Tag Archives: Tannenmeise

Schöne Bilder bei schlechtem Wetter

TannenmeiseRegenwetter ist für den Naturfotografen in mancherlei Hinsicht Erfolg versprechend. Bei schlechtem Wetter sind im Wald viel weniger Besucher unterwegs, so dass die Tiere ungestört und dadurch weniger scheu sind. Voraussetzung ist allerdings eine sehr robuste Fotoausrüstung, die auch noch bei anhaltendem Nieselregen zuverlässig arbeitet. Unter solchen Bedingungen habe ich meine Canonausrüstung – bestehend kameraseitig aus einer Canon EOS 1D X – immer wieder besonders schätzen gelernt. Bei Regenwetter hat man die besten Chancen, neben vielen Waldvögeln wie der hier abgebildeten Tannenmeise (Periparus ater) im Fichtenwald auch mal Hirsche und Wildschweine auf Waldwiesen anzutreffen. Unter normalen Umständen bemerkt das Wild eine Annäherung schon lange bevor man selbst die Tiere zu Gesicht bekommt. Hin  gegen erzeugen Regentropfen ein gleichmäßiges Hintergrundgeräusch, das die eigenen Geräusche, die auch beim vorsichtigsten Anpirschen entstehen, überdeckt. Für Continue reading Schöne Bilder bei schlechtem Wetter

Singvögel am Habicht-Luderplatz

EichelhäherWintereinbruch in Deutschland. Aber für die Habichtfotografie muß man doch nach Norwegen fahren. Früh geht es los. Der Luderplatz liegt mitten in einem schönen, urtümlichen Kiefernwäldchen. Jetzt – so gegen um 6:45 – ist es in dem recht geschlossenen Kiefernwald natürlich noch sehr dunkel. So gegen 08:00 Uhr scheinen sich die Lichtverhältnisse zu verbessern. Nun beim ersten Licht sind auch die ersten Eichhörnchen zu sehen. Immer wieder wippen sie aufgeregt mit dem Schwanz. Später sind auch mal die ersten Vögel zu hören. Ich tippe mal auf Häher im Hintergrund, aber es sind auch Meisen dabei. Und dann tatsächlich: Die Kohlmeisen (Parus major) und schließlich auch einige, wenige Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) sind die ersten. Noch im ersten Büchsenlicht sind sie zu sehen. Dann sind wenig später aber auch andere Meisenarten zu sehen. Zuerst Weidenmeise (Poecile montanus), Tannenmeise (Periparus ater) und Haubenmeise (Lophophanes cristatus). Wenig später dann auch der erste Eichelhäher (Garrulus glandarius). Insgesamt 3 Exemplare zähle ich. Die Meisen und dann auch die Eichhörnchen liefern sich mit den Eichelhähern ein Wettrennen und die Körner und das Fett. Sie scheinen recht hungrig. So richtig klar ist mir die doch sehr aufwändige Fütterung der Singvögel direkt am Habicht-Luderplatz nicht. Da der Habicht (Accipiter gentilis) sehr vorsichtig Continue reading Singvögel am Habicht-Luderplatz

Habicht am winterlichen Luderplatz

HabichtIn den Tiefen des norwegischen winterlichen Küstenwaldes bin ich schon vor 6:00 morgens unterwegs. Es ist stockdunkel. Früh war ich mit Ole Martin Dahle aufgebrochen, um noch im Dunkeln in einem Hide zur Habichtfotografie zu sein. Bei einer sehr erfolgreichen Adlerfotografie in Nord-Trondelag hatte es nur erfolglose Versuche mit dem Habichtansitz im Jahr 2013 gegeben. Diesmal war ich etwa 90 Minuten früher auf dem Weg, um möglichst weit vor der Aktivitätszeit des Habichts in meinem Versteck zu sein. In der Nacht zuvor hat es geschneit. Nun ist die Luft kalt und das Land liegt still unter einer dünnen, vereisten Schneedecke. Fast ein richtiger Winter, dazu Schnee. Ideale Bedingungen für die Habichtfotografie. Wir fahren eine schmale Straße aus dem Ort heraus und schon wenig später stellt Ole den Wagen Continue reading Habicht am winterlichen Luderplatz

Vogelzug am Stockert in der Eifel

Haubenmeise in SchleheEin schöner Tag im Herbst. Indian Summer wie er im Buche steht. Diesmal soll es in die Eifel gehen, zu einem Berg, der Stockert genant wird und südlich von Euskirchen gelegen ist. Hier kann man den Vogelzug der am Tag ziehenden Vogelarten sehr gut beobachten. Es war noch dunkel, als ich ankam. Das erste Vogelgezwitscher konnte aber bereits gehört werden. Es waren vor allem Meisen, deren Rufe noch in den Bäumen zu hören waren. Dann ging es sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten waren die Büsche voll. Natürlich waren vor allem Kohlmeisen (Parus major) und Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) in den Schlehen und Hagebutten zu sehen. Ein wunderbarer Kontrast zu den blauen und roten Früchten, die übervoll an den Zweigen hingen. Die Zugunruhe hatte offensichtlich auch zwei Spezies von Meisen gepackt, die in der Regel nicht mit der offenen Landschaft, sondern eher mit Nadelbäumen in Wäldern in Verbindung gebracht werden. So waren gut 5 Tannenmeisen (Periparus ater) und auch mindestens 3 Haubenmeisen (Lophophanes cristatus) zu beobachten, die für eine Weile auf den Ästen einer Schlehe ausgeruhten. Nur kurz – ca. 2 Minuten – dann waren sie wieder weg.

Beim Beobachten und Fotografieren war klar zu erkennen, dass das Zuggeschehen in vollem Gange ist. Gesang und andere territoriale Verhaltensweisen waren selten zu sehen und beschränkten sich wenn auf den frühesten Morgen. Was für ein wunderschöner, früher Morgen an einem sonnigen Tag. Allerdings ziemlich kalt in den ersten Stunden. Dazu ein wahres Vergnügen – auch unter dem Gesichtspunkt der Ornithologie. Zusätzlich Continue reading Vogelzug am Stockert in der Eifel