Tag Archives: Wiesenweihe

Steppenweihe wieder am Schröcker Feld bei Marburg

SteppenweiheWie im Juli 2014 ist nun auch Anfang September eine Steppenweihe (Circus macrourus) über dem Schröcker Feld bei Marburg gesichtet worden. Gegen Abend (19:15 Uhr) war die männliche Steppenweihe im 2. Kalenderjahr auf dem Schröcker Feld kurz gesichtet worden. bevor der Vogel hinter einer Anhöhe verschwandt. Leider war eine kurzzeitige Nachsuche erfolglos, doch das war bei den bisherigen Sichtungen auf den Höhen oberhalb des Lahntals auch nicht anders gewesen.

Bei den Beobachtungen des im Blog Steppenweihe – Weihentreff auf dem Schröcker Feld bei Marburg beschriebene Greif im Juli 2014 dürfte es sich um eine Einzelbeobachtung gehandelt haben. Ab dem 19. Juli 2014, hielt sich auf dem Plateau östlich von Marburg, das Schröcker Feld genannt wird, eine männliche Steppenweihe (auf. Die Weihe wirkte sehr hell, fast weiß, hatte aber – wie auf dem Foto des fliegenden Männchens der Steppenweihe erkennbar – einen schmutzigen Anflug auf der Oberseite und wurde daher Continue reading Steppenweihe wieder am Schröcker Feld bei Marburg

Steinhuhn: Beobachtungen auf Pag/ Kroatien

SteinhuhnSterne funkeln von einem wolkenlosen Firmament. Es ist 3:25 – und damit eigentlich mehr als eine Stunde zu früh. Denn der Sonnenaufgang ist erst für 5:16 angekündigt. Das Steinhuhn (Alectoris graeca) fehlt aber noch in meiner persönlichen Liste der Vögel Mitteleuropas. Da kann man auch schon mal früh aufstehen. Wenig später ist im Osten schon ein Schein von Dämmerung zu erkennen. Es windet ein wenig – für morgens früh sogar ziemlich viel. Ob das das Steinhuhn vom Rufen abhält? Wie auch immer. Ich fahre erst mal aus dem Ort, halte und höre auch schon eindeutig Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus). Die Rufe kommen aus einem kleinen Wäldchen direkt gegenüber dem neu erbauten Supermarkt.

Ich bin zwar etwas müde, bei solchem Anfang geht es aber direkt viel besser. Dann fahre ich die Hauptstraße von Povljana nach Pag. Dabei passiere ich noch im Dunkeln den Malo Plato und die an Malo Blato angrenzenden Meeresbucht (Uvala Mlinica). Auch hier entdecke ich bzw. höre ich den Ziegenmelker; ebenfalls aus einem winzigen Kiefernwäldchen. Beim rund 80 ha großen Malo Blato („Kleiner Sumpf“) handelt es sich um ein brackisches Seggen-Binsen-Feuchtgebiet, in dem zahlreiche Paare der Montagu’s Harrier (Circus pygargus) brüten. Gestern hatten wir ja schon im Continue reading Steinhuhn: Beobachtungen auf Pag/ Kroatien

Rohrweihe im Anflug

RohrweiheIm gaukelnden Flug kommt ein Greifvogel tief über dem Schilf angeflogen. Eine markante Gesichtsmaske, eine helle Vorderflügelkante und ein brauner Körper macht die Art-Identifikation leicht. Es ist eine Rohrweihe (Circus aeroginosus). Als Alternativen käme im Winter die Kornweihe (Circus cyaneus) und die Wiesenweihe (Circus pygargus) Frage. In den Niederungsgebieten Brandenburgs sind vor allem Rohrweihen aber auch Wiesenweihen nicht selten.

Im Flugbild zeigt die Rohrweihe im Vergleich zur Wiesenweihe breitere, an der Spitze rundere Flügel. Die Oberseite der Männchen ist dreifarbig – überwiegend braun mit hellem Kopf, der Schwanz und die Armschwingen sind grau und die Flügelspitzen schwarz. Das Weibchen ist durchgängig dunkelbraun gefiedert, hat einen gelblichen Kopf und eine gelblich-weiße Kehle. Im Vergleich zum nur wenig größeren Mäusebussard ist die Rohrweihe schlanker und ihr Schwanz ist länger. Der Flug im Vergleich zur Wiesenweihe ist nicht gar so elegant und leicht. Die typische Flugweise besteht aus einer Reihe von Flügelschlägen, auf die eine Gleitphase mit flach V-förmiger Flügelhaltung folgt. Im Gleitflug wird der Flügelbug nach vorne geschoben. Die Flügel werden weniger stark angehoben als bei den beiden anderen heimischen Arten.

Der abgebildete Vogel weist Merkmale beider Geschlechter auf. Im Jugendkleid wirkt die Rohrweihe Continue reading Rohrweihe im Anflug

Wie kommt man zu schönen Wiesenweihenfotos?

WiesenweiheEin frischer Frühsommermorgen, die aufgehende Sonne im Osten, das Jubilieren der Feldlerchen (Alauda arvensis) im Ohr. Da kommt in leicht schaukelnden Flug  elegant ein Greifvogel tief über dem noch niedrig-gewachsenen Getreidefeld eingeschwebt. Beim Näherkommen fällt der zierliche Körperbau der Wiesenweihe (Circus pygargus) auf, die hier, im Bereich des Niederen Flämings, im Süden Brandenburgs einen Verbreitungsschwerpunkt hat und seit etwa Ende April zu sehen ist. Der Flug der Wiesenweihe ist elegant und leicht. Besonders während des Patrouillierens über der ebenen Agrarlandschaft schlägt sie langsam und tief mit den Flügeln.

Anfang Mai liegen die morgendlichen Temperaturen noch deutlich im einstelligen Bereich, bei Sonnenschein wird es später aber schon recht warm. Da stellt sich schon die Frage, wann und wie der Naturfotograf zu schönen Fotos dieser Greife kommt; selbstverständlich ohne die Weihen in irgendeiner Weise zu stören oder gar zu belästigen.

Dazu ist es wichtig, sich mit dem Tagesrhythmus der Wiesenweihen vertraut zu machen. Beobachtungen ergaben, daß an heißen Tagen Flugaktivitäten des Männchens meist am frühen Morgen bzw. späten Abend zu vermelden sind. In der Regel startet das Männchen bei Sonnenschein schon kurz nach Sonnenaufgang, so gegen 6.30 Uhr, um zunächst für sich selbst Beute zu schlagen. Mit der Beute fliegt es dann in Horstnähe und kröpft dort. Die späteste Rückkehr erfolgt zwischen 21:00 Uhr und 22.15 Uhr – also noch im Hellen. Bei Regen oder auch dichtem Nebel bricht das Männchen erst dann auf, wenn sich z.B. der Nebel lichtet. Continue reading Wie kommt man zu schönen Wiesenweihenfotos?

Luftkampf Wiesenweihe und Schwarzer Milan

WiesenweiheLaut und schrill rufend nähert sich die weibliche Wiesenweihe (Circus pygargus) dem gemächlich am Himmel kreisenden Schwarzen Milan (Milvus migrans). Über der Feldflur bei Oehna /Niedergörsdorf fand ein eindrucksvoller Luftkampf zwischen einer weiblichen Wiesenweihe und einem deutlich größeren, aber ebenfalls sehr gewandten, Milan über einem Getreidefeld statt. Dabei ging sie den Milan meistens von unten an, drehte sich kreischend auf den Rücken und präsentierte die Krallen. Obwohl sehr heftig der Flugfeind angegangen wurde. Ein direkter Körperkontakt konnte nicht beobachtet werden; es wurden wohl keine Federn gelassen. Doch die weibliche Wiesenweihe ließ – wohl direkt über dem ausgesuchten Brutplatz – nicht locker. Immer wieder attackierte die Weihe auf den Milan, der schließlich das Weite suchte und in Richtung Jüterbog abstrich.

Feststellungen in der Literatur, wonach sich Wiesenweihen am Brutplatz ängstlicher als Kornweihen verhalten, können zumindest für dieses Weibchen und seinen Partner nicht bestätigt werden. Neben der oben beschriebenen Attacke auf den Schwarzen Milan war auch ein Anflug auf Continue reading Luftkampf Wiesenweihe und Schwarzer Milan

Wiesenweihen im Fläming

WiesenweiheTau liegt auf den Gräsern. Anfang Mai liegen die morgendlichen Temperaturen noch deutlich im einstelligen Bereich, bei Sonnenschein wird es später aber schon recht warm. Elegant schwebt ein Greifvogel tief über dem noch niedrigen Getreidefeld. Im Winter sind Kornweihe (Circus cyaneus) im Gebiet ebenso wie in den Niederungsgebieten Brandenburgs – wie dem Havelländischen Luch – nicht selten. Beim Näherkommen fällt dann auf, daß diese Weihe auffallend zierlicher als die Kornweihe ist und deutlich längere, schlankere und spitzere Flügel aufweist. Da wird es sich wohl um die Wiesenweihe (Circus pygargus) handeln, die im Bereich des Niederen Flämings im Süden Brandenburgs seit Ende April zu sehen ist. Als Alternative käme nur noch die Steppenweihe (Circus macrourus) in Frage. Diese Weihe ist allerdings ein seltener Irrgast auch wenn sie zunehmend auf dem Zug oder auch übersommernd in Deutschland festgestellt wird. So wurde eine immature Steppenweihe (Circus macrourus) seit dem 14. Mai 2015 aus dem Havelländischen Luch gemeldet. Damals konnten bei einem Besuch des Turms bei Buckow, mitten im Havelländischen Luch, Beobachtungen eines jagenden Exemplars, ein Männchen im 2. Kalenderkleid, über einen längeren Zeitraum gemacht werden.

Der Flug der Wiesenweihe ist elegant und leicht. Besonders während des Patrouillierens schlägt Continue reading Wiesenweihen im Fläming

Vogelfotografie im Biebrza-Nationalpark im Frühjahr

Weissbart-SeeschwalbeIm Nordosten Polens, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Warschau, erstreckt sich eine einmalige Sumpflandschaft, die von vielen deutschen Tierfotografen inzwischen nicht mehr vernachlässigt wird. Der Biebrza-Nationalpark liegt zwar eigentlich nicht gleich vor unserer Haustür, doch stellt er für etliche Arten die westlichste Verbreitungsgrenze dar. So kann man an der Biebrza nach wie vor viele in Europa sonst schwierig zu sehende Arten wie Doppelschnepfe, Seggenrohrsänger oder Schreiadler relativ leicht sehen. Mit dem Auto schafft man die Fahrt an einem Tag. Von Berlin führt die Route über die A2 und dann ab Frankfurt/Oder weiter nach Poznan-Warschau-Bialystok.

Der Biebrza-Nationalpark, der „Europäische Amazonas” schützt ein riesiges Flußsystem mit ausgedehnten Feuchtwiesen, Wasserflächen, Sümpfen und Auwäldern. Der Park hat eine Größe von etwa 60.000 Hektar. Geprägt wird das Gebiet von dem Biebrza-Becken, einem außergewöhnlich weitläufigen Continue reading Vogelfotografie im Biebrza-Nationalpark im Frühjahr

Steppengebiet La Serena/ Spanien

ZwergtrappeWeite, trockene Landschaft so weit das Auge reicht. Wer weite Steppenlandschaften liebt und das im Blog über die Steppen um Belchite beschriebene Gebiet nicht besuchen kann oder auf dem Weg nach Portugal, einen fotografischen Zwischenstopp in der Estremadura einlegen will, dem bietet sich ein kürzerer oder längerer Aufenthalt in einem der größten Steppengebiete Spaniens mit einer erstaunlichen Artenvielfalt an. Dieses Gebiet heißt La Serena. In der Nähe der Stadt Merida kann man in Dörfern mit dem Name Castuera, Cabeza del Buey oder Puebla de Alcocer schön übernachten und von da aus die Vögel und die Landschaft erkunden. Nicht immer steht der Name Estremadura für grüne Steineichenwälder bis zum Horizont. Im Osten der spanischen Provinz Badajoz findet man eine kontrastreiche Landschaft, deren besonderer Reiz in dem Wechsel zwischen steppenartigen Gebieten und locker bewaldeten Flächen liegt. La Serena ist ein Steppengebiet, das für Naturfotografen ein sehr lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt.

Die Steppen von La Serena sind berühmt für ihre Steppenvogelwelt. Spiessflughuhn (Pterocles alchata), Sandflughuhn (Pterocles orientalis), Kalanderlerche (Melanocorypha calandra) und dann erst Continue reading Steppengebiet La Serena/ Spanien

Vogelzug in Israel

FalkenbussardEs ist noch stockdunkel, als wir uns in der Lobby des Hotels von Eilat treffen. Wenig später stehen wir schon auf einer Landstraße am Berghang des Mount Yoash. Ein frischer Frühlingsmorgen, die aufgehende Sonne im Osten. Schnell ist es taghell. Ein weiterer Tag an der Südspitze Israels, dem südlichen Hotspot für die Zugvogelbeobachtung westpaläarktischer Vögel. Früh am Morgen muß man aber auch raus, um die besten Stehplätze zu ergattern.

Der Falkenbussard (Buteo buteo vulpinus), oder im Englischen Steppe Buzzard, ist in Eilat einer der ersten Greife, die ziehen. An guten Tagen beginnt der Zug bereits vor 8:00 Uhr. Dann passieren die Vögel die Stadt zwischen Sholmo und Mount Yoash in etwa 300-400 Meter NN. Im Laufe des Vormittags verschiebt sich der Zug normalerweise ein wenig nach Nordwesten auf das Gebiet zwischen Mount Yoash und Moon Valley. Der Vogelzug kann sich aber auch nach Südosten, direkt nach Eilat verlagern, wenn im Negev schlechtes Wetter herrscht. Der Wespenbussard (Pernis apivorus) bildet Ende Mai den Abschluß des Zugvogelgeschehens im Frühjahr. Rund eine Million Vögel dieser Art ziehen innerhalb von nur Continue reading Vogelzug in Israel

Terschelling: Vogelfotografie auf einer Westfriesischen Inseln

KornweiheIn den letzten Strahlen der untergehenden Sonne leuchtet die Dünenlandschaft in zarten Rottönen. Wenn am späten Nachmittag der Himmel nach einem Regentag aufreißt, leuchtet der nasse Strand im warmen Sonnenlicht. Dann weiß ich, warum ich hier bin. Seitdem ich die Naturfotografie für mich entdeckte, zählt das niederländische Wattengebiet zu meinen bevorzugten Fotozielen. Fotografisch habe ich Texel am besten erkundet, aber auch Terschelling, Vlieland, Ameland und Schiermonnikoog sind für die Naturfotografie bestens geeignet.

Die Naturlandschaften auf Terschelling bieten viel: Rotschenkel (Tringa tetanus) flöten ihren Gesang von einem Zaunpfosten entlang der Salzwiesen. Die Dünen beherbergen eine große Brutkolonie von Möwen. Auf den Wiesen z.B. auf dem Platz, wo der Rettungshubschrauber für Notfälle bereit gehalten wird, kann man Kiebitze (Vanellus vanellus) mit ihren lauten, durchdringenden Flugrufen sehen. Ein Austernfischer (Haematopus ostralegus) verteidigt lautstark sein Revier gegen aufdringliche Nachbarn. Auch Brutpaare der seltenen Kornweihe (Circus cyaneus) leben auf der Insel und sind frühmorgens im schwebenden Nahrungsflug über den Dünen zu entdecken. Ein Ausflug zu der Schwesterinsel Norderney erbrachte diese schönen Vogelbilder der Kornweihe in der Galerie.

Weite Strände zum Meer hin, kleine Wälder, Dünenlandschaften, Polder und hinter dem Deich die einzigartigen Salzwiesen. Die Westfriesischen Inseln in den Niederlanden haben gerade Continue reading Terschelling: Vogelfotografie auf einer Westfriesischen Inseln

Bilder der Immature Steppenweihe von Buckow

SteppenweiheDie bereits seit dem 14. Mai aus dem Havelländischen Luch gemeldete, immature Steppenweihe (Circus macrourus) entwickelt sich immer mehr zum ausgewachsenen Männchen. Bei einem Besuch des Turms bei Buckow im Havelländische Luch konnten weitere Beobachtungen des jagender Übersommerers (ein Männchen im 2. Kalenderkleid) wieder über einen gewissen Zeitraum gemacht werden. Die im Mai noch gut erkennbaren und im Blog über die immature Steppenweihe beschriebenen, hell durchscheinenden Handschwingenspitzen, die helle Hinterkante der inneren Handschwingen, die dunkle Unterseite der Armschwinge, die helle, nur leicht gestreifte Brust- und Bauchpartie und vor allem der auffallende durchgängig helle Kragen, sind nun fast komplett durchgemausert. Nun fällt an der sehr hell wirkenden Weihe der nur noch gesprenkelt grau-braune Kopf mit einem nur noch dezent angedeuteten hellen Kragen auf. Die keilförmigen Flügelspitzen sind nun auch immer besser zu erkennen. Sie sieht jetzt (fast) wie die im Buch „Greifvögel“ von Benny Génsbøl und Walther Thiede beschriebene junge Weihe auf Seite 281 (G) aus. Da am Vortag auch ein Männchen – wohl adult – der Kornweihe (Circus cyaneus) zu Continue reading Bilder der Immature Steppenweihe von Buckow

Wiesenweihen im Jagdflug im Havelländischen Luch

WiesenweiheGemeinsam fliegende Wiesenweihen (Circus pygargus) im Jagdgebiet kann man gelegentlich – meist aber aus weiter Distanz – sehen. Vor allem in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden kurz vor der Dämmerung kann die Jagd mehrerer Wiesenweihen beobachtet werden. Besonders ergiebig ist das Gebiet des Havelländischen Luchs bei Buckow. Beobachtungstürme bei Buckow und bei Garlitz bieten Beobachtern hervorragende Möglichkeiten, den Weihenflug aus erhöhter Perspektive und relativ nah mitzuerleben. Dabei sind im Spätsommer alle möglichen Kleider beider Geschlechter schön im Flug von Beobachtungstürmen zu bewundern. Ein elegant nur einen Meter über der Graslandschaft daher gleitendes Männchen in eine immaturen Kalenderkleid im frühen Morgenlicht ist ein phantastisches Schauspiel im Havelland. Das Havelländische Luch bei Buckow – westlich von Berlin – stellt eine einzigartige Niederungslandschaft dar. Eigentlich bekannt als das Trappengebiet Deutschlands, stellt es im Sommer das Bruthabitat für Vögel der Agrarlandschaft zur Verfügung.

Schön sind Wiesenweihen beim niedrigen Suchflug, dann plötzlichen Halt während des Flugs mit anschließendem Sturzflug Continue reading Wiesenweihen im Jagdflug im Havelländischen Luch

Junge Ringeltaube auf Holunderstrauch

RingeltaubeDer Blick sucht die Weite des Havelländische Luch bei Buckow  ab. Weihen, vor allem Rohrweihen(Circus aeruginosus) und Wiesenweihen (Circus pygargus) finden hier ein perfektes Jagdgebiet. Vor allem in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden kurz vor der Dämmerung kann die Jagd mehrerer Weihenarten beobachtet werden. Beobachtungstürme bei Buckow und bei Garlitz bieten Beobachtern hervorragende Möglichkeiten, den Weihenflug aus erhöhter Perspektive und relativ nah mitzuerleben. Aber auch sonst stellt diese einzigartige Niederungslandschaft einen guten Lebensraum für Vögel dar. Direkt am Beobachtungsturm bei Buckow steht ein Holunderstrauch der Art Schwarzer Holunder (Sambucus nigra). Er ist keine 8 Meter vom Turm entfernt und oben schon recht kahl. Mit seinen vertrockneten, flechtenbewachsenen Zweigen bietet er auf Augenhöhe mit dem Beobachtungsfenster des Turms einen guten Platz, um aufgebaumte Vögel aus erhöhter Perspektive und sehr nah zu erleben. Dieser Holunder scheint ein ganz besonderer Anziehungspunkt zu sein.

Meist sind es Singvögel, die die erhöhte Warte nutzen. Eine Überraschung war dann aber doch, daß plötzlich auf der Holunderspitze eine dunkel wirkende Taube saß. Wie sich beim zweiten Blick herausstellte, handelte es sich um eine junge Ringeltaube (Columba palumbus). Arttypisch ist Continue reading Junge Ringeltaube auf Holunderstrauch

Immature Steppenweihe im Havelländischen Luch

Steppenweihe_A9T0831Eine immature Steppenweihe (Circus macrourus) wird schon seit einigen Tagen – vielleicht schon seit dem 14. Mai – aus dem Havelländischen Luch auf ornitho.de gemeldet. Bei einem Besuch des Turms bei Buckow, mitten im Havelländischen Luch, konnten heute an Pfingstmontag sehr interessante Beobachtungen von einem jagendem Exemplar, wohl ein Männchen im 2. Kalenderkleid, über einen längeren Zeitraum gemacht werden. Im Flug waren wie schon bei den Beobachtungen an den Vortagen die hell durchscheinenden Handschwingen-Spitzen, die helle Hinterkante der inneren Handschwingen, die dunkle Unterseite der Armschwinge, die helle, nur leicht gestreifte Brust- und Bauchpartie und vor allem der kontrastreich abgesetzte, durchgängig helle Kragen sehr einprägsam.

Wie schon bei der vorherigen Beobachtung dieses Irrgastes aus dem Osten der Paläarktis – vom Schröcker Feld bei Weimar – mußte man sich eine Weile gedulden. Die Weihe startete das erste Mal kurz vor 10:00 (9:55) am Zaun des Trappengeheges und bestrich auf den Jagdflügen Continue reading Immature Steppenweihe im Havelländischen Luch

Hobbies pull over the Nyika Plateau – Malawi

BaumfalkeThe Nyika National Park, in the north-western corner of Malawi is the largest National Park in Malawi. It spreads over 3,000 sq km. On the Nyika Plateau at an altitude of approx. 2,000 m asl and above you can find typical grassland and mountainous vegetation. Wide gently rolling grasslands alternate with valleys covered with fern. There are areas where light gray, often almost white boulders intersperse among the grass. Miombo woodland can still be found on the slopes of Continue reading Hobbies pull over the Nyika Plateau – Malawi

Awash NP: Weihen im Winterquartier in Äthiopien

SteppenweiheNachdem ich die Steppenweihe (Circus macrourus), einen wundervoll, elegant fliegenden Greifvogel schon bei Reisen im Monat September auf ihrer Zugroute entlang der Schwarzmeerküste in der Nähe südlich des Donau-Delta und an der Schwarzmeerküste in Rumänien sowie an der Wolga in Russland gesehen hatte, war ich gespannt, ob es mir gelingen würde, diese Vogelart auch während ihres Aufenthalts im Winterquartier in Äthiopien zu sehen. Vorher hatte ich Steppenweihen in Afrika bereits in ihren Winterquartieren in Südafrika (Krügerpark) und Continue reading Awash NP: Weihen im Winterquartier in Äthiopien

Baumfalken ziehen über das Nyika Plateau – Malawi

BaumfalkeAm späten Nachmittag hatte ich mich mit meinem Landrover Discovery aufgemacht, das Grasland zu erkunden. Der Ausflug Mitte März war mit Sichtungen von Steppenweihen (Circus macrourus), Wachtel (Coturnix coturnix), Stanley oder Kafferntrappe (Neotis denhami) und sogar einigen Klunkerkranich (Burgeranus carunculatus) schon sehr erfolgreich gewesen. Nun ist es gut 17:00 als ich mich auf den Rückweg mache. Im Westen hat sich eine Riesenwolkenbarriere aufgebaut. Aus einem Teil regnet es in Strömen heraus. Über mir ist aber noch alles perfekt in Blau. Leider wird aber durch die Wolkenbank die Sonne abgeblockt. Ein Trupp von 6 sehr elegant flach über die Graslandschaft fliegenden Greifen fasziniert mich. Sehen ja aus, wie Falken, denke Continue reading Baumfalken ziehen über das Nyika Plateau – Malawi

Steppenweihe – Weihentreff auf dem Schröcker Feld bei Marburg

SteppenweiheSeit mindestens Samstag, den 19. Juli 2014, hält sich auf dem Plateau östlich von Marburg, das Schröcker Feld genannt wird, eine männliche Steppenweihe (Circus macrourus) auf. Die Weihe wirkte sehr hell, fast weiß, hatte aber – wie auf dem Foto des fliegenden Männchens der Steppenweihe erkennbar – einen schmutzigen Anflug auf Continue reading Steppenweihe – Weihentreff auf dem Schröcker Feld bei Marburg

Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Zwergtrappe in der BalzDie Sonne steht noch hoch am Himmel, obgleich es fast 18:00 Uhr ist. Soweit das Auge reicht: Steppe, unterbrochen hin und wieder von erodierten Felsen. Über dem Boden flimmert die Luft. Im Auto herrscht unbeschreibliche Hitze. Nachdem letztes Jahr die Winterniederschläge der Estremadura ausgeblieben sind, wirkt alles vertrocknet. Und doch wimmelt es von Bodeninsekten, vornehmlich Heuschrecken, die die Fahrwege in einem grünen Dunkelgrau erscheinen lassen. Immer wieder müssen die ins Wageninnere eingedrungenen Insekten entfernt werden. Doch das Fenster muß offenbleiben. Nicht wegen der Hitze, sondern wegen eines eigenartigen Vogels. Schließlich wollen wir ihn hören. Jetzt muß man ruhig sitzen bleiben. Keine allzu hektischen Bewegungen mache. Auch nicht, wenn allzu lästige Mücken um den Kopf schwirren.

Die Steppen von Caceres und Trujillo sind berühmt für ihre Continue reading Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Harriers on wintering grounds in Awash NP – Ethiopia

Having seen the Pallid Harrier (Circus macrourus), a species of a graceful flying raptor already during trips in September on its migration route along the Black Sea coast near the town of Constanta south of the Danube delta at the Black Sea coast of Romania and north of Astrakhan along the Volga river in Russia I was keen to see this “near-threatened” species during a stay in Ethiopia, too. Before, I had seen Pallid Harriers already on their wintering grounds in South Africa (Kruger Park) and Tanzania (Serengeti). But literature said, that Pallid Harriers occur in Ethiopia during passage and some overwinter, albeit in small numbers. A good bet to try it in the arid environment of the Rift Valley, as Pallid Harriers main wintering grounds are open grasslands and agricultural areas in the savannah belt in Africa, south of the Sahara. But J. Terraube et al. (2011) in an examination of “Broad wintering range and intercontinental migratory divide within a core population of the near-threatened Pallid Harrier” showed that birds wintering in Ethiopia spent the winter in the most anthropized habitats, a mix of pastures and agricultural areas at the vicinity of several villages.

In that combination the perfect place to look for, was in my opinion the Awash National Park. This is because the Park’s location in a region of semi-arid grassland and its accessability only 2 hours drive from our stay near Debre Zeit. We spend a phantastic time in the park, seeing 90 species of birds in just 8 hours (from 9 to 5). In the afternoon we had our first harrier in the eastern part of the central Ilala Sala Plain. A 1st winter individual of Montagu’s Harrier (Circus pygargus), could be seen in Flight gliding gracefully over the savannah of the Ilala Sala Plain. We followed the harrier in a pick-up for a minimum of 5 minutes allowing excellent (and close) shots of the flying birds as you can see in the gallery. One and a half an hours later a male harrier could be seen very well. But again, a Montagu’s Harrier (Circus pygargus) as you see on the image of the blog. But then, after 30 minutes more, there was sitting another harrier. This time you could see a pale collar behind Continue reading Harriers on wintering grounds in Awash NP – Ethiopia

Fall migration at the Black Sea Coast/ Romania

Spectacular numbers of Pallid Harrier, Circus macrourus, and Red-footed Falcon, Falco vespertinus, were the highlight of the first day. Having spent 3 days in May north of Constanta at Romania´s Black Sea coast, it was decided to try our luck with birds again in the area around the village of Vadu. The target was, to increase the birdlist and to look what differences in the bird diversity we could experience. South of the Danube Delta is wide stretch of a sandy shoreline with shallow lagoons. This is part of Romania´s Black Sea coast. September– like May – is migration time. Whereas the association of the east Romanian countryside is normally with the core Danube Delta with its special birds like Pelicans, Black-necked and Red-necked Grebes, Glossy Ibises, Spoonbills, the stretch of coast just south of the Danube Delta up to the northern city limits of Constanta is an excellent birding spot not only for migrating birds, too. Two dedicated bird photographers went for the countryside area near of Vadu at the sandy coast in the 3rd week of September 2012. The area called Dobrudja with its steppe habitat more to the west was neglected this time. All breeding specialities should have gone already.

The trip date was perfect, allowing us to see good variety of species, many of them in considerable numbers, especially raptors. We also saw waders, gulls, herons, pelicans and passerines.

The Bird Diversity we enjoyed was high; exactly 90 species of birds we found in only 2,5 days. Highlights of the tour you will find in the gallery. Among others we made photos of Black-necked Grebe, Podiceps nigricollis, Dalmatian Pelican, Pelecanus crispus, Purple Heron, Ardea purpurea, Ruddy Shelduck, Tadorna ferruginea, Common Shelduck, Tadorna tadorna, Black Kite, Milvus migrans, Western Marsh-Harrier, Circus aeruginosus, Pallid Harrier, Circus macrourus, Montagu’s Harrier, Circus pygargus, Eurasian Sparrowhawk, Accipiter nisus, Red-footed Falcon, Falco vespertinus, Eurasian Hobby, Falco subbuteo, Peregrine Falcon, Falco peregrinus, Common Quail, Coturnix coturnix, Syrian Woodpecker, Dendrocopos syriacus, Red-backed Shrike, Lanius collurio, Sedge Warbler, Acrocephalus schoenobaenus, many Willow Warblers, Phylloscopus trochilus, Common Chiffchaff, Phylloscopus collybita, lots of Blackcaps, Sylvia atricapilla, only a few Common Whitethroats, Sylvia communis, many Lesser Whitethroats, Sylvia curruca, many Spotted Flycatchers, Muscicapa striata and Red-breasted Flycatchers, Ficedula parva, good numbers of Common Redstarts, Phoenicurus phoenicurus, Whinchats, Saxicola rubetra, Northern Wheatears, Oenanthe oenanthe and a single Tawny Pipit, Anthus campestris.

This tour gave us the opportunity to witness the spectacular autumn migration Continue reading Fall migration at the Black Sea Coast/ Romania