Junge Bläßralle tanzt im Regen

Dicke Wolken stehen über dem Rhein bei Köln-Porz. Typisches Waschküchenwetter; so wie es im Sommer für die Kölner Bucht nicht ungewöhnlich ist. Irgendwann öffnen sich die „Schleusen“. Zuerst nur zögerlich: Nieselregen. Dann prasselt ein Regenguß auf die Relikte eines Auenwalds im Süden Kölns. Eine Familie Bläßrallen (Fulica atra) war mir zwischen den anderen Wasservögeln wie Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), Graureiher (Ardea cinerea), Höckerschwan (Cygnus olor), Mandarinente (Aix galericulata) und vor allem Stockente (Anas platyrhynchos) schon aufgefallen. Die Eltern haben mindestens 3 Junge bis zu diesem Alter aufgezogen. Die Jungen wirken wohlgenährt, sind aber noch etwas quengelig und betteln die Eltern weiterhin an. Das selbstständigste Junge wagt sich irgendwann weiter in die Seefläche hinaus. Auf einem schwimmenden Holzstück legt es sich und versucht von da aus, Nahrung von der Wasserfläche aufzunehmen. Als der Regen fällt, wirkt es zuerst irritiert. Als der Regen an Heftigkeit zunimmt und dicke Regentropfen das Wasser „brodeln“ lassen, kann es nicht mehr an sich halten. Es stellt sich auf, tapst mit seinen überproportional großen Schwimmfüßen auf und hebt anschließend sogar die Flügel und schlägt sie immer wieder auf und ab. Ein begeisterter Tanz für oder mit dem Regen!

Es gibt nur noch Reste des ehemaligen Auenwaldgürtels entlang des Rheins zwischen Bonn und Düsseldorf. Vor allem die Altarme sind nur noch in kümmerlichen Resten vorhanden. Der ehemalige Rheinarm – die Groov – bildet eine weitläufige Rheinauen-Landschaft, geprägt von teilweise jahrhundertealten Bäumen. Ursprünglich war die Groov eine Insel im Fluss, wurde jedoch 1849 mit dem Ufer verbunden. Bekannt als “Freizeitinsel” ist die Groov im Stadtteil Porz-Zündorf ein bemerkenswert schönes Stück Natur mit ausladenden Sandstränden und alten Baumbeständen und insgesamt 3 abgegrenzten Wasserflächen, darunter ein Doppelsee im südlichen Teil, die allerdings beide aufgestaut werden. Den eigentlichen Pegel des Flusses hat nur noch der (nördliche) Yachthafen.  Wer einfach mal dem Trubel der Kölner Innenstadt entfliehen möchte, sollte sich nicht scheuen, die Fahrt in einen der entlegensten Winkel der Stadt auf sich zu nehmen. Zündorf grenzt im Südosten der Stadt an den Rhein-Sieg-Kreis und bietet mit der Groov eine natürliche Attraktion.

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