Waldbrand und die Folgen für Vögel

BaumpieperViele Vögel brauchen Strukturvielfalt. Umso mehr desto besser. Das könnten Flächen nach einem Waldbrand bieten. So sind Wendehals (Jynx torquilla), Baumpieper (Anthus trivialis) und Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) Vögel, die den Waldrand schätzen und diese offeneren Bereiche als Revier nach einem Brand beanspruchen könnten. Mitten in einem ehemaligen Kiefernstangenwald könnte dann der monotone, schwirrende Gesang des Feldschwirls (Locustella naevia) zu hören sein.

Daß ein Waldbrand ein Schlüsselfaktor sein kann, der die Zusammensetzung der Vogelgemeinschaft in Wäldern beeinflusst, ist Gegenstand intensiver Untersuchungen vor allem in Nordamerika. Aber auch in Deutschland sollte man besser verstehen, wie Vogelarten und ganze Lebensgemeinschaften auf Waldbrände reagieren und wie sich diese Effekte regional unterscheiden. Dann kann nämlich die Forstwirtschaft auch trockene Nadelwälder effektiv bewirtschaften und gleichzeitig die biologische Vielfalt zu erhalten oder sogar steigern.

Dazu wurden in der Studie „Avian relationships with wildfire at two dry forest locations with different historical fire regimes“ die Beziehungen zwischen Vögeln und ganzen Lebensgemeinschaften mit dem Schweregrad von Waldbränden zwischen zwei Standorten in trockenen Wäldern in Arizona und Idaho verglichen.

Hervorzuheben ist, daß es unterschiedliche Reaktionen auf Waldbrände zwischen den Standorten aufgrund regionaler Unterschiede im historischen Brandregime gab. Dazu wurde 3 Jahre nach einem Flächenbrand (Arizona: 1997–1999; Idaho: 2008–2010) Artenerfassungen mit Hilfer der Punkt-Stop-Erhebungen durchgeführt. Dabei kam heraus, daß manche Vogelarten, nämlich die die in Hohlräumen nisten und (gleichzeitig) Insektenfresser waren deutlich positiv mit der Feuerintensität korrelierten. Somit folgte ein proportional positives Artenbelegungsverhältnisse zum Schweregrad der Verbrennung; der Artenreichtum nahm also zu.

Im Gegensatz dazu zeigten Vögel, die im Kronendach nisten und (gleichzeitig) Konsumenten von Koniferensamen sind, negative Beziehungen zum Schweregrad der Verbrennung.

Es ist also so, daß es keine per se optimale Bewirtschaftungsstrategie zur Erhaltung der Vogelvielfalt gibt, sondern diese regional unterschiedlich sein kann. Ein intensive Beräumung von Waldbrandflächen führt dagegen zu ganz anderen Vogelgemeinschaften und ist dem Artenreichtum von Waldvögeln grundsätzlich abträglich. In Brandenburg verbrannten 2018 und 2019 viele Hektar Wald. Darunter waren auch große zusammenhängende Flächen. Nach einem solchen Ereignis sind nicht selten 90 % der Bäume nicht zu retten und die Flächen sind binnen 36 Monaten wieder aufzuforsten. Neben der Angst vor dem Borkenkäfer werden auch immer wieder die Stoffverluste durch Auswaschung angeführt. Diese sind in den ersten Jahren nach einem Waldbrand am höchsten, da in dieser Periode die Versickerung ihr Maximum aufweist, die Mineralisierung erhöht ist und die Nährstoffaufnahme durch Pflanzen fehlt bzw. sehr gering ist. Als primäres waldbauliches Ziel wird deshalb die Bodenbedeckung bzw. Wiederbewaldung der Brandfläche genannt.

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