Tag Archives: Common Sandpiper

Small Pratincole at Yala NP beach/ Sri Lankas

Tiny grains of sand whirl up. The wind on the southern coast of Sri Lanka is very decent again. There is sand and salt in the air. The combination of wind, sand drifts and blazing sun does not allow many visitors to enjoy the beautiful beach just 100 meters from the hotel in the dunes. First, we walk past a few smooth rocks to the south, between limestone boulders, half standing in the sea. Some limicoles can be seen. A narrow, gray bird crouched next to a rock in the sand catches the eye. With its pale, sandy gray overall appearance and it black rump, the bird can hardly be distinguished from its background of stones, rocks and sand. Only the black beak with a hint of red at the base and the white eye ring are noticeable from a closer distance.

It is a single Little Pratincole or Small Pratincole (Glareola lactea). The Pratincole is really beautiful to see and can also be photographed at eye level. I crouch in the sand to photograph the bird at the same level. The Small Pratincole has chosen a place on dry land but not far from the wet beach. What the bird does in the hot wasteland is not clear. There is also a Common Sandpiper (Actitis hypoleucos). Some Greater Sand-Plover (Charadrius leschenaultii) can be seen on a dune as well. At first I had seen at least 5 Ruddy Turnstone (Arenaria interpres) on one of the rocks, which are occasionally wetted by breakwaters. For such a barren coastal landscape, there is a surprising number of birds. In the end, the Little Pratincole flies up, but only to sit down again after a few meters. This time it is standing on a rounded rock. I continue to walk north. Only a Greater Sand-Plover can be seen here.

Breeding is reported from India and Sri Lanka. But the bird is locally migratory, depending on water levels of rivers, but present in many Continue reading Small Pratincole at Yala NP beach/ Sri Lankas

Grünschenkel fliegen den Priel entlang

GrünschenkelDas Morgenlicht wir durch dicke Wolken im Osten gefiltert. Die Lichtstimmung ist trotzdem ein Traum. Mehr und mehr entblößen sich die dicken Schlammpakete, die das Wattenmeer so fruchtbar und nahrhaft machen. Die Flut zieht sich zusehends zurück. Immer breiter werden Priele und diese werden von vielen einfliegenden Vögeln als Einflugschneise genutzt. So auch von 3 Grünschenkeln (Tringa nebularia) im Schlichtkleid, die ich gerade noch im schönsten Morgenlicht ablichten kann. Die ersten Bilder sind unscharf. Dann aber „frißt“ sich der Autofokus an der Canon EOS 1DX Mark III trotz des vormontierten Canon EF 600mm f/4L IS II USM Objektiv an den 3 vorbeifliegenden Motiven fest. Mal wird auf den hinteren Grünschenkel, mal auf den vorderen Vogel fokussiert. Die hellgrauen Vögel vor dem dunkelgrauen Schlick des Watts werden geradezu plastisch herausgearbeitet.

Am Hafen zum Wremertief direkt westlich von Wremen im sogenannten Wurster Land kann ich in der Morgendämmerung bei beginnender Ebbe und damit aktiv einfliegenden Vögeln nicht nur die obligatorischen Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) sehen. Wenig später sind auch jede Menge Stockenten (Anas platyrhynchos) und Brandgänse (Tadorna tadorna) auf den noch leicht überfluteten Continue reading Grünschenkel fliegen den Priel entlang

Waldwasserläufer (Tringa ochropus) im Spreewald

Der Waldwasserläufer befindet sich in Deutschland am Rand des süd-westlichen Verbreitungsgebiets. Bekannt ist sein Brutvorkommen in der Uckermark. Ich wollte aber auch mal Meldungen von Waldwasserläufern in der Brutzeit deutlich weiter südlich, nämlich im Spreewald, nachgehen.

Ausgesucht wurde eine abwechslungsreiche leicht hügelige Kiefernlandschaft am Ostrand des Spreewalds, die abgelegen und daher relativ ungestört ist.

Am 6.4. gegen 7:15 – also 45 Min. nach Sonnenaufgang – war der Waldwasserläufer das 1. Mal zu hören und kurz zu sehen. Zwischen umgestürzten Baumstämmen eines unter Wasser gesetzten ehemaligen Birkengrundes waren die Waldwasserläufer nur kurz zu sehen. Die Rufe eines Balzflugs, nur leise und zurückhaltend, waren weit im Innern des überschwemmten Gebiets zu hören. Erst 1 Stunde später konnten die ersten richtigen Balzflüge des Waldwasserläufers vor dem blauen Himmel gesehen werden. Diese waren dann auch mit mehr und lauteren Flugrufen verbunden. Mittags flogen am Nordende des Überschwemmungsgebiets 2 Exemplare vom Uferrand auf.

Am nächsten Tag waren die Waldwasserläufer wieder aktiv, auch am Uferrand. Der 1. Flug fand um 6:40, also gerade mal 10Minuten nach Continue reading Waldwasserläufer (Tringa ochropus) im Spreewald

Kleiber an Nisthöhle in Estland

Kleiber (europ.)In dem baltischen Staat Estland mit seiner flachen Topographie ist ein wild schäumender Fluß eine Seltenheit. Die Meldung auf der lokalen Birderplattform für Estland, daß hier eine Zitronenstelze (Motacilla citreola) gesichtet worden, war, machte daher neugierig. Nach einem erfolgreichen Foto-Shooting der Doppelschnepfe (Gallinago media) in der Nähe von Haapsalu wartete ein Aufenthalt im Lahemma NP auf mich. Bei einem Besuch des alten Wasserkraftwerks von Kunda können wir wunderschön ein Paar des Kleibers (Sitta europaea) an seiner Bruthöhle beobachten.

An einem Park mit seinem Clubhaus parken wir den Wagen. Wir laufen durch den anständig mückenverseuchten Park. Der Kunda Hydro-electric Dam ist wirklich sehenswert. Eine tief eingeschnittene Schlucht und ein aufgestauter Fluß der vormals auf natürliche Weise einen recht anständigen Höhenunterschied überwand. Na, gut. Nur so macht ein Wasserkraftwerk Sinn. Eine Continue reading Kleiber an Nisthöhle in Estland

Orange Weaver near nest on Sanaga River

KönigsweberThe sun was already up and shining. The mighty Sanaga River laid in beautiful light in front of us. A small wooden boat was hired for this morning to pick us up at a sand pit at the shore of the river for a morning trip on the water. When we arrived, nobody was there. But some more minutes later we saw two guys heavily paddling a small canoe down river. We embarked the canoe only minutes later and started the trip. Large sandbanks in the middle of the river were our first stop. Eventually we made our way down the river to some more matured sandbank, which has become well vegetated islands. The banks of these islands were quite steep and the water in front so deep that the driver of the canoe could not fix the boat with his long wooden stick. Maneuvering the boat with the paddles against the currents, I saw a typical weaver nest hanging less than half a meter above water level on reed. I tried to tape the Orange Weaver (Ploceus aurantius) with its call. Only a fraction of time, a small yellow bird with an orange wash on the head and breast appeared: the male of the Orange Weaver. What a bird!

The Orange Weaver was one of the highlights on a Rockjumper trip in April 2017. But at that time we saw 3 birds on our final birding Continue reading Orange Weaver near nest on Sanaga River

Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

GraubrachschwalbeThe black eyestripe which curves down behind the eye, the light chestnut nape, and the white supercilium features a small beauty: the Grey Pratincole (Glareola cinerea). Add a light grey for the upperparts and a white rump with a black tail you are ready with the ID.

The excursion to the Sanaga River in the South Province, Cameroon was the target of my last birding part during a trip in February. We departed from the nice Hostelerie de la Sangha in Edea. At least close to Douala it is easiest here to pick up Grey Pratincole and the African Skimmer (Rynchops flavirostris). Additionally, Preuss’s Swallow (Hirundo preussi) and some waders were present as well. Coming from Douala we just passed the center of Edea and just after the second large bridge over the river take the first tarmac road left which goes to Dizangue. Soon it becomes a dirt road and after about 10 km from the turnoff the road comes close to the river.

The large sandbanks in the middle of the river were our first stop. We found the African Skimmers and the Grey Pratincoles immediately. Senegal Thick-knee (Burhinus senegalensis), Common Greenshank (Tringa nebularia), Common Sandpiper (Actitis hypoleucos), Little Stint (Calidris minuta), several Kentish (Snowy) Plover (Charadrius alexandrinus) were present in low numbers as Continue reading Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

Im Reich des Wachtelkönigs

RotschenkelSeltsam, rätschende Geräusche kommen nachts aus den Wiesen im Warthevorland. Das ist die Stimme des Wachtelkönigs (Crex crex), der auch Wiesenralle genannt wird. Dies ist eine der seltensten und gefährdetsten Vogelarten Deutschlands.

Den Wachtelkönig, der nur selten in der dichten Vegation auszumachen ist, aber dennoch der berühmteste Brutvogel des Odertals ist, sah ich in den letzten zwei Jahren gleich drei Mal auf einem Plattenweg von einem Grasdickicht ins andere huschen. Im Unteren Odertal werden in jedem Jahr um die 100 rufende Männchen gezählt. Das dürfte für Polen die weitaus größte und gleichzeitig stabilste Population sein. Die Wiesenbrüter im Unteren Tal der Warthe genießen einen Vorteil, der Naturfotografen die Arbeit schwer macht: In dem weiten Gebiet finden sie fast überall Pfützen, Wasserstellen und nahrungsreiche Uferzonen. Somit sind sie nach der Brutzeit nicht auf bestimmte Plätze angewiesen. Ich habe tagelang an vorher erkundeten Stellen in einem Tarnzelt gesessen, ohne zu einem vernünftigen Foto zu kommen, weil die Motive selbst für 400 mm- oder 500 mm-Brennweite unerreichbar waren. Am anderen Ende des Tümpels flogen Löffelenten (Anas clypeata) ein, Graureiher (Ardea cinerea) verjagten Artgenossen, Rotschenkel (Tringa totanus) führten ihre Jungen auf eine überschwemmte Wiese, Flußuferläufer (Actitis hypoleucos) sprinteten durchs Flachwasser, eine Großfamilie von Graugänse (Anser anser) führte die Jungen ins Wasser und Rehe wanderten Continue reading Im Reich des Wachtelkönigs

White-rumped Sandpiper in Brandenburg at Gülper lake

WeißbürzelstrandläuferThe White-rumped Sandpiper (Calidris fuscicollis) – initially recorded as Baird’s Sandpiper (Calidris bairdii) – from Lake Gülper was intended to be observed on Saturday, July 22nd. Already at 7:00 am I arrived after 2 hours’ drive at the southeast corner of the small village Prietzen at the south end of Lake Gülper. Some birders had already placed their cars along the road. But on Saturday morning nobody had seen the bird in the Havelaue already.

Since Wednesday, July 19, the White-rumped Sandpiper had been seen loosely associated with river Little Ringed Plover (Charadrius dubius), Common Sandpiper (Actitis hypoleucos) and a Little Stint (Calidris minuta) on the sands on the banks of the southern shore. The White-rumped Sandpiper was busily searching for food with little resting phases. The bird was steadily to be seen until evening.

The southern shore of Lake Gülper is, however, crowded in summer by thousands of resting geese, predominantly Greylag Goose (Anser anser). For longer periods of time, White-rumped Sandpiper could not be found between the Greylag Geese. Thus, e.g. on Friday, July 21, 2017 between 7:45 and 8:00 pm, the bird could only be discovered after a White-tailed Eagle (Haliaeetus albicilla) had flushed all the Greylag Geese. Before that, he had not been seen Continue reading White-rumped Sandpiper in Brandenburg at Gülper lake

Weissbürzel-Strandläufer am Gülper See

WeißbürzelstrandläuferDer anfangs als Bairdstrandläufer (Calidris bairdii)  bestimmte Weißbürzelstrandläufer (Calidris fuscicollis) vom Gülper See sollte am Samstag, den 22. Juli beobachtet werden. Schon um 7:00 war ich die 2 Stunden angereist und stellte den Wagen am Südostausgang des kleinen Dörfchens Prietzen am Südende des Gülper Sees ab. Einige Birder waren schon unterwegs. Am Samstagmorgen  hatte aber noch niemand den Vogel in der Havelaue gesehen.

Der Weißbürzelstrandläufer war seit Mittwoch, 19. Juli, locker mit Flußregenpfeifern (Charadrius dubius), Flußuferläufern (Actitis hypoleucos)  und einem Zwergstrandläufer (Calidris minuta) vergesellschaftet auf den Sandflächen am Uferrand des dicht mit Mauserfedern bedeckten Südufers gesichtet worden. Der Weißbürzelstrandläufer war  hauptsächlich auf Nahrungssuche mit wenig Ruhephasen zu sehen und anfangs stetig bis abends anwesend.

Das Südufer des Gülper Sees wird allerdings im Sommer von Tausenden rastenden Gänsen, ganz überwiegend Graugänsen (Anser anser), bevölkert. Über längere Zeiträume konnte der Weißbürzelstrandläufer zwischen den Graugänsen nicht Continue reading Weissbürzel-Strandläufer am Gülper See

Vogelparadies im Krüger Nationalpark

SenegalliestVögel im Krüger Nationalpark zu fotografieren bedeutet Herausforderung und Belohnung zugleich. Eben noch hat man in komfortabler Zivilisation beim Frühstück von der Veranda einer Lodge aus zwei Fitisse (Phylloscopus trochilus) und einen Grauschnäpper (Muscicapa striata) bewundert. Ein Kaptäubchen (Oena capensis) kam mal angeflogen und trank aus einer Pfütze. Ein besonders schöner Liest, wie die Eisvogelverwandte genannt werden, ist der Senegalliest (Halcyon senegalensis), der eines Morgens mit ausgebreiteten Schwingen im Morgennebelsaß und sich trocknete. Das war direkt im Letaba Camp Dann ist eine Rundfahrt angesagt. Das Straßennetz im Krüger Nationalpark gehört wohl zu den besten aller Nationalparks weltweit. Die Straßen erleichtern es einem Fotografen ungemein, sein Ziel ohne große Probleme zu erreichen. Man kann bequem mit dem Wagen durch den gesamten Park reisen und hält trotzdem das Equipment jederzeit griffbereit. Es muss nichts verzurrt werden, um zu verhindern, dass beim nächsten Schlagloch alles im Wagen herumfliegt. Schon das erste Wasserloch zeigt einen alten Bekannten. Zwischen den Grasbüscheln am Ufer steht ein Flußuferläufer (Actitis hypoleucos).

Eine Fotoreise Krüger Nationalpark sollte trotz der guten Infrastruktur sorgfältig vorbereitet werden. So ist eine größtmögliche Ausbeute in diesem Paradies der Vogelfotografie zu erzielen. Wie in anderen Parks auch, beherbergt der Krüger Nationalpark im Sommer andere Vögel als im Winter. Ich persönlich ziehe die kühlere Zeit zwischen Mitte Mai und Anfang September vor, weil sie trocken ist und daher bessere Bedingungen vorherrschen. Außerdem hat man eine schöne Alternative Continue reading Vogelparadies im Krüger Nationalpark

Passerine vagrants on St. Paul – Pribilof Islands

RubinkehlchenAs the plane gets closer to the barren island of St. Paul, the first impression is Brown und Olive-green. Later we see that there are not only brown and olive colors on the island. Metre-high waves of a dark blue sea are breaking against the rugged, rocky coast which is shimmering black. As we land, sunrays are breaking through the clouds. Enchantment in a wild landscape. The melancholic character of the open tundra is obvious. When we get off the plane in front of the hangar, it is very quiet at once. What a contrast to the noise in the machine. Only now and then we hear the melancholy flight song of Lapland Buntings (Calcarius lapponicus) or the high trill of the local race of Rock Sandpiper (Calidris ptilocnemis).

Barren tundra-covered hills dominate the landscape of the Pribilof Islands. But these island also host the largest seabird colony in the Northern Hemisphere with 98 percent of the world population of Red-legged Kittiwake (Rissa brevirostris). In addition, the strongest breeding colony Continue reading Passerine vagrants on St. Paul – Pribilof Islands

Zugvogelraritäten auf den Pribilofs

BruchwasserläuferDie kleine Saab-Propellermaschine ist schon seit gut einer Stunde über dem unendlichen nördlichen Pazifik unterwegs als in weiter Ferne ein brauner Streif Inseln im windgepeitschten Meer der Beringsee auftauchen. Das sind die Pribilofs. Wir steuern St. Paul an. Der Flug hat immerhin gut 3 Stunden mit Unterbrechung in einem verlassenen Nest gedauert. Braun ist die vorherrschende Farbe, die man beim Anflug auf St. Paul wahrnimmt. Mit Platz 2A hatte ich einen der vorderen Plätze ergattert und kann ganz gut auch den Rucksack unter dem Vordersitz unterbringen. Die Gepäckafubewahrung oberhalb der Sitze ist nämlich extrem schmal. Das sollte man als Fotograf beachten. Die Maschine hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Als die Turbo-Props am Flughafen von Anchorage angeschmissen wurden, denkt man, das kann doch nicht wahr sein. Es werden Oropax verteilt. Das Getöse der Maschinen wird man nur 3 Stunden lang nicht los.

Als wir näherkommen, sehen wir, daß es nicht nur braune Farbe auf der Insel gibt. Meterhohe Wellen aus einem dunkelblauen Meer brechen gegen die schroffe, felsige schwarzschimmernde Küste. Als wir landen, brechen auf einmal Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Sie verzaubern ruckzuck die wilde Landschaft. Der melancholische Charakter der offenen Tundra ist offenkundig. Als wir aus dem Flugzeug vor dem Hangar aussteigen, ist es auf einmal ganz ruhig. Was für ein Kontrast zu dem Lärm in der Maschine. Nur ab und zu erklingt der melancholische Fluggesang der Spornammer (Calcarius lapponicus) oder die hohen Triller der Beringstrandläufer  (Calidris ptilocnemis).

Baumfreie, Tundra-bedeckte Hügel prägen das Continue reading Zugvogelraritäten auf den Pribilofs