Tag Archives: Sri Lanka

Weißbrauenbülbül beim Baden

WeißbrauenbülbülDie Tropfen spritzen meterweit. Ausgiebig hat der Weißbrauenbülbül (Pycnonotus luteolus) schon in dem seichten Springbrunnen gebadet. Die Federn sind völlig durchnässt. Ob der Nichtschwimmer ist, weiß man nicht; wasserscheu ist er jedenfalls nicht. Auch in Sri Lankas Süden ist richtige Abkühlung wichtig. Auch Vögel sollen versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Zuerst kommt der Weißbrauenbülbül auf den Keramikrand, sichert und nippt vom Wasser in der Schale. Die Kühle tut gut. Dann stellt sich der Vogel mitten in den flachen Beckenbereich hinein. Das Wasser geht dem stehenden Vogel maximal bis zum Bauch. Dann heißt es den Kopf eintauchen, das Wasser in einer Drehbewegung hochschleudern und warten bis die Wassertropfen wieder herunter kommen. Dann noch einmal von der anderen Seite: Kopf hinunter, nach links und rechts hoch reißen, still stehen und duschen. Anschließend mit nassem Bauchgefieder eine Weile im Wasser knien und Luft holen. Geschafft!

Für Vögel ist die Reinigung und Pflege des Gefieders eine wichtige Hygienemaßnahme und notwendige Gesundheitsvorsorge. Der Weißbrauenbülbül nimmt beispielsweise ausgiebige Wasser und Continue reading Weißbrauenbülbül beim Baden

Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

Die Tissamaharama Tanks im Süden Sri Lankas sind ein Vogelparadies. Diese Stauseen sind künstlich angelegte Reservoirs zur Bewässerung der Reisfelder, die aber wohl schon zu Königs Zeiten erbaut wurden und einen recht naturnahen Eindruck machen. Ein Großteil der Fläche ist mit Seelilien (Water Lillies) bedeckt, die aber offensichtlich inzwischen mit schwimmenden Geräten abgeschöpft werden. Für die Vögel ist das kein Abbruch. Sie sind auch so in großen Massen da. Von der Sandungama Road können wir wunderschön auf den Tissa Lake im Osten Tissamaharamas schauen. Die Bäume – sie werden Rain Trees genannt – sind voller Flughunde, die in ihre Flughaut mehr oder weniger eingewickelt „abhängen“. Dazu kommt eine tolle Kormoran-Kolonie. Ich muß natürlich ausgiebig die an- und abfliegenden Kormorane mit der EOS 1 DX am Canon-Objektiv EF 600/4.0 L IS II USM auf dem Gitzo-Stativ aufnehmen. Wir können alle 3 in Sri Lanka heimischen Phalacrocorax -Kormoranarten sehen. Dazu kommt natürlich noch der Anhinga (Anhinga melanogaster). Immer wieder fliegen vor allem die Braunwangenscharben (Phalacrocorax fuscicollis) mit Nistmaterial Continue reading Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

White-browed Fantail flying over a fountain

Weißstirn-FächerschwanzThe White-browed Fantail (Rhipidura aureola) is aiming for its future “bathtub” in low flight. A little later, the drops will splash for several meters. The White-browed Fantail had already bathed extensively in the shallow fountain a few minutes before. The feathers are soaked with water. The White-browed Fantail is obviously not afraid of water. Proper cooling is also important in the south of Sri Lanka. Birds should also try to keep a cool head and, on the occasion, get-riff of roommates living on their feathers. First the White-browed Fantail comes on the ceramic rim, secures and sips from the water in the bowl. The cool water feels good. Then the bird stands in the middle of the flat pool area. The water goes up to the belly of the standing bird. Then it’s time to plunge ist head, fling the water in a rotary motion and wait until the water drops come down again. Then fly up again with your wet feathers on ist stomach and spread the water drops in the area. Done!

For birds, cleaning and maintaining the plumage is an important hygiene measure and necessary preventive health care. The white-browed fantail, for example, uses extensive water and dust baths to rid its more than 1000 feathers of parasites such as ticks, mites and fleas. He whirls the water around. With a little luck, you might even Continue reading White-browed Fantail flying over a fountain

Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

MittelreiherDer Mittelreiher (Ardea intermedia) ist bereits lange in mehrere Unterarten unterteilt: den Pazifikmittelreiher (Ardea intermedia plumifera), den Afrikamittelreiher (Ardea intermedia brachyrhyncha) und den Mittelreiher der Nominatform. Der Mittelreiher wird während der Brutzeit einerseits durch seine üppigen Federn, insbesondere die sehr langen Rückenfedern, andererseits durch einen Mangel an Kopffedern artlich bestimmt. Es ist ein geschmeidiger Vogel, dessen Schnabel für einen mittelschweren im und am Wasser vorkommenden Reiher relativ kurz ist. Es hat einen langen Kopf und Hals, der im Stehen oder Fliegen häufig in S-Form gehalten wird. Die Kopf-Hals-Kombination wirkt (und ist) aber relativ kürzer als die des Silberreihers (Ardea alba). Im Flug ähnelt der Mittelreiher dem Silberreiher mit seinen schwungvollen und eher langsamen Flügelschlägen. In der Nichtbrutzeit kann es leicht mit anderen weißen Reihern verwechselt werden. Ein Unterscheidungsmerkmal zu dem Silberreiher in Afrika ist seine kleinere Größe, die allerdings nur im direkten Vergleich auffällt. Auch der relativ kürzere Schnabel, der kürzere Hals fällt nur im direkten Vergleich zu den außergewöhnlich langhalsigen Silberreiher auf. Schon eher auffällig sind die zweifarbigen (nicht komplett schwarzen) Beine und – auf Fotos am besten erkennbar – die dünne Linie des Schnabelspalts (analog zu einem Mundwinkel) die unterhalb des Auges endet und nicht – wie  beim Silberreiher – noch darunter entlang führt.

Afrikanische, asiatische und australische Mittelreiher scheinen sich in der Größe und in der Färbung zu unterscheiden. Die Continue reading Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

Common Barn-owl in Sri Lanka

The buoyant, slow, wavering flight of the Common Barn-owl (Tyto alba) with its legs dangling makes the owl appear ghost-like. Sometimes it can be seen as a fast, dark shadow in the evening sky. The nocturnal birds are a special challenge for bird photographers. They can only be photographed with a lot of knowledge of the right location, some time and normally a considerable use of technology. This individual to photograph on a perch just after sunset near a lake (they call it tank) in Tissamaharama, southern Sri Lanka, was only possible due to the intense knowledge of the local guide.

The Common Barn-owl owes its name to the pronounced heart-shaped face veil. The shape and bright color of the veil make it easy to distinguish it from other owls. The owl’s silent flight is famous. Because the body plumage is very soft and the outer wing feathers are serrated the barn owl can glide silently through the night. In contrast to one or the other domestic owl species, the barn owl is Continue reading Common Barn-owl in Sri Lanka

Steppenspötter oder Buschrohrsänger in Sri Lanka?

Buschrohrsänger
Blyth’s Reed-Warbler

Während eines Aufenthalts an der Westküste Sri Lankas schoss bird-lens.com Bilder von einem mutmaßlichen Acrocephalus-Rohrsänger im Briefs Garden, einem Ziergarten in der Nähe der Westküste. Sofort dachte ich an einen Buschrohrsänger (Acrocephalus dumetorum), konnte aber die Art nicht wirklich bestätigen. Das lag nicht zuletzt daran, dass der Lebensraum – eine Gartenhecke – für die Art recht seltsam erschien. bird-lens.com hat dann die Experten von birdforum.net um Rat gefragt. Einige hielten den Vogel für einen BRW (wie der Buschrohrsänger aufgrund seines englischen Namens Blyth’s Reed-Warbler abgekürzt wird), andere sahen einen Steppenspötter (Iduna rama) auf den Bildern. Die Proportionen des abgebildeten Vogels, der lange, ungerundete Schwanz, der allgemeine Farbtons des Gefieders und der Farbe der Beine würden eher für den Steppenspötter sprechen. Der Steppenspötter wird manchmal taxonomisch auch als Unterart des Buschspötters (Iduna oder Hippolais caligata rama) angesehen. Es handelt sich um einen Continue reading Steppenspötter oder Buschrohrsänger in Sri Lanka?