Der Böhmspint im Lengwe Nationalpark/ Malawi

Nun zum Nachmittagstrip im Lengwe Nationalpark, damit wenigstens etwas vom Tag übrigbleibt. Immerhin ist es schon gut um die 15:00. Der Weg führt mich über den Main Drive zum Main Hide. Hut ab, die Lauferei vom Parkplatz ist zwar störend – besonders in der Bullenhitze. Aber der Hide selber ist mal einigermaßen stabil, gibt einen exzellenten Überblick über ein Wasserloch, zu dem man „Sie“ sagen kann, da ausreichend mit Wasser bestanden in einem ansonsten durch Dornengebüsch geprägten Savannenbereich. Das auf Stelzen stehende Versteck, verankert zwischen 2 Bäumen, erlaubt auch zu den Seiten gute Ausblicke, die sogar fotografentauglich sind, da die Schlitze gerade breit bzw. hoch genug sind. Ich montiere nur die Sonnenblende ab, die ich hier sowieso nicht brauche, da der Blenden des Hide schon als Sonnenblenden taugen. An dem Wasserloch geht zum Glück eine leichte Brise, die einem ab und zu Linderung von dieser affenartigen Hitze verschafft. Als erstes nehme ich direkt mal den Böhmspint (Merops boehmi) Boehm’s Bee-eater direkt auf einem Ast neben der Hütte auf. Zuerst sitzt dieser – für Mopane-Wälder endemische – Vogel, der im englischen übrigens fast genauso, nämlich Boehm’s Bee-eater, heißt, auf einem Seitenast. Dann fliegt er nach Bienenfresser-Art los und kommt mit einer langen Libelle zurück auf den gleichen Ast. Die dicke Libelle wird sofort bearbeitet. Ganz toll kann ich diesen langschwänzigen Spint auf dem Ästchen fotografieren wie er mit der gefangenen Libelle im Schnabel hantiert. Schließlich liegt sie „schnabel“-gerecht und wird mit Schwung in den Rachen befördert.

Der Böhmspint gilt als einer der „schwierigeren“ Bienenfresser. Dies hat aber nicht damit zu tun, dass er selten ist, sondern weil sein Verbreitungsgebiet auf weniger besuchte Teile des afrikanischen Kontinents beschränkt ist. Die Art kommt insbesondere in Südtansania, Malawi und im Nordosten Sambias vor. Sie ist eine sehr schöne Art feuchter und trockener Mopanewälder und recht gut im Liwonde-Nationalpark oder im Lengwe Nationalpark in Malawi zu finden.

Der Lengwe National Park ist ein Nationalpark in Malawi in der Nähe der Stadt Chikwawa und etwa 60 km südwestlich von Blantyre. Lengwes Topographie ist ungewöhnlich für Malawi und besteht aus offenen Laubwäldern und dichtem Dornendickicht. Bekannt ist der Park als Heimat der scheuen Nyala-Antilope, die auch Flachland-Nyala oder Tiefland-Nyala (Tragelaphus angasii) genannt wird. Das Klima in Lengwe ist heiß und trocken, und die einzige Quelle für beständiges Wasser ist der Regen. Einige künstliche Wasserlöcher wurden gebaut, um durstige Tiere anzuziehen und sie für Besucher sichtbar zu machen.

Lengwe wurde ursprünglich als Wildreservat gegründet, um die großen Säugetiere im Lower Shire Valley zu schützen. Insgesamt hat der Park nun eine Größe von 887 Quadratkilometer. Lengwe wurde auf diese Größe erweitert hauptsächlich zum Schutz der Einzugsgebiete der Flüsse Shire, Mwanza und Nkombedzi wa Fodya erweitert.

Die wunderbare Familie der Meropidae umfasst mindestens 26 wunderschöne Arten, von denen Afrika mit nicht weniger als 20 Arten aufwarten kann. Die Bienenfresser kommen aber auch in ganz Asien und sogar bis nach Australien vor. Diese charismatischen, farbenfrohen und eleganten Vögel sind bei Vogelbeobachtern von Experten bis zu Anfängern beliebt und gehören zu einer Vogelgruppen, deren Schönheit selbst Nicht-Vogelbeobachter wirklich zu würdigen wissen.

Eine Auswahl der schönsten Bilder, die bird-lens.com auf seinen Trips in die Tropen geschossen hat, wird in der Galerie „Bee-Eaters of the Word“ präsentiert. In Afrika kommen Bienenfresser von der Südspitze des Kontinents bis in den wüstengeprägten Norden vor und besetzen eine unglaubliche Vielfalt an Lebensräumen und Nischen. Diese reichen vom Inneren der tiefsten Regenwälder des Kongo bis zu den trockenen Steppen der Sahelzone. In tropischen Gebieten kommen sowohl einheimische als auch ziehende bzw. überwinternde Arten vor. Ein Vorteil dieser schönen Vögel ist, dass sie nicht nur farbenfroh und voller Energie sind, sondern sich auch relativ leicht aufspüren lassen. Das gilt zumindest, wenn man mehrere Besuche nach Afrika unternimmt und bereit ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Die Anreise dürfte für einige Arten, wie den Rosenspint (Merops malimbicus), den Schwarzkopfspint (Merops breweri) oder den Saphirspint (Merops muelleri) sich als größte Herausforderung herausstellen.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Asien, Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

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