Tag Archives: Lanius collurio

Zaunammer am Rand des Schwarzwalds

ZaunammerDer schnarrende Gesang der Zaunammer (Emberiza cirlus), die Reihe von etwas heiser klingenden Pfeiftönen des Wendehalses (Jynx torquilla), das kurze, dreiteilige Liedchen mit seinen rauen gequetschten Tönen des Hausrotschwanzes (Phoenicurus ochruros), meist von Warte aus gesungen. Alle Brutvögel tragen eine Strophe zum Konzert der Vögel hier in den Offenlandflächen am Nordhang des Schönbergs, nur wenige Kilometer von Freiburg im Breisgau entfernt, bei. Die kleinräumig strukturierten und artenreichen Streuobstwiesen, Gehölzbestände und Übergänge zu den Weinbergen stellen wichtige Lebensräume auch für Neuntöter (Lanius collurio) und Baumpieper (Anthus trivialis) dar.

Der Schönberg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Fotografen. Mit 645 Metern über NN ist der Berg im Vergleich zu den Gipfeln des Südschwarzwalds recht niedrig. Das macht der Schönberg aber mit seiner namensgebenden Schönheit wett. Besonders schön ist das Gebiet um die Berghauser Kapelle. Eine Besonderheit sind die mageren Flachlandmähwiesen in den Berghauser Matten, die von Hainsimsen-Buchenwälder an den Schwarzwaldhängen abgelöst werden. Verwilderte Kirschbäume Continue reading Zaunammer am Rand des Schwarzwalds

Gartenrotschwanz füttert Junges

GartenrotschwanzMit den ersten Sonnenstrahlen steht das Männchen des Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) auf einem Ast der Echten Walnuss, auch Nussbaum (Juglans regia) genannt. Schon zuvor war ein hart angeschlagenes „hüit“ aus einer Fliederhecke (Syringa sp.) zu hören. Damit wollte der Vater wohl ein Junges locken. Eine wunderschöne Maskenzeichnung ziert den Kopf. Gesichtsfeld und Kehle sowie die Partie direkt über dem Schnabel sind schwarz, die Stirn sowie ein auslaufender, bis zu den Ohrdecken reichender Überaugenstreif hingegen ist – auffallend – reinweiß. Nacken, Oberkopf und Rücken sind grau. Beim Gartenrotschwanz ist der schwarze Kehllatz auf die Kehle beschränkt, halbrund und scharf von der Brust abgegrenzt. Die Brustpartie ist dagegen lebhaft rostrot gefärbt. Das Bürzel und die Oberschwanzdecken sind ebenfalls kräftig rostrot. Wenig später kommt auch das eher unscheinbare Weibchen aus dem Dickicht. Dann hat sich die Nistplatzwahl im Blog über den Gartenrotschwanz am Brutkasten also als erfolgreich herausgestellt.

Gartenrotschwänze halten sich bekanntlich in Hecken und Gebüschen der offenen Kulturlandschaft auf, wie sie noch in vielen Teilen Deutschlands vorkommen. Vor allem das Männchen sitzt vor der Brutplatzwahl gut sichtbar auf seiner Warte in Obstgärten oder offenen Landschaften mit Baumbesatz und versucht ein Weibchen anzulocken. Gartenrotschwänze bevorzugen die Ansitzjagd. Als typischer Ansitzjäger jagt er von einer erhöhten Sitzwarte aus und hält Ausschau nach Flug- und Bodeninsekten und anderen Beutetieren. Manchmal läßt er sich von seiner Warte einfach fallen. Manchmal fliegt er als guter Flieger die Beute bis zu einer Entfernung von 50 m zielgenau im Gleitflug an. Mit dem Schnabel Continue reading Gartenrotschwanz füttert Junges

Souza’s Shrike in Brachystegia dry forest / Malawi

RostmantelwürgerIn the morning we are already a while on the road in the sparse savanna forest with lots of brachystegia, the typical tree of the African wooded savannah. Now is dry season. Between the trees are tall grasses, which are usually dried up. Suddenly you can see a shrike. Immediately I remember the Red-backed Shrike (Lanius collurio) from Central Europe. But here in the middle of the African forest savannah? This can not be. And thats the way it is. This is a Souza’s Shrike (Lanius souzae)! The Souza’s Shrike is indeed similar in plumage color and in habitus to the Red-backed Shrike. But the characteristic white shoulder badges are clearly visible in this case. Souza’s Shrikes choose forest savannah as their habitat. Out of the car window, I see him sitting next to the small forest track exposed on a branch. The Souza’s Shrike then switches to a brachystegia branch that is in its first foliage. Finally, the bird flies down into a dry tree, keeps beating his tail up on a branch, and intensely observes his surroundings in search of prey. I can photograph it extensively; first track out of the car then even with an a tripod.

The The Souza’s Shrike was an excellent find. Many ornithologists have not seen this birds despite intensive work. Consequentely the image of the blog made it to a image in the “Handbook of the Birds of the World” – Volume 13, by Josep del Hoyo, Andrew Elliott, David A. Continue reading Souza’s Shrike in Brachystegia dry forest / Malawi

Pirol in Obstbaumspitze

Ein leuchtendes Gelb ist aus einer Baumkrone im ersten Licht zu erkennen. Ein goldgelber Pirol (Oriolus oriolus) sitzt auf einem flechtenüberzogenen, spärlich belaubten Ast. Natürlich kann man einen Pirol auch in Deutschland entdecken. Denn in den warmen Sommermonaten, zwischen Anfang Mai und Ende August, leben und nisten sie fast überall. Doch häufig hört man nur das Flöten des Pirols hoch aus irgendwelchen Weichhölzern. Und im grün-gelben Blätterwald eines Pappel-Weidenwäldchens Laubbaumes ist ein Pirol sehr gut verborgen.

Das wollte ich mit einem Sommertrip nach Bulgarien ändern. Wie ich es erwartet hatte, war das Wetter im Juli durchgängig richtig gut. Anfangs konnten wir von einer Kanzel mitten in dem Obstbaumhain eines Bauerndorfes morgens sehr gut beobachten. Die Sonne kam meist gerade erst am Horizont hoch als wir mit den Kaffeetassen und der Thermoskanne im Arm auf den Turm mit seiner Wendeltreppe hochliefen. Die abgestorbenen Äste der Apfel- und Kirschbäume vor uns waren prädestiniert für die Vögel, die wir in den Baumkronen erwarteten. Auf den Stromleitungen saßen gurrende Turteltauben (Streptopelia turtur). Sie lassen sich im schönen Morgenlicht schön fotografieren. Der Hit dieses Turms war aber unzweifelhaft der Pirol. Allerdings war nur das Weibchen so Continue reading Pirol in Obstbaumspitze

Ein Wendehals in Estland

WendehalsEin typischer Balzruf schallt aus einer dicht belaubten Baumkrone. Der Ruf besteht aus einer Serie von meist 8 bis 15 gedämpften, mitunter rau klingenden penetrant klingenden „wied_wied_wied“-Lauten. Zu sehen ist aber nichts. Selbst die Richtung aus der die Laute schallen, ist anfangs nicht klar. Im schwachen Morgenlicht sehe ich einen Vogel vorbei fliegen. Zuerst denke ich an eine Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria) oder vielleicht einen kleinen weiblichen Würger wie einen Neuntöter (Lanius collurio). Plötzlich hüpft ein Wendehals (Jynx torquilla) auf der Suche nach einem neuen Ameisenhaufen über den schütter bewachsenen, sandigen Boden. Es bewegt sich recht ungeschickt auf den flachen Boden mit einem von Zeit zu Zeit angehobenen Schwanz. Mit ein paar Hammerschlägen seines Schnabels bricht der Wendehals dann auf mit Erfolg ein Ameisennest auf. Ameisen schwärmen aus, aber sie haben keine Chance. Der Wendehals kann bis zu 150 Ameisen im Hals halten.

Danach fliegt der Wendehals zu einer Eiche und umklammert mit seinen kräftigen Füßen die raue Rinde. Es sieht in Löchern in der Rinde nach Maden und Insekten Ausschau. Der Wendehals erkennt das feine Geräusch eines Käfers, der sich hinter der Rinde bewegt, und setzt schnell seine lange Zunge ein, um das Insekt zu fangen. Der scharfe, meißelförmige Schnabel des Vogels ermöglicht es, in Ameisenhaufen hinein zu fahren. Speziell angepasste Speicheldrüsen halten die Zunge klebrig, so dass sie Ameisen mit einem Schlag aufnehmen können. Die Zunge ist auch lang genug, um Beute unter Steinen und aus Spalten in rissiger Rinde zu extrahieren.

Der Wendehals sammelt oft unverdauliche Fragmente wie Continue reading Ein Wendehals in Estland

Grauschnäpper: hungriges Junges lässt sich füttern

GrauschnäpperDie Brutzeit ist vorbei. Nun sammeln sich die Eltern mit ihren Jungen, um diese in das Geheimnis des Nahrungserwerbs einzuweihen. So jagt wohl ein ganzer Familienverband von Grauschnäppern (Muscicapa striata) immer wieder aus einem Eichenhain aus Stieleichen (Quercus robur) hinaus auf eine Pferdeweide. Besonders die Drähte der Weide wurden gerne als Warte genommen. Von den Jungen als Ruheplatz, von den Eltern als Beuteübergabeplatz. Die wohl noch nicht lange flügge gewordenen Jungen der Grauschnäpper lassen sich weniger durch die Streifen – die der lateinische Artzusatz „striata“ nahelegt – als vielmehr durch die hellen Tupfer auf dem ansonsten grauen Gefieder schon aus einiger Entfernung gut auszumachen. Die adulten Grauschnäpper fliegen immer wieder die Ruhewarten der Jungen an, um sie mit Nahrung zu versorgen. Bei einem fast 2-stündigen Shooting kann ich u.a. kleine Laufkäfer, Aaskäfer, Spinnen und Schnaken als Nahrung erkennen. In der Realität erfolgt die Beuteübergabe mit einer ziemlichen Geschwindigkeit. Außerdem stellt sich das Junge meist gierig und flügelschlagend vor den Elter, der dann auch prompt die Nahrung herauszurücken hat. Erst in der Momentaufnahme der Fotos erkennt man Einzelheiten – und dann auch die Art der übergebenen Nahrung. Nach der Nahrungsübergabe balancieren Jung und Alt noch eine Weile parallel zueinander auf dem Draht bevor es dann zum nächsten Jagdflug wieder losgeht. Die Jungen sind vielleicht nur faul – oder verwöhnt. Jedenfalls wechseln sie ihre Warte auch von Zeit zu Zeit und scheinen das Fliegen schon vollumfänglich gelernt zu haben. Auch die Pfosten der Weide werden als Sitzwarten gern gesehen.

Im Sommer machen sich die Vögel rar. Sie singen fast gar nicht mehr und einige Altvögel mausern nun in ihr Winterkleid. Die Jungen haben ebenfalls keinen Anlaß sich übermäßig zu exponieren. Trotzdem lohnt es sich auch im Sommer die Vielfalt der gefiederten Continue reading Grauschnäpper: hungriges Junges lässt sich füttern

A gourmet among woodpeckers: a Wryneck in Estonia

WendehalsHi-pitched callings are coming out of nowhere. Even the direction is not clear. In the poor light of the dawn I see a bird in flight. First I think of a Barred Warbler (Sylvia nisoria) or maybe a small female shrike like a Red-backed Shrike (Lanius collurio). Suddenly a Eurasian Wryneck (Jynx torquilla) hops around the woodland floor in search of a new anthill. It moves clumsily on flat ground, with its tail raised. With a few hammer blows from its bill, the wryneck breaks into the ants nest. Ants swarm out, but they do not have a chance. The Wryneck can hold 150 ants in its throat at any one time.

Afterwards the Wryneck flies to an oak tree, gripping the rough bark with its strong feet. It looks in holes in the bark for grubs and food items. The Eurasian Wryneck detects the tiny sound of a beetle moving behind the bark, and swiftly inserts its long tongue to catch the insect. The bird´s sharp, chisel-tipped bill enables it to smash into anthills. Specially adapted salivary glands keep its tongue sticky, so it can pick up ants with a flicking action. The tongue is also long Continue reading A gourmet among woodpeckers: a Wryneck in Estonia

Grauschnäpper und Gartenrotschwanz in Eichenhain am Waldrand

GartenrotschwanzEin niedriger Hain mit Stieleichen (Quercus robur), der über und über mit seinen Früchten, mit nicht ganz reifen Eicheln behangen schien, war an diesem warmen, aber bedeckten August-Sommertag der Anziehungspunkt für eine Vielzahl von Vögeln. Hier konnten 10 verschiedene Singvogelarten beobachtet werden. So jagte ein Familienverband von Grauschnäppern (Muscicapa striata) immer wieder aus dem Eichenhain und dem dahinter stehenden Kiefernwald hinaus auf eine Pferdeweide. Auch die Pfosten der Weide waren gern gesehene Jagdwarten. Am Waldrand fiel wenig später auch ein junger Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) auf. Dafür daß der Gartenrotschwanz in der Minderzahl war, konnte er sich gegenüber den Grauschäppern (sicher mind. 8 Exemplare) ganz gut durchsetzen. Trotzdem war die Konkurrenz – auch intraspezifisch – um die beste Jagdwarte unverkennbar. Immer wieder gab es Verfolgungsjagden, die in der Mehrzahl Artgenossen galt, ansonsten aber auch schon mal eine andere Vogelart betrag. Ein adulter und ein junger Pirol (Oriolus oriolus) stellten sich dann auch ein. Im hinteren Bereich waren es Buchfinken (Fringilla coelebs) und ein junger Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes), die sich zwischen Continue reading Grauschnäpper und Gartenrotschwanz in Eichenhain am Waldrand

Rostmantelwürger im Dzalanyama Forest/ Malawi

RostmantelwürgerEin Neuntöter – mitten in der afrikanischen Waldsavanne. Das kann doch nicht sein. Und so ist es auch. Dies hier ist ein Rostmantelwürger.

Wir sind schon den ganzen Vormittag auf schmalen, sandigen Wegen im Gebiet des Dzalanyama Forest Reservats unterwegs Das Licht ist immer noch etwas trüb; die Wolken wollen einfach nicht verschwinden. Schließlich brennt sich die Sonne ihren Weg. Dann geht es schnell. Als die Sonne herauskommt, wird es sehr schnell sehr heiß. An einer der vielen Forstwege biegen wir vom Hauptweg ab. Der Weg wird immer schlechter. Rechts und links herrscht lichter Savannenwald mit viel Brachystegia, dem typischen Baum der afrikanischen Savanne. Dazwischen stehen hohe Gräser, die nun in der Trockenzeit, trocken sind. Kein Gelände, mit dem man auf Anhieb ein reiches Vogelleben verbinden würde. Doch wir sind keine 200m weiter hinein gefahren, da ist er zu sehen: ein Souza’s Continue reading Rostmantelwürger im Dzalanyama Forest/ Malawi

Beobachtung eines leuzistischen Neuntöters

NeuntöterBei der Absuche eines bekannten Zugvogelgebiets im Nordwesten von Zypern beobachtete im Randbereich des als Campingplatz benutzten nur spärlich parkähnlich bewachsenen Gebietes einen „weißen“ Würger, der schon auf den ersten Blick kein Raubwürger (Lanius excubitor) sein konnte. Trotz der hellen Färbung. Die geringere Größe und insbesondere der Habitus ließ keinen Zweifel aufkommen, daß es um einen abnorm gefärbten Neuntöter (Lanius collurio) handeln mußte.

Die Grundfärbung des Vogels war weiß. Deutlich traten aber hell-braune Streifen an den Flanken zum Vorschein. Sowohl der Rumpf, als auch die Arm- und Handschwingen sowie der Schwanz war einfarbig weiß. Die Beine waren hell gefärbt. Die schwache Steifung wies auf ein Weibchen eines Neuntöters hin.

Der Vogel nutzte verschiedene Sitzwarten innerhalb einer kleinen Hecke. Von dort aus machte er erfolgreiche Nahrungsausflüge in die nahen, spärlich bewachsenen aber insektenreiche Brachflächen. Die Näherung mit dem Auto akzeptierte er immerhin bis auf ca. 15 Meter. Beim 3. Versuch näher zu kommen, zog er sich mit den typischen harten „Teck-teck“-Rufen in das Innere der Hecke Continue reading Beobachtung eines leuzistischen Neuntöters

Vielfältige Lebensräume auf Rhodos

ZwergdommelEine Blumenwiese in einem Olivenhain wirkt wie aus einem Van Gogh entsprungen. Die natürliche Szenerie auf dieser größte Inseln des Dodekanes präsentiert sich dem Betrachter harmonisch und vielfältig: lange Sandstrände, steinige Garrigue und schattige Schluchten, dichte Macchia und satt grüne Nadelwälder, ausgedehnte Oliven- Haine sowie dichte Teppiche bunter Wildblumen. Besonders im Innern finden sich, anders als auf den meisten übrigen griechischen Inseln, zahlreiche Wälder und Gehölze.

Nur wenige Kilometer vor der türkischen Küste liegt Rhodos in der südöstlichen Ägäis. Die Insel wird von einer in Längsrichtung verlaufenden Bergkette dominiert. Der Ataviros stellt mit 1215 m NN die höchste Erhebung der Insel dar. Mit breitem Abstand folgen der Akramitis (825 m) und der Profitis Ilias (798 m). Diese Berge zählen zusammen mit dem nahe gelegenen Kap Armenistis zu den bedeutendsten Naturräumen Griechenlands. Die Berge von Rhodos sind Teil des Dinarianischen Bogens, der sich über die Inseln Gythera, Karpathos und Kreta, den Peloponnes bis nach Continue reading Vielfältige Lebensräume auf Rhodos

Neugieriger Neuntöter vor Beutefang

NeuntöterEs ist noch Spätsommer. Aber die Nacht war wolkenlos und daher kühl gewesen. Insekten versuchen sich in der Morgensonne aufzuwärmen. Eine Heuschrecke kletterte dazu auf einen gerde von der Sonne beschienenen Pfahl. Das weckt die Neugier eines jungen Neuntöter (Lanius collurio). Erregt fliegt er einen nicht weit entfernten Maishalm an. Er behält die Situation genau im Auge und flattert dabei mit den Flügeln. Das schöne Flügelmuster jugendlicher Neuntöter ist dabei sehr schön zu sehen. Dass die Heuschrecke sich perfekt auf dem Eichenpfahl tarnt und nun ganz still hält, nützt ihr nun nichts mehr. Die Neugier des kleinen Killers ist geweckt. Wenig später umrundet er den Pfahl und greift sich das Insekt, das in der Länge gut die Hälfte seiner eigenen Körpergröße ausmacht. Schnell ist die Heuschrecke am Abdomen gegriffen und wird an einen sicheren Ort „auseinander“ genommen und verzehrt.

In Brandenburg ist der Neuntöter im Sommerhalbjahr noch ein verbreiteter Vogel. Besonders 2017 war ein gutes Jahr mit vielen Vorkommen. So war auch bei einer kleinen Wanderung um den Riebener See ein Neuntöter mit seiner aufgespießten Feldgrille (Gryllus campestris) entdeckt worden. Sie war offensichtlich gerade erst auf das lose Ende eines Wildschutzgitters um einen Apfelbaum Continue reading Neugieriger Neuntöter vor Beutefang