Graureiher im Kampf mit Teichmolch

GraureiherElegant fliegt der Graureiher (Ardea cinerea) an dem sogenannten „Schlucker“, einem Feuchtgebiet mitten in der Agrarlandschaft des Niederen Fläming, ein.  Vorsichtig sichert er nach allen Seiten bevor er am schlammigen Ufer, der bis zum Oberrand gefüllten Senke mit der Nahrungssuche anfängt. Wobei er anfangs einfach nur still am Rand steht und die ganze Szenerie offensichtlich nur auf sich wirken läßt. Eine ganze Weile betrachte ich aus einem Ansitz heraus den Graureiher und seine Nahrungsstelle. Dann widme ich mich wieder dem einsamen Waldwasserläufer (Tringa ochropus), der sich vom Graureiher hat verscheuchen lassen und am gegenüberliegenden Ufer nach Nahrung sucht. Die Limikole bekommt dann auch noch Gesellschaft in Form einer Bekassine (Gallinago gallinago).

Der Graureiher hat sich nach einer Weile anscheinend von der Unergiebigkeit des Platzes überzeugen können. Nach einiger Eingewöhnung läuft er am Ufer entlang; die anderen Vögel (die Bekassine und der Waldwasserläufer) suchen das Weite. Die Nähe des ja gut 5-mal so großen Reihers ist ihnen offensichtlich suspekt. Plötzlich höre ich einen lauten Platscher im Wasser. Der Graureiher hat schwimmend einen Teichmolch (Lissotriton vulgaris) erbeutet. Er bringt ihn an Land und kaut ausgiebig auf dem Molch. Ich wundere mich, daß der Reiher den Molch nicht direkt hinunter schlingt. Aber der Molch schmeckt ihm wohl gar nicht. Irgendwann läßt er den Teichmolch sogar auf dem Trockenen liegen und kehrt – deutlich angewidert – zum Ufer zurück. Dort zeugt ein sehr deutliches Schnabelaufreißen und Kopf-schütteln von der Erfahrung mit der unappetitlichen Beute. Nach einer Weile kann er das gute Stück Frischfleisch aber wohl doch nicht liegenlassen. Er schnappt sich den Molch nochmal und taucht ihn dann immer wieder ins schlammige Wasser. Dann scheint die Amphibie so weit gereinigt zu sein, daß der Reiher mit einem kurzen Schnabel-Aufreißen den Happen verschlingt.

Gerne nutzte ich bei dem Ansitz auf geräuschempfindliche Vögel ein 4,0/ 600 IS II an einer Canon EOS 5 DsR. Die Canon 1 DX ist einfach selbst im sogenannten Silent-Mode zu laut. Mit der EOS 5 DsR kann ich – wenn es denn bei der kurzen Distanz überhaupt notwendig wäre – auch auf einen 1.4 Konverter verzichten. Den 2x-Konverter benötige ich sowieso nur für Belegfotos sehr weit entfernt stehender Vögel.

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