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Woodpeckers as indicators of natural forest ecosystems

WeißrückenspechtCentral Europe is an old cultural landscape in which practically no area has been able to preserve its natural state. The far-reaching anthropogenic changes also affect the remaining type of forest strongly, that it is not known exactly what they look like under natural conditions. Largely unchanged forests can only be found on small remaining areas in some higher mountains and in the far east of Central Europe. Naturally, around 95% of Germany’s area would be covered with forest. The European beech or Common Beech (Fagus sylvatica) would probably occupy around 70% of the country’s area as the predominant tree species in western Germany. Due to their specific diet and the associated high degree of specialization, woodpeckers are particularly suitable as indicators for near-natural forest ecosystems. From this, the anthropogenic changes in the forests can be derived. The wealth of woodpecker species in Europe reflects quite well the strength of human influence on the originally forested landscapes. In almost all European countries, the clade of woodpeckers would probably be represented with 7 to 8 species if there would be still larger natural forest areas. The sensitivity of the woodpecker to habitat changes and thus its suitability as an ecological indicator increases with the degree of specialization and ranges from the “habitat generalist” Great Spotted Woodpecker (Dendrocopos major) to the highly endangered White-backed Woodpecker (Dendrocopos leucotos) and Three-toed Woodpecker (Picoides tridactylus).

Several studies, among others in the Bialowieza forest show that the White-backed Woodpecker is the most sensitive species of woodpeckers. It can only find optimal conditions in strictly Continue reading Woodpeckers as indicators of natural forest ecosystems

Buntspecht an Spechtschmiede

BuntspechtEin heller Baumstamm steht mitten zwischen schwarzverkohlten Kiefern. Seltsam. Sollte dieser Baum vom Feuer ungeschoren sein? Erst auf den zweiten Blick stellt man fest, daß sich bei diesem Baum die Kiefernrinde schon komplett abgeschält hat. Oder sie wurde abgeschlagen. Am Boden liegen großflächig knorrige Rindenstücke, Späne und helles Bohrmehl. Daneben stehen unterschiedlich kahle Kiefern, die nach dem Waldbrand im letzten Sommer übrig geblieben sind. Der helle Baumstamm weist ein weiteres Merkmal auf. Er ist überall von ansehnlichen Löchern überzogen. Plötzlich kommt ein Buntspecht (Dendrocopos major) mit gut hörbarem Flügelschlag angeflogen, klammert sich mit seinen kräftigen Krallen in das helle Holz und fängt an, den Stamm hochzuklettern. Er hat ein Kiefernzapfenende im Schnabel. Schließlich kommt er an ein geeignetes Loch, holt einen vorhanden Zapfen heraus und klemmt den mitgebrachten Kiefernzapfen in das Loch.

Der Buntspecht ist wohl der professionellste Nutzer von Schmieden. Manchmal werden dabei natürliche Risse oder Nischen in Bäumen so bearbeitet, dass sie genau für ein bestimmtes Nahrungsobjekt passen. Oder – sicher wie in diesem Fall – der Specht nutzt die Continue reading Buntspecht an Spechtschmiede

Buntspecht an verkohlten Kiefernstamm

BuntspechtDort wo im Sommer die Flammen bei einigen der größten Waldbrände in Brandenburg der vergangenen Jahre wüteten, sind rund 90 Prozent der Bäume nicht mehr zu retten. Dort, wo die angekohlten Stämme bereits entfernt wurden, sieht man bereits jetzt Grün wachsen. Dazwischen stehen noch verkohlte Kiefernstämmchen, die der Harvester wohl übersehen hat. Da ein Großteil Fläche schon abgeräumt ist nutzt der Buntspecht (Dendrocopos major) dankend dieses verbrannte Kiefernstämmchen, um die Fläche zu überblicken und sich gleichzeitig vor den neugierigen Augen des Fotografen zu verbergen.

Nur noch wenige der an- und verbrannten Kiefern stehen noch im Randbereich. Hier schält sich die Kiefernrinde schon flächig ab. Flächig schwarze Rinde wechselt mit hellbraunen Stellen ab, die helle Fraßgänge der Käferlarven zeigen. Am Boden liegen großflächig knorrige Rindenstücke und helles Bohrmehl. Traurig sehen die restlichen fast kahlen Kiefern nach dem Waldbrand im letzten Sommer aus.

Ein großer Profiteur der Waldbrandflächen ist der auf holzbewohnende Käfer spezialisierte Buntspecht. Er kommt grundsätzlich in allen Wäldern aber auch in Grünanlagen vor. Obwohl der Buntspecht insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Ernährung mit deutlichen jahreszeitlichen Veränderungen aufweist, besteht eine bedeutsame Nahrungsquelle aus Larven von Holzkäfern (Cerambycidae, Scolytidae, Buprestidae). Picken und Hämmern sind die häufigsten Nahrungstechniken für diesen Specht, insbesondere außerhalb der Brutzeit. Dazu hebelt, reißt und pickt er intensiv Rindenstücke ab. Bekannt ist er für das Arbeitet mit Ambossen um vor allem Kiefern-, Fichten- (Picea) oder Lärchenzapfen (Larix) und Nüsse als Nahrung zu nutzen.

Der Buntspecht ist nicht nur der Zimmermann der Wälder. Sein wichtigstes Werkzeug ist der kräftige Meißelschnabel. Ihn benutzt er, um Käfer und Larven aus der Rinde zu picken oder Nüsse aufzuhacken. Vor allem aber hämmert er damit Höhlen in Stämme und dicke Äste. Was dem Vogel selbst als Brutplatz dient, bietet auch vielen anderen Tieren Lebensraum und Unterschlupf: Kohlmeisen (Parus major), Wildbienen, Eichhörnchen und viele andere Höhlenbewohner profitieren davon, dass der Buntspecht viel mehr Höhlen zimmert, als er selbst braucht. Zum Höhlenbau bevorzugt der Buntspecht vor allem Baumarten mit weichem Holz und morsche bzw. abgestorbene Stämme. Wenn das Männchen eine Höhle gezimmert hat, legt das Weibchen dort bis zu sechs weiße Eier ab, die sie dann  etwa zwei Wochen lang ausbrütet.

Noch steht das verkohlte Kiefernstämmchen traurig auf weiter Fläche. Ohne zu große Eingriffe übernimmt aber schnell die Sukzession schon im nächsten Frühjahr die Regie. Schnell wachsen winzige Weidenröschen (Epilobium sp.). Dann sind viele neue Baumarten im ehemaligen Kiefernwald zu sehen. Dazu gehört sicher die Eberesche (Sorbus aucuparia), zwischendurch auch mal die eine oder andere Birke als Pionierbaumart. Auf den demnächst zum Teil aufgeforsteten, zum Teil aber auch der natürlichen Sukzession überlassenen Brandflächen werden nächstes Jahr wohl Baumpieper (Anthus trivialis), Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), Feldschwirl (Locustella naevia)  und Goldammer (Emberiza citrinella) als Reviervögel festzustellen sein. Diese Arten können erst durch die Öffnung des Bestandes so weit ins Waldesinnere vordringen. Wie lange das dauert, ist noch nicht zu sagen. Prompt wird – das ist heute schon zu sagen –auf den gefällten Arealen die Heidelerche (Lullula arborea) zu hören sein.

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