Tag Archives: Hainsimsen-Buchenwald

Zaunammer am Rand des Schwarzwalds

ZaunammerDer schnarrende Gesang der Zaunammer (Emberiza cirlus), die Reihe von etwas heiser klingenden Pfeiftönen des Wendehalses (Jynx torquilla), das kurze, dreiteilige Liedchen mit seinen rauen gequetschten Tönen des Hausrotschwanzes (Phoenicurus ochruros), meist von Warte aus gesungen. Alle Brutvögel tragen eine Strophe zum Konzert der Vögel hier in den Offenlandflächen am Nordhang des Schönbergs, nur wenige Kilometer von Freiburg im Breisgau entfernt, bei. Die kleinräumig strukturierten und artenreichen Streuobstwiesen, Gehölzbestände und Übergänge zu den Weinbergen stellen wichtige Lebensräume auch für Neuntöter (Lanius collurio) und Baumpieper (Anthus trivialis) dar.

Der Schönberg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Fotografen. Mit 645 Metern über NN ist der Berg im Vergleich zu den Gipfeln des Südschwarzwalds recht niedrig. Das macht der Schönberg aber mit seiner namensgebenden Schönheit wett. Besonders schön ist das Gebiet um die Berghauser Kapelle. Eine Besonderheit sind die mageren Flachlandmähwiesen in den Berghauser Matten, die von Hainsimsen-Buchenwälder an den Schwarzwaldhängen abgelöst werden. Verwilderte Kirschbäume Continue reading Zaunammer am Rand des Schwarzwalds

Wiehengebirge und Teutoburger Wald

SchwarzspechtDer Schwarzspecht (Dryocopus martius) liebt Buchen. Deutschland ist ein Buchenland. Es gibt zahlreiche Waldtypen der Rotbuche (Fagus sylvatica) wie zum Beispiel Hainsimsen-Buchenwald, Perlgras-Buchenwald, etc. Früher – in ausgedehnten Urwäldern – war die Rotbuche die vorherrschende Baumart. Leider sind noch verbliebene Buchenwälder fast alle kulturell verändert oder forstlich genutzt. Oft fehlen Alt- und Totholzstrukturen. Über 200 Jahre alte Buchenbestände und Einzelbuchen sowie größere zusammenhängende Flächen sind sehr selten. Ausgedehnte Buchenwälder mit einsamen Waldpfaden, schattig kühle Tieflandbäche, die sich durch die Täler schlängeln, orchideenühersäte Kalk-Halbtrockenrasen, verwunschene Moore und leicht geschwungenen Hügel sind im Osnabrücker Land, dem Teutoburger Wald und dem Wiehengebirge zu finden.

Der Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald und Wiehengebirge ist nun über 50 Jahre alt. Er umfasst eine Fläche von 1.220 km² und hat den Kunstnamen „TERRA.vita“ angenommen. Er erstreckt sich auf den Höhenzügen weit nordwestlich von Osnabrück beginnend bis Bückeburg und Bielefeld

Verantwortlich für die Vielfalt der Lebensräume sind im Wesentlichen zwei Faktoren: die Grenzlage des Naturparks am Continue reading Wiehengebirge und Teutoburger Wald