Bergfinken im herbstlichen Wald

BergfinkEs herrscht, traumhaft ruhiges Herbstwetter. Den Herbst verbindet man wohl ansonsten mit Regen und Sturm. Es verspricht ein sonniger Oktobertag zu werden. Am Vormittag breche ich zu einem längeren Spaziergang in die Brandenburger Bruchwälder auf. Die Sonne durchdringt den Dunst, über dem sich ein stahlblauer Himmel ausbreitet. Auf der ersten Metern schon schnarrt eine Misteldrossel (Turdus viscivorus) hoch oben in einer Kiefer. Die Erlen und Eschen sind noch erstaunlich grün sind. Erst am Waldrand überzieht die Kronen ein goldbrauner Schimmer. Die ersten Blätter fehlen.

Ich gehe im Wald die mir vertrauten Pfade. Eine mächtige Kiefer wurde vom Sturm letzte Woche umgeworfen. Sie liegt quer auf dem Waldweg und zwingt mich zu einer Umgehung. Überall im Wald stehen Bäume schief. Viele Birken sind in drei, vier Metern Höhe abgebrochen. Eine tiefe Stille liegt auf dem Wald, nur ab und zu unterbrochen vom zaghaften Klopfen eines Buntspechtes. Dann ist doch Bewegung im Wald. An einer Pfütze 50 Meter vor mir herrscht Kleinvogelbetrieb. Ich erkenne zunächst schemenhaft eine Kohlmeise (Parus major) und bei längerem Hinsehen einen Schwarm Buchfinken (Fringilla coelebs). Durch mein Fernglas verfolge ich das Baden. Doch halt, das sind ja gar keine Buchfinken. Tatsächlich sind es unheimlich viele Bergfinken (Fringilla montifringilla), die auf dem braunen Buchenlaub fast unsichtbar sind und sich erst durch ihre Bewegungen verraten. Als ich näher trete, fliegen sie in die Kronen hinauf. Wie kleine Lichter blitzen ihre weißen Bürzel im dunklen Wald auf. Jetzt hört man auch ihre gedehnten Rufe, die für mich immer das untrügliche Zeichen dafür sind, dass der Herbst wirklich da ist. Vor wenigen Wochen noch auf Helgoland hatte ich die ersten durchziehenden Bergfinken. Jetzt sind sie im Winterquartier eingetroffen,

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