Ein superschöner Tag kündigt sich mit einem tadellosen Sternenhimmel an. Ich habe sehr gut geschlafen. Also kann ich mich richtig in´s Abenteuer stürzen. Zuerst versuche ich mein Glück mit dem Nikon Nikkor AF-I 4.0/ 600 an der Nikon F 5 aufgebaut an dem fruchtenden Einzelbaum am Hang, bei dem ich gestern überhaupt nicht fündig geworden bin. Ich habe kaum meine Stellung bezogen – das Objektiv so ausgerichtet, daß die ersten Strahlen Morgensonne auf einen besonders schönen Ast mit Früchten zeigen – als ich die ersten Stimmen aus dem Wald höre. Nun heißt zünftig mit Tarnzelt und Gitzostativ den Unterstand ausstatten. Da kommt auch schon ein Vogel aus einer ganz anderen Richtung angeflogen als ich erwartet hatte. Das bedeutet dann Umdisponieren. Aber nichts ist unmöglich – zumindest für einen ausgewachsenen Andean Cock-of-the-rock, den Andenklippenvogel (Rupicola peruviana). Ich fotografiere ihn mit meinem Metz MZ-5 und Teleblitzvorsatz in Normalmodus ohne Korrektur und nur die letzten 2 Fotos im Blitzmodus Rear (2. Verschlussvorhang) mit –1,0-Korrektur.
Ich wechsle meinen Standort und setze mich auf den Weg mit dem Stativ und dem 600er. Vielleicht kann ich ja an den malerischen Blüten der rot-blühenden Blumen einen Kolibri erwischen. Stattdessen höre ich die ganze Zeit einen Olivscheitelbreitschnabel (Tolmomyias sulphurescens). Das lässt mich auf den Gedanken kommen, doch mal meine MiniDisk-Konstruktion mit dem 7m-Kabel auszuprobieren. Klappt eigentlich ganz gut; der Olivscheitelbreitschnabel kommt nur leider so kurz auf den richtigen Ast, dass ich gar keine Zeit habe, den Blitzschalter auf On zu stellen (wenn ich den Blitz die ganze Zeit laufen lasse, bin ich nachher ganz ohne Blitzenergie). Dafür entschädigt mich dann ein – nein mehrere – Andean Cock-of-the-rock, die augenscheinlich gemeinsam den Berg hochkommen sind und dann auf einem waagrechten Ast genau vor mir Platz nehmen. Ich erwische ihn/sie im Normalmodus ohne Korrektur und im Blitzmodus Rear (2. Verschlussvorhang) mit –1,0-Korrektur.
Tunquini Biological Station ist – bzw. war – eine wissenschaftliche Forschungsstation im Nationalpark Cotapata in der Provinz La Paz in Bolivien. Aktuell befindet sich bei eBird kein Eintrag zu diesem Gebiet. Der nächste Hotspot ist Coroico. Und Coroico ist eher ein Städtchen, dessen Ränder in offenes Land – mit teils empfehlenswerten Lodges – ausapern. Das Areal oberhalb von Chailo war jedenfalls ein ausgezeichnetes Gebiet des relativ niedrigen Yungas-Waldes (ca. 1600 m), das mit der Tunquini Biological Station erschlossen werden konnte. Die biologische Forschungsstation weist einen großen Schlafraum, großzügige Aufenthaltsräume und eine Kochgelegenheit auf, die während unseres Aufenthalts.
Ich konnte es fast nicht glauben, dass diese Station – wie mir vielmals versichert wurde – über Strom verfügt. Später stellt sich raus, wie berechtigt mein Unglaube war. Irgendwann im Laufe unseres Aufenthalts kommen aber 4 Männer und installieren tatsächlich eine Wasserkraftanlage, die sogar ordentlich Elektrizität liefert. Damit war sowohl der Akku der Kamera als auch die Blitz zu laden.
Wir arrangierten den Aufenthalt dort über Luis Pacheco, der für die wissenschaftliche Arbeit im Reservat verantwortlich ist. Ich meine mich erinnern zu können, das wir von der Straße dem Schild zum Rio Selva Resort folgten. 11 km nach der Abzweigung passierten wir Rio Selva und erreichten bald das kleine Dorf Chairo. Die neue Hauptstraße verläuft nun (wir waren 2000 dort) sehr nahe an Chairo vorbei. Von dort geht es den beschriebenen Weg. Der einzige Weg durch den Wald ist die Fortsetzung des Chairo-Weges, der jedoch in beide Richtungen gut zur Vogelbeobachtung geeignet ist.
Um die wachsende Nachfrage nach Top- Aufnahmen der selteneren Arten der Paläarktis befriedigen zu können, hat bird-lens.com gezielt Reisen in die schönsten Naturlandschaften der Welt aber auch in heimische Gefilde unternommen. Dies alles um exzellente Fotos vor allem der Vögel der Westpaläarktis machen zu können. Die Ausbeute an Bildern auch von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Aber auch die Ausbeute an außer-europäischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild, das Sie im Blog sehen, ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture Shop” sehr bald finden werden. Geben Sie bird-lens.com einfach Bescheid, wenn Sie das Bild einer Vogelart benötigen, bevor neue Bilder online sind.