Zwergalken auf St. Paul/ Pribilof Inseln

ZwergalkLangsam sinkt das Flugzeug der PenAir den dunkelgrauen, von weißen Schaumbändern gekrönten Wellen entgegen. Mit Erreichen der Küste ändert sich das Dunkelgrau in ein von vereinzelten Schneeresten kontrastiertes Lava- schwarz. Darüber hängt eine kräftige, regenschwere Wolkendecke. Sie läßt für die nächsten Tage nichts Gutes erhoffen, das kann aber auch täuschen. In der Abfertigungshalle des Flughafens St. Paul Airport erwartet uns bereits unser lokaler Guide.

Auf einmal brechen Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Die Sonnenstrahlen verzaubern die wilde Landschaft mit warmen Farben und entlocken der offenen Tundra ihren eigenen Reiz. Die Luft ist mit den eindringlichen Rufen und Schreien einer ungezählten Vielzahl von Seevögeln erfüllt. Hohe Klippen und baumfreie Hügel prägen das Landschaftsbild der Pribilofs. Dazu beherbergen sie die größte Seevogelkolonie der nördlichen Hemisphäre mit Zwergalken (Aethia pusilla). Nicht weit von der kleinen Ortschaft St. Paul mit seinem Hafen, der als Village Cove bekannt ist, erstreckt sich in südlicher Richtung gen Reef Point eine Zwergalkenkolonie zu Hause. Zwergalken oder – wie Einheimische sie nennen – Chuuchkies fliegen laut rufend vor allem in den Morgenstunden oder spät abends

Außerdem findet sich hier auf St. Paul einer der stärksten Brutkolonie des Rotschnabelalks (Cyclorrhynchus psittacula) und des Schopfalks (Aethia cristatella). Die größte Anzahl an Vögeln ist ab Ende Mai bis in den Sommer anzutreffen. Bei unserem viertägigen Aufenthalt auf den Pribilofs konnte ich Zwergalken immer wieder aus nächster Distanz beobachten. Das wechselhafte Wetter erschwerte allerdings von Zeit zu Zeit das Fotografieren.

Die Gehzeiten zu den ortsnahen Brutkolonien des Zwergalken betragen nicht mehr als eine halbe Stunde. Ansonsten praktisch automatisch zu allen Raritätender Insel geführt. Vogelbeobachtung auf St. Paul Island heißt, Frühstücken und dann raus bis ca. 21:00 oder 22:00 Uhr. Pausen gibt es nur für das Mittagessen und Abendessen.

Obwohl Saint Paul Island die größte der Pribilof-Inseln ist, ist sie mit einer Breite von 12,33 km an ihrer breitesten Stelle und einer Länge von 21,7 km an der längsten Stelle, überschaubar. Man kann also praktisch alle Ecken der Insel und damit alle produktiven Vogelbeobachtungspunkte absuchen. Von den Klippen – meist von Stellen sehr hoch oben auf den Klippen – zu Geröllstränden (für die Seevögel-Beobachtung), Wattenmeer, Seen, Sümpfen, Feuchtbereiche rund um die Seen, Lavafelder, Hügel im Inselinnern und entlang der Straßen.

Die Pribilof- Inseln sind am besten von Anchorage per Flugzeug zu erreichen. Die Pribilof Islands liegen 1.240 km vom Flughafen Anchorage entfernt. Die Reisezeit beträgt daher ungefähr 3 Stunden. Um die Logistik sicherzustellen, ist es ratsam, sich einer Reisegruppe wie High Lonesome Tours anzuschließen. Die Ausbeute der paar Tage auf der Insel kann sich wirklich sehen lassen. Die Inseln liegen fast 500 km westlich vom Festland Alaskas und knapp 400 km nördlich der Äleuten mitten im windgepeitschten Meer der Beringsee.

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