Komplizierte Balz des Paradiesvogels: ein Erlebnis

WimpelträgerDas Erscheinungsbild der Paradiesvogelarten ist sehr unterschiedlich. Das gilt auch für ihre Balzrituale. Einige von ihnen haben komplizierte Balzrituale, die normalerweise bei gutem Wetter stattfinden. Die Männchen des Großen Paradiesvogels (Paradisaea apoda) balzen z.B. am frühen Morgen und kurz vor Sonnenuntergang in Gruppen im Baldachin der Baumkronen, oft in einer Höhe von mehr als 40 Metern. Gleiches gilt für den Raggiparadiesvogel (Paradisaea raggiana). Bei diesen Wettbewerben versucht jeder Vogel, die Aufmerksamkeit eines Weibchens zu erregen, indem er laut und eindrucksvoll die dekorativen Federn präsentiert. Insbesondere das Präsentieren der Schmuckfedern ist eindrucksvoll. Solch ein Balztanz ist ein Rausch für die Sinne und ein Hin- und Her von Farben, Rufen und Bewegungen. Der Blauparadiesvogel (Paradisaea rudolphi) hingegen balzt allein und versucht, ein Weibchen mit ständigen lauten Rufen anzulocken. Wenn ein möglicher Partner kommt, schwingt das Männchen auf seinem Ast rückwärts, bis es kopfüber hängt und seine blauen Federn auf seinen Flügeln und Flanken ausbreitet. Der Ruf der Schmalschwanz-Paradieselster (Astrapia mayeri) ertönt auch in den frühen Morgenstunden im Kronendach des Waldes. Die Männchen sind ziemlich schüchtern und scheu, aber die Weibchen sind relativ leicht zu beobachten, wenn sie auf moosigen Zweigen stehen oder nach Nahrung suchen. Der nach dem sächsischen Prinzen benannte Wimpelträger (Pteridophora alberti) lässt seine Balzrufe hoch oben in den Baumwipfeln oder exponiert von abgebrochenen hohen Baumstämmen aus ertönen. Aber die eigentliche Balz und Paarung findet einige Meter über dem Waldboden auf einer Liane statt. Das Männchen sieht aufgrund seiner zwei 50 Zentimeter langen Kopffedern nur sehr schlecht und ist angeblich fast taub. Der Sichelschwanz-Paradiesvogel (Cicinnurus magnificus) wirkt wie ein Clown während der Balz auf einem Ast direkt über dem Waldboden. Der Blaunackensaradiesvogel (Parotia helenae) hingegen führt seine Balztänze auf dem Waldboden an einer Stelle durch, die sorgfältig von Ästen und Blättern gereinigt wurde. Wenn sich Weibchen auf den bodennahen Ästen niedergelassen haben, die eine gute Sicht bieten, beginnen die Männchen ihr Gefieder elegant wie Balletttänzer zu präsentieren. In der Regel hofieren die männlichen Paradiesvögel das ganze Jahr über, während die schlichter gefärbten und gefiederten Weibchen die Nester bauen und die Brut aufziehen. Die Menschen in Neuguinea beobachten gerne das Verhalten der Paradiesvögel und ahmen diese auch in Tänzen nach. Sehr beliebt sind auch die bunten, langen Federn. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Männer mit Frisuren, die Federn von fünf verschiedenen Paradiesvögeln verwenden, auf einem lokalen Markt angetroffen werden.

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