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Birding in Chobe Nationalpark/ Botswana

Afrikanischer ScherenschnabelIn the first morning light a mokoro-boat splits the shallow waves of the early river. Silence lies over the wide river plain in the morning haze. The birding specials in the area around the Chobe River in the north of Botswana, characterized by flood plains, grasslands and riparian woods along the river courses, are real treats for avid birders. The bird list is characterized by many species that love the proximity to the water. These include White-backed Night Heron (Gorsachius leuconotus), Slaty Egret (Egretta vinaceigula), African Darter (Anhinga rufa), African Marsh Harrier (Circus ranivorus), African Finfoot (Podica senegalensis), Pel’s Fishing Owl (Scotopelia peli), Half-collared Kingfisher (Alcedo semitorquata), Giant Kingfisher (Megaceryle maxima) and – last not least – the African Skimmer (Rynchops flavirostris).  But also other beautiful and/ or rare birds like White-fronted Bee-eater (Merops bullockoides), Red-necked Falcon (Falco chicquera), Meyer’s Parrot (Poicephalus meyeri), Swamp Boubou (Laniarius bicolor), Holub’s Golden Weaver (Ploceus xanthops) and Brown Firefinch (Lagonosticta nitidula). Regular guests from the western Palearctic from October on are Great Reed Warblers (Acrocephalus arundinaceus) and Thrush Nightingales (Luscinia luscinia).

When we’ve left the river bend behind the lodge for a while, a flock starts moving with a heavy, powerful wing beat. Perched low on a sandbank were standing dozens of black and white colored birds with a strikingly long red bill. These are the long-awaited African Skimmer. First, the flock turns a round over the resting sandbar. Then the flock descends into low altitude flight. The black-and-white-colored, roughly tern-sized birds with their long, elegant wings fly a few centimeters above calm water, hovers prey-hunting parallel to the water surface – as you might want to see from the Skimmers at River Sanaga in Cameroon. Suddenly they pull out their oversized, laterally flattened and sharp-edged lower beak and pull it, flattening its wings, through the upper layers of water. They fly until their beaks come into contact with a fish. Shortly thereafter, it closes his beak abruptly, and a small silver fish disappears wriggling in the throat of the successful hunters.

The beaks of the Skimmers have over thirty special adaptations to the hunting technique in the skull and neck area – such as horn-like Continue reading Birding in Chobe Nationalpark/ Botswana

Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) im Chobe Nationalpark

Afrikanischer ScherenschnabelMorgendlicher Dunst steht über der weiten Flußebene. Tief gebückt stehen auf einer Sandbank Dutzende von schwarz-weiß gefärbten Vögeln mit einem auffallend langen roten Schnabel. Das sind die heißt ersehnten Afrikanischen Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris). Als wir die Flußbiegung schon eine Weile hinter uns gelassen haben, setzt sich der ganze Trupp mit schwerem, kraftvollen Flügelschlag in Bewegung. Zuerst dreht der Trupp eine Runde über dem Rastplatz. Dann geht der Trupp in den Tiefflug über. Der schwarz-weiß gefärbte, etwa seeschwalbengroße Vogel mit den langen, eleganten Flügeln, der ein paar Zentimeter über ruhigem Wasser fliegt, schwebt zur Beutejagd parallel zur Wasseroberfläche. Plötzlich fährt er seinen überdimensional großen, seitlich abgeflachten und scharfkantigen Unterschnabel aus und zieht ihn, flache Flügelschläge vollführend, durch die oberen Wasserschichten. Er fliegt so lange bis sein Schnabel mit einem Fisch in Berührung kommt. Kurz darauf klappt er den Schnabel abrupt zu, und ein kleiner silberner Fisch verschwindet zappelnd im Schlund des erfolgreichen Jägers.

Diese spektakuläre Art des Beutefangs lässt sich heutzutage bei drei Vogelarten beobachten: den Scherenschnäbeln der Gattung Continue reading Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) im Chobe Nationalpark

Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

DoppelschnepfeEs ist 22:21 als ich das erste Mal die klickenden Laute der Doppelschnepfe (Gallinago media) höre. Ich traue meinen Ohren nicht. Aber ein 6 Minuten später ist der Ruf schon wieder zu hören. Das ist ja deutlich früher als gestern. Vielleicht werde ich ja doch noch mit Tageslicht fündig. Dann sehe ich die Doppelschnepfe auch. Plötzlich steht sie da. Mitten auf dem Balzplatz putzt sie sich erstmal ausgiebig. Ich kann die ganze Zeit draufhalten. Die Sonne ist natürlich schon längst in einem dicken, roten Ball im Westen untergegangen. Aber die Tage sind lang in Estland, dem nördlichsten der baltischen Staaten. Tallinn liegt ungefähr auf der Höhe Stockholms. Das Licht ist also noch einigermaßen auskömmlich.

Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras. Die Vegetation direkt vor dem Tarnzelt ist zwar gemäht. Aber jenseits der offeneren Korridore geht der Bewuchs in eine dichtwüchsige Mähwiese über.

Nach dem ausführlichen Putzen, bei dem die Doppelschnepfe immer wieder über den Rücken in meine Richtung schaut und sich absichert, werden die schon mal  gespreizt und in Position gebracht. Schön sind die weißen Schwanzspitzen und der kastanienbraune Absatz des Schwanzes zu erkennen. Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras.

Leider wird das Licht innerhalb recht kurzer Zeit schlechter sodaß ich fürchte, früher als geplant, auf Blitzfotografie ausweichen zu müssen. Für die „normale“ Fotografie ist es schon fast zu dunkel. Anfangs starte ich mit 1/60 sec und muß dann auch noch runter auf 1/15 sec.. Zum Glück gibt es den Live-View-Modus. Damit kann ich das Geschehen auf dem Monitor verfolgen, was tatsächlich deutlich einfacher geht. Dann ist es einfach zu dunkel. Die Kamera tut sich jedoch mit dem Blitz und im Live-View-Modus erstaunlich leicht. In der Doppelschnepfen-Galerie ist das Ergebnis dieses wunderschönen Abends zu bewundern. Ich stelle den Blitz von Continue reading Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

Vogelparadies im Krüger Nationalpark

SenegalliestVögel im Krüger Nationalpark zu fotografieren bedeutet Herausforderung und Belohnung zugleich. Eben noch hat man in komfortabler Zivilisation beim Frühstück von der Veranda einer Lodge aus zwei Fitisse (Phylloscopus trochilus) und einen Grauschnäpper (Muscicapa striata) bewundert. Ein Kaptäubchen (Oena capensis) kam mal angeflogen und trank aus einer Pfütze. Ein besonders schöner Liest, wie die Eisvogelverwandte genannt werden, ist der Senegalliest (Halcyon senegalensis), der eines Morgens mit ausgebreiteten Schwingen im Morgennebelsaß und sich trocknete. Das war direkt im Letaba Camp Dann ist eine Rundfahrt angesagt. Das Straßennetz im Krüger Nationalpark gehört wohl zu den besten aller Nationalparks weltweit. Die Straßen erleichtern es einem Fotografen ungemein, sein Ziel ohne große Probleme zu erreichen. Man kann bequem mit dem Wagen durch den gesamten Park reisen und hält trotzdem das Equipment jederzeit griffbereit. Es muss nichts verzurrt werden, um zu verhindern, dass beim nächsten Schlagloch alles im Wagen herumfliegt. Schon das erste Wasserloch zeigt einen alten Bekannten. Zwischen den Grasbüscheln am Ufer steht ein Flußuferläufer (Actitis hypoleucos).

Eine Fotoreise Krüger Nationalpark sollte trotz der guten Infrastruktur sorgfältig vorbereitet werden. So ist eine größtmögliche Ausbeute in diesem Paradies der Vogelfotografie zu erzielen. Wie in anderen Parks auch, beherbergt der Krüger Nationalpark im Sommer andere Vögel als im Winter. Ich persönlich ziehe die kühlere Zeit zwischen Mitte Mai und Anfang September vor, weil sie trocken ist und daher bessere Bedingungen vorherrschen. Außerdem hat man eine schöne Alternative Continue reading Vogelparadies im Krüger Nationalpark

Heidevogelarten in Brandenburg

Eurasian HoopoeBrandenburg, eines der neuen Bundesländer, ist viel stärker von kontinentalen Klima geprägt als die westlichen Landesteile, wo ich wohne.  Außerdem ist dieses Bundesland an der polnischen Grenze weniger dicht besiedelt. Ein guter Grund einige Landesteile Vogelparadiese zu nennen.  Brutpaare der selten gewordenen Raubwürger (Lanius excubitor) leben hier im Osten in guter Zahl. Die Raubwürger waren der Hauptgrund eine Reise Continue reading Heidevogelarten in Brandenburg