Tag Archives: Turdus pilaris

Observation site for spring migration on the river Oder

SchwanzmeiseAfter having presented protected nature areas in the Havellaendisches Luch or the Guelper See, a recent blog was dealing with the Oder valley in general and The National Park Lower Oder especially. The National Park protects a flood plain, the last still intact in large parts of the estuary of Central Europe.

A rainy, cloudy Sunday led me to the river Oder. Having refueled with gasoline and a Breakfast from a gas station I decided going to Criewener polder south of Schwedt. Criewen is a small village only 3 km south of the industrial city of Schwedt and roughly 100km north-east of Berlin. The car I parked just in front the bridge on the western side channel of the Oder. I grabbed the tripod, spotting scope and the Canon 4.0 / 400 DO from the car. So I walked up to a bench not far from the crossing between the entry road from the village of Criewen and the dike. Here you really an impressive view over the whole polder with riparian woods and wide Continue reading Observation site for spring migration on the river Oder

Graveyard Blackbirds in the snow

Amsel, MännchenIt is cold in Germany. There had been snow the last few nights before. But now it thaws again. The air is cold and clear. The main part in a vast park cemetery is still as packed with a 5 cm thick layer of snow. Only the paths are cleared temporarily by a snow plow. Ok, this is already not a real winter, but there is snow and in between comes out even the sun. Ideal conditions for a walk in the park of the cemetery. On careful examination, there are encountered many blackbirds constantly in the cemetery over the winter. The population of the Eurasian Blackbird (Turdus merula) seem to have increased again now with snow. Everywhere you see a dark bird flit from a side of the road to the other. Under each second (coniferous) trees the ground is intensively scratched. A regularity is not really visible. However, there seems to be a preference for conifers, under which twigs are intensively inverted. A short picking in the substrate and again…..

A park cemetery, which is not too neat is ideal. Winter food for Blackbirds but also Common Chaffinches (Fringilla coelebs) – besides what lies under leaves and scatter – is offered e.g. by the Barberry. The Barberry (Berberis vulgaris) is a nearly 3 meters tall, Continue reading Graveyard Blackbirds in the snow

Frühjahrszug an den überschwemmten Oderwiesen

SchnatterenteNachdem Birder das erste Wochenende im April als Frühling mit angenehmen Temperaturen, einem angenehmen Südwind und in der Regel Sonnenschein genießen konnten, stellt sich weiterhin bei leicht kühleren, aber immer noch frühlingshaften Temperaturen ein deutlicher Schub an Zugvögeln ein. Vor allem Drosslen – darunter auch schon die ersten Ringdrosseln (Turdus torquatus) werden nun verstärkt an ihren traditionellen Rastplätzen angetroffen. Auch die ersten Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Rohrschwirle (Locustella luscinioides) waren zu hören.

Nach einem Ausflug in die Welseaue bei Passow auf der Suche nach Bekassine (Gallinago gallinago) und Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) fahre im Anschluß an diese Exkursion an die Oder. Nachdem ich bei Nieselregen getankt und Frühstück besorgt habe, fahre ich zum Criewener Polder südlich von Schwedt. Den Wagen parke ich kurz vor der Brücke über den Seitenkanal der Oder und packe dann Stativ, Spektiv und das Canon 4,0/ 400 DO aus. Damit laufe ich bis zu einer nicht weit entfernt gelegenen Bank mit einem eindrucksvollen Blick über den ganzen Polder, der immer noch recht naß und in weiten Teile überschwemmt ist. Die Betonplattenwege Continue reading Frühjahrszug an den überschwemmten Oderwiesen

Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

BaumpieperWer die im Blog über die niederländischen Moorgebiete (Veen) beschriebenen Gebiete besuchen will oder auf dem Weg nach Texel, einen fotografischen Zwischenstopp einlegen will, dem bietet sich ein Abstecher zu dem Naturreservat Reuselse Moeren an. In der Nähe der Kleinstadt Bladel nicht weit von Eindhoven an der holländisch-belgischen Grenze – gut erreichbar über die A67 – liegt bei der Gemeinde Reusel das reizvolle Moor- und Heidegebiet, das für Naturfotografen ein lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt.

Die Reuselse Moeren umfaßt eine Fläche von ungefähr 150 Hektar mit Hochmoorresten, kleinen, trockenen und feuchteren Heidegebieten, Weiden- gebüschen, Gagelsträuchern und einigen Magerwiesen.

Die Reuselse Moeren schützen eine typische niederländische Wald- und Moorlandschaft. Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) und Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) Continue reading Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

Amseln im Schnee

AmselIn der Nacht hat es geschneit. Nun ist die Luft kalt und das Land liegt still wie in Watte gepackt unter einer 10 cm dicken Schneedecke. Richtiger Winter, dazu Schnee und auch noch Sonnenschein. Ideale Bedingungen für einen Spaziergang auf einem Parkfriedhof. Von den Singvögeln hört man nur vereinzelt ein verhaltenes Zwitschern. Bei aufmerksamer Betrachtung offenbart ein solcher Schneespaziergang Erstaunliches. Eine mit frischem Schnee überzogene Landschaft hat immer etwas Unberührtes. Die Wege sind nicht zu erkennen. Ich laufe auf purem Weiß. Dies in der Überzeugung, heute morgen der Erste zu sein, der hier seine Fußspuren hinterlässt – doch weit gefehlt! Vor mir waren schon andere unterwegs: Feldhasen hoppelten querfeldein von den Wiesen herüber und ein Fuchs (Vulpes vulpes) schnürte über die ausladende Allee des Hauptweges.

Auf dem Friedhof sind über den Winter ständig mehrere Amseln anzutreffen. Die Amsel (Turdus merula) gehört zu über das Jahr zu den Frühaufstehern und abends ist sie einer der letzten. Aber jetzt sind die Tage kurz Continue reading Amseln im Schnee

Kurzschnabelgans im Spreewald bei Schlepzig

KurzschnabelgansSehr windiges Wetter, Graupel- und Schneeschauer waren angesagt. Aber als vormittags die Sonne durch die dicke Wolkendecke brach, sollte dieser Sonntag doch ein Birding-Tag werden. Schon seit fast einer Woche gab es die Meldung von mindestens 3 Kurzschnabelgänsen (Anser brachyrhynchus) in einem Trupp mit Grau-, Saat- und Blässgänsen in der Feldflur südlich von Schlepzig bei Lübben im Spreewald. Die Meldung wurde am Samstag, den 10. Januar 2015, noch mal bestätigt. Das war das Signal die gut 60 km vom Heimatort in den Spreewald zu fahren. Nach gut einer Stunde über kleine, verkehrsarme Landstraßen kam ich nach Schlepzig. Ein Vogelbeobachter war schon vor Ort.

Den Wagen hatte er am Zugang zu einem Feldweg stehen gelassen und sich dann unter einer Pappel mit seinem Spektiv zur Beobachtung eingefunden. Die Gänse standen aufmerksam aber ruhig auf der überschwemmten Wiese. Ich gesellte mich zu dem Kollegen und gerade als ich durch das Spektiv schauen wollte, flogen die Gänse ohne Hast, aber zügig in mehreren Trupps ab und landeten auf der östlichen Seite der Straße, die von Schlepzig nach Lübben führt. Der Kollege hatte genug gesehen. Ich außer Saat-, Bläß- und Saatgänsen noch nichts anderes. Alles hieß es Geduld zu haben. Zum Abschied wurde mir noch ein helles, wohl albinotisches Exemplar einer Saatgans im Abflug gezeigt.

Es dauerte eine Weile bis die Gänse wieder in der Nähe einfielen. Diesmal wieder auf der Continue reading Kurzschnabelgans im Spreewald bei Schlepzig

Friedhofs-Amseln im Schnee

AmselWintereinbruch in Deutschland. In den letzten Nächten hatte es geschneit. Nun taut es aber schon wieder. Die Luft ist kalt und klar. Die meisten Flächen auf einem ausgedehnten Parkfriedhof liegen noch still wie in Watte gepackt unter einer 5 cm dicken Schneedecke. Nur die Wege werden von einem Schneepflug provisorisch geräumt. Das ist zwar noch kein richtiger Winter, aber es liegt Schnee und zwischendurch kommt sogar die Sonne heraus. Ideale Bedingungen für einen Spaziergang auf einem Parkfriedhof. Von den Singvögeln hört man nur vereinzelt ein verhaltenes Zwitschern. Bei aufmerksamer Betrachtung sind auf dem Friedhof über den Winter ständig viele Amseln anzutreffen. Nun bei Schnee scheinen sich die Bestände der Amsel (Turdus merula) noch mal vermehrt zu haben. Überall sieht man sie von einer Wegseite zur nächsten huschen. Unter jedem zweiten (Nadel-)Baum ist der Boden intensiv aufgekratzt. Eine Regelmäßigkeit ist nicht wirklich zu erkennen. Jedoch scheint es eine Präferenz für Koniferen Continue reading Friedhofs-Amseln im Schnee

Mäusebussarde im Schnee am Köder

Common Buzzard in FlightIst es möglich Mäusebussarde (Buteo buteo) im Winter, am besten noch im Schnee, in guter Anzahl zu beobachten und zu fotografieren. Ist das möglich mitten im bevölkerungsreichen, Deutschland? Ja, das ist es!

Das Tal des Flusses “Leine” und die umliegenden waldbedeckten Höhen namens “Leinebergland” sind nicht direkt bekannt als die Hot Spots der Vogelbeobachtung in Deutschland. Aber im Winter wird die reizvolle Landschaft zwischen den Städten Hildesheim im Osten und Hameln im Westen von Vogelbeobachter und Vogelfotografen aufgesucht, um Bilder von Mäusebussarden und anderen Vögel an Winterfutterstellen zu machen.

Nachdem ich schon die Jahre vorher im Winter in Salzhemmendorf war (s. Blog auf englisch) wollte ich diesmal auf Einladung von Wolf-Dieter Peest einen weiteren Tag bei Schnee in einem seiner neuen Ansitze verbringen. Das stellte sich als sehr produktiv heraus – wie man in der Galerie sehen kann. Wolf-Dieter Wildlife bietet Workshops für die digitale Fotografie und Continue reading Mäusebussarde im Schnee am Köder

Birding rund um den Frankfurter Flughafen – Der Grosse Feldberg

RedwingFrankfurt Airport  (FRA ) ist das Tor zum europäischen Festland . Viele Fluggesellschaften nutzen den Airport als Drehscheibe für Anschlussflüge für die ganze Welt. Wenn Sie freie Zeit zwischen zwei Flügen haben und Sie ein Vogelbeobachter sind, haben Sie vielleicht Interesse zu wissen, wo man gute Orte für die Vogelbeobachtung findet und zudem noch die Beine etwas vertreten kann. Genießen Sie die frische Luft und genießen Sie dabei die typisch europäischen Vögel.

Wenn Sie etwas mehr Zeit haben und ein Auto nutzen können, sollten Sie einen Ausflug in den Taunus nordwestlich von Frankfurt in Betracht ziehen. Der Große Feldberg ist nur einer, wenn auch der höchste der Gipfeln des Taunus ganz in der Nähe von Frankfurt. Über eine kurvige Straße ist er auch sehr einfach zu besuchen.

In dichtem Nebel und bei starkem nordwestliche Wind konnten am Morgen des 7. Oktober 2012 38 Ringdrosseln (Turdus torquatus) und am 9. Oktober 2013 mehr als 30 Ringdrosseln um den Großen Feldberg gesehen werden. Aber auch Amseln (Turdus merula), Wacholderdrosseln (Turdus pilaris), Rotdrosseln (Turdus iliacus) und Singdrosseln (Turdus philomelos) sind jetzt sehr häufig an den flechtenüberwucherten Vogelbeer-Sträuchern zu finden. Generell ist die Zeit im September und Oktober ausgezeichnet, um den aktiven Tageszug von vielen Vogelarten zu sehen.

März und April sind dagegen die besten Zeiten für Spechte, da die Vögel Continue reading Birding rund um den Frankfurter Flughafen – Der Grosse Feldberg

Vogelzug am Stockert in der Eifel

Haubenmeise in SchleheEin schöner Tag im Herbst. Indian Summer wie er im Buche steht. Diesmal soll es in die Eifel gehen, zu einem Berg, der Stockert genant wird und südlich von Euskirchen gelegen ist. Hier kann man den Vogelzug der am Tag ziehenden Vogelarten sehr gut beobachten. Es war noch dunkel, als ich ankam. Das erste Vogelgezwitscher konnte aber bereits gehört werden. Es waren vor allem Meisen, deren Rufe noch in den Bäumen zu hören waren. Dann ging es sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten waren die Büsche voll. Natürlich waren vor allem Kohlmeisen (Parus major) und Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) in den Schlehen und Hagebutten zu sehen. Ein wunderbarer Kontrast zu den blauen und roten Früchten, die übervoll an den Zweigen hingen. Die Zugunruhe hatte offensichtlich auch zwei Spezies von Meisen gepackt, die in der Regel nicht mit der offenen Landschaft, sondern eher mit Nadelbäumen in Wäldern in Verbindung gebracht werden. So waren gut 5 Tannenmeisen (Periparus ater) und auch mindestens 3 Haubenmeisen (Lophophanes cristatus) zu beobachten, die für eine Weile auf den Ästen einer Schlehe ausgeruhten. Nur kurz – ca. 2 Minuten – dann waren sie wieder weg.

Beim Beobachten und Fotografieren war klar zu erkennen, dass das Zuggeschehen in vollem Gange ist. Gesang und andere territoriale Verhaltensweisen waren selten zu sehen und beschränkten sich wenn auf den frühesten Morgen. Was für ein wunderschöner, früher Morgen an einem sonnigen Tag. Allerdings ziemlich kalt in den ersten Stunden. Dazu ein wahres Vergnügen – auch unter dem Gesichtspunkt der Ornithologie. Zusätzlich Continue reading Vogelzug am Stockert in der Eifel

Bird migration at the Stockert in the Eifel hills

Crested Tit, resting in sloe

A beautiful autumn day. Indian Summer, as written in the books. This time it is to go to the Eifel to hill Stockert south of Euskirchen where bird migration at day can be observed. It was still dark when I arrived. The first bird whispers were heard already . It was mainly chickadees whose calls were audible. Then it went very quick. Within minutes, the bushes were full. Of course, especially Great Tit (Parus major) and Blue Tit (Cyanistes caeruleus ) were seen in the sloe (or Blackthorn), Prunus spinosa, and rosehip, Rosa canina, bushes. A wonderful contrast to the blue and red fruits that hung plentiful on the branches everywhere. Migration unrest obviously hit two species of tits too that are usually not associated with the open countryside but with conifers in the forests. There were some Coal Tits (Periparus ater) and Crested Tit (Lophophanes cristatus), which rested for a while on the branches of a sloe . Only short – about 2 minutes – then they were gone again.

When photographing it was obvious to see that migration is in full swing. Singing and other territorial habits were rare and restricted to the earliest morning. This early morning on a sunny day (but quite cold in the first hours) was a real pleasure – also from the point of ornithology. In addition Continue reading Bird migration at the Stockert in the Eifel hills

Birding around Frankfurt Airport – Schwanheimer Duene

Eurasian Golden-OrioleThere are not too many foreign birdwatchers coming to the middle of Germany for just birding. But Frankfurt Airport (FRA) is the gateway to continental Europe. Many airlines use the Airport as a hub for connecting flights all over the world. If you have spare time between two flight and you are a birdwatcher, you might be interested to know, where you can find good places to stretch your legs, enjoy fresh air and enjoy birding for typical european birds. One of these places is only 15 minutes away from the Frankfurt Airport. This is the Schwanheimer Duene (Dunes of Schwanheim) located in a southern outskirt of Frankfurt. In so far, the area is more or less the same distance than the Langener Waldseen. But whereas these lakes, situated just 2 km east of the runway of Frankfurt AP, are a highly frequented recreation area in summertime, the Schwanheimer Duene is especially good in spring and summer. Thus an excellent alternative to the Langener Waldseen which are very productive in wintertime.

The Schwanheimer Duene is one of the few inland dunes in Europe. It was established after the last ice age of sands that have been blown out of the riverbed of the River Main. Then, a forest grew on it. In the last century farmers cleared the forest and put on cherry meadows. Several dry periods ended these attempts in the second half of the 19th Century. The dune devasted and started to wander. Between 1882 and 1890 the dune moved aground to its present location.

Following the desolation a  typical plant community of inland dune developed, which can be encountered up to nowadays. This plant community is called Continue reading Birding around Frankfurt Airport – Schwanheimer Duene

Robin attack on Cuckoo´s head

The European Common Cuckoo, Cuculus canorus, has always been a miraculous bird. His loud and simple song and his arrival as a migrant in Europe signaling spring time made him one of the best-known birds in Europe. Quite recently his migration made the British Trust for Ornithology (BTO) track Cuckoos via attached satellite-tracking devices to find out more about their important stop-over sites and wintering destinations on the way to and from Africa. Very reknown – but not often seen – is the cuckoo´s notorious behavior to parasite other birds brood. Especially this attidude made him unique in the awareness also for people in Europe who are not claiming to be keen birdwatchers.
During a stay in the wild landscape of masuria in north-eastern Poland I witnessed the long-lasting fight between a female Common Cuckoo and a pair of Robins, Erithacus rubecula, over a nest inside Continue reading Robin attack on Cuckoo´s head