Tag Archives: Dendrocopos minor

Woodpeckers and their breeding cavities

SchwarzspechtSpring is marked by striking drums that reverberate loudly through the forest. In addition to their drumming, the calls, which can be heard especially in spring and autumn and allow the species to be distinguished from afar, are noticeable. Like no other bird family, the woodpeckers in Central Europe represent the forest habitat.

It is the same when, in early spring, powerful hammer blows sound far through the morning forest. All that is missing are the occasional, far-reaching calls to confirm the assumption. The Black Woodpecker (Dryocopus martius) marks its territory.

In his “Handbuch der Vögel Mitteleuropas”, Urs N. Glutz von Blotzheim describes in detail the preferences of Black Woodpeckers with regard to their breeding trees. The black woodpecker is quite picky about cave trees. For the creation of breeding and sleeping caves, the Black Woodpecker primarily prefers old beeches. This predilection usually makes the Black Woodpecker a typical inhabitant of deciduous forests in Central Europe.

Almost all woodpeckers build caves and thus open up resting, breeding and food sources for a variety of animal species. They are therefore of particular importance for the forest ecosystem. Numerous fascinating adaptations to the tree as shelter and food source characterize this group of birds, as well as their high cognitive abilities. The self-made caves, specially set up forges as a simple form of tool use, ring marks on trees, and the almost omnipresent chopping marks bear witness to the presence of woodpeckers in our forests. Bird-lens.com has written about woodpeckers in their breeding burrows for some species. So for the Black Woodpecker breeding in poplar tree, Middle Spotted Woodpecker (Dendrocopos medius) or the Lesser Spotted Woodpecker in orchards.

Each species has its own preferences. Smaller woodpeckers often use dead trees that are already quite rotten to build their caves. The Continue reading Woodpeckers and their breeding cavities

Haubenmeise an Höhle an Birke

HaubenmeiseVon der einst stolzen Polar-Birke (Betula nana) steht nur noch ein Stumpf seit dem letzten Sturm. Schon zuvor hatte Trockenheit die Birken im Umkreis absterben lassen. Nun stehen viele Birkenstümpfe neben einer, der Borke sich schon weit abgezogen hat. Kaum zu glauben, daß sich hier noch eine Wohnung bauen läßt. Schnell assoziiert man mit Höhlenbauen, die Spechte. Das ist es, was Spechte im Wald so besonders macht. Sie gehören somit zu einer der ganz wenigen Vogelgruppen überhaupt die dies können. Und dafür haben sie besondere Anpassungen auch in ihrem Schädel. Kleinere Spechte nutzen für den Höhlenbau oft abgestorbene Bäume, die schon ziemlich morsch sind. Der Kleinspecht (Dendrocopos minor) zum Beispiel benötigt weiches, leicht zu bearbeitendes Holz für seine Bruthöhle. Diese Höhlen in Leichtbauweise sind nicht dauerhaft und eignen sich meist nur für eine Brutsaison. Es gibt aber auch zwei kleine Meisenarten in unseren Wäldern, die Baumhöhlen anlegen: die Weidenmeise (Poecile montanus) und die Haubenmeise (Lophophanes cristatus). Wegen ihrer geringen Körpergröße und ihrer zierlichen Schnäbel können sie nur weiches, stark angemorschtes Holz von Weide, Continue reading Haubenmeise an Höhle an Birke

Pirol in Obstbaumspitze

Ein leuchtendes Gelb ist aus einer Baumkrone im ersten Licht zu erkennen. Ein goldgelber Pirol (Oriolus oriolus) sitzt auf einem flechtenüberzogenen, spärlich belaubten Ast. Natürlich kann man einen Pirol auch in Deutschland entdecken. Denn in den warmen Sommermonaten, zwischen Anfang Mai und Ende August, leben und nisten sie fast überall. Doch häufig hört man nur das Flöten des Pirols hoch aus irgendwelchen Weichhölzern. Und im grün-gelben Blätterwald eines Pappel-Weidenwäldchens Laubbaumes ist ein Pirol sehr gut verborgen.

Das wollte ich mit einem Sommertrip nach Bulgarien ändern. Wie ich es erwartet hatte, war das Wetter im Juli durchgängig richtig gut. Anfangs konnten wir von einer Kanzel mitten in dem Obstbaumhain eines Bauerndorfes morgens sehr gut beobachten. Die Sonne kam meist gerade erst am Horizont hoch als wir mit den Kaffeetassen und der Thermoskanne im Arm auf den Turm mit seiner Wendeltreppe hochliefen. Die abgestorbenen Äste der Apfel- und Kirschbäume vor uns waren prädestiniert für die Vögel, die wir in den Baumkronen erwarteten. Auf den Stromleitungen saßen gurrende Turteltauben (Streptopelia turtur). Sie lassen sich im schönen Morgenlicht schön fotografieren. Der Hit dieses Turms war aber unzweifelhaft der Pirol. Allerdings war nur das Weibchen so Continue reading Pirol in Obstbaumspitze

Orchards: home for the Lesser Spotted Woodpecker

KleinspechtLesser Spotted Woodpeckers (Dryobates minor) only rarely find a breeding ground under the flower roof of apple trees in Central Europe anymore, because there are hardly any orchards or other suitable habitats for this small woodpeckers. However, the structurally rich landscape of the Vordertaunus near Bad Soden close to Frankfurt am Main is an exception. Here still a number of breeding pairs live in old tree caves and during the breeding season, the fruit blossom provides a striking backdrop for bird photographers. The little woodpecker is perhaps the least well-known of the black-white-red woodpeckers of Europe.

In the diversity of Central European cultural landscape, this small woodpecker has lived many centuries in close proximity to humans. Here the former inhabitant of alluvial forests found optimal conditions to live. But in recent decades, its holdings in Central Europe have partly melted drastically. In some areas it is still to be found on distribution maps, but in fact it is extinct in many places or there are only residual occurrences. The culprit of his disappearance is certainly the intensive agricultural use and the associated destruction of his habitat.

The woodpecker often shares its breeding grounds with the Little Owl (Athene noctua). Here, however, the flat Lower Rhine in North Continue reading Orchards: home for the Lesser Spotted Woodpecker

Middle Spotted Woodpecker at Hainich National Park, Thuringia

MittelspechtA high-pitched call in early spring is heard from afar. An obtrusive väh-wäh-wäh – combination of calls can be heard after. A beautiful old mixed beech forest with several layers and plenty of dead wood is home of the Middle Spotted Woodpecker (Dendrocopos medius).  A small hiking trail passes the ground at Langes Tal in the Western Hainich park area. The Middle Spotted Woodpecker is easily been seen in 5 meters height when it is calling. The Middle Spotted Woodpecker uses oak-dominated forest stands in the National Park. Beech dominated forest areas are only used when the beech trees are well over 140 years old or a high proportion of mixed tree species is available.

Signs of woodpecker’s nesting holes can be seen afterwards. The area of the Hainich National Park in general is important for many other species of Picids, including Grey-headed (Picus canus), Lesser Spotted (Dendrocopos minor)  and Black Woodpecker (Dryocopus martius) which are all quite common.

Using the playback method, along transects, an annual scientific study counted Woodpeckers distribution and abundance. In the context of the point stop count all woodpecker species occurring in the national park were proven. The results show that, as expected, the most common species were Great Spotted Woodpecker (Dendrocopos major) (41 % on average per year), Grey-headed Woodpecker (20 %) and Middle Spotted Woodpecker (21%). These species were detected in each study year. Continue reading Middle Spotted Woodpecker at Hainich National Park, Thuringia

Karmingimpel im Murnauer Moos

KarmingimpelAusgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz bei der Gaststätte “Ähndl“. Heute steht eine Rundwanderung im Murnauer Moos auf dem Programm. An einem kleinen Schilfstreifen sind bald aufgeregte, schwätzende, kräftige Laute zu hören. Da die Rufe sehr schnell vorgetragen werden und sie sich nicht wirklich entscheiden können, ob sie zu einem Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) oder einem Gelbspötter (Hippolais icterina) gehören sollen, wird schnell klar, dass hier ein Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) ganz ausgezeichnet andere Vögel imitiert. Im Gebüsch sind unzählige Gartengrasmücken (Sylvia borin) zu hören und gelegentlich auch zu sehen. Tatsächlich ist praktisch auf jedem Baum und jedem Busch mindestens eine Grasmücke zu sehen oder zu hören. Auch Fitisse (Phylloscopus trochilus) sind in kopfstarker Zahl in den Weichhölzern entlang des Schilfs unterwegs. Während wir von weiter weg auch den scharfen, weit tönenden Gesang eines Braunkehlchens (Saxicola rubetra) lauschen, hören wir plötzlich den markanten Ruf des Gimpels. Ein wunderschönes Männchen des Karmingimpels (Carpodacus erythrinus) ist schon nach kurzer Zeit auf einem niedrigen Schwarz-Erlenstrauch (Alnus glutinosa) zu sehen.

In der Ferne sind immer wieder Braunkehlchen zu sehen, die im Prachtkleid auf einzelnen Halmen ihren Gesang vorgetragen haben.  Neben den Braunkehlchen sind auf den Rohrhalmen die Männchen der Rohrammer (Emberiza schoeniclus) zu sehen und zu hören.

Die gelben Unterseiten der Schafstelze (Motacilla flava) sind immer wieder schön zu sehen, wenn sie im bogenförmigen Flug über die Continue reading Karmingimpel im Murnauer Moos

Weissrückenspecht im Murnauer Moos

WeissrückenspechtHeute steht eine Wanderung zum  Galthüttenfilz im westlichen Murnauer Moos an. Ich starte vom Parkplatz in Grafenaschau und laufe erstmal nur nach Osten.

Der Weg führt an Schlenken im Unteren Galthüttenfilz oder auch Hohenboigenmoos vorbei. Vom ehemaligen Hohenboigensee, der in der Karten noch mit einer Länge von 200 m verzeichnet ist, kündet heute nur noch ein kleiner Tümpel. Der See verschwand nach der in den 30er Jahren erfolgten Verlegung und Kanalisierung des Lindenbaches. Ansonsten sind hier im Westteil des Hohenboigenmooses nur Spirken und Latschen zu sehen. Nicht weit grüßt der Bergrücken des Wiesmahdköchel.

Von einem Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos) – oder überhaupt von Spechten – ist aber weit und breit nichts zu sehen. Es ist auch nicht die richtige Jahreszeit. Die beste Zeit ist der April. Dann trommeln sie intensiv und markieren ihr Revier.

Plötzlich höre ich ein länger anhaltendes Trommeln. Eindeutig ein Specht. Und wohl zu lang, um zu einem Buntspecht (Dendrocopos major) zu gehören. Es könnte natürlich noch ein trommelnder Grauspecht (Picus canus) sein.

Eine wissenschaftliche Untersuchung u.a. zur Totholzausstattung Continue reading Weissrückenspecht im Murnauer Moos

Weißrückenspecht in Park in Estland

WeissrückenspechtNach einem erfolgreichen Foto-Shooting der Doppelschnepfe (Gallinago media) will ich mich zum Abschluß dem Gutspark des Haeska Manor House widmen. Der zur Pension umgebauten Gutshof weist einen weitläufigen Park mit vielen alten Bäumen auf. Neben einen paar schönen alten Eichen gibt es auch alte Linden. In alten Parkanlagen soll – wie mir einheimische Naturschützer sagten – der Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos) recht häufig sein. Sie meinten sogar, daß in den alten Parks der Gegend der Weißrückenspecht sogar der häufigste Specht sei. Was für eine Verkehrung der Verhältnisse zu Deutschland! Ich kann dann im weiteren Verlauf sowohl Grauschnäpper (Muscicapa striata) als auch Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) sehen und schön fotografieren. Amseln (Turdus merula) flitzen die ganze Zeit zwischen Rasen und Unterholz. Der Hit sind aber die vielen brütenden Wacholderdrosseln (Turdus pilaris), die intensiv warnen, wenn sich jemand ungebührlich einem Nest mitten auf einer Asthöhle nähert. So kann ich endlich auch mal ein paar schöne Aufnahmen von der Wacholderdrossel machen. Von einem Weißrückenspecht – oder überhaupt von Spechten – ist aber weit und breit nichts zu sehen. Es ist auch nicht die richtige Jahreszeit. Die beste Zeit ist der April. Dann trommeln sie intensiv und markieren ihr Revier.

Plötzlich höre ich ein länger anhaltendes Trommeln. Eindeutig ein Specht. Und wohl zu lang, um zu einem Buntspecht (Dendrocopos major) zu gehören. Es könnte natürlich noch ein trommelnder Continue reading Weißrückenspecht in Park in Estland

Streuobstwiesen: eine Heimat für den Kleinspecht

KleinspechtEine Kinderstube unterm Blütendach finden Kleinspechte (Dryobates minor) in Mitteleuropa nur noch selten, denn Streuobstwiesen und andere, für die kleinen Spechte geeignete Lehensräume gibt es kaum noch. Die strukturreiche Landschaft des Vordertaunus bei Bad Soden macht da jedoch eine Ausnahme. Hier wohnen noch etliche Brutpaare in alten Baumhöhlen und zur Brutzeit bietet die Obstblüte eine plakative Kulisse für Vogelfotografen. Der Kleinspechte ist von den schwarz-weiß-roten Spechten Europas vielleicht der unbekannteste.

In der abwechslungsreichen mitteleuropäischen Kulturlandschaft hat der Kleinspecht viele Jahrhunderte in enger Nachbarschaft zum Menschen gelebt. Hier fand der ehemalige Bewohner von Auenwäldern optimale Lebensbedingungen. Doch in den letzten Jahrzehnten sind seine Bestände in Mitteleuropa zum Teil drastisch zusammengeschmolzen. In manchen Gebieten ist er zwar noch auf Verbreitungskarten zu finden, tatsächlich aber ist er vielerorts ausgestorben oder es gibt nur noch Restvorkommen. Schuld an seinem Verschwinden ist sicherlich vor allem die intensive Continue reading Streuobstwiesen: eine Heimat für den Kleinspecht

Weißrückenspecht im Paklenica National Park

WeissrückenspechtWeiche Kontaktrufe verraten einen Specht. Ein Blick durch das Fernglas: eindeutig Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos). Sehr gut sind die weißen Bänder auf den zusammen gefalteten Flügeln zu erkennen. Eher wie ein Kleinspecht (Dendrocopos minor) sieht er aus. Nur größer. Dann sehe ich ihn auch eindeutig im Fernglas. Der Weißrückenspecht, der mir seinen Rücken zukehrt, scheint aber ein doch Jungtier zu sein. Ich muß Heidi, die es anfangs gar nicht kapiert, noch anhalten. Ein kurzes “Kichern”. Ich erkenne, daß es 2 Vögel sind. Einer wirkt leicht unfertig, etwas zerzaust. Wohl ein Jungvogel. Der andere wahrscheinlich eines der Elterntiere. Aus dem Augenwinkel sehe ich dann die 2 Weißrückenspechte aufsteigen und dann auch schon wegfliegen. Schnell verschwinden die beiden Spechte den Hang hinauf. Kurz entschlossen hechte ich hinterher. Nach gut 30 Metern harre ich aber aus. Ich spiele die Kontaktrufe von Band ab. Auch das typischen lang anhaltende Trommeln soll den Specht locken. Leider keine Rückmeldung. Es macht wohl keinen Sinn den Weißrückenspecht durch den kroatischen Karst weiter zu verfolgen.

Der Hang wirkt auf Anhieb sehr offen. Jedoch liegt und steht eine Menge Totholz im Steilhang. Dazwischen große Felsblöcke, die Continue reading Weißrückenspecht im Paklenica National Park

White-backed Woodpecker in the Croatian Karst Mountains

Soft contact calls reveal a woodpecker nearby. A view through binoculars: clearly a White-backed Woodpecker (Dendrocopos leucotos). The white ribbons on the folded wings can be seen very well. He looks more like a Lesser Spotted Woodpecker (Dendrocopos minor). Only bigger. A short “giggle”. I realize that there are 2 birds. One is only a bit disheveled. Probably a juvenile bird. The other probably one of the parents. The two woodpeckers quickly disappear up the slope. I decide to go afterwards. After a good 30 meters, I wait. I play the contact calls from a tape. Also the typical long-lasting drumming is played to lure the woodpecker. But sorry, no feedback. It makes no sense to pursue the White-backed Woodpecker through the Croatian Karst.The slope looks very open right away. However, there is a lot of deadwood in the steep slope. In between are large limestone rock blocks, which also hinder a speedy advance. After all, a good sighting which really impressed me.

We had planned a mountain hike through the upper parts of the Paklenica National Park. Walking already for half a day through a very pretty mixed deciduous forest I was quite surprised Continue reading White-backed Woodpecker in the Croatian Karst Mountains

Buchenwälder und der Weissrückenspecht in Bulgarien

WeißrückenspechtBuchenwälder assoziiert man nicht unmittelbar mit Bulgarien. Jedoch kann man im Naturschutzgebiet Silkosia – dem 1933 gegründeten, ältesten NSG Bulgariens – sehr schöne, alte Buchen bewundern. Silkosia ist das richtige Naturreservat mit einem naturnahen Laubmischwald mit – in dem Fall – Orient-Buche (Fagus orientalis).

Auch die Spechte scheinen den Park sehr zu schätzen. So kommen Kleinspecht (Dendrocopos minor), Mittelspecht (Dendrocopos medius), Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos), Buntspecht (Dendrocopos major), Schwarzspecht (Dryocopus martius), Grünspecht (Picus viridis) und Grauspecht (Picus canus) im Gebiet vor.

Der Park liegt in der Strandzha Region zwischen dem Tiefland um Burgas, dem Schwarzen Meer und Ost-Thrakien. Die Hügel von Bosna und Hasekiyata bilden den bulgarischen Teil des Strandzha-Gebirges. Auch Ahtopol nördlich der türkischen Grenze ist nicht weit. Das Gebiet ist daher Grenzregion. Es hat ein hügeliges Continue reading Buchenwälder und der Weissrückenspecht in Bulgarien