Delfine lassen das Meer kochen – auch für Seevögel

Gelbschnabel-Sturmtaucher oder SepiasturmtaucherDiesmal geht es mit Blacksod Sea Safari raus aufs Meer vor der westlichen Küste Irlands. Auf der Fahrt zum Atlantik passieren wir die Insel Inishkea. Schließlich umgibt uns die Weite des Atlantischen Ozeans. In der Ferne erkenne ich die markanten weißen Flügel von Basstölpeln (Morus bassanus), die ins Wasser eintauchen. Ihre Präzision und Geschwindigkeit lassen es so aussehen, als ob unter der Oberfläche etwas Bemerkenswertes passiert. Ich vermute, dass sich unter ihnen Sturmtaucher befinden, obwohl das aus dieser Entfernung schwer zu erkennen ist. Ein Schwarm Delfine, wahrscheinlich Gemeine Delfine (Delphinus delphis), scheucht einen Fischschwarm auf und erweckt die gesamte Szene zum Leben. Die chaotische Schönheit der Natur entfaltet sich vor unseren Augen, als ob sie von einer unsichtbaren Kraft orchestriert würde.

Als wir näherkommen, wird klar, dass die Basstölpel, deren weißes und gelbes Gefieder sich wunderschön vom Blau des Meeres abhebt, nur von Ferne in der Überzahl sind. Doch unter ihnen fallen mir die subtileren, dunkleren Formen der Dunklen Sturmtaucher (Ardenna grisea) auf. Ein besonders entschlossenes Exemplar hat gerade einen Sandaal (Ammodytidae sp.) gefangen und versucht ihn schnell zu verschlucken, bevor es von uns wegfliegt. Es ist ein bei Seevögeln übliches Bild: fangen, verschlucken, fliehen. Nur so kann man in einem so wettbewerbsintensiven Umfeld überleben.

Während ich weiter beobachte, rücken weitere Sturmtaucherarten in den Fokus. Es herrscht eine fast unheimliche Aktivität, wenn Kappensturmtaucher (Ardenna gravis), Gelbschnabel-Sturmtaucher oder Sepiasturmtaucher (Calonectris borealis), Dunkler Sturmtaucher (Ardenna griseus), Eissturmvögel (Fulmarus glacialis) und – allerdings nur wenige – Atlantiksturmtaucher bzw. Schwarzschnabel-Sturmtaucher (Puffinus puffinus) knapp über den Wellen gleiten. Ihr anmutiger, fast müheloser Flug steht im Kontrast zu dem gelegentlichen Chaos, wenn sie nach Fischen tauchen oder versuchen, Konkurrenz zu vermeiden. Die Wasseroberfläche wimmelt von Leben, sowohl über als auch unter Wasser, und das wilde Treiben ist faszinierend.

Zwischen den Vögeln tauchen immer wieder Delfine auf und schneiden mit ihren Flossen durch das Wasser. Jedes Mal, wenn sie das tun, ändern die Tölpel und Sturmtaucher ihre Position und warten auf die nächste Gelegenheit zum Abtauchen. Das Fotografieren dieses wilden Tanzes ist eine Herausforderung, da er sich ständig bewegt und schnell die Richtung wechselt. Jeder Moment fühlt sich flüchtig an, als könnte die ganze Szene so schnell verschwinden, wie sie begonnen hat.

Diese symbiotische Beziehung zwischen Delfinen und Seevögeln, insbesondere bei ihrer gemeinsamen Jagd nach Beute, ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie eng die Rhythmen der Natur miteinander verbunden sind. Die Tölpel, Sturmtaucher und Delfine, die alle ihre eigene Rolle haben, arbeiten auf eine Weise zusammen, die fast magisch erscheint.

Für Vogelliebhaber ist es sowohl selten als auch unvergesslich, diese Momente persönlich mitzuerleben. Von den Küstenklippen aus können Sie vielleicht auch Seevögel beobachten. Wer den Seevögeln, den pelagischen Arten, aber wirklich nahekommen will – sei es, um das unvergleichliche Gefühl der unmittelbaren Verbundenheit auf Augenhöhe zu genießen, Teil des oben beschriebenen kreativen Chaos zu sein oder einfach nur, um Nahaufnahmen dieser eleganten Flieger zu machen – der muss ein Boot mieten. Eine Fahrt sollte mindestens 3 Stunden dauern. Es kostet immerhin fast 400 – 500 €. Alles in allem waren es ein fantastische Ausflüge, an zwei wunderschönen Tagen die riesige atlantische See mit Blacksod Sea Safari zu sehen. Die Sturmtaucher und Sturmschwalben zu sehen und zu fotografieren war wirklich unglaublich. Das Geld war es auf jeden Fall wert. Man sollte nach Toby als Skipper fragen. Blacksod Sea Safari (https://blacksodseasafari.ie/ ) ist sehr zu empfehlen.

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