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Raubseeschwalben, die größten Seeschwalben der Welt

„Among the vast hordes of sea birds nesting in the great colonies of the southern Atlantic and Gulf coasts, this king of all the terns may be seen climbing into the air on its long, strong wings, its big red bill wide open, yelling out its loud raucous cry of defiance. As the dominant, ruling spirit in the colonies it scorns the companionship of humbler fowl, holds itself aloof, and lives a little apart from the others. The largest, the strongest and the fiercest of the terns, it well deserves the name, imperial tern.

Dies schrieb Arthur Bent 1921 in seinen ” Life histories of North American gulls and terns: Order Longipennes ” über die nordamerikanischen Möwen und Seeschwalben welches im Bulletin des United States National Museum veröffentlicht wurde.

Übersetzt heißt es „Unter den riesigen Horden von Seevögeln, die in den großen Kolonien des Südatlantiks und der Golfküste nisten, kann man diesen König aller Seeschwalben auf seinen langen, starken Flügeln in die Luft steigen sehen, seinen großen roten Schnabel weit offen und schreiend sein lautes, kratzendes Trotzgeschrei. Als dominanter, herrschender Geist in den Kolonien verachtet er die Kameradschaft der kleineren, bescheidenerer Vögel, hält sich fern und lebt ein wenig getrennt von den anderen [Arten]. Als größte, stärkste und wildeste Seeschwalbe verdient sie den Namen Kaiserseeschwalbe.

Diese Seeschwalbe wurde von dem Ornithologen Pallas Hydroprogne caspia, auf deutsch Raubseeschwalbe getauft, da sie erstmals Continue reading Raubseeschwalben, die größten Seeschwalben der Welt

Herbstzug und Wasservögel im Südwesten der USA – August 2013, Reise des Brehm-Fonds

Im Spätsommer (ca. Mitte–Ende August/Anfang September) bietet der Brehm Fonds für internationalen Vogelschutz e.V., Bonn, eine 2,5-wöchige ornithologische und naturkundliche  Rundreise in die USA an. Der Südwesten – zwischen Pazifik und dem Golf von Mexico gelegen – bietet zahlreiche ornithologische Highlights, wobei wir in Kalifornien und Texas Station machen werden.

Kalifornien verfügt aufgrund der exponierten Lage entlang der pazifischen Zugstraße über eine äußerst artenreiche Avifauna (über 640 Arten) einschließlich interessanter Vorkommen an Wasser- und Seevögeln. Außerdem können bis zu 10 verschiedene Kolibriarten, wie Sternelfe und Annakolibri, regelmäßig beobachtet werden. Höhepunkte der Reise werden Abstecher in die Küstensümpfe südlich von Los Angeles (z. B. Bergstrandläufer, Beldings Grasammer), zur Lagune von Malibu (Amerikanische Zwergseeschwalbe, Scherenschnabel) und in die Umgebung des Salton Sea (Schmuck- und Raubseeschwalbe, Gelbfußmöwe) sein. Wir werden auch typische Chaparralhabitate (küstennahe Strauchfluren mit der endemischen Chaparraltimalie, Kalifonischer Schopfwachtel, Schwarzkopf-Mückenfänger) und die Küsten-gebirge mit ihren Koniferenwäldern (Vorkommen von Eichelspecht, Berghüttensänger und Diademhäher) aufsuchen. Die Überfahrt zu einer Vogelinsel des Channel Islands National Park (u. a. mit Insel-Buschhäher, Kolonien von Pinselscharbe und Kaliforniermöwe und der Möglichkeit der Beobachtung von Walen) kann optional eingeplant werden. In den Jahren 2009 und 2011 wurden in der Gegend sehr gute Fotos von pelagischen Vögeln (Hochseevögeln) für das Portfolio von Bird-Lens gemacht. Bei ein wenig Glück sind diese Hochseevögel – wie hier in der Gallerie zu sehen – auf der Fahrt zum Channel Islands National Park Continue reading Herbstzug und Wasservögel im Südwesten der USA – August 2013, Reise des Brehm-Fonds