Tag Archives: Weißflügel-Seeschwalbe

Vogelfotografie im Biebrza-Nationalpark im Frühjahr

Weissbart-SeeschwalbeIm Nordosten Polens, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Warschau, erstreckt sich eine einmalige Sumpflandschaft, die von vielen deutschen Tierfotografen inzwischen nicht mehr vernachlässigt wird. Der Biebrza-Nationalpark liegt zwar eigentlich nicht gleich vor unserer Haustür, doch stellt er für etliche Arten die westlichste Verbreitungsgrenze dar. So kann man an der Biebrza nach wie vor viele in Europa sonst schwierig zu sehende Arten wie Doppelschnepfe, Seggenrohrsänger oder Schreiadler relativ leicht sehen. Mit dem Auto schafft man die Fahrt an einem Tag. Von Berlin führt die Route über die A2 und dann ab Frankfurt/Oder weiter nach Poznan-Warschau-Bialystok.

Der Biebrza-Nationalpark, der „Europäische Amazonas” schützt ein riesiges Flußsystem mit ausgedehnten Feuchtwiesen, Wasserflächen, Sümpfen und Auwäldern. Der Park hat eine Größe von etwa 60.000 Hektar. Geprägt wird das Gebiet von dem Biebrza-Becken, einem außergewöhnlich weitläufigen Continue reading Vogelfotografie im Biebrza-Nationalpark im Frühjahr

Wolgadelta im Mai – Erfahrungen von Zug- und Brutvögeln

Whiskered Tern flying over youngWeite ursprüngliche Auenwälder, überschwemmte Wiesen bis zum Horizont, Seeadler auf jedem Baum. Wo gibt es das – noch dazu in Europa? Dazu fährt man entweder ins Donaudelta oder noch viel weiter. Eine Gruppenreise führte in der ersten Hälfte des Monats Mai 1998 ins Wolgadelta südlich von Astrachan im südlichen Russland. Danach wurden die Hügel-Seen-Region und die Federgrassteppe westlich sowie die Halbwüste nordwestlich von Astrachan angesteuert.

Der Tagesablauf in Damtschik an den 4 Tagen sah so aus. Um 5:45 aufstehen, dann kurz balancierend auf Holzbohlen zum Frühstück. Nach dem Frühstück Continue reading Wolgadelta im Mai – Erfahrungen von Zug- und Brutvögeln

Vögel beobachten um Frankfurt: Die Mittlere Horloffaue

Common CraneDer Frankfurt Flughafen (FRA) ist das Tor zum europäischen Festland. Viele Fluggesellschaften nutzen den Flughafen als Drehkreuz für Anschlußflüge in praktisch alle Länder der Welt. Wenn Sie etwas freie Zeit zwischen zwei Flügen übrig haben und ein Vogelbeobachter sind, sind Sie vielleicht daran interessiert zu wissen, wo sich lohnenswerte Orte für die Vogelbeobachtung befinden. Da kann man dann die Beine ausstrecken, die frische Luft genießen und hat die Möglichkeit einige typische europäische Vögel zu sehen.

Eines dieser Vogelgebiete ist die Landschaft rund um das Gebiet südlich der Stadt “Hungen” weniger als 30km südöstlich von Gießen. Das Naturschutzgebiet heißt selber NSG Mittlere Horloffaue und befindet sich in einem weiten Tal, was von dem Bach Horloff durchströmt wird. Das Naturschutzgebiet „Mittlere Horloffaue“ ist eines der wichtigsten hessischen Rast- und Brutgebiete für Vogelarten, die an das Element Wasser gebunden sind. Als europäisches NATURA 2000-Gebiet hat die „Mittlere Horloffaue“ auch international eine Bedeutung. Das Naturschutzgebiet gehört zum Kern des EU-Vogelschutzgebiets „Wetterau“ und ist als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen. Die nächsten Dörfer sind Trais-Horloff und Utphe .

Das Reservat umfasst offene Wasserflächen meist mit flachen Wasserständen, Schilf, sumpfige Randbereiche und offene schlammige Flächen vor allem am Seeufer sowie dort, wo Rinder eine Weile Continue reading Vögel beobachten um Frankfurt: Die Mittlere Horloffaue

Heavy influx of migrating White-winged Tern in Germany

White winged TernToday saw a remarkable influx of White-winged Tern, Chlidonias leucopterus, in several parts of northern Germany. Observations were recorded from the Seeburger See (lake) near Goettingen (1 indiv.), from the Wedeler Marsch near Pinneberg (13 indiv.), from the Winsener Marsch near Winsen an der Luhe (2 indiv.), from the Sulzdorfer Wiek on the islands of Fehmarn (3 indiv.), from the Okeraue near Braunschweig (1 indiv.), from the “Langes Moor” near Cuxhaven and a maximum of 252 indiv. from Dreye (a southern suburb of Bremen in Niedersachsen.

Mid of may is generally a good time to see White-winged Terns. In the evening of May, 14th of 2007 more than 200 individuals of these terns flew over the nature reserve “Streng”. Sometimes the terns picked in front of the observation tower in short hovering flights insects from the reed bed. In the meantime other White-winged Terns flew over the meadows where they were seen in company with Gulls, Common Black-headed Gull (Larus ridibundus). Remarkably, only one Black Tern, Chlidonias niger, mixed among the many White-winged Tern.

The White-winged tern used to be a rare bird Continue reading Heavy influx of migrating White-winged Tern in Germany

Identifcation of flying Chlidonias Terns in breeding plumage

 Looking at field guides like „ Collins Bird Guide“ from Peter Grant, Dan Zetterstrom, Lars Svenson and Killian Mullarney the ID look quite simple. But even in the breeding plumage Chlidonias – or Marsh – Terns can cause some headache identifying in the field. Then even the Whiskered Tern (Chlidonias hybridus) can be confused with the Black Tern (Chlidonias niger) especially if seen in poor light facing the sun when both terns look remarkably dark.

Whiskered Tern, Chlidonias hybridus
Black Tern, Chlidonias niger

  A remarkable fact is, that the scientific name arises from Whiskered Tern´s similarities in appearance to the Black Tern but also to the (more whitish) Sterna – Terns.
To distinguish Black Tern (Chlidonias niger) and the 3rd member of the genus, the White-winged Tern (Chlidonias leucopterus) is even more sophisticated. The wings do not always look decidedly white – as the name suggests. Often the upper parts of the wings do not look so much brighter than in the Black Tern. On the other hand a good deal of black is shown in the underwing-coverts. Hence the black & white contrast of the underwings might be the best criterion to distinguish flying White-winged Tern from Black Tern in the field.  

White-winged Tern, Chlidonias leucopterus

 

Black Tern, Chlidonias niger

 In flight, all these terns appear slim – less so the Whiskered Tern. The wing-beats are full and dynamic, and flight is often erratic as they descend to the surface for food. Chlidonias – or Marsh – Terns do not dive for fish, but forage on the wing picking up items at or near the water’s surface or catching insects in flight. They mainly eat insects and fish as well as amphibians. The feeding habit is quite unlike Continue reading Identifcation of flying Chlidonias Terns in breeding plumage