Tag Archives: Vultur gryphus

Weißkehlkarakara in Patagonien

WeißkehlkarakaraEin Weißkehlkarakara (Phalcoboenus albogularis) fliegt am spärlich bewachsenen Hang entlang durch das Schneetreiben. Endlich nimmt er Platz auf hellem steinigem Sand. Der Weißkehlkarakara scheint in die Weite Patagoniens zu schauen. Ein schönes Bild.

Patagonien ist ein Land der Gegensätze. Patagonien, das sturmgepeitschte Südende des Südamerikanischen Kontinents, zieht Reisende in seinen Bann. Je weiter man nach Süden kommt und je schmaler das Land wird, desto weiter und endloser scheint die Landschaft zu werden. Unvermittelt ragen schroffe Berge wie Fangzähne aus der Ebene. Wolkenfetzen jagen über den Himmel.

Die Betrachtungen der Fels- und Eislandschaften so berühmter Bergmassive wie Fitz Roy, Cerro Torre und die Torres del Paine sind atemberaubend. Die türkisblauen Gletscherseen darunter bilden einen perfekten Kontrast. Das oft wechselnde Wetter und der starke Wind sind ein ständiger Begleiter in Patagonien und verstärken noch die Rauheit dieses Landstrichs.

Blaue Gletscher schimmern im weichen Licht des Südens, ihr Eis knirscht, knackt und kracht. So in Argentiniens wohl schönsten Nationalpark “Los Glaciares” mit dem imposanten Gletscher “Perito Moreno” und seinen bis zu 70 m hohen Eistürmen.

Von diesen stürzen immer wieder mächtige Eisbrocken in den “Lago Argentino”. Dieses aussergewöhnliche Naturwunder ist ein echter Genuß. Karge Grasflächen ziehen sich bis zum Horizont, scheinbar Continue reading Weißkehlkarakara in Patagonien

Spectacled Duck in Tierra del Fuego / Patagonia

Spectacled DuckI slept poorly in the cold. When the alarm clock rings I am still very sleepy. But the prospect of an extraordinary rafting experience makes me get up. By the time I have done everything, dawn has already begun. First I have to make myself really cold-proof. Fleece underwear, fleece shirt, a shirt, the blue navy sweater and the ski undersuit. In combination with the neoprene waders it may look a little over the top, but in retrospect I notice that it might be too warm around the top, but it could be a bit warmer on the feet. In the early morning light I climb the raft with the tripod set up and the camouflage tent stretched over it. I climb into the water of the Rio Paine, which is densely covered at the edges with surface vegetation – like our duckweed. The Spectacled Duck (Speculanas specularis) feels particularly comfortable here. At first I notice that the ducks are not so keen to be photographed in close-up with the Nikkor AF 4.0 / 600. Nevertheless, a few atmospheric photos succeed. The raft as a construction is really great, you can even sit down on the “beams” (made of aluminum sheets) to relax.

Yesterday evening I had passed Lago Pehoe with the expensive campsite and the even more expensive Hotel Explora. Finally I come to the information center at the mouth of the Rio Paine in the Lago del Toro. There are at least 3 buses in front of the center and 10 alternative hikers. But I get good tips inside from the Guardaparques where I can see something. The Austral Rail (Rallus antarcticus) is said to occur here as well. The statement about the Continue reading Spectacled Duck in Tierra del Fuego / Patagonia

Rotschwanz-Pflanzenmäher in Patagonien

DRotschwanz-Pflanzenmäherer Weg von El Chalten führt in den nördlichen Bereich des Nationalparks Los Glaciares. Auf einer Piste geht es zunächst durch das Tal des Río de las Vueltas bis zum Lago del Desierto. Der Bereich des Nationalparks Los Glaciares um den Lago Desierto ist Patagonien pur. Am Lago Desierto angekommen tut sich ein eindrucksvolles Panorama auf. Die Gletscher Crestón und Huemul sind schon zu ahnen. Vom Vespignani-Gletschers hat man einen atemberaubenden Blick auf die Nordseite des Monte Fitz Roy.

Morgens früh starten wir am Campingplatz. Es geht den Norduferabschnitt des Lago Desierto entlang. Der Weg am See ist nicht viel mehr als ein Pfad am Wasser entlang. Dafür müssen wir eine sehr abenteuerliche Hängebrücke queren. Der Sendero Punta Norte geht über Stock und Stein. Der Pfad ist aber einfach, denn er führt ohne Anstiege durch den Wald und am See entlang. Der Weg führt durch einen Wald in dem es viele der typischen Bäume Südpatagoniens nämlich die Lenga-Südbuche (Nothofagus pumilio) und die Ñire – die Antarktische Scheinbuche (Nothofagus antarctica), auch Antarktische Südbuche oder Pfennigbuche genannt – gibt. Leider sind graue, dichte Wolken am Himmel.

Besonders ist die Sichtung und ausgiebige Fotografie eines Schwarzkehl-Bürzelstelzers (Pteroptochos tarnii) am Lago del Desierto.   Der Vogel wird kurz auch nur Huet-huet genannt. Das Huet-huet bleibt einfach so da stehen und läuft dann ohne Scheu ein paar Meter. Verharrt und scharrt mit den Füssen in der lockeren Walderde. Immer wieder muß ich auf das Huet-huet zugehen und es in den Hintergrund scheuchen, weil die Naheinstellgrenze am Objektiv unterschritten wird. Der Vogel nimmt es gelassen hin. Es wird sich um eine besonders ergiebige Stelle am Waldboden handeln. Das Black-throated Huet-huet kommt immer wieder zurück zu der Stelle und scharrt dann sofort wieder.

Eine zweite Top-Gelegenheit ergibt sich auf der Rückfahrt  bei El Chalten. Die Sonne kommt zunehmend zwischen den Wolken heraus. Meine Aufmerksamkeit wird durch einen Rotschwanz-Pflanzenmäher (Phytotoma rara)Rufous-tailed Plantcutter in Anspruch genommen wird: Es ist ein Männchen, was – wie immer – sehr territorial ist. Der Grund für die gute Ansammlung an Vögeln ist ein früchtetragender Strauch, wohl die El Calafate. Er hat dunkelblaue Früchte, die wie unsere Heidelbeeren aussehen. Für die Vögel ein wahres Paradies, und für den Fotografen auch. Es ist ja bekannt, daß die Rufous-tailed Plantcutter offenes dorniges Gestrüpp (z. B. mit Berberitzen) an Waldränder oder auf Lichtungen im Nothofagus-Wald lieben. Die Vögel gehen in der Brutzeit paarweise auf Nahrungssuche, zu anderen Zeiten in Gruppen von 6–12 Individuen. Ich warte in meinem Auto darauf, dass einer der Esser mal vorwitzig seinen Kopf aus der Buchsblättrigen Berberitze (Berberis microphylla bzw. Berberis buxifolia) heraussteckt, was diese dann auch ab und zu tun. Das Rufous-tailed Plantcutter-Männchen ist so vertraut nach einiger Zeit, dass es sitzen bleibt und das Auto bis auf ca. 10m akzeptiert. Toll. Schön ist auch, dass immer wieder die Sonne herauskommt und daher die Lichtreflexe immer wieder anders sind.

Patagonien ist ein Land der Gegensätze. Patagonien, das sturmgepeitschte Südende des Südamerikanischen Kontinents, zieht nicht nur Naturfotografen in seinen Bann. Je weiter man nach Süden kommt und je schmaler das Land wird, desto weiter und endloser scheint die Landschaft zu werden. Unvermittelt ragen schroffe Berge wie Fangzähne aus der Ebene. Wolkenfetzen jagen über den Himmel.

Die Betrachtungen der Fels- und Eislandschaften so berühmter Bergmassive wie Fitz Roy, Cerro Torre und die Torres del Paine sind atemberaubend. Die türkisblauen Gletscherseen wie der Lago Desierto darunter bilden einen perfekten Kontrast. Das oft wechselnde Wetter und der starke Wind sind ein ständiger Begleiter in Patagonien und verstärken noch die Rauheit dieses Landstrichs. Nur selten mischt sich der Flügelschlag eines Andenkondors (Vultur gryphus) oder das helle Schreien eines Guanakos (Lama guanicoe) in das unablässige Heulen des Windes.

Blaue Gletscher schimmern im weichen Licht des Südens, ihr Eis knirscht, knackt und kracht. So in Argentiniens wohl schönsten Nationalpark “Los Glaciares” mit dem imposanten Gletscher “Perito Moreno” und seinen bis zu 70 m hohen Eistürmen. Von diesen stürzen immer wieder mächtige Eisbrocken in den “Lago Argentino“. Die Buchsblättrige Berberitze, die in ihrer Heimat michai, mulun oder calafate genannt wird, ist ein Symbol für Patagonien. Sie ist im Süden bis nach Feuerland verbreitet. Die Legende besagt, dass jeder, der Beeren von diesem Strauch isst, bestimmt wieder nach Patagonien zurückkehren wird.

Ein Erlebnis ist eine Fahrt durch patagonische Landschaften ob diesseits oder jenseits der argentinisch/chilenischen Grenze. Den “Torres del Paine”- Nationalpark muß man einfach mit einer eindrücklicher, mehrstündigen Wanderung erleben.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com auch gezielt Reisen nach Asien, Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Huet-huet: observation in Patagonia

Patagonia is a country of contrasts. Patagonia, the storm-swept south end of the South American continent, does not only captivate nature photographers. The further south you go and the narrower the continent, the wider and more endless the landscape seems to become. Suddenly, rugged mountains protrude from the plain like fangs. Scraps of cloud hunt across the sky.

The way from El Chalten to Lago Desierto is pure Patagonia. When you arrive at Lake Desierto, an impressive panorama opens up. We do not hesitate to take a long walk. It goes along the north bank section of Lake Desierto. The path along the lake is little more than a path along the water. To do this we have to cross a very adventurous suspension bridge. The path passes hill and dale. But at some point I almost go crazy. Wow, that’s a Black-throated Huet-huet (Pteroptochos tarnii) also just called Huet-huet for short. It just stands in front of us and then runs a few meters without any fear. Stays and scratches with his feet in the loose forest earth. I can’t keep up with my camera, which I finished in no time. The Nikon 2.8/ 300 lens with the Metz Blitz MZ-1i may not be the right choice. Again and again I have to go to the Huet-huet and chase it back away because the close-up limit has been undershot. The bird doesn’t take it from me. There must be a particularly productive spot on the forest floor. The Black-throated Huet-huet keeps coming back to the Continue reading Huet-huet: observation in Patagonia

Flamingos in der Laguna Chaxa im Nationalreservat „Los Flamencos

Chile-FlamingoDie Laguna Chaxa befindet sich gut 60 km südlich von San Pedro de Atacama auf einer Höhe von rund 2.300m NN. Sie zählt mit zum Salar de Atacama und ist Teil des Nationalreservat „Los Flamencos“.  Der Lauca Nationalpark mit seinen Vögeln ist nicht weit. Der Salar de Atacama liegt in der Atacamawüste und ist die größte Salzebene in Chile. Hier sind spektakuläre Landschaften und Massen an Flamingos zu erwarten. Zuerst ist aber eine zeitraubende Anreise zu bewältigen. An Vögeln ist nicht viel zu erkennen. Der Braunmantelämmerling (Phrygilus dorsalis) ist vor allem am Wegesrand erstaunlich häufig. Immer wieder mal ist ein Felsenerdhacker (Upucerthia andaecola) mit seinem krummen Schnabel und ein Aymaratäubchen (Metriopelia aymara) zu beobachten.

Die Tour beginnt in Calama, von wo aus man zunächst in Richtung San Pedro fahrt, der am dichtesten besiedelten, prähispanischen Oase Chiles. Man durchquert dabei die für ihre interessanten Erosionsformen bekannte Cordillera de la Sal. Das Nationalreservat Los Flamencos ist in sieben Bereiche unterteilt. San Pedro am nächsten liegt das Valle de la Luna, das Mondtal. Die erodierten Falten dieser Felslandschaft bieten besonders im Abendlicht ein faszinieren-des Spiel von Licht und Schatten. Nur ca. 45 Autominuten entfernt liegt die Laguna Chaxa – eine Reihe kleiner Seen inmitten der Atacama- Salzwüste. Mit über 300.000 Hektar ist sie die größte Salzwüste Chiles. Sie beherbergt eine erstaunliche Continue reading Flamingos in der Laguna Chaxa im Nationalreservat „Los Flamencos

Vögel im El Bofedal de Parinacota im Lauca Nationalpark

Kurzschnabel-FlamingoParque Nacional Lauca heißt der Park im spanischen. Eine Entdeckungsreise kann in der Küstenstadt Arica beginnen. Hier folgt man der Straße nach Bolivien durch das Valle de Lluta. Die Reise beginnt in Meereshöhe und erreicht nach einem steilen und spektakulären Anstieg auf 3.500 m das Dorf Putre. Putre ist ein typisches Andendörfchen, mit prähispanischem Charakter. Die Bewohner leben von der im Terrassenanbau betriebenen Landwirtschaft. Putre ist der ideale Ort, um die Nacht zu verbringen und sich damit schonend an die extreme Höhe und den reduzierten Sauerstoffgehalt zu gewöhnen. Von Putre aus sind es noch gut 100 Kilometer bis zum Lauca Nationalpark. Die kurvige Carretera Internacional CH 11 fühlt durch wunderschöne, scheinbar endlose Steppen, vorbei an verschneiten Vulkanen und Sumpfgebieten. Man passiert das malerische Dorf Parinacota, das für seine Kirche aus dem 17 Jahrhundert bekannt ist. Im Umfeld weiden Alpakas der Aymara-Indianer. Ganz in der Nähe ist ein Feuchtgebiet zu finden. Es ist das „El Bofedal de Parinacota“. Das Feuchtgebiet liegt in direkter Nachbarschaft zum malerischen Dorf. Hier trifft man zahlreiche Vogelarten an, wie zum Beispiel die Schopf-Ente (Anas specularioides), die Andengans (Chloephaga melanoptera), die Andenmöwe (Larus serranus), den Lerchentyrann (Muscisaxicola maculirostris) und natürlich die Flamingos. Unter ihnen Continue reading Vögel im El Bofedal de Parinacota im Lauca Nationalpark