Tag Archives: Thick-billed Murre

Atlantic Puffin on Hornöya in Norway

PapageitaucherA strong wind from the east drives the whitecaps over the sea. Even in spring, the wind lets the photographer freeze to the bone. The sky is overcast and the persistent strong wind whirls the sand up to the edge of the cliffs. First, it is a steep, narrow stairs to climb up to the lighthouse, which stands on a rock spur. When I get to the top, I find that many Atlantic Puffin (Fratercula arctica) duck into their nesting holes for protection from the wind. Atlantic Puffins are relatively small birds which stand its ground in a crowded bird colony by settling in self-dug burrows. These burrows are dug usually up to 4 feet below the surface. Like most other seabirds they are colonial breeders. Underground Puffins rear their offspring. With feet and beak a comfortable housing is created that is safe from attacks by larger birds as sea gulls. This does not seem to be a promising start for a photo session. I am crouching in a grassy hollow in the lee of the lighthouse and I already reproach myself that it was a stupid idea to drive to the small island and in the very end this trip would be a waste of time. Later, however, I am astonished to see an Atlantic Puffin rising in front of me and being lifted into the air by a Continue reading Atlantic Puffin on Hornöya in Norway

Dickschnabellummen auf dem Frühjahrszug im Westen Alaskas

GelbschopflundDer Frühjahrszug im Westen Alaskas läßt sich am besten von St. Lawrence beobachten. Gambell ist dabei wirklich das Eldorado für Vogelfotografen und Freitzeit-Birder. Eine der Besonderheiten sind die kopfstarken Trupps der Dickschnabellumme (Uria lomvia). Der Vogel hat wie alle Alkenvögel einen länglichen Körper, die Vögel wirken aber doch pummeliger und durchaus tonnenförmig. Dickschnabellumme schlagen beim Zug entlang der Küste schnell mit den Flügeln und vollziehen teilweise abrupte Richtungsänderungen. Von den wendigen Manövern abgesehen, ist der Flug gerade und entspricht dem, was man von Alken sonst so gewohnt ist. Immer wieder ziehen sie zu Dutzenden – häufig in V-Form –in einiger Entfernung vom Strand vorbei. Andere Seevögel, gerade die Enten, kommen da deutlich näher an „The Point“ heran, um diese Landspitze zu umfliegen. Immer wieder sind andere Vögel in den Dickschnabellummen-Trupps involviert. Manchmal sind es Trottellummen (Uria aalge). Die Dickschnabellumme wirkt jedoch Continue reading Dickschnabellummen auf dem Frühjahrszug im Westen Alaskas

Vogelfotografie auf den Pribilof Inseln

RotschnabelalkInseln im windgepeitschten Meer der Beringsee. Wellenberge werden von weißem Schaum gekrönt. Die Luft ist bis zur Sättigungsgrenze mit salziger Feuchtigkeit getränkt. Meterhohe Wellen brechen gegen die schroffe, felsige Küste. Auf einmal brechen Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Sie verzaubern die wilde Landschaft mit warmen Farben und enthüllen den melancholischen Charme der offenen Tundra. Hier ist es ganz ruhig. Nur ab und zu erklingt der melancholische Fluggesang der Spornammer (Calcarius lapponicus) oder die hohen Triller der Beringstrandläufer  (Calidris ptilocnemis),  die hier in eigenen Unterart vorkomme. An den Klippen geht es dagegen ganz anders zu. Die Luft ist mit den stechenden, eindringlichen Schreien einer ungezählten Vielzahl von Seevögeln erfüllt. Vielköpfige Brutkolonien vor allem von Alken trotzen Kälte, Wind und Wasser

Wie bereits in einem Blog über die Pribilof-Inseln hat Brutvogel-Hotspot beschrieben, ist der Besucher zunächst einfach nur überwältigt, wenn er auf den Klippen hoch über dem Meer steht und die wild Landschaft am Ende der Welt, geprägt von Moos, Nässe und Felsen in sich einsaugt. Unten, am Fuß der Klippen, brechen die Wellen in der Brandung des Pazifiks an den Fels. Darüber haben die Seevögel ihre Kindergärten – manchmal in den rauesten und gefährlichsten Abschnitten der Klippen – angelegt.

Baumfreie, Tundra-bedeckte Hügel prägen das Landschaftsbild der Pribilofs. Dafür beherbergen sie die größte Seevogelkolonie der nördlichen Hemisphäre mit 98 Prozent der Weltpopulation der Klippenmöwe (Rissa brevirostris). Außerdem findet sich hier Continue reading Vogelfotografie auf den Pribilof Inseln

Vagrant Mongolian Plover: seawatching surprise on St. Lawrence Island

MongolenregenpfeiferSeawatching along the arctic coasts of north-west Alaska – with Siberia on the horizon – was the thrill at the end of May till the first days of June 2016. Along the edges pf St. Lawrence Island seabirds are living and migrating not only in the Nearctic region but also to the Palearctic.

Migration was on its peak when we arrived with a tour of the operator High Lonesome – a group for mainly US-birders. Migration kept going for the whole time (during a 6-day trip) with some changes in mixture of species.

Whereas Eiders as Common Eider (Somateria mollissima), King Eider (Somateria spectabilis) and Steller’s Eider (Polysticta stelleri) and Long-tailed Ducks (Clangula hyemalis) were abundant mainly in the first days, other seaducks like White-winged Scoter (Melanitta deglandi) of both subspecies – Stejneger´s Scoter (Melanitta deglandi stejnegeri) and White-winged Scoter (Melanitta deglandi deglandi) or divers like Red-throated Loon (Gavia stellata), Pacific Loon (Gavia pacifica) and Yellow-billed Loon (Gavia adamsii) showed up later. Red-breasted Merganser (Mergus serrator) could be seen daily. Unfortunately only Spectacled Eider (Somateria fischeri) we missed – probably these birds, which migrate normally quite early, had Continue reading Vagrant Mongolian Plover: seawatching surprise on St. Lawrence Island

Fliegende Dickschnabellummen und Trottellummen im Vergleich

DickschnabellummeDickschnabellummen (Uria lomvia) sind an den normalerweise von WP-Birdern frequentierten Plätzen in Norwegen oder Schottland viel seltener als die allgegenwärtige Trottellumme (Uria aalge). Auf den Alaska vorgelagerten Inseln wie St. Paul auf den Pribilofs oder St. Lawrence (Gambell) ist das andersherum. Schön ist auch bei eher ungünstigen Lichtverhältnissen der weiße Streif am Schnabelwinkel der Dickschnabellumme (Uria lomvia)  zu sehen. Perfekte Gelegenheit, um ausgiebig Fotos dieses auch in der Westpaläarktis vorkommenden Vogels zu machen. Die Inseln in der Beringsee sind ein Eldorado für Freitzeit-Birder, Wissenschaftlicher und Vogelfotografen. Allerdings sind die Anforderungen an die Logistik vor allem für die vorgelagerten Inseln mit den besten Ecken zur Zugvogelbeobachtungen nicht ganz einfach. Die wenigen Unterkünfte auf den Hotspots sind häufig zu den Hochzeiten ausgebucht, die Flüge in kleinen Propellermaschinen unregelmäßig und eine intensive Kenntnis des Geländes ist ebenso unerläßlich wie eine profunde Kenntnis der möglichen Vogelarten mit ihren nicht wenigen Unterarten.

Die kopfstarken Trupps der Dickschnabellumme (Uria lomvia) sind eine der Besonderheiten eines Aufenthalts auf St. Lawrence. Continue reading Fliegende Dickschnabellummen und Trottellummen im Vergleich

Schopfalkenzug im Abendlicht vor St. Lawrence Island

SchopfalkDie kleine Siedlung Gambell ist ein abgelegener Vorposten auf dem kiesigen nordwestlichen Punkt der Insel St. Lawrence thront. Der Kiesstrand am Westufer bietet einen phantastischen Überblick über die See und verschafft dem willigen Birder einen Einblick in den arktischen Vogelzug, der vielleicht eindrucksvoller als an jedem anderen Ort auf der Erde ist. Zusätzlich nennen Tausende von Alken diese Insel ihr Hause wobei die Zahlen der Schopfalken (Aethia cristatella) in die Hunderttausende gehen.

Rotschnabelalken (Cyclorrhynchus psittacula) und Zwergalken (Aethia pusilla) brüten zu Zehntausenden in den Klippen der Insel. Dazu kommen Hornlunde (Fratercula corniculata) und Gelbschopflunde (Fratercula cirrhata) in großen Stückzahlen. Darüber hinaus fliegen Staffeln von Trottellummen (Uria aalge) und Dickschnabellummen (Uria lomvia) am Beobachtungspunkt „Sea Watch) vorbei; und das Continue reading Schopfalkenzug im Abendlicht vor St. Lawrence Island

Nach Alaska für die WP-Birdlist?

DickschnabellummeWarum sollte man allen Ernstes 8.000 km und neuneinhalb Stunden in eine berüchtigte Regenecke mit hohen Preisen fliegen, um sich Vögel anzugucken, die in den meisten Fällen auch anderswo viel einfacher, angenehmer und billiger zu sehen sind. Gute Frage! Hierauf ein paar Antworten.

Eine Antwort ist, daß es einfach Spaß macht, sich vor allem in den Zugzeiten an der schiere Masse an verschiedenen Vogelarten zu begeistern. Was einem Nordamerikaner anspornt wie die Möglichkeit Saatgänse (Anser fabalis), Reiherenten (Aythya fuligula), Zwergsäger (Mergellus albellus), Uferschnepfe (Limosa limosa), Grünschenkel (Tringa nebularia), Bruchwasserläufer (Tringa glareola), Flußuferläufer (Actitis hypoleucos), Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) oder Bergfinken (Fringilla montifringilla) zu sehen, wird einem Birder der West-Paläarktis zwar eher ein müdes Lächeln entlocken.

Aber ein Grund ist auf dem Bild des Blogs schön zu sehen. Dickschnabellumme (Uria lomvia) sind an den normalerweise von WP-Birdern frequentierten Plätzen in Norwegen oder Schottland viel seltener als die allgegenwärtige Trottellumme (Uria aalge). Hier, auf den Alaska vorgelagerten Inseln ist das andersherum. Schön ist der weiße Streif am Schnabelwinkel der Dickschnabellumme (Uria lomvia)  zu sehen. Perfekte Gelegenheit, um ausgiebig Fotos dieses auch in der Westpaläarktis Continue reading Nach Alaska für die WP-Birdlist?

Slettnes – Gambell-Seawatching: a photographers point of view

EiderenteA Common Eider (Somateria mollissima) with a yellow bill might be not the only difference what you realize, if you are seabirding on different locations. Well, Somateria mollissima v-nigrum is breeding along the arctic coasts of north-east Siberia to Alaska and shows a yellow bill unlike its relatives from the northern part of Europe. But is this the only difference when seawatching? Along island or peninsula edges seabirds are living and migrating not only in the Palearctic but also in the Nearctic. Bird-lens.com managed trips now to 2 hotspot destinations in the high arctic. One location, Slettnes is on the northern tip of Norway, on the Nordkyn peninsula. This is the best location to spot the migration out to the Barents Sea.

On contrast, Gambell, a small village on the north-western tip of the remote St. Lawrence Island of Alaska, is an outstanding outpost not only for North American Birders to observe impressive bird migration along the shore of the island to the Bering Sea further north.

After having performed these trips, it is time to compare the chances and challenges in observation and photography of migrating pelagic Continue reading Slettnes – Gambell-Seawatching: a photographers point of view

Handa, a Scottish bird island

SkuaSpray foam feet high. The air is impregnated to the saturation limit in puccinellia. Metre-high waves crash against the craggy, rocky shores that extend indomitable and majestic into the air. Just having left the small fishing port of Tarbet in County Lairg, Highland in a calm sea, a beautiful sound between a rocky coast and a rocky island enchants the visitor. The crossing to the bird island is short-lived. The landing site is an unaffected looking, lonely sandy beach. But this is the east side facing away from the Atlantic sea. On the west side, the world looks very different. Sun rays breaking through the cloud cover giving the wild scenery wrapped in warm colors a melancholy charm. The air is filled with the piercing cries of a countless multitude of seabirds. Despite cold, wind and water they have set their breeding colony on Scotland’s west coast.

The visitor is first simply overwhelmed when the first rays of the wild scenery of moss and rocks give off warm colors wrapped in melancholy charm. In the distance the Continue reading Handa, a Scottish bird island

Puffins, the black-red-white clowns of bird rocks

PapageitaucherA high level of  noise prevails especially in the breeding season on a typical bird cliff. Right in the middle an attentive observer might discover a colorful, stocky fellow with bright orange feet and beaks. Resting on the edge of the cliff, as if it is not concerned of all the fuss. This is the Atlantic Puffin (Fratercula arctica). You can see Puffins often in more or less large groups standing on rocky outcrops. Observing this bird for a while, you might see how a puffin after another flying – in a bumblebee-like flight and then gladly land to join its peers. Not only for the tourists this is a very popular species. So elegant and skillfully Puffins act underwater, so clumsy they act on landing and when staggering on the cliffs. That is why Puffin gain this special benevolence of many tourists of bird colonies. He acts as the needy comedians among seabirds, which you simply must give his sympathy.

Often you can see Continue reading Puffins, the black-red-white clowns of bird rocks