Tag Archives: Feldlerche

Die Wachtel im Randowbruch

WachtelDie Rivalität zweier Wachtel (Coturnix coturnix) entpuppte sich zum unverhofften Glück für den Naturfotografen. Gerade hatte ich eine dichte Wiese auf einem Wirtschaftsweg mit dicken Betonplatten noch aus DDR – Produktion im Randowbruch im nord-östlichen Brandenburg gequert. Hier konnte ich das „pick-werwick“ schnell vernehmen. Es schien direkt aus einem Bereich neben der Piste zu kommen. Und tatsächlich: als ich weiterfahre, fliegt eine Wachtel auf und geht vielleicht 10 Meter vor mir nieder. Ich habe schon ein paarmal eine Wachtel gesehen bzw. fotografiert. Aber das war immer auf dem Zug in Arabien – einmal in den Vereinigten Arabischen Emiraten und einmal in Ägypten – gewesen. Hier in Deutschland hatte ich sie ein paarmal fliegen gesehen und ansonsten nur gehört.

Ich habe mir natürlich keine große Hoffnung gemacht, die Wachtel wieder zu sehen. Doch offensichtlich hatte die Wachtel beim Einflug das Territorium einer anderen Wachtel sträflicherweise verletzt. Der Eindringling wurde vom Revierinhaber direkt lauthals angegangen. Der Schlagabtausch, der selbstverständlich nur mit der Stimme ausgetragen wurde, war heftig und zog sich über einige Zeit. Ich war durch die Recherche des weiteren Wegverlaufs abgelenkt. Die beiden Wachteln steigerten sich so in die Auseinandersetzung, daß auf einmal der Vogel, den ich mit dem Wagen aufgescheucht Continue reading Die Wachtel im Randowbruch

Steinschmätzer – Trupp in Agrarsteppe

Brach, braun-grau und eintönig. So sieht der stark landwirtschaftlich geprägte Niedere Fläming in manchen Teilen im Frühjahr wenn das Sommergetreide gesät wird. Weite Fläche bieten einen manchmal fast ungestörten Blick bis zum Horizont – oder dem nächsten Windrad. Öd und eintönig für die Menschen, für den Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) ein überlebensnotwendiges Rasthabitat auf seinem Zug in die Brutgebiete im hohen Norden Eurasiens.

Mindestens 7 Exemplare hatten sich an diesem Morgen in der leicht hügeligen Feldflur bei Niedergörsdorf südlich und östlich von Jüterbog eingefunden. Die ersten Sichtungen in diesem Jahr erfolgten bereits am Sonntag, den 29. März 2020, sodaß man von einem mindestens 6 Wochen dauernden Durchzug für das Gebiet ausgehen muß.

Unterschiedlich scheu waren die Steinschmätzer, von denen nur 2 als Weibchen, 5 aber als Männchen identifiziert werden konnten. Die Ackerscholle wird als Aussichtspunkt benutzt um in der Senke nach Insekten zu suchen. Dann steht der Steinschmätzer auf dem Acker, dreht und wendet sich; zeigt dem Beobachter aber gerne seinen Rücken. Den Lebensraum muß er sich allein mit der Feldlerche (Alauda arvensis) teilen. Viel Konkurrenz gibt es also nicht. Dafür sollte die Gefahr aus der Luft nicht unterschätzt werden. So waren wenig weiter die Wiesenweihe (Circus pygargus) und auch ein Paar Rohrweihen (Circus aeruginosus) auf ihrem niedrigen Suchflug zu beobachten. Der Roter Milan (Milvus milvus) Continue reading Steinschmätzer – Trupp in Agrarsteppe

Steinschmätzer am Hohneck

SteinschmätzerDer kratzende Laut ist unüberhörbar. Nicht auf Anhieb würde der geneigte Naturfreund dies als Gesang betrachten. Doch genau das ist es. Damit soll das Revier verteidigt und ein Partner interessiert werden. Obwohl der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) sich nicht scheut, sich offen zu präsentieren, ist es gar nicht so leicht den kleinen, schwarz-weißen gefärbten Vogel auf einem der Felsblöcke zu entdecken.

Die Bergwiesen in den Vogesen sind in der Sommerzeit ausgesprochen reizvoll. Neben Vögeln der alpinen Zone sieht man auch einige typische Pflanzen dieser Region wie Gelben Enzian (Gentiana lutea), Arnika (Arnica montana), Kleine Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina) und gelbe und blaue Vogesen-Stiefmütterchen (Viola lutea) auch Gelbes Vogesenveilchen genant.  Wiesenpieper (Anthus pratensis) und Feldlerchen (Alauda arvensis) sind neben den oben beschriebenen Steinschmätzern sicher die häufigsten Vogelarten. An den schnell fließenden Bachläufen sind Gebirgsstelzen (Motacilla cinerea) zu finden. In den Klippen und Geröllhalden leben neben den Steinschmätzern auch einige sonst seltene Vogelarten. Wanderfalke (Falco peregrinus) und Kolkrabe (Corvus corax) kann man regelmäßig beobachten. Mit etwas Glück erspäht man hier aber auch den ansonsten in den Alpen beheimateten Steinrötel (Monticola saxatilis) oder man kann andere „Hochgebirgsarten“ wie die Alpenbraunelle (Prunella collaris) beobachten.

Zum Steinrötel ist interessant zu wissen, daß ein früher Ornithologe, nämlich Raimund Scheicher, schon kurz vor dem 1. Weltkrieg über seine ornithologischen Ausflüge in die Umgebung von Freiburg und in die Südvogesen berichtete.  Dabei konnte er im Juli in den Vogesen am Rotenbacher Kopf (südlich vom Hohneck) ein Pärchen des Steinrötel beobachten, das sich in den steil nach Osten abfallenden Felsen aufhielt. Leider wurde es schon zur damaligen Continue reading Steinschmätzer am Hohneck

Feldlerchenbalz am Ellenbogen auf Sylt

FeldlercheDie Haube ist aufgestellt, das Rückengefieder hoch gesträubt. Aufgeregt wedelt das Männchen der Feldlerche (Alauda arvensis) mit seinen Flügeln. Mal steht es frontal vor dem Weibchen, mal quer und es scheint, als es um seine eigene Achse kippen würde. So intensiv versucht das Männchen seine „Breitseite“ – sicher seine „Schokoladenseite“ – zu zeigen. Mal knickt der Feldlerchenmann ein, dann wieder steht er hoch aufgerichtet vor seiner Angebeteten. Das Männchen versucht ganz offensichtlich das vor ihm stehende Weibchen schwer zu beindrucken.  Das Schauspiel konnte man im großen Dünengebiet Listland, am Ellenborgen, erleben.

Nördlich der „Kampener Vogelkoje“ beginnt das fast 13 Quadratkilometer große Dünengebiet Listland. Das bis zur Ellenbogenspitze reichende Naturschutzgebiet ist insbesondere durch die bis zu 35 Meter hohen aufgewehten Wanderdünen, bekannt. Sie zählen zweifellos zu den landschaftlichen Höhepunkten von Sylt. Die Wandertätigkeit der Dünen wurde in den meisten Teilen der Insel durch die Bepflanzung mit Strandhafer gestoppt. Im Listland wurde jedoch aus Naturschutzgründen inzwischen wieder auf diese Maßnahme verzichtet.

Ein Teil von Listland ist das nördlichste Erholungsgebiet Deutschlands: der Ellenbogen. Dieses Fleckchen ist geprägt von wunderschönen Stränden, naturbelassenen Dünen und den beiden fotogenen Leuchtfeuern „Ellenbogen- West” und „Ellenbogen-Ost“. Die fünf Kilometer lange Straße zur Ellenbogenspitze befindet sich Continue reading Feldlerchenbalz am Ellenbogen auf Sylt

Vogel- und Tierwelt am Bollenberg/ Elsass

BienenfresserDie Steppe scheint sich bis zum Horizont zu erstrecken. Gras in gedämpftem Grün, die Luft vibriert vom Gesang der Feldlerchen (Alauda arvensis) und Grillen. Aus der lückigen Vegetation leuchten Blumen in satten Farben. Doch man befindet sich weder in der Provence noch in der Toskana sondern am Bollenberg, in der Vorbergzone der Vogesen am Rand der südlichen Oberrheinebene. In der Nachbarschaft der Stadt Rouffach und der Dörfer Westhalten und Osenbach, etwa 25 km südlich von Colmar, gibt es noch Reste einer Kulturlandschaft, die anderswo schon längst der Flurbereinigung zum Opfer gefallen ist. Das Gebiet weist ein Mosaik aus Weinbergen, Flaumeichenwäldern, Trockenrasen, niedrigen Gebüsch, Lesesteinhaufen, Hohlwegen, Löß-Steilwänden und  Trockenmauern aif. Hier leben viele Tiere und Pflanzen, die vor vielen 1.000 Jahren aus dem Mittelmeerraum an den Oberrhein gewandert sind. Dazu gehören die meisten Orchideen, aber auch die Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) und vielleicht der Bienenfresser (Merops apiaster).

Der Bienenfresser brütet seit spätestens 1990 wieder alljährlich in der Oberrheinebene, nicht nur am Kaiserstuhl im südlichen Baden-Württemberg. Die Bienenfresser brüteten verteilt über weite Bereiche des Kaiserstuhls. Nur vereinzelt beträgt die Entfernung Continue reading Vogel- und Tierwelt am Bollenberg/ Elsass

Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

SingschwanDas Vogelparadies zwischen Wiesen und Watt deint zehntausenden Zugvögel als Rastgebiet. Zugvögel verbringen alljährlich in dem 535 Hektar großen Naturschutzgebiet an der deutsch-dänischen Grenze mindestens einige Tage, um „aufzutanken“. Rund 150 verschiedene Arten sind hier schon beobachtet worden, darunter Alpenstrandläufer (Calidris alpina), Große Brachvögel (Numenius arquata) und Austernfischer (Haematopus ostralegus). Auf offenen Flächen bauen Wiesenvögel wie Wiesenpieper (Anthus pratensis) und Feldlerche (Alauda arvensis) ihre Nester, und im Schutze des Schilfes leben Enten. Ab Ende März besetzen die Brutvögel den Koog. Etwa 50 verschiedene Brutarten sind bisher nachgewiesen, darunter auch so seltene Arten wie Lachseeschwalbe (Gelochelidon nilotica), Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) und Grauammer (Emberiza calandra). Zu den gefiederten Gästen, die das ganze Jahr im Koog bleiben, gehören Kiebitz (Vanellus vanellus) Austernfischer, Rotschenkel (Tringa totanus) und Stockenten(Anas platyrhynchos). Was den Ricksbüller Koog besonders attraktiv macht, ist seine Vernetzung mit den umgebenden Naturräumen wie etwa dem dänischen Margrethe-Koog oder dem Wattenmeer vor dem Landesschutzdeich.

Der Rickelsbüller Koog ist ein idealer Ausgangspunkt für die Vogelbeobachtung und Exkursionen am Rande des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.   Das Naturschutzgebiet Continue reading Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

Waldammern in der Westpaläarktis

WaldammerEin frischer Frühsommermorgen, die aufgehende Sonne im Osten, das leise Zwitschern der über Nacht angekommenen Zugvögel. Ein Spätherbsttag auf Happy Island, dem Hotspot für die Zugvogelbeobachtung an Chinas Süd-Ostküste. Früh am Morgen muß man raus. Ich packe sowohl das Stativ als auch das Spektiv ein. Zuerst widme ich mich dem Strand. Ein ganz tolles dunstiges Morgenlicht liegt über der Landschaft. Halb-durchsichtige Schleierwolken sind am Himmel sehen. Die Sonne kämpft sich durch den dichten Dunst der weiter hinten über dem Horizont hängt. Ein Traum. Es setzt sehr bald ein sehr anständiger Schwalbenzug ein. Soweit ich überblicken kann, handelt es sich komplett um Rauchschwalben (Hirundo rustica). Ich wechsel immer wieder zwischen dem feuchten Sand am Wattenmeer und dem tieferen Sand auf der Böschung, die am Strand entlang führt. Der Strand wird zusehends schmaler. Vor mir fliegen erst mal Feldlerchen (Alauda arvensis) und Bachstelzen (Motacilla alba) auf. Gerade an der Stelle, an der ich am vorherigen Morgen ein männliches Rubinkehlchen (Calliope calliope) im Morgenlicht auf einem Dornstrauch Continue reading Waldammern in der Westpaläarktis

Starker Bestandseinbruch bei der Turteltaube

TurteltaubeDie neueste britische Brutvogelumfrage, Breeding Bird Survey, (BBS) hat gezeigt, dass die Brutzahlen der Turteltaube (Streptopelia turtur) einen neuen Tiefpunkt erreicht haben. Wie zu erwarten, nehmen auch die Bestände zahlreicher anderer Vogelarten der Feldflur weiterhin deutlich ab. Neben der Turteltaube nehmen auch andere Arten wie das Rebhuhn (Perdix perdix) oder die Feldlerche (Alauda arvensis) teilweise dramatisch ab. Für die Turteltaube ist ein Populationsrückgang seit 1994 von 93 Prozent zu verzeichnen. Dieser Trend spiegelt sich in ganz Europa wider, wo mit einem Rückgang von 78 % zwischen 1980 und 2013 kalkuliert wird. In Ornitho.de werden nur Beobachtungen in diesem Jahr (bis Ende Juli) in Höhe von 2.821 gemeldet. Das wäre recht gering, wenn man sieht, daß insgesamt Beobachtungen seit Einführung von Ornitho.de in Höhe von 16.598 verzeichnet sind.
Die Turteltauben verbringen den Winter in Westafrika. Sie kommen im April in Europa an, um zu brüten. Einmal im Brutgebiet angekommen bevorzugen sie Bereiche mit viel nackten Boden (gerne Lehm), offenen Wasserflächen in der Nähe und höheren Bäumen oder Gestrüpp. Dies sind die Bereiche, in denen sie nisten und in deren Umgebung sie Saaten und Körner zur Versorgung ihrer Jungen finden.

Bevor die britische Brutvogelumfrage BBS im Jahr 1994 begann, hatten Bewirtschaftungsänderungen in der Continue reading Starker Bestandseinbruch bei der Turteltaube

Young Whinchat on summer morning

BraunkehlchenA fresh morning. Thick layers of fog are lying over the wetlands of the Nuthe floodplain south of Berlin. The weather forecast was perfect and everywhere there were numerous motives. So I took advantage of every free minute in the morning to be outside. The meadows along the river offer a diverse habitat structure. One family of Whinchats (Saxicola rubetra) with at least 2 juveniles were seen in uncut grassland. I placed the car not far from a pole inside the meadow, hoping a young Whinchat, I had seen before, to return. After a while the recently fledged Whinchat really returned to the pole. In the first morning light, it started to preen and stretch the wings. Obviously it wanted to get rid of their youngster’s feather dress. Successful, as it seems. With a surprised look, the young Whinchat looked after the flying plume.

The area south of Berlin has a lot to offer in terms of nature. In addition to the natural richness this is a legacy of the division of Germany, which has prevented the city´s spread after the end of the 2nd World War like in no other city. This means, that even today you often have to pass the city limits only in order to stand in the middle of nature. One of these areas is the Continue reading Young Whinchat on summer morning

Wie kommt man zu schönen Wiesenweihenfotos?

WiesenweiheEin frischer Frühsommermorgen, die aufgehende Sonne im Osten, das Jubilieren der Feldlerchen (Alauda arvensis) im Ohr. Da kommt in leicht schaukelnden Flug  elegant ein Greifvogel tief über dem noch niedrig-gewachsenen Getreidefeld eingeschwebt. Beim Näherkommen fällt der zierliche Körperbau der Wiesenweihe (Circus pygargus) auf, die hier, im Bereich des Niederen Flämings, im Süden Brandenburgs einen Verbreitungsschwerpunkt hat und seit etwa Ende April zu sehen ist. Der Flug der Wiesenweihe ist elegant und leicht. Besonders während des Patrouillierens über der ebenen Agrarlandschaft schlägt sie langsam und tief mit den Flügeln.

Anfang Mai liegen die morgendlichen Temperaturen noch deutlich im einstelligen Bereich, bei Sonnenschein wird es später aber schon recht warm. Da stellt sich schon die Frage, wann und wie der Naturfotograf zu schönen Fotos dieser Greife kommt; selbstverständlich ohne die Weihen in irgendeiner Weise zu stören oder gar zu belästigen.

Dazu ist es wichtig, sich mit dem Tagesrhythmus der Wiesenweihen vertraut zu machen. Beobachtungen ergaben, daß an heißen Tagen Flugaktivitäten des Männchens meist am frühen Morgen bzw. späten Abend zu vermelden sind. In der Regel startet das Männchen bei Sonnenschein schon kurz nach Sonnenaufgang, so gegen 6.30 Uhr, um zunächst für sich selbst Beute zu schlagen. Mit der Beute fliegt es dann in Horstnähe und kröpft dort. Die späteste Rückkehr erfolgt zwischen 21:00 Uhr und 22.15 Uhr – also noch im Hellen. Bei Regen oder auch dichtem Nebel bricht das Männchen erst dann auf, wenn sich z.B. der Nebel lichtet. Continue reading Wie kommt man zu schönen Wiesenweihenfotos?

Atlantischer Frühling auf Gran Canaria: Impressionen von der Frühjahrs-Studienreise 2015

LöfflerVom 22. April bis 4. Mai 2015 waren ornithologisch interessierte und naturbegeisterte Förderer und Freunde des Museum Koenig auf den Spuren atlantischer Artenvielfalt unterwegs. Ziel dieser Gemeinschaftsexkursion der AKG und des Brehm Fonds für Internationalen Vogelschutz war Gran Canaria, eine sonnenverwöhnte Insel der Kanaren. Insgesamt neun Personen hatten sich angemeldet, um unter der Leitung des bewährten Reiseführers und profunden Kenners der Kanaren, Dr. André Weller, bei traumhaftem Wetter eine Vielzahl von Lebensräumen mit zahlreichen seltenen bzw. endemischen Tier- und Pflanzenarten kennen zu lernen. Die Insel umfasst trocken-heiße Lebensräume wie die im Süden gelegenen Dünen von Playa del Ingles sowie die südlichen und zentralen Barrancos, aber auch feuchtere Lebensräume wie die Lagune von Maspalomas, die spektakulären Küstenfelsen von Anden Verde bis hin zu den Lorbeerwäldern im Norden. Auf einer Gesamtfläche von nur 1560 km2 bietet die annähernd kreisförmige Insel nicht nur Sonnenanbetern aus dem kältegeplagten, häufig verregneten Mitteleuropa Erholung und Entspannung, sondern wird ebenso gern von den zahlreichen Natur- und Wanderfreunden unter den jährlich immerhin ca. 4 Mio. Touristen frequentiert. Angesichts von nicht weniger als 14 Mikroklimazonen und einer Gesamthöhe von bis zu 1.950 m üNN (Pico Nieves) wird die Insel nicht zu Unrecht auch als Miniaturkontinent bezeichnet.

Bereits der relativ trockene Süden hat für naturkundlich interessierte Besucher seine Reize. Die rund 8 km langen und bis zu 5 km Kilometer breiten Dünen von Maspalomas, Continue reading Atlantischer Frühling auf Gran Canaria: Impressionen von der Frühjahrs-Studienreise 2015

Frühlingsankömmlinge: die ersten Lerchen

FeldlercheErst zaghaft, dann doch in den letzten Tagen immer stimmgewaltiger. Der Frühling hat Einzug gehalten. Die Luft ist erfüllt von einem melodischen Gesang. Die vielen Feldlerchen (Alauda arvensis) sind ein untrügliches Zeichen. Die ersten warmen Tage werden kommen und damit der Frühling die Regie übernehmen.

Fast jeder kennt wahrscheinlich das Trillern dieses unermüdlichen Meisters des Liedes am Himmel. Es ist ein solches willkommenes Zeichen für den Frühling, daß wir unwillkürlich nach dem Sänger hoch am Himmel schauen müssen. Das fällt gar nicht so einfach. Und wie vielen von uns ist es schon gelungen Lerchen (neben den häufigen Feldlerchen kommen ja auch Haubenlerchen (Galerida cristata) und vor allem Heidelerchen (Lullula arborea) in Deutschland vor) und ihr Tun aus der Nähe zu beobachten? Es lohnt sich trotzdem obwohl sich Lerchen eher durch ein bescheidenes Gefieder auszeichnen. Die grau-bräunliche Färbung erlaubt es dem Vogel sich vorwiegend auf dem Boden aufzuhalten und trotzdem fast unerkannt zu bleiben. Auf dem Boden verhält Continue reading Frühlingsankömmlinge: die ersten Lerchen