelhäher (Garrulus glandarius) selbstverständlich nicht anders. Umso erstaunlich ist, wie geschickt Schnabeldefekte bei betroffenen Vogelarten ausgeglichen werden. So machten erst die Fotos eines Eichelhähers bei seinem Mahl deutlich, daß  ihm die Spitze des Oberschnabels fehlte. Sie war ganz offensichtlich… Continue reading Schnabeldefekt beim Eichelhäher

Waldbrand und die Folgen für Vögel

Viele Vögel brauchen Strukturvielfalt. Umso mehr desto besser. Das könnten Flächen nach einem Waldbrand bieten. So sind Wendehals (Jynx torquilla), Baumpieper (Anthus trivialis) und Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) Vögel, die den Waldrand schätzen und diese offeneren Bereiche als Revier nach einem Brand beanspruchen könnten. Mitten in einem ehemaligen Kiefernstangenwald könnte dann der monotone, schwirrende Gesang des… Continue reading Waldbrand und die Folgen für Vögel

Habicht tropfnass im Regen

Der Regen ist lang erwartet. Die Wochen vorher hatte es immer nur sporadisch geregnet. Abends hieß es, daß über 10 Liter/ Quadratmeter niedergegangen wären. Nach kräftigen Gewittern mit heftigem Starkregen beruhigte sich die Wetterlage erst in der Nacht leicht. In der Nacht gab es noch weitere heftige Gewitter und Unwetter. Viele Naturfreunde bleiben da zu… Continue reading Habicht tropfnass im Regen

Zwergtaucher: Küken auf Teich

Ein hohes rhythmisches Fiepen ist schon beim Betreten der wasserwirtschaft-lichen Anlage zu hören. Zu sehen ist aber nichts. Dann ist ein Kräuseln der Wasserfläche vor dem Schilfgürtel zu erkennen. Die Entengrütze hebt und senkt sich erkennbar. Dann taucht ein kleiner, dunkel-schwarzer Vogel auf. Er hat einen kastanienbraunem Hals und Hinterkopf. Auffällig ist der hellgelbe Fleck… Continue reading Zwergtaucher: Küken auf Teich

Eisvögel und ihre Brutröhre

Im späten Wind sind an vielen Gewässern immer wieder kurze, scharfe Pfiffe der Eisvögel (Alcedo atthis) an vielen naturbelassenen Gewässerabschnitten zu hören. Eisvögel fliegen dabei oft niedrig und schnell über das Wasser. Wegen seiner ausgeprägten Territorialität ist im Frühjahr das Nest nicht weit. Das „Nest“ besteht aus einer über 50 cm langen Röhre mit einem… Continue reading Eisvögel und ihre Brutröhre

Junge Raubwürger nach dem Ausfliegen

Ende Mai. Lautes, klagendes Rufen schallt aus einem Weidengebüsch am Rand eines Feuchtgebiets direkt an der kanalisierten Nuthe. Kleine kurzschwänzige, kontrastreich schwarz-weiß gezeichnete Vögel schlüpfen laut rufend durch das Geäst hindurch. Schnell stellt sich raus. Es sind die jungen Raubwürger (Lanius excubitor), die nun in der Nähe eines Mitte Mai identifizierten Raubwürger-Nests angetroffen werden. Der… Continue reading Junge Raubwürger nach dem Ausfliegen