Tag Archives: Schwarzkehlchen (europ.)

Auf die Kehle kommt es an: Schwarzkehlchen

Schwarzkehlchen (europ.)In der Reihe von Rotkehlchen (Erithacus rubecula), Braunkehlchen (Saxicola rubetra) und Blaukehlchen (Luscinia svecica) darf das (europäische) Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) natürlich nicht fehlen. Es ist auf Anhieb in einem ähnlichen Habitat zu Hause wie das Braunkehlchen. In einer offenen, buschreichen Landschaft mit überwiegend kargem Bewuchs lebt dieser Sänger, der in Gestalt und Verhalten dem Braunkehlchen sehr ähnlich ist. Das auffallend kontrastreich gefärbte Männchen unterscheidet sich vom männlichen Braunkehlchen durch den schwarzen Kopf und die weißen Halsseiten. Außerdem fehlt der hellen Streifen über dem Auge wie er beim Braunkehlchen zu finden ist. Das Schwarzkehlchen sitzt meistens auf dem Boden oder noch häufiger auf einer exponierten Buschspitze. Es singt von seiner Warte aus oder präsentiert sich ebenfalls im Singflug. Das kontrastreich gefärbte Schwarzkehlchen trägt sein Lied häufig von der Spitze eines einzeln stehenden Busches in der ansonsten offenen Landschaft vor.

Der Bestand dieser Art hat, wie bei vielen anderen Ödland- und Wiesenbrütern auch, stark abgenommen, da sein Lebensraum, die Continue reading Auf die Kehle kommt es an: Schwarzkehlchen

Young Whinchat on summer morning

BraunkehlchenA fresh morning. Thick layers of fog are lying over the wetlands of the Nuthe floodplain south of Berlin. The weather forecast was perfect and everywhere there were numerous motives. So I took advantage of every free minute in the morning to be outside. The meadows along the river offer a diverse habitat structure. One family of Whinchats (Saxicola rubetra) with at least 2 juveniles were seen in uncut grassland. I placed the car not far from a pole inside the meadow, hoping a young Whinchat, I had seen before, to return. After a while the recently fledged Whinchat really returned to the pole. In the first morning light, it started to preen and stretch the wings. Obviously it wanted to get rid of their youngster’s feather dress. Successful, as it seems. With a surprised look, the young Whinchat looked after the flying plume.

The area south of Berlin has a lot to offer in terms of nature. In addition to the natural richness this is a legacy of the division of Germany, which has prevented the city´s spread after the end of the 2nd World War like in no other city. This means, that even today you often have to pass the city limits only in order to stand in the middle of nature. One of these areas is the Continue reading Young Whinchat on summer morning

Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

BaumpieperWer die im Blog über die niederländischen Moorgebiete (Veen) beschriebenen Gebiete besuchen will oder auf dem Weg nach Texel, einen fotografischen Zwischenstopp einlegen will, dem bietet sich ein Abstecher zu dem Naturreservat Reuselse Moeren an. In der Nähe der Kleinstadt Bladel nicht weit von Eindhoven an der holländisch-belgischen Grenze – gut erreichbar über die A67 – liegt bei der Gemeinde Reusel das reizvolle Moor- und Heidegebiet, das für Naturfotografen ein lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt.

Die Reuselse Moeren umfaßt eine Fläche von ungefähr 150 Hektar mit Hochmoorresten, kleinen, trockenen und feuchteren Heidegebieten, Weiden- gebüschen, Gagelsträuchern und einigen Magerwiesen.

Die Reuselse Moeren schützen eine typische niederländische Wald- und Moorlandschaft. Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) und Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) Continue reading Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

Schwarzkehlchen in der Lüneburger Heide

European StonechatDie Heide blüht! Eine lila blühende Landschaft mit Schäferromantik. Sicherlich prägt dieses Bild auch heute noch das Image der Lüneburger Heide. Doch damit wird man dieser einmaligen Kulturlandschaft nicht gerecht. Trotz des Besucherandrangs von jährlich etwa drei Millionen Besuchern kann der Naturfotograf in der Heide endlose Weite erleben. Dazu muss er das Gebiet während der Heideblütezeit von August bis September allerdings abseits der touristischen Hauptwege, am besten in den frühen Morgen- oder Abendstunden, besuchen.

Zudem kann man in der Heide Biotope gänzlich unterschiedlichen Charakters erkunden, die ihren Ursprung in der diffizilen eiszeitlichen Strukturierung des Reliefs haben. Die während der Eiszeiten entstandene Endmoräne bildet einen Höhenzug, der von Nord nach Süd durch das Naturschutzgebiet verläuft und somit für vergleichsweise starke Höhenunterschiede sorgt. Mit 169,2 Metern ist der Wilseder Berg die höchste Erhebung des Nordwestdeutschen Tieflandes. Auch die unterschiedlichen Böden geben der Landschaft vielfältige Formen und bieten einer Fülle von ansonsten selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum. Für den Naturfotografen besonders interessant sind die halboffenen Heidelandschaften.

Die Struktur der Heidelandschaft macht deutlich, dass es sich um einen besonderen Lebensraum mit großer Artenvielfalt Continue reading Schwarzkehlchen in der Lüneburger Heide

Schwarzstörche über Jüterbog West

SchwarzstorchEine Weile heißt es schon, mit dem Spektiv den Horizont abzusuchen. Da erscheinen auf einmal 2 größere Punkte direkt über den Bäumen, gar nicht so weit von dem Aussichtsberg im Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg entfernt. Hey, das ist doch die Silhouette eines Storches – oder? Ja, in der Tat ein Schwarzstorch (Ciconia nigra). Ein Paar kreist gemächlich über den Tieflandbereichen dieses wunderschönen Reservats. Von dem Aussichtspunkt auf ca. 100m NN kann man die beiden fast auf Augenhöhe sehen. Die Schwarzstörche kommen aus den südlichen Teilen, kreisten etliche mal und waren dann nur noch als Punkte hoch am Himmel zu sehen. Dies geschah so gegen 15:00. Tolle Beobachtung. Dann tauchten gegen 16:45 noch einmal – diesmal 3 Exemplare – vom Schwarzstorch auf. Ein Individuum schien weniger kontrastreich gezeichnet und schien auf Anhieb ein Jungvogel zu sein. Dass es sich um ein diesjähriges Exemplar handelt ist aber eher Continue reading Schwarzstörche über Jüterbog West

Merlin im Fiener Bruch – Brandenburg

MerlinAls holarktischer Brutvogel ist der Merlin (Falco columbarius) in ausreichender Zahl nur im Winterhalbjahr in Mitteleuropa anzutreffen. Vor allem im Oktober und bis Mitte November kommen dazu Durchzügler, die den kleinsten einheimischen Falken auch für ortsansässige Ornithologen erlebbar und beobachtbar machen.

In dem Zusammenhang soll erwähnt werden, daß die nähere und weitere Umgebung von Berlin auch ein Paradies für Vogelbeobachter ist. Einer dieser Gebiete um Berlin ist der Fiener Bruch bei Continue reading Merlin im Fiener Bruch – Brandenburg

Junger Wiesenpieper in den Schoorlse Duin in Noord-Holland/ NL

WiesenpieperDer junge Wiesenpieper (Anthus pratensis) schaut noch ein wenig ängstlich – aber auch neugierig. Ein paar wunderschön, bunt blühende Pflanzen am Rande eines ausgezeichneten Dünenlebensraums beeindruckten neben ihrer Schönheit mit einer starken Anziehungskraft auf einige Singvögel. Die blühenden Pflanzen und deren Saat zog vor allem Finken wie den Karmingimpel (Carpodacus erythrinus), aber auch Continue reading Junger Wiesenpieper in den Schoorlse Duin in Noord-Holland/ NL

Heidevogelarten in Brandenburg

Eurasian HoopoeBrandenburg, eines der neuen Bundesländer, ist viel stärker von kontinentalen Klima geprägt als die westlichen Landesteile, wo ich wohne.  Außerdem ist dieses Bundesland an der polnischen Grenze weniger dicht besiedelt. Ein guter Grund einige Landesteile Vogelparadiese zu nennen.  Brutpaare der selten gewordenen Raubwürger (Lanius excubitor) leben hier im Osten in guter Zahl. Die Raubwürger waren der Hauptgrund eine Reise Continue reading Heidevogelarten in Brandenburg

Wasservögel auf dem Oberrhein

Black KiteMit befreundeten Ornithologen organisierte ich vor einigen Wochen eine weitere Vogelbeobachtung zu Fuß entlang des Ufers des Rheins am Kühkopfs. Das Ziel war es, verschiedene Wasservogelarten, die ersten Zugvögel des Frühjahrs und die letzten Wintergäste zu sehen. Wir hofften, vor Ort einige der ersten Rauchschwalben (Hirundo rustica) zu beobachten. Wie in den vorangegangenen Tagen und Wochen war es angenehm und meist sonnig. Letztes Jahr war es zu der gleichen Zeit noch sehr kalt gewesen. Das Frühjahr hatte sich verzögert. Der Spaziergang begann mit einer schönen Beobachtung eines Schwarzer Milan (Milvus migrans) , der direkt über Continue reading Wasservögel auf dem Oberrhein

Vogelzug am Stockert in der Eifel

Haubenmeise in SchleheEin schöner Tag im Herbst. Indian Summer wie er im Buche steht. Diesmal soll es in die Eifel gehen, zu einem Berg, der Stockert genant wird und südlich von Euskirchen gelegen ist. Hier kann man den Vogelzug der am Tag ziehenden Vogelarten sehr gut beobachten. Es war noch dunkel, als ich ankam. Das erste Vogelgezwitscher konnte aber bereits gehört werden. Es waren vor allem Meisen, deren Rufe noch in den Bäumen zu hören waren. Dann ging es sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten waren die Büsche voll. Natürlich waren vor allem Kohlmeisen (Parus major) und Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) in den Schlehen und Hagebutten zu sehen. Ein wunderbarer Kontrast zu den blauen und roten Früchten, die übervoll an den Zweigen hingen. Die Zugunruhe hatte offensichtlich auch zwei Spezies von Meisen gepackt, die in der Regel nicht mit der offenen Landschaft, sondern eher mit Nadelbäumen in Wäldern in Verbindung gebracht werden. So waren gut 5 Tannenmeisen (Periparus ater) und auch mindestens 3 Haubenmeisen (Lophophanes cristatus) zu beobachten, die für eine Weile auf den Ästen einer Schlehe ausgeruhten. Nur kurz – ca. 2 Minuten – dann waren sie wieder weg.

Beim Beobachten und Fotografieren war klar zu erkennen, dass das Zuggeschehen in vollem Gange ist. Gesang und andere territoriale Verhaltensweisen waren selten zu sehen und beschränkten sich wenn auf den frühesten Morgen. Was für ein wunderschöner, früher Morgen an einem sonnigen Tag. Allerdings ziemlich kalt in den ersten Stunden. Dazu ein wahres Vergnügen – auch unter dem Gesichtspunkt der Ornithologie. Zusätzlich Continue reading Vogelzug am Stockert in der Eifel

Birding around Frankfurt Airport – Schwanheimer Duene

Eurasian Golden-OrioleThere are not too many foreign birdwatchers coming to the middle of Germany for just birding. But Frankfurt Airport (FRA) is the gateway to continental Europe. Many airlines use the Airport as a hub for connecting flights all over the world. If you have spare time between two flight and you are a birdwatcher, you might be interested to know, where you can find good places to stretch your legs, enjoy fresh air and enjoy birding for typical european birds. One of these places is only 15 minutes away from the Frankfurt Airport. This is the Schwanheimer Duene (Dunes of Schwanheim) located in a southern outskirt of Frankfurt. In so far, the area is more or less the same distance than the Langener Waldseen. But whereas these lakes, situated just 2 km east of the runway of Frankfurt AP, are a highly frequented recreation area in summertime, the Schwanheimer Duene is especially good in spring and summer. Thus an excellent alternative to the Langener Waldseen which are very productive in wintertime.

The Schwanheimer Duene is one of the few inland dunes in Europe. It was established after the last ice age of sands that have been blown out of the riverbed of the River Main. Then, a forest grew on it. In the last century farmers cleared the forest and put on cherry meadows. Several dry periods ended these attempts in the second half of the 19th Century. The dune devasted and started to wander. Between 1882 and 1890 the dune moved aground to its present location.

Following the desolation a  typical plant community of inland dune developed, which can be encountered up to nowadays. This plant community is called Continue reading Birding around Frankfurt Airport – Schwanheimer Duene