Das Hotel Mandalay 1941 bei Pereira: toller Ausgangspunkt zur Vogelbeobachtung

Purpurkehl-SternkolibriDie Ankunft im Hotel Mandalay 1941 fühlt sich weniger wie ein Check-in an, sondern eher wie ein Eintauchen in eine Oase der Ruhe zwischen Wäldern. Die Straße von Pereira schlängelt sich durch Kaffeeplantagen und feuchte, grüne Hügel, und schon beim Erreichen des Hotels dominiert Vogelgesang die Geräuschkulisse. Morgens beginnt der Tag mit aufsteigendem Nebel, der sich schließlich über den Hügeln lichtet und den Blick in die Hochgebirgslandschaft nicht weit entfernt freigibt. Verkehrslärm ist nicht zu hören. Für alle, die gerne mit dem Fernglas auf Vogelbeobachtung unterwegs sind, ist dies ein perfekter Ort.

Das Hotel Mandalay 1941 liegt in den zentralen kolumbianischen Anden, nahe Pereira im Departament Risaralda. Dank seiner Höhenlage und Lage befindet es sich im oberen Bereich der Andenausläufer, einer Übergangszone zwischen tropischem Regenwald und Bergökosystemen. Diese Lage ist besonders günstig für die Vogelbeobachtung, da hier Arten aus verschiedenen ökologischen Nischen auf relativ kleinem Raum konzentriert sind. Das Hotelgelände umfasst Gärten, Sekundärwaldinseln und offene Flächen und bildet so ein Mosaik an Lebensräumen, das sowohl einheimische als auch überwinternde Vögel anzieht.

Berühmt ist das Fauna- und Flora-Schutzgebiet Otún Quimbaya – nicht zuletzt aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit. Das Gebiet hat sich zu einem wichtigen Ökotourismus-Ziel in der Kaffeeanbauregion und insbesondere im oberen Einzugsgebiet des Flusses Otún entwickelt. Dieses Gebiet genießt aufgrund nationaler Schutzgebiete wie dem Nationalpark Los Nevados und regionalen Schutzgebieten wie dem Regionalen Naturpark Ucumarí.

Die Unterkünfte sind komfortabel, ohne übertrieben luxuriös zu wirken. Die Zimmer sind schlicht, sauber und bieten einen Blick in die umliegende Natur. Die Gemeinschaftsbereiche öffnen sich direkt zur umliegenden Landschaft und ermöglichen so eine Basis für Beobachtungen, ohne das Hotelgelände verlassen zu müssen. Am frühen Morgen hat man von den Terrassen und den Gartenwegen aus eine gute Sicht. Künstliche Geräusche sind minimal – ein wichtiger Faktor für die Erfassung der Vogelarten.

Die Vogelvielfalt in der Gegend ist hoch. Zu den häufig in der Region Pereira und in geeigneten Lebensräumen rund um das Hotel vorkommenden Arten zählt der Andenfelsenhahn (Rupicola peruvianus), der gelegentlich in nahegelegenen bewaldeten Schluchten beobachtet wird. Gelegentlich kann der Stilestapaculo (Scytalopus stilesi) anzutreffen sein. Obwohl es sich um einen gewöhnlichen Scytalopus tapaculo handelt, ist er ein endemischer Andenvogel von besonderem Schutzinteresse, da sein Verbreitungsgebiet in den zentralen Anden Kolumbiens extrem begrenzt ist. Der Vogel ist einfarbig dunkelgrau mit bräunlicheren Flanken und Bürzel. Wie andere Tapaculos verhält er sich wie eine Maus und huscht im Bergwald am oder nahe dem Boden umher. Zu den regelmäßig anzutreffenden Arten gehören der Braunkopf-Buschammer (Arremon brunneinucha), die Bischofstangare (Thraupis episcopus), die Rotscheiteltangare (Stilpnia vitriolina) und der Morgenammer (Zonotrichia capensis). Mit dem Scharlachbauchtangare (Ramphocelus dimidiatus) und der Feuerbürzeltangare (Ramphocelus flammigerus) sind zwei farbenprächtige Tangaren zu erwarten.

Die Kolibriaktivität ist praktisch konstant zu beobachten. Arten wie der im Blog abgebildete Purpurkehl-Sternkolibri (Philodice mitchellii), der West-Bunthalskolibri (Schistes albogularis) und der Glanz-Veilchenohrkolibri (Colibri coruscans) halten sich gerne an blühenden Pflanzen auf.

Abseits des Hotels trägt die weitläufige Landschaft von Risaralda wesentlich zum Vogelbeobachtungserlebnis bei. Schattenreiche Kaffeeplantagen, Uferstreifen und Restbestände von Nebelwäldern beherbergen eine hohe Artenvielfalt und sind dennoch gut zugänglich. Die komplexe Topografie der Region fördert endemische Arten und saisonale Wanderungen, sodass sich wiederholte Besuche lohnen. Das Wetter ist wechselhaft, die Vogelaktivität jedoch das ganze Jahr über konstant gut, insbesondere in den frühen Morgenstunden. Der Garten der Lodge grenzt an das Schutzgebiet der Agroökologischen Schule „Los Genaros“ (Reserva Natural Escuela Agroecológica Los Genaros). Dies ist ein hervorragender Ort zur Vogelbeobachtung in unmittelbarer Nähe.

Das Hotel Mandalay 1941 eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge vor allem für den SFF Otún Quimbaya und weniger als isoliertes Reiseziel. Sein Wert liegt in der gelungenen Verbindung von Komfort und ökologischem Kontext. Für Vogelliebhaber, die Artenvielfalt erleben möchten, ohne auf Komfort und optimale Beobachtungsbedingungen zu verzichten, bietet es einen praktischen und bereichernden Aufenthalt.

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