Kuhreiher im intensiven Prachtkleid

KuhreiherDer Kuhreiher (Bubulcus ibis) auf dem Höhepunkt des Balzgeschehens ist ein prachtvoller Vogel. Während der Brutzeit entwickeln adulte Exemplare zumindest der westlichen Unterart orangefarbene Federn auf Rücken, Brust und auf dem Kopf. Schnabel, Beine und – sehr auffallend – die Iris werden vor der Paarung für kurze Zeit intensiv hellrot. Das gesamte Gefieder ist zwar grundsätzlich weiß. Es kann aber während der Brutzeit unterschiedliche Hellbraun- und Orangetöne an der Brust, bzw. am unteren Hals, am Kopf (Stirn bis Nacken) und auf dem unteren Rückengefieder aufweisen. Diese Einfärbungen scheinen auf die massive Ausschüttung von Hormonen zurückzuführen zu sein. Brutvögel haben ansonsten gelbgrüne Beine und eine dunkelgelbe Iris. Während des Höhepunkts des Balz- und Paarungszyklus sind Schnabel, Beine und Iris für kurze Zeit hellrot und die Stirn erscheint lila-rosa.

Männchen und Weibchen sehen gleich aus, aber das Männchen ist geringfügig größer und hat etwas längere Brutfedern als das Weibchen.

Der Kuhreiher ist ein gesellig auftretender, weitgehend weißer, kleiner Reiher, der schon im Süden Europas leicht bei seiner Nahrungssuche mit grasenden Tieren (vielfach Kühe; daher der Name) zu erkennen ist. Seine Vorliebe für Grasland, Wiesen, Weiden und Weidetiere unterscheidet sich deutlich von der anderer Reiher. Inzwischen tauchen immer wieder Kuhreiher weiter nördlich, gerne in den Niederlanden oder auf den britischen Inseln auf. Auch in Deutschland gibt es alle paar Wochen Meldungen, besonders von der Küste so wie im März 2021 vom Polder Brokfelde bei Bremen.

Der Kuhreiher begann eine bemerkenswerte weltweite Verbreiterung im späten 19. Jahrhundert und auf dem nordamerikanischen Kontinent in den frühen 1950er Jahren. Dort wurde es in etwa 40 Jahren in vielen Regionen heimisch und besiedelt weiterhin immer noch neue Gebiete. Die schnelle, fast weltweite Erweiterung seines Lebensraums ist recht gut dokumentiert, was zu Spekulationen über die besonderen Aspekte seines Anpassungspotentials und seiner Ökologie anregt. In der Tat bietet die Verbreitungshistorie dieses ungewöhnlichen Vogels eine seltene Gelegenheit für vergleichende weltweite Studien. Diese betreffen besonders seine Populationsdynamik und die Wechselwirkungen mit anderen autochthonen Großvögeln sowie mit Menschen. Obwohl in vielen Teilen der Welt Studien mit unterschiedlicher Blickrichtung zum Kuhreiher durchgeführt wurden, fehlen interessanterweise besonders Daten für die afrikanische Unterart in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet.

In Ghana war der Kuhreiher phantastisch vom Mittagstisch im Hans Cottage Botel bei dem Küstenort Elmina in der Central Region im Süden Ghanas zu sehen.

Dort waren nicht  nur die auffallend gefärbten Brutvögel zu sehen. Auch das Balzverhalten konnte sehr gut beobachtet werden. Das Männchen zeigt sich dabei exponiert in einem Baum in der Kolonie und verwendet eine Reihe ritualisierter Verhaltensweisen wie das Schütteln eines Zweigs und das Zeigen in den Himmel. Dabei wird der Schnabel vertikal nach oben gestreckt. Die Paarbindung bildet sich dann über einen Zeitraum von drei oder vier Tagen.

Es gab auch Jungvögel zu sehen. Und zwar in allen Altersstufen. Diese haben keine farbigen Federn und einen schwarzen, anfangs noch sehr kurzen Schnabel.

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