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Extremadura, a paradise for birders

WiesenweiheThe steppes and extensive dehesas of Caceres and Trujillo are famous for their steppe bird life. Short-toed Eagle (Circaetus gallicus), Montagu’s Harrier (Circus pygargus), Lesser Kestrel (Falco naumanni), Little Bustard (Tetrax tetrax), Great Bustard (Otis tarda), Eurasian Thick-knee (Burhinus oedicnemus), Pin-tailed Sandgrouse (Pterocles alchata), Black-bellied Sandgrouse (Pterocles orientalis), Azure-winged Magpie (Cyanopica cyana) and Calandra Lark (Melanocorypha calandra) share the fruits of the holm oak with the black Iberian domestic pigs. Many birds that have rarely or completely disappeared in the rest of Europe can still be observed very well in this almost deserted area.

The Extremadura in southwestern Spain has always been a magical attraction for nature lovers. Nowhere else in Europe you can find a higher biodiversity of plants and especially birds. A particularly large number of birds of prey circle in the thermals above the mountain ranges and plains, which are covered with evergreen oak and cork oaks and are particularly reminiscent of the African savannah in summer. Over 80,000 Common Crane (Grus grus) spend the winter Continue reading Extremadura, a paradise for birders

Bienenfresser – ein kurzes, bewegtes Leben in Deutschland

BienenfresserBienenfresser (Merops apiaster) führen ein kurzes, bewegtes Leben in Deutschland. Erst in der zweiten Maihälfte treffen die buntschillernden Vögel in unseren Breiten ein, und bereits im August zieht es sie wieder in den Süden. Dazwischen bleibt ihnen gerade genug Zeit, um ihre Jungen aufzuziehen und auf den weiten Weg in die Winterquartiere vorzubereiten. Es gilt die Sahara oder die Arabische Halbinsel zu überqueren, überwintern die Bienenfresser doch in den Trockengebieten Ost- und Westafrikas. Einige von ihnen zieht es sogar bis nach Südafrika.

Die farbenprächtigen Bienenfresser sind ein sehr beliebtes und dankbares Fotomotiv. Nicht wenige Naturfotografen nehmen weite Reisen in den Süden Europas in Kauf, um sie vor das Objektiv zu bekommen.

Im Süden Europas sind die bunten Vögel aufgrund günstiger Brutbedingungen recht häufig anzutreffen. Auch meine ersten Aufnahmen von Bienenfressern entstanden in Spanien, in Trujillo in der Autonomen Region Extremadura. Die von Deutschland aus nächsten dicht besiedelten Gebiete finden sich dagegen im Osten, in der ungarischen Tiefebene. Weitere Aufnahmen von Bienenfressern entstanden im ungarischen Kiskunsági-Nationalpark. Mittlerweile jedoch bin ich auf längere Reisen aber nicht mehr angewiesen. In den letzten Jahren hat der Bestand in der Nähe meiner Heimat, dem Oberrheintal, deutlich zugenommen. Kleinteilige und reich strukturierte klimabegünstigte Landschaften mit einer vielfältigen Insektenwelt gehören hier zu seinen bevorzugten Lebensräumen. In steilen Löss- oder Sandwänden findet der Vogel auch ideale Voraussetzungen zur Brut und Aufzucht seiner Jungen. Das spätere Brutareal wird zuvor gründlich inspiziert. Neben dem Bienenfresser sind im Rheingau und in der Pfalz auch zahlreiche andere interessante Vogelarten wie die Turteltaube (Streptopelia turtur), der  Wiedehopf (Upupa epops) oder der Wendehals (Jynx torquilla) zu finden.

Die Röhre ist so ausgerichtet, dass dem Vogel aus der Nestkammer der Blick ins Freie möglich ist. Das Hauptproblem, mit dem die Bienenfresser hierzulande zu kämpfen haben, liegt darin, dass sie Continue reading Bienenfresser – ein kurzes, bewegtes Leben in Deutschland

Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Zwergtrappe in der BalzDie Sonne steht noch hoch am Himmel, obgleich es fast 18:00 Uhr ist. Soweit das Auge reicht: Steppe, unterbrochen hin und wieder von erodierten Felsen. Über dem Boden flimmert die Luft. Im Auto herrscht unbeschreibliche Hitze. Nachdem letztes Jahr die Winterniederschläge der Estremadura ausgeblieben sind, wirkt alles vertrocknet. Und doch wimmelt es von Bodeninsekten, vornehmlich Heuschrecken, die die Fahrwege in einem grünen Dunkelgrau erscheinen lassen. Immer wieder müssen die ins Wageninnere eingedrungenen Insekten entfernt werden. Doch das Fenster muß offenbleiben. Nicht wegen der Hitze, sondern wegen eines eigenartigen Vogels. Schließlich wollen wir ihn hören. Jetzt muß man ruhig sitzen bleiben. Keine allzu hektischen Bewegungen mache. Auch nicht, wenn allzu lästige Mücken um den Kopf schwirren.

Die Steppen von Caceres und Trujillo sind berühmt für ihre Continue reading Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Little Bustard (Tetrax tetrax) photography in Extremadura

Littel Bustard male in displayThe sun is still high in the sky, although it is almost 6:00 pm. As far as the eye can see : steppe, interrupted now and then by eroded rocks . Above the ground , the air shimmers . In the car there is indescribable heat. After last year’s winter precipitation had failed in the Extremadura, everything looks withered. And yet it teems with soil insects, especially grasshoppers. It let the routes appear in a green. Dark- gray colour. Again and again Continue reading Little Bustard (Tetrax tetrax) photography in Extremadura

Dupontlerche (Chersophilus duponti) im Steppengebiet von Belchite

DupontlercheDiese seltene Lerche hatte ich ja schon Mitte Mai 2002 in Las Almoladeras im Naturpark Cabo de Gata in südlichen Spanien gesehen. Die Dupontlerche (Chersophilus duponti) ist wahrscheinlich eine der am intensivsten gesuchten Vogelarten der Westpaläarktis. Zumindest dann, wenn man zur Vogelbeobachtung in Spanien unterwegs ist. Jetzt – 12 Jahre später wolle ich auf einem Kurztrip nach Nordspanien wieder die Beobachtung dieser Lerche verbuchen können.

Mein Ziel sind diesmal die Las Estepas de Belchite, ein Trockengebiet parallel zum Ebro. Besonders von Interesse ist erstens das sogenannte Refugio de Fauna Silvestre de la Lomaza de Belchite und zweitens das La Reserva Ornitologica Continue reading Dupontlerche (Chersophilus duponti) im Steppengebiet von Belchite

Spring migration and birds of prey in Extremadura – April 2013

In spring 2013, there will be an ornithological study tour to the region of Extremadura, southwesternSpain. It includes the provinces ofBadajozand Cáceres east of the border withPortugal, and is not only famous for the best-preserved medieval monuments inSpainbut among nature lovers for its unique combination of oak woodlands, grasslands, agricultural landscapes, lakes and rocky regions. Accordingly, the avifauna is highly diverse (about 340 spp.), with many species having their distribution centers for the Iberian Peninsula and southwestern Europe in that region. The spectrum ranges from common birds like the Lesser Kestrel, Azure-winged Magpie and Thekla Lark to outspoken rarities, such as White-headed Duck, Little and Great Bustard, Pin-tailed Sandgrouse, Black-shouldered (or Black-winged) Kite, (European) Roller and Great Spotted Cuckoo – species which are only distributed here and/or are already gone at most other places in Europe. The list of remarkable sightings is growing continuously; in spring of 2012, for the first time Lesser Crested Tern and Little Swift were recorded for the Extremadura.
A highlight of the tour will be a visit to the Monfragüe National Park north of Trujillo, which has been established

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Frühjahrszug und Greifvögel in der Extremadura – April 2013, Reise des Brehm-Fonds

 Im Frühjahr 2013 wird vom Brehm-Fonds für internationalen Vogelschutz e.V. eine ornithologische Studienreise in die im Südwesten Spaniens gelegene Region Extremadura geführt. Sie umfasst die Provinzen Badajoz und Cáceres östlich der Grenze zu Portugal und ist nicht nur berühmt für die am besten erhaltenen mittelalterlichen Denkmäler in Spanien, sondern unter Naturliebhabern auch für ihre einzigartige Kombination von Eichenwäldern, Steppen, Agrarlandschaften, Seen und Felsregionen. Entsprechend artenreich (ca. 340 spp.) gestaltet sich die Vogelwelt; viele Vertreter haben hier ihre Verbreitungszentren für die Iberische Halbinsel bzw. Südwesteuropa. Das Spektrum reicht von beinahe alltäglichen Arten wie Rötelfalke, Blauelster und Kalanderlerche bis hin zu ausgesprochenen Raritäten wie Weißkopf-Ruderente, Zwerg- und Großtrappe, Spießflughuhn, Gleitaar, Blauracke und Häherkuckuck – Arten, die in Europa entweder nur hier vorkommen oder an den meisten anderen Orten bereits verschwunden sind. Die Liste bemerkenswerter Nachweise wächst beständig; erst im Frühjahr 2012 wurden erstmals Rüppellseeschwalbe und Haussegler nachgewiesen.

Ein Höhepunkt der Tour wird der Besuch des erst seit 2007 bestehenden Nationalparks Monfragüe nördlich von Trujillo Continue reading Frühjahrszug und Greifvögel in der Extremadura – April 2013, Reise des Brehm-Fonds