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Fliegende Vögel mit langen Verschlußzeiten

Fliegende Vögel in ihrer Umwelt zu fotografieren ist sicher eine der anspruchsvollsten und zugleich befriedigensten Aufgaben in der Tierfotografie. Das Fokussieren ist wegen des wechselnden Hintergrundes und der sich ggf. zusätzlich verändernden Entfernungen nicht ganz einfach. Ein professioneller Autofokus kann dabei schon mal ein Problem – nämlich die automatische Schärfenachführung lösen. Dazu braucht es keine Canon EOS 1DX Mark III. aber wenn man schon eine hat, ist das natürlich auch nicht hinderlich. Die Einstellung auf die automatische Schärfenachführung heißt bei Canon AI-Servo. Zusätzlich bieten die Canon EOS 1DX – Modelle auch die Möglichkeit einer automatischen Schärfenachführung, bei der auch die Farbe der Objekte einbezogen wird.

Greifvögel im Gleitflug vor blauem Himmel. Damit kann man ja anfangen. Die eingestellte Belichtungszeit sollte – gerade bei Tests und ersten Versuchen – möglichst kurz sein, um die Bewegung auf dem Bild einzufrieren. Dafür bietet sich die Blendenautomatik (Tv) an. Die Belichtungszeit wird manuell vorgewählt und die Blende wird von der Kamera automatisch angepasst. Der Greifvogel im Gleitflug sollte auch mit 1/500 sec. möglich sein. Um Verwacklungen ansonsten aber vorzubeugen, sollte die Belichtungszeit bei höchstens 1/1.000 sec liegen. Und selbst dann mögen nicht alle „beweglichen Teile“ eines Vogels scharf zu sein. Oft ist der Effekt unscharfer Schwingen aber auch erwünscht, da diese dem Bild Natürlichkeit und Bewegung verleihen. Wesentlich ist aber, dass der Vogel ansonsten scharf abgelichtet wird. Schnell kommt man bei der Kombination von Offenblende und kurzer Belichtungszeit an die Grenzen. Da ist es vorteilhaft, eine kurze Verschlusszeit und eine offene Blende mit der ISO-Automatik zu kombinieren. Bildstabilisatoren dürften in der Mehrzahl der regulären Anwendungsfälle – also bei sehr kurzen Belichtungszeiten unter 1/1.000 sec keine besondere Rolle spielen.

Mit etwas Übung können (etwas) längere Belichtungszeiten als Stilmittel verwendet werden. Dies kann sehr schön bei dem Bild eines fliegenden Gänsesägers (Mergus merganser) auf dem Blankensee im südlichen Brandenburg erkennen. Es war ein grauer Tag und die hochnebelartige Bewölkung ließ trotz des Canon EF 400mm f/2.8L IS II USM Kameraobjektivs keine wirklich kurzen Belichtungszeiten bei akzeptablen ISO-Werten zu. Ein paar vorbei fliegende Entenvögel sollten mal mit einem besonderen Continue reading Fliegende Vögel mit langen Verschlußzeiten

Sanft und kontrolliert schwenken: ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger

Laut Werbetext geht es beim ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger um die ultimative Verbindung zwischen Größe, Gewicht und Funktionalität. Üblicherweise werden für Aufnahmen fliegender Vögel Systeme wie der Wimberley Head oder auch ein Sachtler-Hydroneiger. Besonders amerikanische Naturfotografen schwören auf die vielfältigen Systeme von Wimberley Head.

Viele Systeme sind aber recht schwer und auch teuer. Bisher hatte ich die meisten Stativaufnahmen von einem massiven Burzynski Kugelkopf aus gemacht. Das ist zwar für Flugaufnahmen eigentlich überhaupt nicht geeignet, da sich die beiden Feststellschrauben nie so fein einstellen lassen, daß man von einer Kombination aus Stabilität und Flexibilität sprechen kann.

Außerdem haben sie den entscheidenden Nachteil, dass sie sich schlecht bis gar nicht (Wimberley Head) für die Landschafts- und Makrofotografie eignen, so dass hierfür zusätzlich ein Kugelkopf mitgeführt werden muss. In Alaska, bei der Fotografie von Continue reading Sanft und kontrolliert schwenken: ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger