Tag Archives: Wood Lark

Heidelerche singt den Frühling ein

Zuerst hört man nur einen zarten Gesang im Tal. Dann wird die Melodie immer klarer. Jemand begrüßt trotz strammen Westwind den Frühling an diesem sonnigen Spätwinter-Nachmittag. Es ist eine Heidelerche (Lullula arborea), die im weiteren Verlauf der Wanderung aus einem lichten Kiefernwald schön zu hören ist. Als wir den Waldrand passiert haben, wird der Gesang immer stärker und klarer. Da ist sie dann auch in ca. 40 m Höhe vor dem stahlblauen Himmel des Hohen Fläming auch zu sehen. Immer wieder schwirrt der Flügel, dann aber schwebt sie – teils mit angezogenen Flügeln – im Wind und hält dabei den Kopf gegen die Windrichtung. Sie fliegt auf dem Punkt; direkt über uns. Dabei wird fleißig gesungen. Trotz der Höhe in der sich der kleinen Vogel herumtreibt, muß ich ihn dabei mal mit meiner neuen Canon EOS 1DX Mark III am Canon EF 400mm f/4 DO IS II USM fotografieren. Ich will dabei auch feststellen, wie gut der Autofokus sich an dem unscheinbaren „Punkt“ am kontrastarmen blauen Himmel abarbeitet.

Der Versuch, mit der Imitation des Fluggesangs die Heidelerche zum Singen in tieferen Sphären zu veranlassen, scheitert. Die Heidelerche läßt sich durch den künstlichen Gesang gar nicht groß beeindrucken.

Die Canon EOS 1DX Mark III hat sich bei diesem – sicher nicht besonders anspruchsvollen – Test gut bewährt. Dazu muß man allerdings wissen, daß ich bei dem Vorvorgängermodell, der EOS 1 DX, das Verhalten des Autofokus als besonders störend Continue reading Heidelerche singt den Frühling ein

Buntspecht an verkohlten Kiefernstamm

BuntspechtDort wo im Sommer die Flammen bei einigen der größten Waldbrände in Brandenburg der vergangenen Jahre wüteten, sind rund 90 Prozent der Bäume nicht mehr zu retten. Dort, wo die angekohlten Stämme bereits entfernt wurden, sieht man bereits jetzt Grün wachsen. Dazwischen stehen noch verkohlte Kiefernstämmchen, die der Harvester wohl übersehen hat. Da ein Großteil Fläche schon abgeräumt ist nutzt der Buntspecht (Dendrocopos major) dankend dieses verbrannte Kiefernstämmchen, um die Fläche zu überblicken und sich gleichzeitig vor den neugierigen Augen des Fotografen zu verbergen.

Nur noch wenige der an- und verbrannten Kiefern stehen noch im Randbereich. Hier schält sich die Kiefernrinde schon flächig ab. Flächig schwarze Rinde wechselt mit hellbraunen Stellen ab, die helle Fraßgänge der Käferlarven zeigen. Am Boden liegen großflächig knorrige Rindenstücke und helles Bohrmehl. Traurig sehen die restlichen fast kahlen Kiefern nach dem Waldbrand im letzten Sommer aus.

Ein großer Profiteur der Waldbrandflächen ist der auf holzbewohnende Käfer spezialisierte Buntspecht. Er kommt grundsätzlich in allen Wäldern aber auch in Grünanlagen vor. Obwohl der Buntspecht insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Ernährung mit deutlichen jahreszeitlichen Veränderungen aufweist, besteht eine bedeutsame Nahrungsquelle aus Larven von Holzkäfern (Cerambycidae, Scolytidae, Buprestidae). Picken und Hämmern sind die häufigsten Nahrungstechniken für diesen Specht, insbesondere außerhalb der Brutzeit. Dazu hebelt, reißt und pickt er intensiv Rindenstücke ab. Bekannt ist er für das Arbeitet mit Ambossen um vor allem Kiefern-, Fichten- (Picea) oder Lärchenzapfen (Larix) und Nüsse als Nahrung zu nutzen.

Der Buntspecht ist nicht nur der Zimmermann der Wälder. Sein wichtigstes Werkzeug ist der kräftige Meißelschnabel. Ihn benutzt er, um Käfer und Larven aus der Rinde zu picken oder Nüsse aufzuhacken. Vor allem aber hämmert er damit Höhlen in Stämme und dicke Äste. Was dem Vogel selbst als Brutplatz dient, bietet auch vielen anderen Tieren Lebensraum und Unterschlupf: Kohlmeisen (Parus major), Wildbienen, Eichhörnchen und viele andere Höhlenbewohner profitieren davon, dass der Buntspecht viel mehr Höhlen zimmert, als er selbst braucht. Zum Höhlenbau bevorzugt der Buntspecht vor allem Baumarten mit weichem Holz und morsche bzw. abgestorbene Stämme. Wenn das Männchen eine Höhle gezimmert hat, legt das Weibchen dort bis zu sechs weiße Eier ab, die sie dann  etwa zwei Wochen lang ausbrütet.

Noch steht das verkohlte Kiefernstämmchen traurig auf weiter Fläche. Ohne zu große Eingriffe übernimmt aber schnell die Sukzession schon im nächsten Frühjahr die Regie. Schnell wachsen winzige Weidenröschen (Epilobium sp.). Dann sind viele neue Baumarten im ehemaligen Kiefernwald zu sehen. Dazu gehört sicher die Eberesche (Sorbus aucuparia), zwischendurch auch mal die eine oder andere Birke als Pionierbaumart. Auf den demnächst zum Teil aufgeforsteten, zum Teil aber auch der natürlichen Sukzession überlassenen Brandflächen werden nächstes Jahr wohl Baumpieper (Anthus trivialis), Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), Feldschwirl (Locustella naevia)  und Goldammer (Emberiza citrinella) als Reviervögel festzustellen sein. Diese Arten können erst durch die Öffnung des Bestandes so weit ins Waldesinnere vordringen. Wie lange das dauert, ist noch nicht zu sagen. Prompt wird – das ist heute schon zu sagen –auf den gefällten Arealen die Heidelerche (Lullula arborea) zu hören sein.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com neben dem Besuch der näheren Umgebung auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Bird migration at the Stockert in the Eifel hills

Crested Tit, resting in sloe

Center map
Get Directions
A beautiful autumn day. Indian Summer, as written in the books. This time it is to go to the Eifel to hill Stockert south of Euskirchen where bird migration at day can be observed. It was still dark when I arrived. The first bird whispers were heard already . It was mainly chickadees whose calls were audible. Then it went very quick. Within minutes, the bushes were full. Of course, especially Great Tit (Parus major) and Blue Tit (Cyanistes caeruleus ) were seen in the sloe (or Blackthorn), Prunus spinosa, and rosehip, Rosa canina, bushes. A wonderful contrast to the blue and red fruits that hung plentiful on the branches everywhere. Migration unrest obviously hit two species of tits too that are usually not associated with the open countryside but with conifers in the forests. There were some Coal Tits (Periparus ater) and Crested Tit (Lophophanes cristatus), which rested for a while on the branches of a sloe . Only short – about 2 minutes – then they were gone again.

When photographing it was obvious to see that migration is in full swing. Singing and other territorial habits were rare and restricted to the earliest morning. This early morning on a sunny day (but quite cold in the first hours) was a real pleasure – also from the point of ornithology. In addition Continue reading Bird migration at the Stockert in the Eifel hills

Hide Photography in Bulgaria in July; Images from the Dobruja

Eurasian Golden-Oriole, maleThe north-eastern countryside of Bulgaria called Dobruja or in Bulgarian Dobrudzha or in romanian Dobrogea was not famous of being one of Bulgaria´s birding hot spots for bird-lens before. But a trip to the Romanian Dobrogea in may 2012 was already very productive. Thus maybe an excursion to that thinly populated area south of the city of Silistra might be good as well.

No disappointment!

The area is a charming countryside which has to offer surprisingly good locations to shoot images of excellent birds.

Having been spent 4 days at the place aiming to photograph Golden Oriole, Ortolan Bunting, Bee-eaters, Middle Spotted Woodpecker, Barred Warbler, Tawny Pipit, etc. on invitation of Iordan Hristov one of the two owners of Nature Travel has been very productive – as you can see in the gallery. The other owner, Sergey Panayotov, and his friend Iordan Hristov offer Wildlife Workshops, trips with bicycles and canoes but also the chance to sit in one (or more) of their hides located in the superb gently rolling countryside of that part of Bulgaria. The center of these activities is an ancient farmhouse with an orchard meadow behind. The area in General is dry and can be – at least in that aspect – best compared to the Macin Mountains in Romania.

One of the main targets was the Golden Oriole photography. For this the tower hide was used. This brand-new photohide is in the yard of a small farmland. The tower overlooks the branches of a walnut-tree where birds often perch. Several bird species have their territories around the yard and they often perch on the highest branches for their displays in spring. When bird-lens was shooting the images you see in the gallery the breeding season was almost over. I felt, that the birds use the exposed position of this tallest tree to orientate between a open field and a forest behind and the cherry trees in the orchards of that nice village. An excellent chance to photograph Continue reading Hide Photography in Bulgaria in July; Images from the Dobruja

Birds in Macin Mountains National Park/ Romania

Just south-west of the Danube Delta only 1 hour drive from Tulcea is the location of the Macin Mountains with its granite hills. With an altitude of max. 450 m asl Macin Mountains are showing nevertheless an impressive outline. Macin Mountains belong to the oldest mountains of Europe. The Macin Mountains feature some significant steppe vegetation (in mixture with Balkanic and Submediterranean forests) and are a great place to see birds. Whereas Macin Mountains is famous as an important migration hotspot for raptors in autumn, we decided to visit this site in May.

We found two species of Wheatears (Common and Isabelline), several species of Larks, European Turtle-dove, Red-rumped Swallow, Rufous-tailed Rock-Thrush, Shrikes, Corn and Ortolan Bunting and some other species, you will find in the photo gallery for the Macin Moutains.

Long-legged Buzzard, Buteo rufinus, is one of the largest buzzards Continue reading Birds in Macin Mountains National Park/ Romania