Tag Archives: Turdus philomelos

Young female Goshawk attacked by Kestrel in the Eifel

While observing the bird migration on the Bürvenicher Berg at the edge of the Eifel, I could see a young Northern Goshawk (Accipiter gentilis) flying elegantly low over a field. Striking were the size and the flight pattern on top, which was determined by a brown color and the rather broad, curved wings at the rear edge. A powerful bird that then perched in a dry elderberry tip. Immediately a male of a pair of Eurasian Kestrels (Falco tinnunculus), which had been sitting on its perch significantly further down the slope, started calling. The young female hawk was not impressed by this. Thereupon the young Goshawk was vehemently attacked first by the male, then also by the female Eurasian Kestrel. Above all, the male of the Kestrel rose regularly in the morning sky, then hit the edge of the forest with the elderberry with flung wings, caught himself in the fall less than 3 meters above the Goshawk and circled around and in close contact the bare branches of the bush. The young female Goshawk did recognize that it was the subject of the attacks, regularly turned her head in the direction of the attacker, then sometimes up in the sky. All in all, however, she remained extremely unimpressed and did not let her morning perch scare her away.

The female of the Kestrel could also be heard quite loudly, but did not step into such a vehement attack and stayed largely away from the flight action. In an unobserved moment the female Goshawk Continue reading Young female Goshawk attacked by Kestrel in the Eifel

Zugvogelbeobachtung am Tötschberg/ Eifel

Es war noch dämmrig, als ich in dem auf ca. 246m NN gelegene Bergkuppe Bürvenicher Berg direkt gegenüber vom Tötschberg ankam. Vor mir die Weite der Zülpicher Börde, die hier zu den Eifelbergen beginnt zu steigen.

Eingeleitet wurde der Vormittag mit einem Trupp von 3 Roter Milanen (Milvus milvus), die im aktiven Flug tief über den ansteigenden Äckern „Strecke“ machen wollten.

Der Vormittag zog sich mit vielen Zugbeobachtungen u.a. von Singdrosseln (Turdus philomelos) und Misteldrosseln (Turdus viscivorus) hin. Besonders war aber der Einflug eines jungen Habichtweibchens (Accipiter gentilis), das elegant über den Acker kreiste und sich dann in einer trockenen Holunderspitze niederließ. Das fand überhaupt nicht die Zustimmung eines Turmfalkenpaars (Falco tinnunculus), das daraufhin den Junghabicht vehement attackierte.

Auffallend waren die vielen Feldlerchen (Alauda arvensis), die ihre typischen Kontaktlaute im Flug riefen, schon von weitem im Osten zu beobachten waren und sich dann an dem Berg eine Ehrenrunde leisteten. Diese wurde gerne zum hin -und herfliegen genutzt. Dabei kam es dann auch immer wieder zu Flugmanöver und Interaktion en einzelner Exemplare, die einen gewissen Spaßfaktor zu zeigen schienen.

Der Buchfink (Fringilla coelebs) war im Untersuchungszeitraum die Continue reading Zugvogelbeobachtung am Tötschberg/ Eifel

Kurzschnabelgans auf dem Oberland/ Helgoland

Daß Helgoland für Kleinvögel in der Zugsaison so etwas wie eine Oase in einer endlosen Wasserwüste ist, ist allgemein bekannt. Hier finden sie Süßwasser und können auf einer kurzen Rast Nahrung von den übervoll früchtetragenden Hecken aufnehmen.

Aber auch für Großvögel ist Helgoland ein Anziehungspunkt. So ist schon seit einigen Tagen – mindestens seit dem 7. September 2020 – eine bzw. zwei  Kurzschnabelgänse (Anser brachyrhynchus) zu beobachten. Zuerst wurden sie auf der Düne von Helgoland insbesondere um den Golfteich gesehen, dann tauchten sie einzeln oder zusammen vor allem auf dem Oberland auf der Hauptinsel Helgoland auf. Immer wieder waren sie auf der Kuhwiese ruhend anzutreffen. Die Kurzschnabelgans läßt sich immer wieder auch auf der Weide südlich des Fanggartens von Helgoland blicken. Sehr schön ist die rosa Binde vor der schwarzen Schnabelspitze, das blaugrau-überfrorene Continue reading Kurzschnabelgans auf dem Oberland/ Helgoland

Graureiher auf Helgoland

Für Kleinvögel ist Helgoland in der Zugsaison so etwas wie eine Oase in einer endlosen Wasserwüste. Hier finden sie Süßwasser und können auf einer kurzen Rast Nahrung aufnehmen. Vor allem Kurzstreckenzieher, wie die Singdrossel (Turdus philomelos), die Heckenbraunelle (Prunella modularis), die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla), die Rotdrossel (Turdus iliacus) oder auch der Wiesenpieper (Anthus pratensis) fallen an manchen Tagen zu Tausenden ein.

Aber auch für Großvögel ist Helgoland ein Anziehungspunkt. So ist schon seit einigen Tagen ein Graureiher (Ardea cinerea) auf der Düne zu beobachten. Der Graureiher hält sich meist schön versteckt am schilfigen Uferrand einer der beiden Teiche auf der Düne von Helgoland auf. Heute morgen in der Dämmerung stand er aber ganz frei zwischen den Seerosenblättern am Nordufer des Golfteichs. Mit einer 1/15 sec. konnte ich den Graureiher mit dem Continue reading Graureiher auf Helgoland

Waldwasserläufer (Tringa ochropus) im Spreewald

Der Waldwasserläufer befindet sich in Deutschland am Rand des süd-westlichen Verbreitungsgebiets. Bekannt ist sein Brutvorkommen in der Uckermark. Ich wollte aber auch mal Meldungen von Waldwasserläufern in der Brutzeit deutlich weiter südlich, nämlich im Spreewald, nachgehen.

Ausgesucht wurde eine abwechslungsreiche leicht hügelige Kiefernlandschaft am Ostrand des Spreewalds, die abgelegen und daher relativ ungestört ist.

Am 6.4. gegen 7:15 – also 45 Min. nach Sonnenaufgang – war der Waldwasserläufer das 1. Mal zu hören und kurz zu sehen. Zwischen umgestürzten Baumstämmen eines unter Wasser gesetzten ehemaligen Birkengrundes waren die Waldwasserläufer nur kurz zu sehen. Die Rufe eines Balzflugs, nur leise und zurückhaltend, waren weit im Innern des überschwemmten Gebiets zu hören. Erst 1 Stunde später konnten die ersten richtigen Balzflüge des Waldwasserläufers vor dem blauen Himmel gesehen werden. Diese waren dann auch mit mehr und lauteren Flugrufen verbunden. Mittags flogen am Nordende des Überschwemmungsgebiets 2 Exemplare vom Uferrand auf.

Am nächsten Tag waren die Waldwasserläufer wieder aktiv, auch am Uferrand. Der 1. Flug fand um 6:40, also gerade mal 10Minuten nach Continue reading Waldwasserläufer (Tringa ochropus) im Spreewald

Helgoland, die Vogelinsel

Basstölpel

Die Abendsonne intensiviert das Rot der Helgoländer Klippen. Basstölpel (Morus bassanus) sind vom Klippenrand oder auf einer der angebotenen Führungen gut zu beobachten und zu fotografieren. Formatfüllende Aufnahmen gelingen bereits mit einer 300 mm Brennweite. Diese Brennweite ist für Flugaufnahmen sogar perfekt geeignet. Nur um die Nester mit den Seevögeln groß genug abzubilden, sind manchmal längere Brennweiten angeraten. Während der Brutsaison von April bis August hat man die besten Möglichkeiten, um zu lohnenden Aufnahmen zu kommen. Silbermöwen (Larus argentatus) und Trottellummen (Uria aalge) brüten bevorzugt in den steilen, unzugänglichen Felswänden. Flugaufnahmen sind mit ein bisschen Glück direkt vom Weg oberhalb der Seevogelkolonie möglich.

Die beste Aussicht hat man am „Lummenfelsen“. Der ist mit ca. 1,1 Hektar das kleinste Naturschutzgebiet Deutschlands und außerdem der einzige deutsche Vogelfelsen.

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, das Geschrei der vielen tausend Seevögel zu hören. Jedes Jahr im Frühjahr vollzieht sich die Wandlung vom einsamen Felsklotz in der Nordsee zur quirligen Großstadt der Seevögel. Im vergangenen Jahr zählte man rund viele tauschend Paare Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla), fast 100 Eissturmvögel (Fulmarus glacialis) und einige wenige Tordalken (Alca torda) neben den bereits genannten Basstölpeln. Besonders bemerkenswert ist die innerhalb der letzten zwölf Jahre Continue reading Helgoland, die Vogelinsel

Singdrosseln bei Zugstau

SingdrosselNicht nur dieses Jahr ist von einem kalten März geprägt, der schon fast am Klimawandel zweifeln läßt. Auch vor 5 Jahren gab es dieses spätwinterliche Phänomen. Während eines kurzen Ausflug bei sonnigem Wetter und ziemlich klarem Himmel, aber einem frischen, kalten Wind am Morgen des 26. März 2013 durch den oberen Taunus bei Bad Soden erlebte ich viele Zugvögel darunter 50 Singdrossel (Turdus philomelos) und mehr als 100 Buchfinken (Fringilla coelebs) in unmittelbarer Nähe zu den Gehöften des Dorfes, in dem ich wohnte.  Bemerkenswert bei der Sichtung der Buchfinken war das Geschlechterverhältnis, das Männchen klar bevorzugte;  allesamt in schönem Brutgefieder.

Bemerkenswert bei den Singdrosseln  waren die beobachteten Zahlen. Die Singdrossel n versuchten, sich zwischen trockenem Gras oder Erdklumpen zu verstecken, um sich mit Nahrung zu stärken. All dies wurde durch die eisigen Böen erschwert, die die Drosseln nach Möglichkeit zu vermeiden suchten. Schließlich, mit dem Auto als bewegliches Versteckt, konnte ein kleiner Trupp von Singdrosseln in perfektem Licht fotografiert werden. Die typischen Pfeilmarkierungen auf dem Bauch sind gut zu sehen. Continue reading Singdrosseln bei Zugstau

Die ersten Singdrosseln für 2018

SingdrosselNachdem schon letzte Woche mit einer Warmfront die ersten Singdrosseln (Turdus philomelos) Singdrosseln in Brandenburg eingetroffen waren, sind nun recht viele im Gebiet. Die werden sicher nicht nur im Land brüten sondern auch weiterziehen. Bei einem aktuellen Kälteeinbruch, kann sic h die hier abgebildete Singdrossel offensichtlich nicht entscheiden, ob sie dem Wind trotzen und die Sonne genießen oder ob sie sich vor dem Wind verstecken soll.

Aktuell sind überhaupt viele Drosseln zu beobachten. Gestern war ein ganz beachtlicher, zahlenstarker Trupp von Rotdrosseln (Turdus iliacus) in einem Erlensumpf unterwegs. Der Trupp schien artrein zu sein und umfaßte überschlägig mindestens 30 Exemplare. Häufig werden Rotdrosseln gesehen wenn sie mit Singdrosseln auf dem Zug sind. Sie kommt dann in viel kleineren Anzahlen vor.

Besonders auffällig sind die zahlenstarken Trupps mit Buchfinken Continue reading Die ersten Singdrosseln für 2018

Observation site for spring migration on the river Oder

SchwanzmeiseAfter having presented protected nature areas in the Havellaendisches Luch or the Guelper See, a recent blog was dealing with the Oder valley in general and The National Park Lower Oder especially. The National Park protects a flood plain, the last still intact in large parts of the estuary of Central Europe.

A rainy, cloudy Sunday led me to the river Oder. Having refueled with gasoline and a Breakfast from a gas station I decided going to Criewener polder south of Schwedt. Criewen is a small village only 3 km south of the industrial city of Schwedt and roughly 100km north-east of Berlin. The car I parked just in front the bridge on the western side channel of the Oder. I grabbed the tripod, spotting scope and the Canon 4.0 / 400 DO from the car. So I walked up to a bench not far from the crossing between the entry road from the village of Criewen and the dike. Here you really an impressive view over the whole polder with riparian woods and wide Continue reading Observation site for spring migration on the river Oder

Frühjahrszug an den überschwemmten Oderwiesen

SchnatterenteNachdem Birder das erste Wochenende im April als Frühling mit angenehmen Temperaturen, einem angenehmen Südwind und in der Regel Sonnenschein genießen konnten, stellt sich weiterhin bei leicht kühleren, aber immer noch frühlingshaften Temperaturen ein deutlicher Schub an Zugvögeln ein. Vor allem Drosslen – darunter auch schon die ersten Ringdrosseln (Turdus torquatus) werden nun verstärkt an ihren traditionellen Rastplätzen angetroffen. Auch die ersten Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Rohrschwirle (Locustella luscinioides) waren zu hören.

Nach einem Ausflug in die Welseaue bei Passow auf der Suche nach Bekassine (Gallinago gallinago) und Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) fahre im Anschluß an diese Exkursion an die Oder. Nachdem ich bei Nieselregen getankt und Frühstück besorgt habe, fahre ich zum Criewener Polder südlich von Schwedt. Den Wagen parke ich kurz vor der Brücke über den Seitenkanal der Oder und packe dann Stativ, Spektiv und das Canon 4,0/ 400 DO aus. Damit laufe ich bis zu einer nicht weit entfernt gelegenen Bank mit einem eindrucksvollen Blick über den ganzen Polder, der immer noch recht naß und in weiten Teile überschwemmt ist. Die Betonplattenwege Continue reading Frühjahrszug an den überschwemmten Oderwiesen

Ein Habichtweibchen am Nest in Berlin

HabichtweibchenBerlin scheint sich ja zur absoluten Habicht-Hochburg in Deutschland zu entwickeln. Wie die Meldungen in Ornitho.de ausweisen, sind auch in diesem Frühjahr/ Sommer etliche Beobachtungen von Brutpaaren aus den Berliner Stadtbezirken zu vermelden. Meldungen vom Habicht (Accipiter gentilis), kamen allein für die letzten 3 Wochen vom Volkspark Rehberge, dem Volkspark Hasenheide in Neukölln bzw. Kreuzberg, dem Bäkepark, dem Tiergarten bzw. auch dem Großen Tiergarten in Charlottenburg, aus Tempelhof, dem Flughafensee Tegel sowie dem Steinbergpark am Waidmannsluster Damm in Tegel. Grund genug sich die Parks in Berlin mal näher anzugucken.

Ein wunderschöner Morgen macht sowieso Lust auf ein Birding-Erlebnis. Die Sonnenstrahlen kommen gerade durch die Blätter und die Zweige dieses recht natürlich wirkenden und doch innerstädtischen Parks im Norden von Berlin. In nur 3 km befindet Continue reading Ein Habichtweibchen am Nest in Berlin

Malá Fatra: Vögel des Frühlings in der Slowakei

NachtigallEin Ausflug in die Malá Fatra ist immer ergiebig. Von Bratislava ist das Gebiet in knapp 2 Stunden erreicht. So machten wir uns im zeitigen Frühjahr auf und erkundeten zuerst die Tallagen des Gebiets und erklommen alsdann die Hänge, die teilweise mit altem Baumbestand bewachsen sind. Dieses Jahr hatten wir das Glück zu einem recht späten Zeitpunkt noch wandernde Kröten (Bufo bufo) zu sehen, während im Unterholz schon der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava), auch Hohlknolliger Lerchensporn genannt, wuchs. Neben dem Hohlem Lerchensporn einem schönen Frühlingsblüher aus der Familie der Mohngewächse waren auch Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) und Bärlauch (Allium ursinum) zu finden. Der letzte Schnee des Winter war noch nicht lange getaut und der Frühling hatte gerade erst Einzug gehalten. Das hatte den Vorteil, daß das löcherige Kronendach der nur spärlich belaubten Bäume einen schönen Durchblick gewährte. Das machte es viel leichter, Vögel zu beobachten. Interessant war die Kombination von Schneeglöckchen im Unterholz des Waldes und singenden Halsbandschnäppern (Ficedula albicollis) oben in den Baumkronen. An den Bächen und kleinen Flüssen waren Wasseramseln (Cinclus cinclus) schon sehr Continue reading Malá Fatra: Vögel des Frühlings in der Slowakei