Eisvögel: Fotografier-Tipps

EisvogelEisvögel (Alcedo atthis) sind wegen ihres Sozialverhaltens und natürlich wegen ihres Jagdstils super interessant. Diese Kombination aus langer Bewegungslosigkeit und blitzschnelle Präzision beim Tauchen fasziniert immer wieder. Allein sie zu beobachten ist schon beeindruckend, sie zu fotografieren ist jedoch etwas ganz Anderes. Je nach Lichteinfall wirkt die Oberseite seines Gefieders kobaltblau bis türkisfarben, wodurch er mit der Farbe des Wassers verschmilzt und perfekt getarnt ist.

Das schimmernde Gefieder der Eisvögel sollte durch einen hochauflösenden Sensor wie z.B. den der Canon EOS-1D X Mark III fotografiert werden. Da ist selbst die kleinste Einzelheit jeder Feder deutlich sichtbar. Aber all diese Pixel nutzen natürlich überhaupt nichts, wenn der Vogel auf dem Bild verschwommen oder zu klein dargestellt wird. Wichtig ist, den richtigen AF-Modus und geeignete Objektive auszuwählen. Das sorgt dafür, dass das Motiv das Bild ausfüllt. Richtig überzeugend ist die Bildkomposition, wenn ein Motiv auf Augenhöhe fotografiert wird und sich von einem monochromen, defokussierten Hintergrund abhebt.

Für viele Vogelaufnahmen werden vor allem lange Teleobjektive verwendet. Das ist bei der Eisvogel-Fotografie nur bedingt nötig. So bevorzuge ich oft mittlere Teleobjektive wie beispielsweise das Sigma 120-300 f 2.8 APO EX DG OS HSM oder manchmal auch ein Canon EF 400mm f/4.0 DO IS USM. Ich verlasse mich auf meine Geschicklichkeit, um nahe genug an die Vögel heranzukommen.

Dazu nutzte ich schon mal ein schwimmendes Versteck. Besonders bei einem Versteck auf einem Floß musste ich sehr nahe an der Wasserlinie arbeiten. Die Balance zu halten, ist per se schon eine Herausforderung. Wenn man dann mit Superteleobjektiven versucht zu arbeiten, ist es ausgesprochen mühsam, den Vögeln zu folgen, da sie sich beim Ortswechsel erstaunlich weit davonfliegen. Je länger das Objektiv außerdem ist, umso geringer ist der Sichtwinkel, sodass es schwieriger ist, den Eisvogel im Fokus zu behalten. Wenn man aber z.B. in einem schon länger eingerichteten Versteck sitzt, kommt man nah genug an die Eisvögel heran. Mit ein wenig Geduld kann man sogar dann mit einem kurzen Teleobjektiv für Porträtaufnahmen wie einem 85-mm-Objektiv fotografieren.

Geduld ist natürlich die Grundvoraussetzung. Nicht nur zum Zeitpunkt der Aufnahme. Man sollte auch regelmäßig, nicht jeden Tag, zurückkehren und wirklich Zeit in das Motiv investieren. Man braucht ein gutes Versteck und eine gute Tarnung. So ist es einfacher, näher an die Eisvögel heranzukommen, ohne sie zu stören. Manchmal warte ich mehrere Stunden in meinem Versteck, bis sie sich zeigen, oder ich sehe sie überhaupt nicht. Manchmal passiert auch genau das Gegenteil. Sobald ich mich in meinem Versteck befinde, kommen sie mir ganz nah.

Wenn sich dann eine Gelegenheit ergibt, hat die EOS-1D X Mark III mehrere wichtige Eigenschaften, um sicherzustellen, dass ich die Fotos aufnehme, auf die ich gewartet hat. Der geräuschlose Verschluss ist ein Muss, um das Motiv nicht zu stören oder zu vertreiben. Bei Aufnahmen im Continous-Modus richte ich den Fokuspunkt auf das Motiv und verfolge es mit dem Nachführungsmodus. Das funktioniert so schnell und präzise, dass ich mich meistens auf eine optimale Fokuseinstellung verlassen kann, auch wenn ich mit weit geöffneter Linse fotografiere. Damit ich die Form des Vogels beim Eintauchen perfekt treffe und mir kein Wasserspritzer entgeht, fotografiere ich gerne mit den maximal möglichen 20 Bilder/sec. Ich weiß, dass das Rauschverhalten eine besondere Qualität aufweist, um die ISO-Werte hoch zu halten und ein scharfes Bild des Motivs aufzunehmen. Deshalb fotografiere ich oft mit 1/1600, 1/3200 sec. oder mehr. Mit einer geringeren Geschwindigkeit fotografiere ich nur, wenn der Vogel entspannt auf einem Ast sitzt. Dann kann sich auch der Fotograf entspannen.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com auch gezielt Reisen an entfernte Orte unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern, nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln, ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

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