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Balz der Trappen in La Serena/ Estremadura

GrosstrappeIm Osten der spanischen Provinz Badajoz findet man eine weite, trockene Landschaft, deren besonderer Reiz in dem Wechsel zwischen steppenartigen Gebieten und locker bewaldeten Flächen liegt. La Serena ist ein Steppengebiet, das für Naturfotografen ein sehr lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt. Die überwiegend baumlose Gegend wirkt auf den ersten Blick eintönig und leer. Doch wer in der weiten Landschaft steht und ganz in Ruhe über die sehr sanft gewundenen, niedrigen Hügel in die Ferne blickt, überkommt ein Gefühl der Unbegrenztheit. Zusätzlich sind die Steppen von La Serena berühmt für ihre Steppenvogelwelt. Spiessflughuhn (Pterocles alchata), Sandflughuhn (Pterocles orientalis), Steinkauz (Athene noctua), Blauracke (Coracias garrulus), Kalanderlerche (Melanocorypha calandra) und dann vor allem die Trappen. Zwergtrappe (Tetrax tetrax) und Großtrappe (Otis tarda) sind in der Steppenlandschaft das Highlight.

Das für Vogelfotografen beeindruckendes Motiv ist zweifelsohne die Balz der Männchen der Zwergtrappen und der Großtrappen. Die Balzzeit der Großtrappen beginnt in den Steppen der Serena Continue reading Balz der Trappen in La Serena/ Estremadura

Kiskunsag: ein Pussta-Juwel in Ungarn

TrielDer Winter hinterläßt ein grau-braunes Landschafskleid. Im zeitigen Frühjahr werden jedoch große Bereiche der Niederung überflutet, und die ausgedehnten Flachwasserbereiche stellen ein Eldorado für durchziehende Wat- und Wasservögel dar. Hauptsächlich sind es Uferschnepfen (Limosa limosa), Kampfläufer (Calidris pugnax) und andere langbeinige Limikolen, die sich neben diversen Entenarten in riesigen Schwärmen einfinden. Mit Glück sieht man in den Randbereichen auch die nur in Mäusejahren häufige Sumpfohreule (Asio flammeus) jagen, die in solchen Jahren in der Gegend auch brütet. Spätestens im Mai sind die meisten Flächen dann wieder ausgetrocknet, und nur in einigen Senken halten sich noch Gewässer. Aufgrund der starken Verdunstung entwickeln sich die meisten zu Sodaseen, an denen sich die an diesen extremen Lebensraum angepaßten Vogelarten wie Stelzenläufer (Himantopus himantopus), Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) und Continue reading Kiskunsag: ein Pussta-Juwel in Ungarn

Steppengebiet La Serena/ Spanien

ZwergtrappeWeite, trockene Landschaft so weit das Auge reicht. Wer weite Steppenlandschaften liebt und das im Blog über die Steppen um Belchite beschriebene Gebiet nicht besuchen kann oder auf dem Weg nach Portugal, einen fotografischen Zwischenstopp in der Estremadura einlegen will, dem bietet sich ein kürzerer oder längerer Aufenthalt in einem der größten Steppengebiete Spaniens mit einer erstaunlichen Artenvielfalt an. Dieses Gebiet heißt La Serena. In der Nähe der Stadt Merida kann man in Dörfern mit dem Name Castuera, Cabeza del Buey oder Puebla de Alcocer schön übernachten und von da aus die Vögel und die Landschaft erkunden. Nicht immer steht der Name Estremadura für grüne Steineichenwälder bis zum Horizont. Im Osten der spanischen Provinz Badajoz findet man eine kontrastreiche Landschaft, deren besonderer Reiz in dem Wechsel zwischen steppenartigen Gebieten und locker bewaldeten Flächen liegt. La Serena ist ein Steppengebiet, das für Naturfotografen ein sehr lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt.

Die Steppen von La Serena sind berühmt für ihre Steppenvogelwelt. Spiessflughuhn (Pterocles alchata), Sandflughuhn (Pterocles orientalis), Kalanderlerche (Melanocorypha calandra) und dann erst Continue reading Steppengebiet La Serena/ Spanien

Kiskunsag Nationalpark im zeitigen Frühjahr

KampfläuferDer Winter hinterläßt ein grau-braunes Landschaftskleid. Im zeitigen Frühjahr werden jedoch große Bereiche der Niederung überflutet, und die ausgedehnten Flachwasserbereiche stellen ein Eldorado für durchziehende Wat- und Wasservögel dar. Hauptsächlich sind es Uferschnepfen (Limosa limosa), Kampfläufer (Calidris pugnax) und andere langbeinige Limikolen, die sich neben diversen Entenarten in riesigen Schwärmen einfinden. Mit Glück sieht man in den Randbereichen auch die seltene Sumpfohreulen (Asio flammeus) jagen, die in manchen Jahren in der Gegend brütet. Spätestens im Mai sind die meisten Flächen dann wieder ausgetrocknet, und nur in einigen Senken halten sich noch Gewässer. Aufgrund der starken Verdunstung entwickeln sich die meisten offenen Gewässer zu Sodaseen, an denen sich die an diesen anspruchsvollen Lebensraum angepaßte Vogelarten wie Stelzenläufer (Himantopus himantopus), Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) und Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) beobachten lassen. Auch Pflanzen, die man sonst nur von der Küste kennt, etwa den Queller oder die Strand-Aster, wachsen in großen Beständen. Jetzt ist auch die Zeit, um den eindringlichen, leisen Rufen der Turteltaube (Streptopelia turtur) zu lauschen. Mit ein wenig Geduld sind diese schön gefärbten, in Mitteleuropa aber Continue reading Kiskunsag Nationalpark im zeitigen Frühjahr

Dupontlerche in Gefahr durch Windkraftanlagen in Spanien

DupontlercheWindkraft wird gerne als „grüne“ Energie, d.h. umweltfreundliche oder ökologische Energie bezeichnet. Was den CO-2-Ausstoß angeht, ist das natürlich richtig. Die ökologischen Risiken dagegen finden erst allmählich Eingang in das Bewußtsein der Öffentlichkeit. In Deutschland wird vor allem der Rote Milan, Milvus milvus, als Vogelart genannt, die sich als eines der größten Hindernisse für den Windkraft-Ausbau in Deutschland darstellt. Das Kollisionsrisiko für den Rotmilan wird bei den Diskussionen besonders herausgestellt. Während in Deutschland Windkraftanlagen meistens auf landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen und nun zunehmend Waldstandort genutzt werden (sollen), haben andere Länder noch ganz andere Risiken. In Ländern wie Spanien und Rumänien bestehen noch ausgedehnte (Pseudo-)Steppenhabitate. Diese Gebiete werden häufig als Ödland bezeichnet und sind damit prädestinierte Standorte für neue Windfarmen. Der Flächenverbrauch, der mit der Aufstellung von Windrädern gerade in – angeblich –  unproduktiven Continue reading Dupontlerche in Gefahr durch Windkraftanlagen in Spanien

Triel (Burhinus oedicnemus) bei Erding

TrielIn praktisch baumloser, freier Feldflur westlich des Erdinger Vororts Siglfing in Bayern ist (bzw. war bis zum 6. Juni) ein Triel (Burhinus oedicnemus) zu bewundern. Seit Anfang dieser Woche ist der Triel dort zu sehen Der Triel wurde das erste Mal am Dienstag, 3. Juni 2014 von Ingo Weiss und Christian Wagner beobachtet. Der Vogel war natürlich nicht immer auf Anhieb zu sehen. Aber er ist nicht recht mobil und ist in der Regel in einem überschaubaren Gebiet Continue reading Triel (Burhinus oedicnemus) bei Erding

Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Zwergtrappe in der BalzDie Sonne steht noch hoch am Himmel, obgleich es fast 18:00 Uhr ist. Soweit das Auge reicht: Steppe, unterbrochen hin und wieder von erodierten Felsen. Über dem Boden flimmert die Luft. Im Auto herrscht unbeschreibliche Hitze. Nachdem letztes Jahr die Winterniederschläge der Estremadura ausgeblieben sind, wirkt alles vertrocknet. Und doch wimmelt es von Bodeninsekten, vornehmlich Heuschrecken, die die Fahrwege in einem grünen Dunkelgrau erscheinen lassen. Immer wieder müssen die ins Wageninnere eingedrungenen Insekten entfernt werden. Doch das Fenster muß offenbleiben. Nicht wegen der Hitze, sondern wegen eines eigenartigen Vogels. Schließlich wollen wir ihn hören. Jetzt muß man ruhig sitzen bleiben. Keine allzu hektischen Bewegungen mache. Auch nicht, wenn allzu lästige Mücken um den Kopf schwirren.

Die Steppen von Caceres und Trujillo sind berühmt für ihre Continue reading Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Dupontlerche (Chersophilus duponti) im Steppengebiet von Belchite

DupontlercheDiese seltene Lerche hatte ich ja schon Mitte Mai 2002 in Las Almoladeras im Naturpark Cabo de Gata in südlichen Spanien gesehen. Die Dupontlerche (Chersophilus duponti) ist wahrscheinlich eine der am intensivsten gesuchten Vogelarten der Westpaläarktis. Zumindest dann, wenn man zur Vogelbeobachtung in Spanien unterwegs ist. Jetzt – 12 Jahre später wolle ich auf einem Kurztrip nach Nordspanien wieder die Beobachtung dieser Lerche verbuchen können.

Mein Ziel sind diesmal die Las Estepas de Belchite, ein Trockengebiet parallel zum Ebro. Besonders von Interesse ist erstens das sogenannte Refugio de Fauna Silvestre de la Lomaza de Belchite und zweitens das La Reserva Ornitologica Continue reading Dupontlerche (Chersophilus duponti) im Steppengebiet von Belchite

Steinadler (Aquila chrysaetos) an der Laguna de Gallocanta

SteinadlerDiesen großen Greifvogel hatte ich zuletzt erst noch Ende November in Norwegen angetroffen. Eigentlich wollte ich Kraniche (Grus grus) in ihrem Rast- und Überwinterungsgebiet hier oben auf gut 1.000 m Höhe NN beobachten und fotografieren. Diese Vögel brüten in Deutschland, Fennoskandia und in den Baltischen Staaten und nehmen dann eine westliche Zugroute durch Europa zu den Wintergebieten. Man schätzt, daß die Gesamtzahl der Vögel, die entlang der westlichen Route ziehen, bis zu 70.000 Individuen zählen. Die meisten davon 50.000—60.000, überwintern hauptsächlich in Spanien. Der Rest dann  in Portugal  und Marokko. Besonders ist, daß teils 70.000 Individuen im Oktober auf dem Wegzug und dann wieder im Februar/ März auf dem Heimzug zu sehen sind. In der Überwinterungsperiode sind deutlich weniger Individuen an der Lagune anzutreffen. Die Anzahl der überwinterenden Vögel ist wohl auch abhängig von dem, was die Bauern gerade anpflanzen.

Ich habe mir einen Kurztrip Anfang März vorgenommen. Bei tollem Sonnenwetter und Continue reading Steinadler (Aquila chrysaetos) an der Laguna de Gallocanta

Die Dupontlerche in Las Almoladeras in Spanien

Dupont's Lark on a stoneDie Dupontlerche (Chersophilus duponti) ist wahrscheinlich eine der am intensivsten gesuchten Vogelarten der Westpaläarktis. Zumindest dann, wenn man zur Vogelbeobachtung in Südspanien unterwegs ist. Ich fotografierte sie Mitte Mai 2002. Die erste Wahl für die Beobachtung dieser Lerche ist wahrscheinlich Cabo de Gata. Dies ist ein Naturpark mit annähernd 50.000 ha (genau 49.696 ha). Cabo de Gata ist Bestandteil eines Biosphärenreservats der UNESCO. Das Gebiet erstreckt sich von der Westseite des Cabo de Gata bis zur Ostküste bei Carboneras. Für Vogelbeobachter die besten Standorte sind die Sierra Cabo de Gata, die Salinen von Cabo de Gata, und eine Reihe von Steppengebiete , von denen ich Las Amoladeras besuchte, das allgemein als aus ornithologischer Sicht produktivste Stelle gilt. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass dieser Bereich relativ leicht zugänglich ist. Für einen ersten Besucher ist es am besten das Besucherzentrum ” Las Amoladeras ” zu besuchen. In der Ausstellung des Besucherzentrums werden archäologische Funde im Naturpark Cabo de Gata ist sowie Aspekte der Natur gezeigt. Besucher können ein Mosaik von Ökosystemen kennenlernen.

Das Besucherzentrum Las Almoladeras liegt nur 20 km süd- östlich von Almería. Um dorthin zu gelangen, fahren Sie am besten Continue reading Die Dupontlerche in Las Almoladeras in Spanien

Fall migration at the Black Sea Coast/ Romania

Spectacular numbers of Pallid Harrier, Circus macrourus, and Red-footed Falcon, Falco vespertinus, were the highlight of the first day. Having spent 3 days in May north of Constanta at Romania´s Black Sea coast, it was decided to try our luck with birds again in the area around the village of Vadu. The target was, to increase the birdlist and to look what differences in the bird diversity we could experience. South of the Danube Delta is wide stretch of a sandy shoreline with shallow lagoons. This is part of Romania´s Black Sea coast. September– like May – is migration time. Whereas the association of the east Romanian countryside is normally with the core Danube Delta with its special birds like Pelicans, Black-necked and Red-necked Grebes, Glossy Ibises, Spoonbills, the stretch of coast just south of the Danube Delta up to the northern city limits of Constanta is an excellent birding spot not only for migrating birds, too. Two dedicated bird photographers went for the countryside area near of Vadu at the sandy coast in the 3rd week of September 2012. The area called Dobrudja with its steppe habitat more to the west was neglected this time. All breeding specialities should have gone already.

The trip date was perfect, allowing us to see good variety of species, many of them in considerable numbers, especially raptors. We also saw waders, gulls, herons, pelicans and passerines.

The Bird Diversity we enjoyed was high; exactly 90 species of birds we found in only 2,5 days. Highlights of the tour you will find in the gallery. Among others we made photos of Black-necked Grebe, Podiceps nigricollis, Dalmatian Pelican, Pelecanus crispus, Purple Heron, Ardea purpurea, Ruddy Shelduck, Tadorna ferruginea, Common Shelduck, Tadorna tadorna, Black Kite, Milvus migrans, Western Marsh-Harrier, Circus aeruginosus, Pallid Harrier, Circus macrourus, Montagu’s Harrier, Circus pygargus, Eurasian Sparrowhawk, Accipiter nisus, Red-footed Falcon, Falco vespertinus, Eurasian Hobby, Falco subbuteo, Peregrine Falcon, Falco peregrinus, Common Quail, Coturnix coturnix, Syrian Woodpecker, Dendrocopos syriacus, Red-backed Shrike, Lanius collurio, Sedge Warbler, Acrocephalus schoenobaenus, many Willow Warblers, Phylloscopus trochilus, Common Chiffchaff, Phylloscopus collybita, lots of Blackcaps, Sylvia atricapilla, only a few Common Whitethroats, Sylvia communis, many Lesser Whitethroats, Sylvia curruca, many Spotted Flycatchers, Muscicapa striata and Red-breasted Flycatchers, Ficedula parva, good numbers of Common Redstarts, Phoenicurus phoenicurus, Whinchats, Saxicola rubetra, Northern Wheatears, Oenanthe oenanthe and a single Tawny Pipit, Anthus campestris.

This tour gave us the opportunity to witness the spectacular autumn migration Continue reading Fall migration at the Black Sea Coast/ Romania