Gedränge am Futterhaus bei Aprilwetter

Mit einem Stück Eis am Schnabel sitzt ein männlicher Erlenzeisig (Spinus spinus) im Baum. Es war ein ungewöhnlich kühler Märztag in dem kleinen Dorf am Rande des Waldes. Die Bewohner hatten gehofft, dass der Frühling bereits in vollem Gange wäre, doch die Natur schien sich noch nicht entschieden zu haben. Ein starker Wind blies durch… Continue reading Gedränge am Futterhaus bei Aprilwetter

Kuckuck: stundenlanger Kampf am Rotkehlchen-Nest

Ein sonniger Morgen im Wald und am See bei Strzalowo in Masuren. Während eines Aufenthalts in der wilden Landschaft Masurens im Nordosten Polens wurde ich Zeuge des langanhaltenden Kampfes zwischen einem Kuckucksweibchen (Cuculus canorus) und einem Rotkehlchenpaar (Erithacus rubecula) um ein noch nicht fertig bezogenes Nest in einer Hainbuche (Carpinus betulus). Interessanterweise war noch kein… Continue reading Kuckuck: stundenlanger Kampf am Rotkehlchen-Nest

Auf Spechtsuche im Durmitor National Park: der Weißrückenspecht

Ein offener Bergwald, der gerade den Winter mit hohen Schneelagen überstanden hat. Balkanbuchen (Fagus moesiaca) und Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) dominieren den Wald; jetzt noch unbelaubt. Dazwischen ein paar imposantee Schwarzkiefern (Pinus nigra). Eine Zeit lang hatten wir uns den Wanderweg hinaufgekämpft, immer wieder unterbrochen von knöcheltiefen Schneefeldern. Dann, auf etwa 1.650 m Höhe, ist deutlich… Continue reading Auf Spechtsuche im Durmitor National Park: der Weißrückenspecht

Bird migration on the edge of the Eifel

Beginning of October is the best time to observe migratory birds near a hill called Tötschberg or Toetschberg in the Eifel. It was still twilight when I arrived at the Bürvenicher Berg which is opposite to the Tötschberg, located at about 246m above sea level. In front of me the expanse of the Zülpicher Börde,… Continue reading Bird migration on the edge of the Eifel

Der Tienschan-Laubsänger aus dem Spreewald

Es wird ein Tienshan-Laubsänger (Phylloscopus humei) auf ornitho.de aus dem nördlichen Spreewald gemeldet. Oh, sicher nur eine kurze Sichtung – und schon ist der Vogel verschwunden. Doch am nächsten Tag treibt sich der Tienshan-Laubsänger immer noch in der Nähe der Ortschaft Dannenreich, einem Ortsteil der Gemeinde Heidesee herum. Der aufmerksame und glückliche Erstbeobachter, Bodo Sonnenburg,… Continue reading Der Tienschan-Laubsänger aus dem Spreewald

Zugvogelbeobachtung am Tötschberg/ Eifel

Es war noch dämmrig, als ich in dem auf ca. 246m NN gelegene Bergkuppe Bürvenicher Berg direkt gegenüber vom Tötschberg ankam. Vor mir die Weite der Zülpicher Börde, die hier zu den Eifelbergen beginnt zu steigen. Eingeleitet wurde der Vormittag mit einem Trupp von 3 Roter Milanen (Milvus milvus), die im aktiven Flug tief über… Continue reading Zugvogelbeobachtung am Tötschberg/ Eifel

Fitis im Schwirrflug auf Helgoland

Der Rand des sogenannten Mittellands auf Helgoland ist immer mal wieder gut für Überraschungen. Besonders oberhalb des Krankenhauses kann man wunderbar in die am Hang stehenden Bäume gucken. Ich warte auf die ziehenden Vögel, die sich möglicherweise im dichten Blattwerk ausruhen und dann langsam die Spitzen der Zweige erklimmen, um von dort den Weiterflug in… Continue reading Fitis im Schwirrflug auf Helgoland

Feldrohrsänger auf Helgoland

Über ornitho.de wurde für Helgoland ein Feldrohrsänger (Acrocephalus agricola) gemeldet. Wir sind ganz in der Nähe des Südhafengeländes wo sich der Feldrohrsänger in einem mit Stauden bewachsenen Schutthaufen herumtreiben soll. Der Vogel sei aber recht unscheinbar und würde sich gerne in dichter Vegetation aufhalten. Wir müssen da natürlich direkt hin obwohl der Überfall eines Sperbers… Continue reading Feldrohrsänger auf Helgoland

Buchfink mit Nistmaterial im Kiefernwald

Vor lauter Haaren – oder sind es Kiefernnadeln – sieht man den Besitzer fast nicht. Es ist ein Männchen eines Buchfink (Fringilla coelebs), das Nistmaterial für sein Nest gesammelt hat. Damit sieht der Buchfink wie mit einem ausladenden Schnurbart versehen aus. Kurz vorher hatte ich dieses Buchfink-Männchen – vielleicht war er der Besitzer des Territoriums… Continue reading Buchfink mit Nistmaterial im Kiefernwald

Vogelfotografie in den Rieselfeldern Münster

Ein ohrenbetäubendes Gekreische ist schon von der schmalen Straße am Rand des Schutzgebiets „Rieselfelder Münster“ zu hören. Von einer Aussichtshütte wird man früh am Morgen Zeuge wie die Sonne im Osten sich mit einem dünnen Lichtschein, später mit goldgelben Licht ankündigt und dann mit einem dicken Feuerball aufgeht. Dieses Spektakel beleuchtet eine – für das… Continue reading Vogelfotografie in den Rieselfeldern Münster

Zwergschnäpper an der „Grossen Treppe“ auf Helgoland

Zunächst verrät nichts die Anwesenheit eines Zwergschnäppers (Ficedula parva). Aber heute früh ist er von der „Großen Treppe“, der Verbindung von Ober- zu Unterlang auf Helgoland gemeldet worden. Zuerst sind nur die Zilpzalpe (Phylloscopus collybita) und der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) im Hang zu hören. Von der Empore auf mittlerer Höhe der Großen Treppe lausche ich… Continue reading Zwergschnäpper an der „Grossen Treppe“ auf Helgoland

Auf die Kehle kommt es an: Blaukehlchen

Friesische Nachtigall wird das Blaukehlchen (Luscinia svecica) zu Recht genannt. Dabei spielt nicht nur die Qualität des Gesangs eine Rolle. Von den farbenfrohen, bunten Drosselvögeln gibt es in Deutschland vier verschiedene Arten. Die bekannteste ist wohl das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) mit leuchtend rot gefärbter Brust. Dieser meisterliche Sänger mit seinen klaren Strophen brütet vor allem… Continue reading Auf die Kehle kommt es an: Blaukehlchen