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White-browed Fantail flying over a fountain

Weißstirn-FächerschwanzThe White-browed Fantail (Rhipidura aureola) is aiming for its future “bathtub” in low flight. A little later, the drops will splash for several meters. The White-browed Fantail had already bathed extensively in the shallow fountain a few minutes before. The feathers are soaked with water. The White-browed Fantail is obviously not afraid of water. Proper cooling is also important in the south of Sri Lanka. Birds should also try to keep a cool head and, on the occasion, get-riff of roommates living on their feathers. First the White-browed Fantail comes on the ceramic rim, secures and sips from the water in the bowl. The cool water feels good. Then the bird stands in the middle of the flat pool area. The water goes up to the belly of the standing bird. Then it’s time to plunge ist head, fling the water in a rotary motion and wait until the water drops come down again. Then fly up again with your wet feathers on ist stomach and spread the water drops in the area. Done!

For birds, cleaning and maintaining the plumage is an important hygiene measure and necessary preventive health care. The white-browed fantail, for example, uses extensive water and dust baths to rid its more than 1000 feathers of parasites such as ticks, mites and fleas. He whirls the water around. With a little luck, you might even Continue reading White-browed Fantail flying over a fountain

Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

MittelreiherDer Mittelreiher (Ardea intermedia) ist bereits lange in mehrere Unterarten unterteilt: den Pazifikmittelreiher (Ardea intermedia plumifera), den Afrikamittelreiher (Ardea intermedia brachyrhyncha) und den Mittelreiher der Nominatform. Der Mittelreiher wird während der Brutzeit einerseits durch seine üppigen Federn, insbesondere die sehr langen Rückenfedern, andererseits durch einen Mangel an Kopffedern artlich bestimmt. Es ist ein geschmeidiger Vogel, dessen Schnabel für einen mittelschweren im und am Wasser vorkommenden Reiher relativ kurz ist. Es hat einen langen Kopf und Hals, der im Stehen oder Fliegen häufig in S-Form gehalten wird. Die Kopf-Hals-Kombination wirkt (und ist) aber relativ kürzer als die des Silberreihers (Ardea alba). Im Flug ähnelt der Mittelreiher dem Silberreiher mit seinen schwungvollen und eher langsamen Flügelschlägen. In der Nichtbrutzeit kann es leicht mit anderen weißen Reihern verwechselt werden. Ein Unterscheidungsmerkmal zu dem Silberreiher in Afrika ist seine kleinere Größe, die allerdings nur im direkten Vergleich auffällt. Auch der relativ kürzere Schnabel, der kürzere Hals fällt nur im direkten Vergleich zu den außergewöhnlich langhalsigen Silberreiher auf. Schon eher auffällig sind die zweifarbigen (nicht komplett schwarzen) Beine und – auf Fotos am besten erkennbar – die dünne Linie des Schnabelspalts (analog zu einem Mundwinkel) die unterhalb des Auges endet und nicht – wie  beim Silberreiher – noch darunter entlang führt.

Afrikanische, asiatische und australische Mittelreiher scheinen sich in der Größe und in der Färbung zu unterscheiden. Die Färbungsdifferenzen betreffen sowohl die Färbung währen der Brut als auch während der (kurzen) Balzzeit. Es gibt Anhaltspunkte, daß auch die Balz selber also die dabei vorgebrachten Darbietungen je nach Unterart unterschiedlich sind. Dies legt nahe, dass die Muster der geografischen Variation und die taxonomischen Beziehungen untereinander überprüft werden sollten. Die disjunkte, kontinentale Verteilung der anerkannten Unterarten und die verwirrende individuelle und geografische Variabilität der Federfarbe legen nahe, dass das taxonomische Verhältnis zwischen afrikanischen, australischen und asiatischen Formen überprüft werden sollte. Es kann durchaus mehr als eine einzige Art in dieser Gruppe von mittelweißen Gefiederreihern geben und daß die ohne geographische Überlappung vorkommenden Populationen verschiedene Arten repräsentieren. Die Art kommt jedenfalls in anscheinend isolierten Populationen in Afrika, Südost- und Ostasien und Australien vor.

Die generische Position des Mittelreihers, der als Art immer wieder Irrgast in der West-Paläarktis ist, ist seit langem ein Rätsel. Oftmals als Gattung zwischen Ardea und Egretta (Casmerodius, Mesophoyx) oder aufgrund seiner extravaganten Federn Egretta zugeordnet, wurde in der Zwischenzeit durch DNA-Untersuchungen gezeigt, daß die Art genetisch näher an Ardea steht.

In Afrika kommt der Afrikamittelreiher (A. brachyrhyncha) südlich der Sahara vor, wobei Wüsten und Dschungel gemieden werden. In Ostafrika kommt sie im Nordsudan, im Nordwesten Äthiopiens, in Uganda, Kenia, Botswana, Tansania, Simbabwe und Sambia vor. In Westafrika ist der Vogel in Senegal, Guinea-Bissau, Nigeria und im Tschad ein Brutvogel, fehlt jedoch in der Wüste und im äquatorialen Regenwald. Im südlichen Afrika kommt die Art ebenfalls vor.

In Asien brütet der Asienmittelreiher in Nepal, Sri Lanka, Pakistan, Indien, China, Korea, Japan und Indonesien. In Australien kommt der Pazifikmittelreiher (A. plumifera) im Nordosten Westaustraliens, westlich von Queensland und südlich von Victoria vor. Große Brutkolonien gibt es im Binnenflusssystem von Murray-Darling in Südaustralien.

Der Mittelreiher erscheint nicht nur in der Größe zwischen großen und kleinen Reihern als Zwischenform zu stehen, sondern scheint auch in seiner Ökologie zwischen aquatischen Reihern und terrestrischen Reiher als Zwischenform seine Nahrung und sein Terrain zu suchen. Es gibt zwei verschiedene Hauptnahrungsgebiete (Flachwasser und Weideland), zwei Hauptnahrungsmittel (Fische und Insekten) und zwei saisonale Bereiche (Brutplätze in der Regenzeit und Aufenthaltsplätze in der Trockenzeit). Während der Brutzeit ernährt es sich in der Regel von Fischen in Feuchtgebieten und während der restlichen Zeit von Insekten und Eidechsen in feuchtem und trockenem Grasland. Er scheint auch vom Körperbau auf sein dichotomes Leben abgestimmt zu sein. Dabei ist sein Schnabel relativ kürzer und dicker ist als der des Silberreihers, jedoch relativ größer und dünner als die eines Kuhreihers (Bubulcus ibis). In ähnlicher Weise scheinen seine Bein- und Halsproportionen irgendwo in der Mittel zu liegen. Insofern ist vor allem sein englischer Name Intermediate Egret als auch der deutsche Name, Mittelreiher, trotz ihrer Trivialität sehr passend zu sein.

Außerdem zeigt der Mittelreiher eine erstaunliche Flexibilität im Verhalten. In den beiden Lebensräumen, Flachwasser und Weideland, werden die gleichen primären Stand- und Pirsch-Beutetechniken angewandt. Der Mittelreiher ist aber auch flexibel, wenn es darum geht, den Kopf wie ein Kuhreiher hin und her zu winden und zu schwingen. Er verfügt aber auch über die Fähigkeiten anderer typischer mittelgroßer Reihers, eine Reihe aktiver Beutesuch-Verhaltensweisen wie die Nahrungssuche im Flug oder in tiefem Wasser zu nutzen. Bemerkenswert ist die Tendenz zum saisonalem Zug, die es den Populationen ermöglicht, sich den jahreszeitlich und jährlich wechselnden Wasserbedingungen anzupassen, und die Fähigkeit, die Brutzeit geografisch und jährlich zu ändern, um dann und dort zu nisten, wo und wann aquatische Beutetiere in besonderer Anzahl vorkommt.

Es ist interessant, daß bird-lens.com bisher zwar alle 3 Arten bzw. Unterarten fotografieren konnte, der Afrikamittelreiher (Ardea intermedia brachyrhyncha) als am ehesten in der Westpaläarktis zu erwartende Mittelreiher jedoch nur einmal südlich von Ngaoundéré

in Kamerun angetroffen wurde. Der Pazifikmittelreiher (Ardea intermedia plumifera) ist ein recht häufiger Vogel um die Hauptstadt von Papua-Neuguinea, Port Moresby, und der Mittelreiher der Nominatform konnte sowohl im Bharatpur Bird Sanctuary (Keoladeo-Nationalpark) als auch in Sri Lanka angetroffen und fotografiert werden.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com auch gezielt Reisen an entfernte Orte in Asien, Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern, nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln, ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Common Barn-owl in Sri Lanka

The buoyant, slow, wavering flight of the Common Barn-owl (Tyto alba) with its legs dangling makes the owl appear ghost-like. Sometimes it can be seen as a fast, dark shadow in the evening sky. The nocturnal birds are a special challenge for bird photographers. They can only be photographed with a lot of knowledge of the right location, some time and normally a considerable use of technology. This individual to photograph on a perch just after sunset near a lake (they call it tank) in Tissamaharama, southern Sri Lanka, was only possible due to the intense knowledge of the local guide.

The Common Barn-owl owes its name to the pronounced heart-shaped face veil. The shape and bright color of the veil make it easy to distinguish it from other owls. The owl’s silent flight is famous. Because the body plumage is very soft and the outer wing feathers are serrated the barn owl can glide silently through the night. In contrast to one or the other domestic owl species, the barn owl is Continue reading Common Barn-owl in Sri Lanka

Steppenspötter oder Buschrohrsänger in Sri Lanka?

Buschrohrsänger
Blyth’s Reed-Warbler

Während eines Aufenthalts an der Westküste Sri Lankas schoss bird-lens.com Bilder von einem mutmaßlichen Acrocephalus-Rohrsänger im Briefs Garden, einem Ziergarten in der Nähe der Westküste. Sofort dachte ich an einen Buschrohrsänger (Acrocephalus dumetorum), konnte aber die Art nicht wirklich bestätigen. Das lag nicht zuletzt daran, dass der Lebensraum – eine Gartenhecke – für die Art recht seltsam erschien. bird-lens.com hat dann die Experten von birdforum.net um Rat gefragt. Einige hielten den Vogel für einen BRW (wie der Buschrohrsänger aufgrund seines englischen Namens Blyth’s Reed-Warbler abgekürzt wird), andere sahen einen Steppenspötter (Iduna rama) auf den Bildern. Die Proportionen des abgebildeten Vogels, der lange, ungerundete Schwanz, der allgemeine Farbtons des Gefieders und der Farbe der Beine würden eher für den Steppenspötter sprechen. Der Steppenspötter wird manchmal taxonomisch auch als Unterart des Buschspötters (Iduna oder Hippolais caligata rama) angesehen. Es handelt sich um einen Continue reading Steppenspötter oder Buschrohrsänger in Sri Lanka?