Weissstirn-Fächerschwanz im Anflug auf Springbrunnen

Weißstirn-FächerschwanzIm Anflug peilt der Weißstirn-Fächerschwanz (Rhipidura aureola) seine künftige „Badewanne“ an. Wenig später schon werden die Tropfen meterweit spritzen. Ausgiebig hat der Weißstirn-Fächerschwanz ein paar Minuten vorher schon in dem seichten Springbrunnen gebadet. Die Federn sind völlig durchnässt. Der Weißstirn-Fächerschwanz ist offensichtlich nicht wasserscheu. Auch in Sri Lankas Süden ist richtige Abkühlung wichtig. Auch Vögel sollen versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich bei der Gelegenheit von Mitbewohnern auf den Federn zu trennen. Zuerst kommt der Weißstirn-Fächerschwanz auf den Keramikrand, sichert und nippt vom Wasser in der Schale. Die Kühle tut gut. Dann stellt sich der Vogel mitten in den flachen Beckenbereich hinein. Das Wasser geht dem stehenden Vogel maximal bis zum Bauch. Dann heißt es den Kopf eintauchen, das Wasser in einer Drehbewegung hochschleudern und warten bis die Wassertropfen wieder herunter kommen. Anschließend mit nassem Bauchgefieder wieder hoch fliegen und dabei die Wassertropfen in der Gegend verteilen. Geschafft!

Für Vögel ist die Reinigung und Pflege des Gefieders eine wichtige Hygienemaßnahme und notwendige Gesundheitsvorsorge. Der Weißstirn-Fächerschwanz nimmt beispielsweise ausgiebige Wasser und Staubbäder, um seine über 1000 Federn von Parasiten wie Zecken, Milben und Flöhen zu befreien. Dabei wirbelt er das Wasser umher. Mit ein bisschen Glück kann man den Weißstirn-Fächerschwanz vielleicht sogar beim Sandbaden beobachten.

Der Weißstirn-Fächerschwanz ist ein naher Verwandter des in Australien weit verbreiteten und bekannten Gartenfächerschwanz (Rhipidura leucophrys), dem allgegenwärtigen Willie Wagtail.

Ein schöner Platz um den Weißstirn-Fächerschwanz oder einen Weißbrauenbülbül (Pycnonotus luteolus) zu sehen, ist der Brief Garden bei Bentota im Südwesten Sri Lankas. Angeblich sind106 verschiedene Baumarten auf dem 8 Hektar großen Gelände geschickt verteilt. Die Zahl der Vögel, die man in der Gartenanlage beobachten kann, ist eindrucksvoll. Nach circa einer halbstündigen Fahrt ist der Ziergarten von der Küste aus erreicht. Wir empfanden den Garten vom Temperatureindruck her als angenehm. Er ist ein Platz, der Ruhe ausstrahlt. Man sieht, daß der Architekt den Garten im Einklang mit der Natur gebaut hat. Er ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Durchschreitet man den Eingang zum Garten, begibt man sich in einen kleinen Kosmos voller kleiner Teiche, verwinkelter Pfade, versteckten Lauben. Man ist umgeben von jeder Menge tropischer Pflanzen, zwischen denen Skulpturen aufgestellt sind. Bei der Ankunft steht man vor einem leuchtend gelb gestrichenen Portal, das von üppig wucherndem Grün umgeben ist. Auf dem kleinen Parkplatz stehen gerade mal 4 Autos. Ein schmiedeeisernes Gitter hält eine Glocke bereit. Den Weißbrauenbülbül und seine Mitbewohner kann man nach dem Läuten in einer zauberhaften Welt bewundern.

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