Tag Archives: Warthe

Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

KampfläuferDie ersten Kampfläufer (Calidris pugnax) stehen wie aufgereiht entlang einer Betonstraße. Zwar noch nicht ganz im Prachtkleid, aber doch schon imposante Persönlichkeiten.

Es herrscht traumhafter Sonnenschein. Die Nachmittagssonne ist nach einem bewölkten Tag doch noch heraus gekommen. Trotzdem oder gerade deswegen herrscht aber ein strammer Ostwind, der einem warme Kleidung nahelegt. Die Kampfläufer stehen praktisch direkt auf der Piste, denn tatsächlich ist das Wasser so hoch, daß diese als letzte in der näheren Umgebung noch trocken geblieben ist. im weiteren Verlauf plätschert das Wasser sogar über die Betonplatten. Gerade das Wechselspiel von trockenen und nassen Stellen zieht die Kampfläufer ebenso an, wie die vielen Lachmöwe (Larus ridibundus). Ich versuche mich langsam mit dem Wagen zu nähern. Doch fast alle Kampfläufer fliegen im letzten Moment ab – spätestens wenn die Scheibe herunter gelassen wird. Vielleicht ist es besser, sich den Kampfläufer auf einer niedrigeren Ebene zu nähern. Gesagt, getan.

Beim nächsten Mal halte ich weiter entfernt vom Kampfläufer, der mich aufmerksam mustert, aber nicht wegfliegt. Vorsichtig öffne ich Continue reading Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

Land under water in Poland

RotschenkelIn the 18th century settlers made the long, marshy lowland area of ​​the Warta and the river Netze habitable. Individual farmsteads and villages from that time can still be seen from the dike of the Warta. None of the houses has no stork nest.

Today, only the diked areas at the Warta estuary reminds of the original landscape. The meadows between Kostrzyn and Slonsk are gradually being drained here via an old trench and canal system.

Today only a few farmers graze their cattle and horses here. Therefore, herbaceous thickets and willow bushes are increasingly spreading to many areas that have long been no longer cultivated in today’s national park. The easiest way to get to the national park is from Kostrzyn via the main road 133 to Slonsk, a larger village that used to have city rights in former times. After entering the village turn left at a grocery store to take the road to Przyborow. In this village, a paved road leads to the right of the paved road to a concrete country road, which ends for cars at a bridge with a sheltered hut. Behind it, the concrete runway meanders over three kilometers along the Postomia to the Warta. Another easy-to-access gateway starts at Przyborow, on the right off the main road, just opposite a simple shop. The bumpy side path leads down to the causeway along the canal, where Great Grebes (Podiceps cristatus) are often seen. Sometimes Red-necked Grebes (Podiceps grisegena) or Grey Herons (Ardea cinerea) can be found there, and seagulls (Larus spec.) and Cormorants (Phalacrocorax carbo) almost always Continue reading Land under water in Poland

Bekassine im Balzflug

BekassineTräge fließt der Fluß dahin. Die Wiesen sind von der Schneeschmelze und den ergiebigen Regenfällen weiträumig überschwemmt. Dunkle Wolken trieb der Wind den ganzen Tag vor sich her. Gegen Abend klart es auf. Kühl ist es immer noch; aber fast wolkenlos. Bald wird die Abenddämmerung einfallen. Da ist irgendwo hoch über den Wiesen und Weiden ein dumpfes, vibrierendes Meckern am Himmel zu hören. Es stammte von einem Männchen der Bekassine (Gallinago gallinago), welches dieses seltsame Geräusch mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt. Im Sturzflug der Balz sind nicht nur die beiden Federn zwischen Flügeln und Schwanz zu erkennen. Auch die Schwanzfedern sind weit gefächert und lassen im Fernglas die bunten Farben erkennen. Immer wieder steigt der Vogel auf und läßt sich dann wieder fallen. Damit markiert er sein Revier und signalisiert seine Ausdauer. Das ganze Spektakel des Balzflugs kann Stunden dauern. Zwischendurch ruft die Bekassine im Flug. Durch den langen, nun geöffneten Schnabel und die weit abgespreizten Federn wirkt der Vogel deutlich imposanter, als wenn man ihn auf dem Boden sieht. Dort ist er trotz seines „tick-e-tick“ – Rufens (das an das Geräusch einer großen Wanduhr erinnert) sehr unscheinbar und erstaunlich gut getarnt.

Es ist sehr eindrucksvoll, wie die Bekassinen teils weit im Süden über den nur noch seicht überschwemmten Wiesen des Gebietes fliegen, rufen und auf und nieder sausen und dabei ihre arttypischen Trommelgeräusche über die Wiesen schallen lassen. Dann wieder sind es 2 oder gar 3 Bekassinen, die direkt über dem Weg durch Continue reading Bekassine im Balzflug