Tag Archives: Grauammer

A rare vagrant: Pine Buntings in Germany

FichtenammerThough a Pine Bunting (Emberiza leucocephalos) is present in the Winsener Marsch near the Lower Elbe south of Hamburg for some days now, the Pine Bunting is a real exception in Germany. No wonder, that the bird keeps the twitcher in Germany in suspense.

Several times in the last days a bright Bunting could be noticed between about 400 Yellowhammers (Emberiza citrinella), 4 Corn Buntings (Emberiza calandra) and many Finches (Chaffinches (Fringilla coelebs), European Greenfinches (Chloris chloris) and Goldfinches (Carduelis carduelis) and Eurasian Tree Sparrows (Passer montanus). The white edges on the wing feathers were striking. However, all of the bunting were very mobile and mostly far away from the observers.

The Pine Bunting is widespread in Siberia as a breeding bird in the open pine forest west to the Urals, although its range only barely extends into Europe during the breeding season. After the breeding season, the Pine Bunting generally migrates further south through Asia. In the western Palearctic, however, there are also areas where it is found quite regularly, albeit as a localized wintering bird. The bird can be seen quite regularly in northern Israel in winter. It is Continue reading A rare vagrant: Pine Buntings in Germany

Fichtenammer in Deutschland

FichtenammerAuch wenn eine Fichtenammer (Emberiza leucocephalos) in der Winsener Marsch an der Unterelbe die Twitcher in Deutschland in Atem hält, gilt die Fichtenammer  in Deutschland als Ausnahmeerscheinung.

Mehrfach wurde in den letzten Tag ein heller Ammernvogel zwischen ca. 400 Goldammern (Emberiza citrinella), 4 Grauammer (Emberiza calandra) sowie vielen Finken (Buchfinken (Fringilla coelebs), Grünfinken (Chloris chloris), Grünfinken (Carduelis chloris) und Stieglitze (Carduelis carduelis)) und Feldsperlingen (Passer montanus) gesehen. Auffallend waren die weißen Schirmfederränder. Allerdings waren alle Ammern sehr mobil und meist weit von den Beobachtern entfernt.

Die Fichtenammer ist in Sibirien als Brutvogel des offenen Kiefernwaldes westlich bis zum Ural weit verbreitet, wobei ihr Verbreitungsgebiet zur Brutzeit nur knapp in den europäischen Bereich reicht. Nach der Brutzeit wandert die Fichtenammer im Allgemeinen weiter nach Süden durch Asien. In der westlichen Paläarktis gibt es allerdings auch Gebiete, wo sie durchaus Continue reading Fichtenammer in Deutschland

Die Wachtel im Randowbruch

WachtelDie Rivalität zweier Wachtel (Coturnix coturnix) entpuppte sich zum unverhofften Glück für den Naturfotografen. Gerade hatte ich eine dichte Wiese auf einem Wirtschaftsweg mit dicken Betonplatten noch aus DDR – Produktion im Randowbruch im nord-östlichen Brandenburg gequert. Hier konnte ich das „pick-werwick“ schnell vernehmen. Es schien direkt aus einem Bereich neben der Piste zu kommen. Und tatsächlich: als ich weiterfahre, fliegt eine Wachtel auf und geht vielleicht 10 Meter vor mir nieder. Ich habe schon ein paarmal eine Wachtel gesehen bzw. fotografiert. Aber das war immer auf dem Zug in Arabien – einmal in den Vereinigten Arabischen Emiraten und einmal in Ägypten – gewesen. Hier in Deutschland hatte ich sie ein paarmal fliegen gesehen und ansonsten nur gehört.

Ich habe mir natürlich keine große Hoffnung gemacht, die Wachtel wieder zu sehen. Doch offensichtlich hatte die Wachtel beim Einflug das Territorium einer anderen Wachtel sträflicherweise verletzt. Der Eindringling wurde vom Revierinhaber direkt lauthals angegangen. Der Schlagabtausch, der selbstverständlich nur mit der Stimme ausgetragen wurde, war heftig und zog sich über einige Zeit. Ich war durch die Recherche des weiteren Wegverlaufs abgelenkt. Die beiden Wachteln steigerten sich so in die Auseinandersetzung, daß auf einmal der Vogel, den ich mit dem Wagen aufgescheucht Continue reading Die Wachtel im Randowbruch

Dramatischer Schwund des Rebhuhns

RebhuhnRebhühner (Perdix perdix) teilen ein hartes Leben mit vielen anderen Vögeln der offenen Feldflur. Die intensiven landwirtschaftlichen Steppen geben ihnen keinen Lebensraum mehr. Früher ein gewöhnlicher Vogel der bäuerlichen Landschaft ist es um den Vogel aus der Familie der Hühnervögel, sehr ruhig geworden. Er wird zunehmend rar.  Das gilt insbesondere für den Osten Deutschlands, wo es sein Bestandstrend in der Agrarlandschaft von 1995-2009 eine Negativentwicklung von 78% aufweist. Das Rebhuhn ist ein Vogel der Agrarlandschaft, der zu den am meisten gefährdeten Vogelarten in Deutschland gehört. Dabei ist das Intensitätsniveau in Brandenburg, als Begriff „Intensivierung“ im Kontext wichtiger Parameter wie Erträge und Düngungsniveau sogar noch vergleichsweise niedriger als in vielen anderen Regionen in Deutschland. Trotzdem sind die Habitatansprüche der meisten Agrarvogelarten nicht mehr erfüllt, so dass die Bestände weiter sinken. Die rasante Zunahme des Anbaus von Energiepflanzen der letzten Jahre hat da verschärfend gewirkt. Die Konflikte zwischen landwirtschaftlichem Ertrag und Vogelschutz haben sich sowohl im Grünland als auch im Ackerland weiter verschärft – auch in den Europäischen Vogelschutzgebieten. Schon im ersten Jahr nach Continue reading Dramatischer Schwund des Rebhuhns

Pirol in Obstbaumspitze

Ein leuchtendes Gelb ist aus einer Baumkrone im ersten Licht zu erkennen. Ein goldgelber Pirol (Oriolus oriolus) sitzt auf einem flechtenüberzogenen, spärlich belaubten Ast. Natürlich kann man einen Pirol auch in Deutschland entdecken. Denn in den warmen Sommermonaten, zwischen Anfang Mai und Ende August, leben und nisten sie fast überall. Doch häufig hört man nur das Flöten des Pirols hoch aus irgendwelchen Weichhölzern. Und im grün-gelben Blätterwald eines Pappel-Weidenwäldchens Laubbaumes ist ein Pirol sehr gut verborgen.

Das wollte ich mit einem Sommertrip nach Bulgarien ändern. Wie ich es erwartet hatte, war das Wetter im Juli durchgängig richtig gut. Anfangs konnten wir von einer Kanzel mitten in dem Obstbaumhain eines Bauerndorfes morgens sehr gut beobachten. Die Sonne kam meist gerade erst am Horizont hoch als wir mit den Kaffeetassen und der Thermoskanne im Arm auf den Turm mit seiner Wendeltreppe hochliefen. Die abgestorbenen Äste der Apfel- und Kirschbäume vor uns waren prädestiniert für die Vögel, die wir in den Baumkronen erwarteten. Auf den Stromleitungen saßen gurrende Turteltauben (Streptopelia turtur). Sie lassen sich im schönen Morgenlicht schön fotografieren. Der Hit dieses Turms war aber unzweifelhaft der Pirol. Allerdings war nur das Weibchen so Continue reading Pirol in Obstbaumspitze

Limikolen im fränkischen Wiesmet

Ein wohlklingender, weit tragender und flötender Gesang trägt weit über die Wiesen im Morgentau. Großer Brachvogel (Numenius arquata), Uferschnepfe (Limosa limosa) und Kiebitz (Vanellus vanellus) staksen durch die nassen Wiesen, Bekassinen (Gallinago gallinago) stochern in den Feuchstellen im fränkischen Wiesmet. Diese Vögel gehören zu den selten gewordenen Wiesenbrütern, die in den feuchten Wiesen rund um die Altmühl noch ihren Lebensraum finden.

Das Wiesmet ist auch heute noch ein Feuchtwiesenbiotop im Nordosten an den Altmühlsee angrenzt. Auch heute noch beherbergt einen Großteil des süddeutschen Uferschnepfenbestands und einen beachtlichen Teil des Bestands der Großen Brachvögel Bayerns. Außerdem ziehen hier nach wie vor Rotschenkel (Tringa totanus) und Wachtelkönig (Crex crex) ihre Jungen groß. Um den Bestand der seltenen Brutvögel nicht zu Continue reading Limikolen im fränkischen Wiesmet

Das Rebhuhn in der Eifel

RebhuhnEnde August ist die Zeit um auf dem Kaaner Feld im Maifeld in der östlichen Eifel Mornellregenpfeifer (Eudromias morinellus) auf einer Zugrast mitten im mitteleuropäischen Binnenland zu sehen. Noch hat sich dichter Nebel über die Hochebene südlich von Mayen gelegt. Die Zeit der Warterei wird mir durch einen Trupp Rebhühner (Perdix perdix) verkürzt. Eine Familie läuft im Nebel auf einem Acker. Einige Jungtiere sind noch schön von den Erwachsenen zu unterscheiden. Sie sind auf dem Acker bei Nahrungssuche zu fotografieren und lassen sich von dem Fotografen im Auto nicht weiter stören. Später konnte ich dann doch noch die Mornellregenpfeifer etwas weiter, nämlich in der Feldflur bei Einig, ebenfalls im Maifeld, beobachten. Damals hatte ich den Rebhühnern gar nicht so viel Beachtung geschenkt. Aber im Nachhinein – mit 12 Jahren – zeitlicher Distanz muß man wohl sagen, daß die Rebhühner der eigentliche Höhepunkt dieses schönen Spätsommertages waren.

Rebhühner teilen ein hartes Leben mit vielen anderen Vögeln der offenen Feldflur. Die intensiven landwirtschaftlichen Steppen geben ihnen keinen Lebensraum mehr. Im Westen Deutschlands scheint die Situation noch etwas besser zu sein, was insofern interessant ist, als daß die Grauammer (Miliaria calandra) – ebenfalls ein typischer Continue reading Das Rebhuhn in der Eifel

Vögel der Steppen Valencias

GänsegeierEin Flug nach Spanien ist immer mal für eine Woche drin. Die spanische Provinz Valencia wurde daher im Sommer aufgesucht, in der Hoffnung, etwas zu entspannen und ein Gefühl für die Vogelfreuden eines Landes zu bekommen, das normalerweise im Mainstream-Tourismus versinkt. Als gewöhnlicher Besucher der bekannteren Vogelbeobachtungsdestination von Andalusien hatte ich nicht zu viel erwartet, aber war angenehm überrascht von der Anzahl und Vielfalt der dort heimischen Vogelbewohner – und zwar praktisch von dem Moment an, als ich aus dem Flugzeug stieg. Eines Tages machte ich mich auf den Weg in den Steppenlebensraum außerhalb von Castilla de la Mancha. Dieses Gebiet ist mit einer unglaublichen Vielfalt an Lebensräumen und ausgezeichneten Gebieten zur Vogelbeobachtung gesegnet.

Ein Halt auf dem winzigen Friedhof von Bonete auf dem Weg in die Castilla de la Mancha bedeutete, dass wir einen kleinen See und ein paar Bäume entdecken konnten. Dabei sahen wir sehr schön Schmutzgeier (Neophron pernocterus), den Maurensteinschmätzer (Oenanthe hispanica), die Reiherente (Aythya fuligula), eine einsame Kolbenente (Netta rufina). Ein echtes Highlight war das gelb- Continue reading Vögel der Steppen Valencias

Finken gönnen sich Sonnenblumen

GrünfinkIm Herbst sieht man inzwischen auch in Brandenburg immer wieder Felder mit schon überreifen Sonnenblumen. Offensichtlich werden sie bewußt erst spät – oder gar nicht – abgeerntet. Wahrscheinlich handelt es sich um eine sogenannte “Blühstreifen”- Maßnahme, die finanziell gefördert wird. Es scheint, daß dies besonders auf Flächen passiert, die mindestens 3 Jahre als Acker genutzt wurden. Meist wird solch ein Feld in einer Breite von 6 bis max. 12 m neben Mais-Monokulturen angelegt. Es werden neben Sonnenblumen und Senf noch einige Blühpflanzen mehr ausgesät. Die Maßnahme ist jedenfalls für die Finken im Herbst eine willkommene Gelegenheit sich noch mal richtig voll  zu fressen bevor der Winter für karge Kost sorgt.

Es lohnt sich an solchen Feldern zu halten und auf die einfliegenden Vögel zu warten. Geduld wird belohnt. Nach einer Weile kommen nach und nach verschiedene Vögel angeflogen. U.a. sind dann schnell Grünfinken (Carduelis chloris)  – wie in dem Bild des Blogs -, Stieglitze (Carduelis carduelis) und Feldsperlinge (Passer montanus) zu sehen. Wenig auffällig, aber auch schnell mal mit dabei kommen Goldammern (Emberiza citrinella) angeflogen. Es lohnt sich einen genauen Blick – am besten mit einem Spektiv – auf die Trupps der Ammern zu werfen. Manchmal ist noch eine Rohrammer (Emberiza schoeniclus) auf dem Zug Continue reading Finken gönnen sich Sonnenblumen

Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

SingschwanDas Vogelparadies zwischen Wiesen und Watt deint zehntausenden Zugvögel als Rastgebiet. Zugvögel verbringen alljährlich in dem 535 Hektar großen Naturschutzgebiet an der deutsch-dänischen Grenze mindestens einige Tage, um „aufzutanken“. Rund 150 verschiedene Arten sind hier schon beobachtet worden, darunter Alpenstrandläufer (Calidris alpina), Große Brachvögel (Numenius arquata) und Austernfischer (Haematopus ostralegus). Auf offenen Flächen bauen Wiesenvögel wie Wiesenpieper (Anthus pratensis) und Feldlerche (Alauda arvensis) ihre Nester, und im Schutze des Schilfes leben Enten. Ab Ende März besetzen die Brutvögel den Koog. Etwa 50 verschiedene Brutarten sind bisher nachgewiesen, darunter auch so seltene Arten wie Lachseeschwalbe (Gelochelidon nilotica), Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) und Grauammer (Emberiza calandra). Zu den gefiederten Gästen, die das ganze Jahr im Koog bleiben, gehören Kiebitz (Vanellus vanellus) Austernfischer, Rotschenkel (Tringa totanus) und Stockenten(Anas platyrhynchos). Was den Ricksbüller Koog besonders attraktiv macht, ist seine Vernetzung mit den umgebenden Naturräumen wie etwa dem dänischen Margrethe-Koog oder dem Wattenmeer vor dem Landesschutzdeich.

Der Rickelsbüller Koog ist ein idealer Ausgangspunkt für die Vogelbeobachtung und Exkursionen am Rande des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.   Das Naturschutzgebiet Continue reading Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

Steppengebiet La Serena/ Spanien

ZwergtrappeWeite, trockene Landschaft so weit das Auge reicht. Wer weite Steppenlandschaften liebt und das im Blog über die Steppen um Belchite beschriebene Gebiet nicht besuchen kann oder auf dem Weg nach Portugal, einen fotografischen Zwischenstopp in der Estremadura einlegen will, dem bietet sich ein kürzerer oder längerer Aufenthalt in einem der größten Steppengebiete Spaniens mit einer erstaunlichen Artenvielfalt an. Dieses Gebiet heißt La Serena. In der Nähe der Stadt Merida kann man in Dörfern mit dem Name Castuera, Cabeza del Buey oder Puebla de Alcocer schön übernachten und von da aus die Vögel und die Landschaft erkunden. Nicht immer steht der Name Estremadura für grüne Steineichenwälder bis zum Horizont. Im Osten der spanischen Provinz Badajoz findet man eine kontrastreiche Landschaft, deren besonderer Reiz in dem Wechsel zwischen steppenartigen Gebieten und locker bewaldeten Flächen liegt. La Serena ist ein Steppengebiet, das für Naturfotografen ein sehr lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt.

Die Steppen von La Serena sind berühmt für ihre Steppenvogelwelt. Spiessflughuhn (Pterocles alchata), Sandflughuhn (Pterocles orientalis), Kalanderlerche (Melanocorypha calandra) und dann erst Continue reading Steppengebiet La Serena/ Spanien

Haubenlerchen im Schnee im Fläming

HaubenlercheNach einer Woche Minustemperaturen und anschließendem Tauwetter gibt es wieder einen Wintereinbruch mit Schnee in Deutschland. In der letzten Nacht hat es geschneit. Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. An den Straßenrändern taut es aber schon wieder. Die Luft ist kalt und feucht. Die meisten Flächen auf einem ausgedehnten ehemaligen LPG-Gelände liegen an diesem Sonntag still. Die meisten Betonplatten liegen unter einer nur 1 cm dicken Schneedecke. Nur die Wege werden von einem Schneepflug provisorisch geräumt. Das ist zwar noch kein richtiger Winter, aber es liegt Schnee und zwischendurch scheint sogar die Sonne heraus zu kommen. Ideale Bedingungen für eine Erkundungsfahrt in den Niederen Fläming.

An den Toren eines Landwirtschaftsbetriebs, der Nuthequelle Landwirtschaftliche Betriebsgesellschaft mbH, sehe ich dann einen großen Trupp (mind. 40 Ex.) Goldammern (Emberiza citrinella). Dazwischen sind auch 2 Grauammern (Emberiza calandra). Auch Grünfinken (Chloris chloris) sind zu sehen. Die Ammern picken Continue reading Haubenlerchen im Schnee im Fläming