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Fotografie an den Nasspoldern der Oder

SeeadlerAn den Poldern in Nordost-Brandenburg, an der deutsch-polnischen Grenze zwischen Stützkow und der Teerofenbrücke werden jährlich Mitte November die eisernen Schieber in den so genannten Einlassbauwerken an der Oder geöffnet. Von da an bis Mitte April, wenn die Tore wieder geschlossen werden, funktionieren diese Bereiche des Nationalparks als Flussaue. Bei hohem Pegelstand der Oder überfluten die Polder oft so schnell, dass hier auch überwinternde Greife bei der Jagd nach flüchtendem Kleingetier kaum zur Ruhe kommen. Und nach wasserreichen Frühjahren leben Störche und die Reiher aus den beiden Brutkolonien im Nationalpark bis in den Mai hinein von Fischen in den Senken, die den Weg zurück in die Oder nicht geschafft haben.

Der Naturraum Odertal war von 1992 bis 2006 Gegenstand eines großen Naturschutzprojektes, das u.a. von den Projektförderern BMU/BfN und dem Land Brandenburg finanziert wurde. Dabei sollte eine noch weitgehend intakte Flussauen-landschaft in ihrem naturnahen Zustand erhalten und – wo erforderlich – verbessert werden. Die nördlichen, in den Wintermonaten überstauten Bereich (Nasspolder) sollten zu großen Teilen in eine natürliche Entwicklung übergeben. Schilfröhrichte und Großseggenbestände breiteten sich weiter aus. Auch die Entwicklung zu standortstypischen Auenwäldern wurde angestrebt.

Einige Flächen sind als Kernzone 1 geschützt, also frei von jeglicher Continue reading Fotografie an den Nasspoldern der Oder