Tag Archives: Great Cormorant

Trauerente auf dem Schwielowsee

Auf dem spiegelglatten See jagen ausgiebig Trupps von Kormoranen (Phalacrocorax carbo). Auch ein paar Reiherenten (Aythya fuligula) zu sind entdecken. Es ist ein wunderschöner Spätherbsttag, der mit Reif am frühen Morgen begonnen hatte und nun dann in einen wolkenlosen Nachmittag mündete. Im Schatten der Uferbäume war es dann doch erstaunlich kühl aber im Sonnenschein auf einem der vielen Stege, die Ferch Anwohnern, Besuchern und Schiffspassagieren bietet, war es traumhaft. Die Frage war nur: Aber wo treibt sich die in ornitho.de gemeldete Trauerente (Melanitta nigra) herum? Plötzlich entdecke ich eine einzeln schwimmende Ente am südlichen Seeufer. Es sieht gar nicht so weit vom Bootssteg der Ufergemeinde Ferch aus. Die Ente liegt tief im Wasser und taucht auch häufig. Eine dunkle Kappe ist über einem hellen Gesicht auch auf die Entfernung gut zu sehen. Das muß sie sein: die vermutlich diesjährige Trauerente, die schon am Samstag, 7. November 2020 in ornitho.de gemeldet wurde. Es hieß: „… sie schwimmt gar nicht weit vom Steg vor Ferch“. Die Frage war nur, vor welchem Steg. Denn es gibt mindestens ein Dutzend. Also, den Steg, auf dem wir am Westufer standen, konnte nicht gemeint sein. So fuhren wir zur anderen – der südöstlichen – Seeseite. Aber der Eindruck vom Westufer täuschte. Die Ente war immer noch weit entfernt und schwamm zwar in der Bucht von Ferch aber doch sicher 1 Kilometer vor dem Ufer Continue reading Trauerente auf dem Schwielowsee

Aufregung in Möwenkolonie

KormoranSchon seit einiger Zeit waren hin- und herfliegende Zwergdommeln (Ixobrychus minutus) an den Linumer Teichen nicht mehr gesichtet worden. Plötzlich gibt es Aufregung an einem der Brutflöße einer Möwenkolonie (eigentlich eine gemischte Kolonie aus Lachmöwe (Larus ridibundus) und Flußseeschwalbe (Sterna hirundo)). Einige Jungvögel hatten einen ersten Ausflug vom Brutfloß gewagt und schwammen nun im Umkreis wie ein Korken auf dem Wasser. Die Wasserfläche um das Floß hebt sich, bewegt sich. Dann stößt ein großer Kormoran (Phalacrocorax carbo) durch die Oberfläche des Teichs. Direkt vor ihm zetert schon eine kleine Flußseeschwalbe und reißt ihren Schnabel weit auf. Der Kormoran öffnet nun ebenfalls seinen Schnabel in einer beachtlichen Weite. Trotzdem scheint die kleine Flußseeschwalbe für einen schnellen Happen schon zu groß zu sein. Jedenfalls schnappt der Kormoran zwar nach der Seeschwalbe, bekommt sich aber nicht zu fassen. Die junge Flußseeschwalbe tut aber auch alles, um nicht im Magen des hungrigen Fischjägers zu verschwinden. Sie spreizt die Flügeln, hebt sich immer wieder mit großer Anstrengung aus dem Wasser – wohl um größer zu Continue reading Aufregung in Möwenkolonie

Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

Die Tissamaharama Tanks im Süden Sri Lankas sind ein Vogelparadies. Diese Stauseen sind künstlich angelegte Reservoirs zur Bewässerung der Reisfelder, die aber wohl schon zu Königs Zeiten erbaut wurden und einen recht naturnahen Eindruck machen. Ein Großteil der Fläche ist mit Seelilien (Water Lillies) bedeckt, die aber offensichtlich inzwischen mit schwimmenden Geräten abgeschöpft werden. Für die Vögel ist das kein Abbruch. Sie sind auch so in großen Massen da. Von der Sandungama Road können wir wunderschön auf den Tissa Lake im Osten Tissamaharamas schauen. Die Bäume – sie werden Rain Trees genannt – sind voller Flughunde, die in ihre Flughaut mehr oder weniger eingewickelt „abhängen“. Dazu kommt eine tolle Kormoran-Kolonie. Ich muß natürlich ausgiebig die an- und abfliegenden Kormorane mit der EOS 1 DX am Canon-Objektiv EF 600/4.0 L IS II USM auf dem Gitzo-Stativ aufnehmen. Wir können alle 3 in Sri Lanka heimischen Phalacrocorax -Kormoranarten sehen. Dazu kommt natürlich noch der Anhinga (Anhinga melanogaster). Immer wieder fliegen vor allem die Braunwangenscharben (Phalacrocorax fuscicollis) mit Nistmaterial Continue reading Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

Pygmy Cormorant (Phalacrocorax pygmaeus) in Germany

ZwergscharbeIn size between a Eurasian Coot (Fulica atra) and a Great Cormorant (Phalacrocorax carbo) and black as well. Pygmy Cormorants are increasingly a sighting in Germany.  Right now, a Pygmy Cormorant has been reported from Stotternheimer See near Erfurt. Several images show, as the Pygmy Cormorant swims, rest and starts from the water in front of reeds on this lake in Thuringia. Before, this species – maybe the same bird – was reported from the southern bay of Sulzer Lake which is also close to Erfurt. The bird was always good to see from the 3rd  to the 11th of December 2018. Pygmy Cormorants found in Thuringia fit very well into the picture of a more frequent occurrence of the bird species in Central Europe starting from the years 2000, as reports from the Netherlands, Austria, Switzerland, from the Bodensee and from Germany. Scientists suspect that this phenomenon can be explained by the large increase in the breeding population in the Hortobágy in Hungary. The species seems to occur increasingly in Germany in the second half of the year – especially in late autumn and winter.

Pygmy Cormorants are in fact small relatives of the European Continue reading Pygmy Cormorant (Phalacrocorax pygmaeus) in Germany

Where to photograph seabirds in flight in the UK

EissturmvogelIn the age of digital full-frame cameras with a very fast autofocus, flight-shot photography is possible that used to be (almost) unthinkable only some years ago. Ducks starting trembling over the water were (and are) still quite easy. But who managed to photograph a flying Eurasian Sparrowhawk (Accipiter nisus)? Other land birds were usually only photographed at take-off. Seabirds, on the other hand, provide the best conditions to make shoot excellent aerial images quite easy. These birds are numerous, they are tall and therefore do not move too fast. At hatching, they appear on land – albeit often on fairly inaccessible shores. Besides, they are not shy at all in flight and approach sometimes on short distances.

These are a lot of reasons why seabirds are still favored by bird photographers today. They are the Continue reading Where to photograph seabirds in flight in the UK

Land under water in Poland

RotschenkelIn the 18th century settlers made the long, marshy lowland area of ​​the Warta and the river Netze habitable. Individual farmsteads and villages from that time can still be seen from the dike of the Warta. None of the houses has no stork nest.

Today, only the diked areas at the Warta estuary reminds of the original landscape. The meadows between Kostrzyn and Slonsk are gradually being drained here via an old trench and canal system.

Today only a few farmers graze their cattle and horses here. Therefore, herbaceous thickets and willow bushes are increasingly spreading to many areas that have long been no longer cultivated in today’s national park. The easiest way to get to the national park is from Kostrzyn via the main road 133 to Slonsk, a larger village that used to have city rights in former times. After entering the village turn left at a grocery store to take the road to Przyborow. In this village, a paved road leads to the right of the paved road to a concrete country road, which ends for cars at a bridge with a sheltered hut. Behind it, the concrete runway meanders over three kilometers along the Postomia to the Warta. Another easy-to-access gateway starts at Przyborow, on the right off the main road, just opposite a simple shop. The bumpy side path leads down to the causeway along the canal, where Great Grebes (Podiceps cristatus) are often seen. Sometimes Red-necked Grebes (Podiceps grisegena) or Grey Herons (Ardea cinerea) can be found there, and seagulls (Larus spec.) and Cormorants (Phalacrocorax carbo) almost always Continue reading Land under water in Poland

Vor dem Zug: Schwarzstorch-fotografie in der Elbtalaue

Wenn Schwarzstorch (Ciconia nigra), Weißstorch (Ciconia ciconia), Graureiher (Ardea cinerea) und Silberreiher (Ardea alba) direkt vor dem VersteckSchwarzstorch im Wasser staksen und die Kormorane (Phalacrocorax carbo) beim gemeinsamen Fischzug schwimmen, geht für manchen Vogelfotografen ein Traum in Erfüllung. Aber nicht nur in den unberührten Feuchtgebieten Osteuropas tummeln sich die Vögel so zahlreich. Auch die naturnahe Stromlandschaft der norddeutschen Elbtalaue bietet reichlich Gelegenheit, gerade die großen und imposanten Vögel fotografisch ins Visier zu nehmen.

Schon seit ein paar Tagen sitze ich jeden Morgen ab 4:30 Uhr in meinem Versteck an der Elbe. Von Tag zu Tag wird die Ansammlung der Schwarzstörche größer, die im Spätsommer in den austrocknenden Altarmen nach Fischen suchen. Die erste Zeit im Versteck nutze ich gerne, um etwas Schlaf nachzuholen, denn obwohl das Licht noch nicht zum Fotografieren reicht, muss der Fotograf sein Versteck früh genug aufsuchen. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren, denn selbst die richtigen Kameraeinstellungen nützen nichts, wenn man die Kamera hektisch hin und her schwenkt und so die besten Situationen übersieht. Oder schlimmer: das Objekt Continue reading Vor dem Zug: Schwarzstorch-fotografie in der Elbtalaue

Harter Winter – gute Vogelaufnahmen

ZwergsägerJe härter der Winter, desto schwieriger ist die Futtersuche. An der Ostseeküste gilt das für die Vogelwelt besonders dann, wenn auf dem Blankensee, an den Havelseen oder gar der Ostsee das Wasser zufriert und offene Stellen selten werden. Dann überwinden die Vögel ihre natürliche Scheu und versuchen, in den Häfen auf Beutefang zu gehen. Für Fotografen ist das eine gute Gelegenheit, zu reizvollen Motiven zu kommen.

Vor einigen Jahren hatte der lang anhaltende Frost die Ostsee in eine arktische Winterlandschaft verwandelt. Viele seltene und dem Menschen gegenüber eher scheue Vogelarten hatten ihre Zurückhaltung aufgegeben und waren in den windgeschützten Häfen aufgetaucht. Dort gab es noch einige wenige eisfreie Wasserflächen, an denen die Vögel an Nahrung gelangen konnten.

Nach angenehmen Temperaturen um Weihnachten sorgten ab Sylvester Temperaturen von bis zu – 20 ° Grad Celsius für eine kältestarre Eiswüste. Zwangsweise fand sich eine vielfältige Vogelwelt in den Häfen ein. Pfeifenten (Anas penelope) und Stockenten Continue reading Harter Winter – gute Vogelaufnahmen

Brutgeschäft bei Graureihern in Stuttgart

GraureiherDie Brutvorbereitung der Graureiher (Ardea cinerea) am Max-Eyth-See, einem bekannten Erholungssee direkt bei Stuttgart, findet Anfang bis Mitte Februar statt. Dann besetzen die Graureiher ihre Horste. Die Nester werden ausgebessert oder neu gebaut. In dieser Zeit Ist es sehr lebhaft in der Kolonie. Unermüdlich suchen die Vögel auf dem Boden und in den Baumkronen nach abgebrochenen Zweigen. Haben sie dabei einen etwas dickeren erwischt, fliegen sie schwerfällig wieder zu den Horsten. Es werden auch Zweige von Bäumen abgerissen oder von anderen Horsten stibitzt. Diese Phase im Jahresablauf der Graureiher, eignet sich gut, um schöne Verhaltensbeobachtungen zu machen.

Der Max-Eyth-See ist Continue reading Brutgeschäft bei Graureihern in Stuttgart

Nachtreiher brüten am Max-Eyth-See

DiNachtreihere Spannung ist groß, ob sich auch dieses Jahr Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) am Max-Eyth-See beobachten lassen. In den vergangenen Jahren hatten sich bis zu 3 Nachtreiherpaare mitten in Stuttgart niedergelassen und sogar erfolgreich gebrütet. Damit besteht in der Landeshauptstadt der einzige Brutplatz in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten. Dass sich die Nachtreiher am Max-Eyth-See niedergelassen haben, dafür waren wahrscheinlich die vielen Graureiher (Ardea cinerea) verantwortlich, die in einer Graureiherkolonie ihrem Brutgeschäft nachgehen. Als Koloniebrüter schätzen Nachtreiher die Sicherheit, die das Brüten in einer größeren Kolonie bietet und schließen sich dann gerne anderen Vogelarten an. Die 60 Graureiherpaare am Stuttgarten Max-Eyth-See sind die größte Kolonie im Regierungsbezirk Stuttgart.

Der Max-Eyth-See ist ein wahres Vogelparadies. Man würde das vielleicht nicht erwarten, da das Gewässer ein bekannter Erholungssee direkt bei Continue reading Nachtreiher brüten am Max-Eyth-See

Graureiher bei Stuttgart: Beutefang

GraureiherEin stilles, quälend langes Warten. dann ein heftiger Stoß und der Fisch zappelt im Schnabel. Nicht immer, aber doch sehr oft. Neben der Brutvorbereitung der Graureiher (Ardea cinerea) kann man diese Vögel auch beim Beutefang am Max-Eyth-See erleben. Der Max-Eyth-See ist ein bekannter Erholungssee direkt bei Stuttgart. Nach dem Besetzen der Horste ist die Zeit der Jungenaufzucht bei den Graureihern wieder eine gute Zeit für den Naturfotografen. Wenn die Jungen Ende März, Anfang April schlüpfen, haben viele Bäume schon Blätter und die Einsicht in die Kolonie ist nicht mehr so gut wie zur Zeit der Brutvorbereitung. Während der  Zeit der Jungenaufzucht sind die Graureiher gezwungen, viel Nahrung herbeizuschaffen.

Dies wiederum bietet Gelegenheiten, um die Vögel beim Beutefang zu erleben. Meist stehen die Reiher im seichten Wasser still vor dem Schilf und stoßen dann blitzschnell Continue reading Graureiher bei Stuttgart: Beutefang

Wolgadelta im Mai – Erfahrungen von Zug- und Brutvögeln

Whiskered Tern flying over youngWeite ursprüngliche Auenwälder, überschwemmte Wiesen bis zum Horizont, Seeadler auf jedem Baum. Wo gibt es das – noch dazu in Europa? Dazu fährt man entweder ins Donaudelta oder noch viel weiter. Eine Gruppenreise führte in der ersten Hälfte des Monats Mai 1998 ins Wolgadelta südlich von Astrachan im südlichen Russland. Danach wurden die Hügel-Seen-Region und die Federgrassteppe westlich sowie die Halbwüste nordwestlich von Astrachan angesteuert.

Der Tagesablauf in Damtschik an den 4 Tagen sah so aus. Um 5:45 aufstehen, dann kurz balancierend auf Holzbohlen zum Frühstück. Nach dem Frühstück Continue reading Wolgadelta im Mai – Erfahrungen von Zug- und Brutvögeln