Aufregung in Möwenkolonie

KormoranSchon seit einiger Zeit waren hin- und herfliegende Zwergdommeln (Ixobrychus minutus) an den Linumer Teichen nicht mehr gesichtet worden. Plötzlich gibt es Aufregung an einem der Brutflöße einer Möwenkolonie (eigentlich eine gemischte Kolonie aus Lachmöwe (Larus ridibundus) und Flußseeschwalbe (Sterna hirundo)). Einige Jungvögel hatten einen ersten Ausflug vom Brutfloß gewagt und schwammen nun im Umkreis wie ein Korken auf dem Wasser. Die Wasserfläche um das Floß hebt sich, bewegt sich. Dann stößt ein großer Kormoran (Phalacrocorax carbo) durch die Oberfläche des Teichs. Direkt vor ihm zetert schon eine kleine Flußseeschwalbe und reißt ihren Schnabel weit auf. Der Kormoran öffnet nun ebenfalls seinen Schnabel in einer beachtlichen Weite. Trotzdem scheint die kleine Flußseeschwalbe für einen schnellen Happen schon zu groß zu sein. Jedenfalls schnappt der Kormoran zwar nach der Seeschwalbe, bekommt sich aber nicht zu fassen. Die junge Flußseeschwalbe tut aber auch alles, um nicht im Magen des hungrigen Fischjägers zu verschwinden. Sie spreizt die Flügeln, hebt sich immer wieder mit großer Anstrengung aus dem Wasser – wohl um größer zu erscheinen – und schreit und reißt dabei den Schnabel weit auf. KormoranSofort sind auch erwachsene Artgenossen und Lachmöwen in der Luft, rütteln tief über dem Geschehen und rufen um die Wette. Dabei tun sich die Flußseeschwalben mit Sturzflug-Angriffen hervor, was den Kormoran anfangs nicht sonderlich zu interessieren scheint. Die Erbeutung der kleinen Flußseeschwalbe scheint ihm wohl immer noch möglich. Schließlich verschwindet die kleine Flußseeschwalbe unter dem Floß, was mir auf Anhieb ein wenig erfolgversprechendes Absetzmanöver bei einem schwimmenden und tauchenden „Raub“-Vogel erscheint. Doch wenig später verschwindet auch der Kormoran während sich die fliegende Schar der Lachmöwen und Flußseeschwalben noch eine Weile rüttelnd über dem Wasser stehen aufregt.

Die Linumer Teiche bei Fehrbellin scheinen in diesem Jahr ein sehr gutes Brutgebiet für Zwergdommeln zu sein. Schon viele Fotos – auch von fliegenden Zwergdommeln – wurden in Ornitho.de eingestellt. Aber auch die letzten Jahre waren schon sehr produktiv. So wurde eine junge Zwergdommel am Uferrand zwischen hoch aufstrebenden Wasserröhricht direkt am Schilfrand am 24. September 2018 fotografiert. Eine Woche vorher waren mindestens 7 Zwergdommeln verhört worden. Auch am 8. September waren mindestens 4 Zwergdommeln ca. 30 min nach Sonnenuntergang intensiv rufend zu vermerken.

Die Linumer Fischteichen bei Fehrbellin sind bekannt als Rastplatz für Kraniche (Grus grus), die nirgendwo sonst so nah an Berlin zu sehen sind.  Im Abendlicht einfliegende Kraniche an ihren Rastplätzen sind ein tolles Motiv. Die größten Rastplätze der Kraniche in Deutschland findet man in Brandenburg hier und in Mecklenburg-Vorpommern am Günzer See. Dort halten sich zur Vogelzugzeit, wenn die Kraniche ziehen, fast 100.000 Kraniche auf.

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