Nasser Heckenkuckuck nach Regen

HeckenkuckuckPatschnaß steht ein schwarz-brauner Vogel auf einem Ast in der Kurve der Landstraße. Ein Heckenkuckuck (Centropus sinensis) hat sich vom Tropensturm vollständig einregnen lassen. Nun steht er vor dem heranfahrenden Auto unsicher auf seinem Ast, will sich eigentlich ausgiebig schütteln und trocknen. Die Federn sind völlig durchnässt. Die Federn hängen ihm noch wie nasse Haare herunter; einzelne Federn stehen ab wie Haare eines flauschigen Pelzes. Die Nähe des Fotografen macht ihn unsicher, dann beschließt er aber doch sich zu mit dem ganzen Körper zu schütteln um dann die Flügel auszubreiten und dann mit lässigen Bewegungen mit ihnen zu schlagen. Die Farben kommen wirklich plastisch und kontrastreich heraus. Ein schönes Bild.

Auf dem Weg nach Ba’kelalan im malaysischen Bundesstaat Sarawak an der Grenze zu Kalimantan, Indonesien fahren wir auf einer breiten, ausgefahrenen vom Regen durchweichten Piste mit unseren Landcruiser 4X4 über Jalan Tanpa Nama, Lawas. Das Ziel sind die vielen guten Vögel, die sich in diesem noch recht naturnahen und wilden Teil Borneos aufhalten.

Für Vögel ist die Reinigung und Pflege des Gefieders eine wichtige Hygienemaßnahme und notwendige Gesundheitsvorsorge. Der Heckenkuckuck nimmt beispielsweise ausgiebige Wasser- und Staubbäder, um seine vielen Federn von Parasiten wie Zecken, Milben und Flöhen zu befreien.

Der Heckenkuckuck ist fast überall in seinem ausgedehnten Verbreitungsgebiet verbreitet und in einigen Gebieten, insbesondere in weiten Teilen Indiens und Thailands, sehr häufig. Die Analyse der DNA legt nahe, dass diese Art dem Javakuckuck (Centropus nigrorufus) am nächsten. Vögel von der Halbinsel Malaysia, Sumatra, Borneo und Palawan werden als Centropus sinensis bubutus geführt aber manchmal auch in einer separaten Unterart, eurycercus, abgespalten. Manche Wissenschaftler bemerkten, dass die Stimme von bubutus recht anders ausgeprägt ist. Die bisherige Artzuordnung zu Centropus sinensis wird aktuell in den relevanten Ausschüssen jedoch beibehalten, bis weitere Untersuchungen Licht u.a. auf die Stimmunterschiede werfen werden.

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