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Geier in Alquezar/ Aragon

GänsegeierDie Bedrohung durch BSE, die Rinderwahnsinns-krankheit, bedeutet, dass spanische Landwirte gesetzlich verpflichtet sind, tote Schafe auf ihrem Land wegzuschaffen. Dies ist per se erst einmal eine sehr schlechte Nachricht für Geier, die natürlich auf totes Vieh angewiesen sind, um sich davon zu ernähren. Um die Geier zu erhalten, haben die spanischen Behörden jedoch eine Reihe von Fütterungsstationen eingerichtet, an denen Schlachtabfälle speziell für Geier bereitgestellt werden. Infolgedessen hat die Anzahl der Geier, insbesondere der Gänsegeier (Gyps fulvus), eher zugenommen als abgenommen, und Vogelbeobachter erhalten wunderbare Beobachtungsmöglichkeiten. Neben einer beträchtlichen Anzahl von Gänsegeiern ist es auch möglich, den seltenen Lämmergeier oder  Bartgeier (Gypaetus barbatus) und im Sommer Schmutzgeier (Neophron percnopterus) an diesen Standorten zu sehen.

Gänsegeier mögen nicht selten sein, aber sie sind eine der beeindruckensten Vögel Europas. In der Sierra de Guara sind Besucher eingeladen, an drei Fütterungsstationen Geier zu beobachten. Wie gut jeder Standort zu einem bestimmten Zeitpunkt ist, hängt davon ab, wie kurz zuvor Schlachtabfälle bereitgestellt wurden. Wenn es kein frisches Futter gibt, suchen die Vögel woanders nach Aas. Hervorragend ist auf jeden Fall die Futterstelle in der Nähe von Alquezar.

Sie ist die größte und spektakulärste Futterstelle. Die Schlachtkörper werden regelmäßig von Lastwagen zur Verfügung gestellt, die direkt auf das eingezäunte Areal fahren und Haufen von Schlachtabfällen entsorgen. Es ist auch der Ort, der die beste Continue reading Geier in Alquezar/ Aragon

Mega-rare Raptor sightings for central Europe?

BartgeierSometimes, you just need luck: A bird-loving hiker in the Alps had never seen a Golden Eagle (Aquila chrysaetos) with such a wide, white band on its lower wings. Therefore, he photographed the flying eagle. Only some time later it turned out that he had seen a Steppe Eagle (Aquila nipalensis) from the last calender year. The only third suspected wild bird in Germany since 1977, which was accepted by the german rarity commissions.

The Steppe Eagle is only recognized as a wild bird in Germany since 2005. Previous observations were always treated as refugees from captivity by the rarity commissions. Up to 2013, there are currently three German records compared to a total of 28 records for Denmark. In the past ten years alone, a Steppe Eagle has been observed eight times in Denmark.

In Western Europe, meanwhile, a flurry of extremely rare Raptors is expected. The Netherlands and northern France have seen a wave of exciting reports of large birds of prey in the past weeks. And of course the British bird watchers hope that one or the other raptor could also make it across the strait.

Belgium, northern France and the Netherlands have housed a steppe eagle in Apeldoorn in mid of May. After all, this is only the fourth Dutch report. It was therefore more than unexpected that another Steppe Eagle appeared in Middelburg, the capital of Zeeland, on May 21st. It is believed that the Steppe Eagles migrated west this spring due to longer periods of southern and eastern high pressure systems. This almost invites further speculation as to whether more birds of prey from the southern part of Europe are being drifted further north. This expectation is strengthens by the appearance of at least three Booted Eagles (Hieraaetus pennatus) in the past week – two in Belgium (one of which also came to France) Continue reading Mega-rare Raptor sightings for central Europe?

Super-seltene Greifvögel in Deutschland?

SteppenadlerManchmal hilft richtig Glück: Ein vogelinteressierter Wanderer in den Alpen hatte noch nie einen Steinadler mit einem so breiten, weißen Band auf den Unterflügeln gesehen. Daher fotografierte er den überfliegenden Adler. Erst einige Zeit später stellte sich dann heraus, dass er einen vorjährigen Steppenadler (Aquila nipalensis) gesehen hatte. Der erst dritte vermutliche Wildvogel in Deutschland seit 1977, der von den Seltenheitskommissionen anerkannt wurde.

Der Steppenadler wurde erst 2005 in Deutschland als Wildvogel anerkannt. Frühere Beobachtungen wurden von den Seltenheitskommissionen BSA und DSK hingegen stets als Gefangenschaftsflüchtlinge behandelt. Aktuell drei deutschen Nachweisen stehen bis 2013 insgesamt 28 Nachweise in Dänemark gegenüber. Allein in den letzten zehn Jahren wurde die Art dort achtmal beobachtet.

Im westlichen Europa erwartet man derweil geradezu eine Flut von extrem seltenen Greifen. Die Niederlande und Nordfrankreich haben in der letzten Woche eine Welle aufregender Meldungen großer Greifvögel zu verzeichnen. Und natürlich hoffen die britischen Vogelbeobachter, dass es der ein oder andere Greif auch über die Meerenge schaffen könnte.

Belgien, Nordfrankreich und die Niederlande haben so u.a. Mitte Mai einen Steppenadler in Apeldoorn beherbergt. Dies ist immerhin erst die vierte niederländische Meldung. Daher war es mehr als unerwartet, dass ein anderer Vogel am 21. Mai in Middelburg, der Hauptstadt von Zeeland, auftauchte. Man vermutet, dass die Continue reading Super-seltene Greifvögel in Deutschland?