Tag Archives: Sperber

Kornweihen am winterlichen Schlafplatz

Im ersten Morgenlicht sitzt eine weibliche Kornweihe (Circus cyaneus) auf einer abgebrochenen Moor-Birke (Betula pubescens) im ersten Morgenlicht in einem der vielen Luchs im südlichen Brandenburg. Ein Luch ist die nordostdeutsche Bezeichnung für eine ausgedehnte, vermoorte Niederung. Diese Luchs sind besonders in Brandenburg in den noch von der Eiszeit geprägten Landschaften zu finden.

Die Kornweihe schien das Luch als Schlafplatz für die Nacht gewählt zu haben. Hoch oben auf dem abgebrochenen Baumstamm schüttelte sie eine Weile das Gefieder, um dann zu kurzen Jagdausflügen zu starten. Schließlich überflog ein Sperber (Accipiter nisus) den Moorbirken-Bruchwald und streifte auch den Rastplatz der Weihe. Die weibliche Kornweihe verließ daraufhin die offen mit Gräsern bewachsenen Teile des Luchs und verschwand über den angrenzenden Wald. Plötzlich war eine zweite Kornweihe in der Luft. Gemeinsam flogen die Weihen nach Westen davon. Interessant war, dass 2 Tage vorher ein Männchen der Kornweihe ebenfalls im offenen Teil des Luchs vor einer Kiefer (Pinus sylvestris) zu sehen war. Es könnte sich also durchaus um einen Schlafplatz für Kornweihen in der Winterperiode handeln. Bevorzugt scheint ein Platz im Torfmoos-Seggen-Wollgras-Ried zu sein. Deutlich ist das Pfeifengras (Molinia caerulea) zu sehen. Das Pfeifengras ist vergesellschaftet u.a. mit Scheidigem Wollgras (Eriophorum vaginatum), Sumpfporst (Ledum palustre), Continue reading Kornweihen am winterlichen Schlafplatz

Jay at the feeding place

Usually this bird rarely comes within shooting range. When it comes to winter feeding, it can also be seen from a shorter distance: the Eurasian Jay (Garrulus glandarius). The most colorful raven bird in our latitudes. Usually it is a cautious fellow which is only occasionally seen up close. You can hear its voice there quite often, and its “rattling” convincingly tells us his relationship to the Real Crows (Corvinae). The Jays (Garrulinae) are generally more colorful and varied in color. The non-ornithologist will be surprised that both groups are included in the songbirds. And yet the Eurasian Jay is not untalented as a singer and can even imitate other species of birds.

When it comes to food choices, the Eurasian Jays are quite versatile. In spring and summer they do not shrink from eating young birds and clutches. In autumn and winter, on the other hand, it is berries, nuts and seeds that disappear into the robust beak of this omnivore. In any case, the Eurasian Jay enjoys it in front of my camera. It is possible that the bird has also filled its crop sack with nuts in order to then bury them for later consumption. Because the jay is a master at keeping stocks. It also likes to help himself from his fellow species.

I had a special experience when I set up a feeding place for the birds Continue reading Jay at the feeding place

Eichelhäher nimmt auch fleischliche Nahrung

Seit Oktober habe ich im Garten einen Futterplatz für die Vögel. Hier am Dorfrand gibt es viele Greifvögel. wobei der gefährlichste denke ich mal das hier ansässige Weibchen des Sperbers (Accipiter nisus)  ist. Jedenfalls ist den restlichen Vögel klar, dass man ihr am besten nicht begegnet.

Aber am gestrigen Tag hat sich da jemand ganz anderes in Szene gesetzt. Das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Immer mal wieder lungern Eichelhäher (Garrulus glandarius) um die Futterstelle herum. Einer der drei Eichelhäher ist am Nachmittag nochmal da gewesen, was öfters mal vorkommt. Er saß auf dem Zaun gegenüber dem Vogelhaus, etwas weiter daneben eine Kohlmeise (Parus major). Beide schauten zum Futterplatz.

Für die Vögel am Futterplatz war der Eichelhäher nicht unbekannt, aber es gab an sich nie Stress. Ich denke das erklärt die Unbefangenheit der kleinen Vögel.

Es ging damit weiter, dass eine Blaumeise (Cyanistes caeruleus) aus dem Vogelhaus des Nachbarn rauskam. Mit einem Sonnenblumenkern ist sie ist auf dem Gras unseres Gartens gelandet. Die Kohlmeise ist ins Vogelhaus geflogen und der Eichelhäher auf den Rasen. Der Eichelhäher ist auf der Blaumeise gelandet und hat sie sich gepackt. Ich dachte, ich schau nicht richtig. Sie hat noch das Flügelchen gestreckt und dann ist er mit ihr davon geflogen . Leider ging das alles zu schnell, um es zu fotografieren.

Das schlimme war auch, dass scheinbar kein anderer Vogel davon etwas mitbekommen hat.  So schnell ging das, weil alle anderen (u.a. weitere Kohlmeisen, Sumpfmeisen (Poecile palustris) und Tannenmeisen (Periparus ater)) mit dem Fressen beschäftigt waren.

Ich war eigentlich davon überzeugt, das nur kleine Vögel (Ästlinge) in der Brutzeit erbeutet werden. Ich hatte ihn auch mal eine Maus Continue reading Eichelhäher nimmt auch fleischliche Nahrung

Fitis im Schwirrflug auf Helgoland

Der Rand des sogenannten Mittellands auf Helgoland ist immer mal wieder gut für Überraschungen. Besonders oberhalb des Krankenhauses kann man wunderbar in die am Hang stehenden Bäume gucken. Ich warte auf die ziehenden Vögel, die sich möglicherweise im dichten Blattwerk ausruhen und dann langsam die Spitzen der Zweige erklimmen, um von dort den Weiterflug in die Winterquartiere anzutreten. Zuerst kommt nichts. Dann aber erscheint ein Fitis (Phylloscopus trochilus). Anstatt sich still zu verhalten, schwirrt der Vogel aber einige Mal an den schon bunten Blättern eines niedrigen Ahorns. Diese Nahrungstechnik dient dazu kleine fliegende oder auf der Blattunterseite verborgene Insekten aufzuspüren. Die Art der Futtersuche ist eine echte Spezialität nicht nur des Fitis, sondern auch einiger weiterer Phylloscopus-Laubsänger. Mitglieder dieser Gattung fangen manchmal fliegende Insekten in der Luft, aber häufiger schweben sie unter Laub oder unter den Zweigen, um nach Beute zu suchen. Insekten, die an diesen Orten verborgen sind, werden normalerweise von schwereren Vogelarten mit weniger geschickten Suchtaktiken übersehen

Der Vogel ist überhaupt nicht unscheinbar während seines Fluges. Vielleicht sollte er doch vorsichtiger sein und sich besser in dichterer Vegetation aufhalten. Immer wieder finden nämlich zur Zugzeit Überfälle des Sperbers (Accipiter nisus) statt; einer davon war am Vortag erfolgreich mit einem Rotkehlchen (Erithacus rubecula).

Es werden immer mal wieder verschiedene Arten von Laubsänger der alten Welt beobachtet, die sich in der Art und Weise von Pollen und Nektar ernähren. Diese Angewohnheit wird normalerweise während der Continue reading Fitis im Schwirrflug auf Helgoland

Feldrohrsänger auf Helgoland

Über ornitho.de wurde für Helgoland ein Feldrohrsänger (Acrocephalus agricola) gemeldet. Wir sind ganz in der Nähe des Südhafengeländes wo sich der Feldrohrsänger in einem mit Stauden bewachsenen Schutthaufen herumtreiben soll. Der Vogel sei aber recht unscheinbar und würde sich gerne in dichter Vegetation aufhalten. Wir müssen da natürlich direkt hin obwohl der Überfall eines Sperbers (Accipiter nisus) – erfolgreich wohl mit einem Rotkehlchen (Erithacus rubecula) mich schon fast zur Verzweiflung bringt. Wir sehen schon von weitem Birder, schwer behangen mit Objektiven, Stativen und Spektiven, aus einem Brachland direkt hinter einer stark frequentierten Baustelle hervorkommen. Ich spreche einen der Vogelfreunde an. Ja, der Feldrohrsänger ist – wie versprochen – noch da und sei sogar recht kooperativ. Als wir hinkommen ist noch ein anderer Fotograf zugange, was an der auf dem Boden liegenden Tasche zu erkennen ist. Ich kann den Vogel richtig schön frei aufnehmen. Als wir den richtigen „Eingang“ gefunden haben, sitzt der Fotograf schon auf lauert mit seiner Ausrüstung einem Vogel mitten im dichten Kohl auf. Es ist der Feldrohrsänger: eindeutig. Klar als Acrocephalus- Rohrsänger zu erkennen und daher auf jeden Fall fotografisch Continue reading Feldrohrsänger auf Helgoland

Sperber am Futterhäuschen

Ein grauer Tag im zeitigen Frühjahr. Plötzlich saust ein brauner Schatten vor dem Küchenfenster am Flieder entlang. Zuerst denken wir an eine Täuschung, dann aber kommt wieder etwas Bräunliches diesmal hinter den Buxbaum-Hecken (Buxus  sp.) hervorgeflogen, umkreist einige Male einen Buxbaum und auch das Futterhäuschen und landet schließlich auf einem Dreibock, der die Verankerung des jungen Apfelbäumchens unterstützen soll. Es ist ein Sperbermännchen (Accipiter nisus), das auf dem Querbalken sitzt. Obwohl das Küchenfenster nur 4 Meter entfernt ist, gönnt sich der Sperber erstmal eine Rast.

Dort bleibt er dann auch sitzen. Ich kann es nicht fassen. So lange sitzt der doch sonst nicht so exponiert. Die Dorfstraße ist keine 8 Meter entfernt und es fahren Autos hin und her. Das will ich mir nicht entgehen lassen und hole meine Canon 1DX Mark III und das Canon EF 600mm f/4L IS II USM Objektiv, das auf dem Beifahrersitz Continue reading Sperber am Futterhäuschen

Buntspecht am Futterplatz mit der Canon EOS 1DX Mark III

Ein schöner frischer Morgen, in der Früh um 0°, später bei Sonnenschein dann so 6°C. Ein Holzhackplatz wird immer wieder von einem Buntspecht (Dendrocopos major) angesteuert, weil er dort Sonnenblumenkörner zu finden meint. Eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen mit der automatisierten Nachverfolgung durch den neuen Autofokus in der Canon EOS 1DX Mark III zu machen.

Ich stelle im AF-Bereich-Auswahlmodus auf das letzte Register, die sogenannte „Automatische AF-Wahl“ bei der der gesamte AF-Bereich, durch einen Rahmen eingegrenzt, für die Fokussierung verwendet wird. Das scheint bei dem Buntspecht ganz gut zu funktionieren. Voraussetzung ist eine Voreinstellung im Register Servo-AF-Ausgangsfeld. Dort hatte ich auf das manuell ausgewählte AF-Messfeld (in dem Fall mittig-zentriert) als Ausgangs-Fokuspunkt gestellt.

Wenn man mit diesem Ausgangs-Fokuspunkt auf den Kopf des Buntspecht (insbesondere die Augen) scharf gestellt hat, führt die Canon EOS 1DX Mark III sehr schön die Schärfe auch unter Verwendung auch mehrerer AF-Punkte (s. Bild) auch wenn sich der Specht über den gesamten Holzblock bewegt und unter normalen Umständen schnell aus der Schärfenebene herausbewegen würde.

Später kommen noch Singvögel. Die guten Ergebnisse beim Continue reading Buntspecht am Futterplatz mit der Canon EOS 1DX Mark III

Canon 1DX Mark III: erste Erfahrungen, u.a. mit dem Autofokus

Als DHL das Paket geliefert hatte, mußte ich mir direkt einen ersten Eindruck verschaffen. Daß die Canon 1DX Mark III in der Autofokus-Performance und dem Rauschverhalten deutlich zugelegt hat, habe ich bereits in einem Blog über die Canon EOS 1DX Mark III und den Sperber geschrieben. Im Vergleich zur EOS 1DX hat die Mark III insgesamt beeindruckend zugelegt. Die nächsten Tage sollten zeigen, wie sich die Canon 1DX Mark III ansonsten schlägt.

Meine Canon EOS 1D X ist nun etwas in die Jahre gekommen. Ich hatte irgendwann auch die nächste Generation dieses Profimodells, die Canon EOS 1D X Mark II, ausprobieren und testen wollen, dann aber doch vom Kauf Abstand genommen. Über die Jahre hatte ich festgestellt, daß mich sowohl die D1 X (als auch die Canon EOS 1D Mark IV davor) fast immer voll überzeugte, aber eben auch nur fast immer. Nun war ich davon überzeugt, daß es inzwischen doch technische Verbesserungen in der AF-Verfolgung geben müsste. Trotz iTR AF in der Canon EOS 1D X waren die Ergebnisse gerade vor strukturierten Hintergrund nicht wirklich überzeugend. Fliegende Vögel stellen die Technik eben nicht nur aufgrund ihrer Geschwindigkeit sondern auch aufgrund der vielfältigen, unklaren Strukturen vor einige Herausforderungen. Im Praxistest erschien mir der Fortschritt Canon EOS 1D X Mark II im Vergleich zu der Canon EOS 1D X aber nicht so überwältigend, daß ich unbedingt hätte wechseln müssen. Nun ist die Canon EOS 1D X sieben Jahre alt und hat einige 100.000 Aufnahmen „auf dem Buckel“. Ich Continue reading Canon 1DX Mark III: erste Erfahrungen, u.a. mit dem Autofokus

Der Sperber und die Canon 1DX Mark III: allererste Erfahrungen

SperberIn der dusteren Dämmerung eines Winterabends sitzt plötzlich ein Sperbermännchen (Accipiter nisus) auf einem rostigen Brückengeländer. Eigentlich wollte ich vorbei fliegende Kraniche (Grus grus), Silberreiher (Ardea alba) oder Seeadler (Haliaeetus albicilla) von einem Beobachtungsturm an den Teichen bei Stangenhagen im südlichen Brandenburg mit der neuen Canon 1DX Mark III fotografieren. Die letzte halbe Stunde des Tages ist häufig besonders ergiebig. Außerdem kann man damit die Performance bei LowLight, das Rauschverhalten der Canon 1DX Mark III ausprobieren.

Als der Sperber regungslos auf dem Brückengeländer sitzt, versuche ich sofort auf ihn zu fokussieren. Das gelingt mir nicht auf Anhieb. Vielleicht, weil ich als AF-Messfeldauswahl die in einer großen Zone ausgewählt hatte. Als ich Einzelfeld AF stelle, stellt die Kamera scharf und läßt den ruhig sitzenden Sperber auch nicht mehr los. Der Vogel scheint konzentriert auf ein Blickfeld, das sich auf gleicher Höhe befindet. Vielleicht ist er aber auch durch die geringe Lichtintensität beeinträchtigt. Jedenfalls bekommt er meine Aktivitäten aus dem Turm – Höhenunterschied so 4 – 5 Meter – herunter nicht mit und läßt sich so gut in mehreren Schritten fotografieren. Ich starte – noch von den Flugaufnahmen – von einer 1/ 500sec und gehe in Stufen herunter auf 1/30 sec. Beim Silent Continue reading Der Sperber und die Canon 1DX Mark III: allererste Erfahrungen

Sperber im Anflug

SperberDas wunderschöne Flugfoto eines Sperber (Accipiter nisus), der frontal auf mich zufliegt, ist atmosphärisch was Besonderes. Die wundervolle Flugaufnahme dieses schlanken weiblichen Sperbers, die in Brandenburg im Winter aufgenommen wurde, ist mein Gewinner des Fotos der Woche. Bei diffusem Winterlicht aufgenommen, ist dies keine knackende Action-Aufnahme. Der Sperber weist insgesamt eine leichte Bewegungsunschärfe und eine ausgeprägte Unschärfe in den Flügeln auf. Die Aufnahme wirkt eher aus ihrer Stimmung heraus. Sie gibt den Eindruck, den der Beobachter hat wenn ein Sperber fliegt, sehr gut wider. Manchmal ist es schwer sich vorzustellen, wie schön ein Sperber aussieht, da er häufig still auf einem Ast sitzt und Menschen herankommen läßt, um dann mit großer Geschwindigkeit und unter Nutzung jeglicher Deckung davon zu fliegen. In diesem Bild aber können die Farben des Vogels, das starrende Auge und die Federdetails insbesondere des Schwanzes gut erkannt werden. Ein unauffälliger Hintergrund rundet das Ganze ab.

Das besondere Foto wurde mit einem 600-mm-Objektiv an einer Canon EOS-1D X aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte mit 1/320 Sec und offener Blende bei ISO 4000. Es ist fraglich ob sich bei einer Continue reading Sperber im Anflug

Sperber – Männchen im Portrait

SperberEin wunderbares Portrait eines Sperber (Accipiter nisus), der frontal auf einem morschen Ast leicht aufgeplustert sitzt, ist mein persönliches  Foto dieser Woche. Das reizende Portrait dieses schlanken männlichen Sperbers hat sogar einen leicht komischen Einschlag. Der Sperber scheint vor sich hin zu dösen; von dem aggressive-furiosen Gesichtsausdrucken anderer Fotos ist diese Aufnahme weit entfernt. Anders als so viele Sperber- Bilder in diesen Tagen war dies keine Aufnahme, die durch das Küchenfenster aufgenommen wurde. Diese Aufnahme  wurde im Dezember aus einem Versteck im Osten Ungarns geschossen. Das Versteck liegt in der Nähe der Stadt Debrecen in einem wunderschönen alten Eichenwald. Vor dem Hide ist ein Trinkbecken aufgestellt und eine gut beschickte Futterstelle zog Spechte und einige Singvögel an, hauptsächlich Meisen. In diesem Jahr war es ein schneearmer Winter. Die Temperaturen und die Farben der gefallenen Blätter erzeugten ein Gefühl des Herbstes. Hervorragende Bedingungen zum Fotografieren. Das Versteck ist mit einem speziellen Fotoglas versehen. Damit sitzt man als Fotograf einerseits mittendrin und doch unsichtbar für die Vögel, die extrem nah herankommen. Die Qualität des Fotos, das durch das Schießen Continue reading Sperber – Männchen im Portrait

Sperber: der unsichtbare Greif

Nach einem langen Winter treiben mich die ersten Frühlingstemperaturen im März nach draußen. Zwischen den Feldern und über einem Wald läßt mich ein Geräusch aufhorchen. Es ist eine Art pulsierendes, primitives, hohes Kreischen. Fast kein Vogelruf. Durch die noch nackten Baumkronen sehe ich die Quelle des Geräuschs direkt über mir am grauen Himmel. Mein erster Anblick eines Sperbers (Accipiter nisus) in diesem Jahr in der Nähe meines Hauses.

Im letzten Licht eines klaren Maiabends kommt eine zweite Sichtung hinzu. Diese ist nicht weit von der ersten entfernt. Ein Sperberpaar offenbart sich in einem spektakulären Kunstflug von 10 Minuten Länge. Die Geschwindigkeit im Wellenflug und die fließende Bewegung des Vogels faszinieren ungemein.

Im Sommer, als die Geräusche im Wald durch dichte Belaubung gedämpft werden, höre ich ähnliche Rufe wieder. Diesmal werden sie häufiger und beharrlicher gerufen und von mindestens zwei Vögeln erzeugt. Vorsichtig bewegte ich mich über holprigen und mit Ästen bestandenen Untergrund auf die Geräuschquelle zu. Immer wenn ich meinte, am Ort zu sein, hatten sich die Rufe weiter in das Waldesinnere zurück verzogen. Umso mehr ich Continue reading Sperber: der unsichtbare Greif